045 Zwischenstop in Weißlauf
045 Zwischenstop in Weißlauf PDF 
Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 17:11 Uhr
Akkirah und Vilkas brachen in aller Frühe auf und machten sich auf dem Weg zum Dämmergrab. Der kürzeste Weg dorthin war eigentlich über Helgen und Falkenring, aber sie wollten unbedingt noch in Jorrvaskr vorbeischauen. Also nahmen sie den weiteren Weg auf sich und ritten zunächst nach Weislauf. Als sie sich auf dem Weg machten, war das Wetter wie am Vortag ungemütlich. Sie legten daher ihre Regenumhänge über. Im Laufe des Tages wurde es aber wieder trocken. Ansonsten passierte nichts Aufregendes auf ihrer Reise und sie kamen nach einigen Tagen in Weislauf an. Sie brachten Adelante in den Stall und liefen anschließend gleich nach Jorrvaskr hoch.

Es war recht ruhig in der Halle, als sie diese betraten. Farkas war mit Frogar auf einen Ausflug in die Umgebung unterwegs und sie würden unter freiem Himmel übernachten und im Laufe des nächsten Tages wieder kommen. Torvar war mit Ria unterwegs Richtung Dämmerstern. Vignar und Brill waren wie meist um diese Zeit im Trunkenen Jägersmann anzutreffen.

Tilma, Aela und Athis freuten sich aber sehr, Akkirah und Vilkas wieder zu sehen. Akkirah merkte das Vilkas traurig war seine Bruder nicht anzutreffen, denn sie hatten eigentlich vorgehabt gleich am nächsten Tag weiter zu ziehen.

"Es ist schön wieder mal hier zu sein", sagte Akkirah. "Leider müssen wir aber in 3 Tagen auch schon wieder weiter. Aber wir wollten unbedingt hier vorbeischauen."
Vilkas sah Akkirah erstaunt und gleichzeitig dankbar an. Er wusste wie sehr es sie drängte, den verfluchten Skelettschlüssel loszuwerden und doch hatte sie ihren Aufenthalt in Jorrvaskr spontan verlängert.
Tilma schickte die beiden erst mal runter in ihre Gemächer, damit sie ihr Gepäck anlegen konnten, bevor sie zum Abendessen wieder in die Halle kamen. So gingen Akkirah und Vilkas dann zunächst in ihre Räumlichkeiten. Als sie dort alleine waren nahm Vilkas Akkirah in den Arm. "Danke, mein Herz, das wir 2 Tage hier bleiben können."
"Ich weiß doch, wie sehr ihr euch darauf gefreut habt, euren Bruder zu treffen. Also warten wir auf ihn." Sie küsste ihn zärtlich.

Nachdem sie ihre Sachen zur Seite gepackt hatten, begaben sie sich wieder nach oben in die Methalle. Tilma hatte das Essen auch schon fertig und so unterhielten sie sich über die vergangenen Abenteuer, wobei Akkirah und Vilkas das ein oder andere Detail die direkt mit Nocturnal zu tun hatte, lieber für sich behielten. In Jorrvaskr verlief das Leben auch recht ruhig. Seit die Silberne Hand zerschlagen war, mussten sie auch keine Angriffe dieser Gruppe mehr befürchten. Wäre nicht der schwelende Bürgerkrieg, der sich glücklicherweise in Weislauf selbst kaum bemerkbar machte, könnte man meinen die Welt wäre bis auf ein paar Verbrecher ruhig und friedlich. Selbst die Drachen schienen in letzter Zeit wieder seltenen aufzutauchen. Akkirah und Vilkas waren froh, dass es so ruhig war, so musste Akkirah kein allzu schlechtes Gewissen haben, das sie so selten hier war. Irgendwann nach Mitternacht löste sich die Gesellschaft dann langsam auf und alle begaben sich zu Bett.

Am nächsten Morgen stand Akkirah wie gewohnt recht früh auf. Sie bemühte sich dabei Vilkas nicht zu wecken und gab ihn, bevor sie das Zimmer verließ einen Kuss auf die Stirn. Oben in der Halle, was Tilma wie gewohnt schon am rumwerkeln. Akkirah begrüßte sie kurz im Vorbeilaufen und begab sich hinunter zu den Ställen, um sich um Adelante zu kümmern. Als sie damit fertig war, schaute sie auf den Rückweg nach Jorrvaskr noch kurz in ihrem Haus nach, um zu sehen, ob alles in Ordnung war. Dann lief sie schnell wie der Wind wieder nach oben. Zwischenzeitlich waren die meisten auch schon wach und hatten sich zum Frühstück an die große Tafel gesetzt. Akkirah setzte sich neben Vilkas, der sie lächelnd ansah.

Nach dem Frühstück beschossen Akkirah und Vilkas, sich um die Banditen, die sich unterhalb der Stadt in den Felsen eingenistet hatten, zu kümmern und sie zu verscheuchen. Ein wenig Arbeit konnte ja nicht Schaden. Sie machten sich zu Fuß auf den Weg. Wie zu erwarten waren die Banditen nicht einsichtig und wollten freiwillig gehen, also blieb den beiden Gefährten nichts anderes übrig, als sie mit ihren Waffen zu überzeugen. Dabei kamen viele der Banditen ums Leben und zwei flohen letztendlich. Akkirah und Vilkas beschlossen sie laufen zu lassen. Die würden hier so schnell nicht wieder auftauchen, da waren sie sich sicher. Es war früher Nachmittag als die beiden zurück nach Jorrvaskr kamen. Als sie die Halle betraten wurden beide sogleich stürmisch von einem Jungen begrüßt. "Vilkas, Akki, ich freue mich so, das ihr wieder da seid. Ich muß euch unbedingt zeigen was ich alles schon gelernt habe. Ich kann schon fast eine Seite an einem Stück und ohne zu stocken lesen. Und mit dem Schwert kann mich auch kaum noch einer besiegen."

Frogar hatte einen leichten Hang zum übertreiben und Akkirah musste sich das Lachen verkneifen, als der Kleine so zuversichtlich vor ihr stand. Sie nahm ihn in den Arm: "Ihr müsst mir dann nachher unbedingt etwas vorlesen. Und Vilkas wird euch bestimmt prüfen wollen, was eure Schwertkünste angeht." Während sich Akkirah mit Frogar unterhielt, waren sich die Zwillinge zur Begrüßung in die Arme gefallen. Anschließend nahm Farkas auch Akkirah in den Arm und sie gab ihm zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange. Es erstaunte sie immer wieder, das ihr sonst über alle maßen eifersüchtige Ehemann nichts dagegen hatte, wenn sie seinen Bruder in den Arm nahm oder ihm sogar einen Begrüßungskuss gab. Und sie war froh, dass sie geblieben waren. Auch wenn die Brüder es nicht offen zeigten, sie mussten sich von Zeit zu Zeit sehen, denn zwischen ihnen gab es eine Bindung, die sich schon im Mutterleib gebildet hatte. Akkirah beschloss die beiden alleine zu lassen. Sie nahm Frogar an der Hand und ging mit ihm zu einer Bank rüber, um sich mit ihm zu unterhalten.

"Wie lange bleibt ihr?" fragte Farkas seinen Bruder, als Akkirah und Frogar sich zurückgezogen hatten.
"Übermorgen ziehen wir wieder weiter. Wir müssen dringend einen Gegenstand an seinem ursprünglichen Platz bringen."
"Ich würde euch gerne begleiten, aber ich schätze, wir müssten dann den Jungen mitnehmen."
"Es ist noch zu gefährlich für den Kleinen. Aber wir werden bestimmt noch andere Gelegenheiten haben, gemeinsam los zu ziehen. Ich werde mit Akki, nachdem wir die Aufgabe erledigt haben, erst mal nach Jorrvaskr zurückkommen und dann haben wir bestimmt genug Gelegenheiten haben, gemeinsam was zu unternehmen."
Farkas lächelte. "Das hört sich gut an." Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile, dann meinte Farkas: "Hmmm… sollten wir Akki von dem Jungen erlösen?" Vilkas sah zu ihr rüber: "Nein, es macht ihr spaß mit dem Jungen zusammen zu sein. Lasst uns etwas in den Hof gehen. Ich will schauen, ob ihr auch nichts verlernt habt, von dem was ich euch mühsam beigebracht habe."
"Hey…ihr werdet sehen, das ihr mit eurem neuen Zahnstocher keine Chance gegen meinen guten alten Zweihänder haben werdet." Farkas lachte und so gingen beide nach draußen.

Am Abend fanden sich alle wieder in der Halle zum Essen ein. Als sie fertig waren, brachte Rhia den kleinen Frogar zu Bett, der sich erstaunlicherweise nicht dagegen sträubt wie sonst, da er wirklich todmüde war, da er vor Aufregung die Nacht zuvor draußen kaum geschlafen hatte. So konnte der Rest sich in ruhe bei einem oder mehreren Bechern Met unterhalten.

Als Akkirah später zu Vilkas ins Bett krabbelte, merkte sie dass ihn etwas bedrückte.
"Was ist los mein Liebster? Ich dachte ihr wärt glücklich, das wir hier geblieben sind?" Sie beugte sich über ihn um ihn beim Schein der Kerzen besser in die Augen sehen zu können. "Ach mein Herz, das bin ich doch auch." Er lächelte sie an. "Nur was wird wenn wir vom Dämmergrab zurückkommen? Wohin werden wir dann gehen?" Plötzlich wurde ihr klar um was es ihm ging. Er hatte fast sein ganzes Leben hier in Jorrvaskr und Weißlauf verbracht. "Ich gehe dahin wo ihr hingeht, mein Liebster. Und ich denke wir gehören zu unserer Familie. Und die ist hier in Weißlauf. Oder was meint ihr?"
"Ja", antwortete er ganz leise und zog sie an sich. "Wir gehören zu unserer Familie."

Am nächsten Morgen wurden Akkirah und Vilkas in Herrgottsfrühe von einem ungeduldigen klopfen an der Tür geweckt. Vilkas grummelte ungehalten vor sich hin und Akkirah sprang fix aus dem Bett, um sich etwas anzuziehen, denn sie ahnte das es sich um Frogar handeln würde, der beim ersten Laut sofort in den Raum gestürmt kommen würde. Nachdem sie sich angekleidet hatte, fragte sie "Wer ist da?" und wie erwartet kam der Junge reingestürmt.

Sie setzte eine strenge Mine auf und sah den Jungen ernst an. "Mein Junge, ich glaube man hat bisher vergessen, euch anständige Manieren beizubringen. Man bleibt vor einer geschlossenen Tür solange stehen, bis man hereingebeten wird. Und ich kann mich nicht dran erinnern das Vilkas oder ich dieses getan haben. Also geht wieder hinaus und klopft noch mal an."
"Aber warum soll ich wieder rausgehen, wenn ihr mich doch gleich wieder reinlasst? Das ist doch blödsinnig und Zeitverschwendung."
Der Junge stand entrüstet da. Vilkas zog sich die Decke über den Kopf, damit der Junge nicht bemerkte wie er grinsen musste.
"Habe ich gesagt, dass ich euch rein rufen werde?" Der Junge wurde rot. "Nein", sagte er kleinlaut und ging wieder hinaus und schloss die Tür hinter sich. Dann vernahmen Akkirah und Vilkas ein erneutes Klopfen. "Wer ist da?" fragte Akkirah erneut. "Ich bin's, Frogar. Darf ich reinkommen?"
"Nein, wartet bitte oben in der Methalle bis wir hochkommen."

Sie konnte fast spüren, wie der Junge draußen mit dem Fuß aufstampfte und sich dann umdrehte und nach oben ging. ‚Na also', dachte sie sich, ‚das geht doch'. Dann drehte sie sich zu Vilkas um der sich zwischenzeitlich die Decke wieder vom Kopf gezogen hatte und weiterhin grinste. Mit gespielter Entrüstung, zog sie ihm die Decke komplett weg. "Hey, was soll das?", rief er entrüstet.
"Wenn ihr mich schon nicht bei den Erziehungsmaßnahmen unterstützt, könnt ihr wenigstens gleich mit aufstehen und gemeinsam mit mir nach oben gehen." "Ihr brauchtet meine Hilfe doch gar nicht, mein Herz.". Vilkas sprang aus dem Bett und nahm seine Frau in den Arm. "Ihr habt es auch so hervorragend gemeistert." Er schnappte sich seine Kleidung und zog sich an. Dann gingen sie gemeinsam hoch in die Methalle, wo Frogar als einziger am Tisch saß und ein Glas Mich trank, das Tilma ihm gegeben hatte reichte.

"Ihr seid aber heute beider Früh in Gange, das kennt man von euch ja gar nicht", meinte Tilma, als sich die beiden an den Tisch setzten.
"Wir wurden halt geweckt und haben dann beschlossen gleich aufzustehen", meinte Vilkas nur und zwinkerte Frogar zu.
"Das Brot braucht noch etwas, bis es fertig ist" sagte Tilma darauf.
"Kein Problem, ich will eh noch schnell runter zu den Ställen und nach Adelante schauen."
Frogar sprang auf. "Bitte, Akki, darf ich mitkommen? Ich verspreche auch ganz brav zu sein."
Sie nickte. "Kommt mit." Sie gab Vilkas einen Kuss bevor sie die Halle verließ und Frogar folgte ihr ganz brav.

Auf den Weg zu den Ställen bombardierte Frogar Akkirah mit einem Haufen Fragen. Sie war wirklich erstaunt, wo der Junge diese alle hernahm. Und sie bemühte sich alle so gut es ging zu beantworten. So, wollte er wissen, warum eigentlich nur sie und Vilkas ein eigenes Pferd hatten und die anderen meist zu Fuß gingen, oder sich bei Bedarf eines in den Ställen ausliehen. Würde er, wenn er größer war auch ein Pferd haben können? Wie war Akkirah auf den Namen Adelante gekommen und so ging es in einer Tour weiter. Sie war froh als sie unten bei den Ställen ankamen und sie so seine Fragen abwürgen konnte. Sie erklärte ihm, wie man sich einem Pferd näherte, worauf er dabei zu achten hatte. Sie begrüßten Skulvar, der schon dabei war sich um die anderen Pferde zu kümmern. Dann sie nahm Adelante aus dem Stall und drückte dem Jungen eine Mistgabel in die Hände.

"Wer ein eigenes Pferd haben will muß auch wissen, was für Arbeit damit verbunden ist, daher darfst du die Box erst mal sauber machen." Sie selbst nahm auch eine Mistgabel in die Hand und zeigte dem Jungen, wie man damit umging. Er war erstaunlicherweise Feuer und Flamme bei der Arbeit. Als die Box frisch eingestreut war, füllte Akkirah eine große Schaufel Futter in die Krippe und schüttete etwas Heu auf. Sie schickte den Jungen los, frisches Wasser aus dem Bach hinter dem Stall zu holen. Danach ließen sie Adelante erst mal in ruhe fressen. Als die Krippe leer gefressen war holte Akkirah das Putzzeug und zeigte dem Jungen wie man damit umging. Da er recht klein war, kam er nur an die Beine und den Bauch ran, aber glücklicherweise, war Adi in Gegenwart von Kindern die Ruhe in Person und schaute nur ab und an mal zu dem Kleinen rüber während sie ihr Heu genüsslich kaute. Akkirah putzte den Rest und als sie fertig waren wuschen sie sich fix im Bach und liefen wieder hoch nach Jorrvaskr, wo zwischenzeitlich das Frühstück auf dem Tisch stand. Akkirah setzte sich neben Vilkas, der schon angefangen hatte.

Als alle fertig waren wurde geplant, wer an diesem Tage was machen würde. In der alten Ruine bei der Mondschmiede hatten sich wieder neue Banditen eingenistet, die vertrieben werden mussten, da sie auch die Höfe in der Umgebung angriffen, bzw. die Leute dort bedrohten und ausraubten.
Dann war da noch ein Riese, der Nahe von Rorikstatt auf einem Hof für ärger sorgte. Es wurde beschlossen, dass die Zwillinge sich um das Lager der Stillen Monde kümmerten, während Aela und Athis sich nach Rorikstatt aufmachten. Akkirah wollte ein paar Kräuter sammeln gehen und hatte beschlossen den Frogar dazu mitzunehmen. Ein wenig Naturkunde konnte ja nicht Schaden und das Reiten auf Adelante würde ihm bestimmt Spaß machen. Er war ganz aus dem Häuschen als Akkirah ihm das vorschlug.

Vilkas nahm Akkirah, bevor er mit Farkas aufbrach in die Arme. "Seid ihr mir auch nicht Böse, das ich mit Farkas losziehe und euch hier alleine zurücklasse?" Sie sah ihn lächelnd tief in seine eisgrauen Augen. "Zieht schon los. Das war doch was ihr wolltet. Etwas Zeit mit eurem Bruder." Sie küsste ihn sanft und löste sich dann aus seiner Umarmung. Sie drehte sich zu Farkas um. "Und ihr passt gut auf Vil auf, ansonsten bekommt ihr gewaltig Ärger mit mir und ich lasse euch nie wieder alleine losziehen." Farkas lachte. "Ihr habt mein Wort drauf." Er nahm sie kurz zum Abschied in den Arm und dann verließen die Zwillinge die Methalle.

Anschließend verabschiedete sich Akkirah noch von Aela und Athis, da die beiden ein paar Tage unterwegs sein würden und daher morgen, wenn sie und Vilkas zum Dämmergrab aufbrachen nicht mehr da sein würden.

Nachdem alle weg waren, holte Akkirah ihre Tasche, in der sie ihre Kräuter sammelte und ihre Waffen, denn auch wenn sie nahe der Stadt bleiben würden, wusste man ja nie wer oder was einem unterwegs begegnete. Bei den Ställen mit Frogar angekommen zeigte sie ihm wie man ein Pferd sattelte und dann hob sie den Jungen in den Sattel und schwang sich selbst hinter ihm auf Adelante. Sie ritten in Richtung südlichen Wachturm. Am Fuß der Berge stiegen sie ab und Akkirah zeigte Frogar, die verschiedenen Pflanzen und erklärte ihm die Wirkung, die sie haben. Er versuchte sich das alles zu merken, aber Akkirah erkannte schnell, das es ihm nicht sonderlich leicht fiel und wenig Spaß machte. Nachdem sie dann ihre Vorräte ergänzt hatte, beschloss sie, dass sie für heute Abend den Speiseplan um ein paar Fasane und Kaninchen erweitern könnte. Sie waren ja nur zu viereinhalb, da Vignar und Brill wahrscheinlich eh wieder im Trunkenen Jägersmann anzutreffen sein würden. Das gefiel Frogar schon viel besser. Er hatte seine kleinen Bogen dabei und Akkirah versuchte ihm zu zeigen, wie er sich lautlos durch das Unterholz pirschen musste, um an seine Beute heran zu kommen. Dabei stellte er sich recht geschickt an. Es gelang ihm sogar, 2 Fasane zu treffen. Akkirah erwischte zwei weitere und dazu noch drei Hasen. Das sollte für das Abendessen reichen. Da zwischenzeitlich der Nachmittag angebrochen war, machten sich die beiden dann auch auf den Rückweg. Bei den Ställen half Frogar so gut er konnte, mit Adelante zu versorgen und trug dann die zwei toten Vögel die er selbst erlegt hatte Stolz hoch nach Jorrvaskr.

Tilma freute sich über die Mitbringsel und machte sich sogleich dran, die Tiere auszunehmen. Frogar musste sich noch ein wenig über sein Lesebuch setzten und üben. Es dauerte nicht lange, da tauchten auch die Zwillinge wieder auf. Akkirah fiel Vilkas um den Hals, als hätten sie sich eine Ewigkeit nicht gesehen. Farkas und Vilkas hatten nicht viel Probleme gehab, die Banditen zu erledigen.

Sie verbrachten einen gemütlichen Abend und auch Frogar durfte ausnahmsweise mal länger aufbleiben. Als Tilma dann aber doch fand er müsse zu Bett gehen, fragte er Akkirah, ob sie morgen wieder Pflanzensammeln gehen würden. Er hatte vergessen, dass sie ja morgen schon wieder weiterziehen wollten. Darüber war er sehr traurig: "Warum seid ihr immer nur ein paar Tage da und verschwindet dann wieder für lange Zeit? Mögt ihr uns hier denn nicht?"
Vilkas nahm den Jungen in den Arm. "Diesmal ist es anders. Wenn wir zurückkommen bleiben wir länger hier und gehen nicht gleich wieder fort." Darauf erhellte sich das Gesicht des Jungen wieder und er ging ohne zu zögern zu Bett. Akkirah half Tilma schnell beim Abwaschen und Aufräumen in der Küche und dann setzte sie sich zu den Zwillingen an die Tafel und trank noch einen Becher Met mit ihnen bevor auch sie sich alle langsam in ihre Betten zurückzogen. Morgen würden sie nicht all zu spät aufbrechen um endlich zum Dämmergrab zu kommen.