052 Schwere Beschuldigungen
052 Schwere Beschuldigungen PDF 
Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 17:18 Uhr

Der nächste Tag verlief relativ ruhig. Alle ließen sich Zeit, was das Aufstehen anging. Nur Frogar, Tilma und Akkirah waren wie gewohnt zeitig hoch. Es gelang ihr, ohne Vilkas zu wecken, sich aus seine Armen raus zu winden. Bevor sie das Zimmer verließ gab sie ihm noch sanft einen Kuss. Er hatte am Abend zuvor wohl doch den einen oder anderen Becher Met zu viel gehabt, grinste sie vor sich hin und verschwand dann leise. Oben war Tilma schon in Gange um die Reste vom Vorabend abzuräumen. Akkirah half ihr dabei. Kurz darauf kam dann auch Frogar, der bevor er zu den Ställen hinunterging, etwas Essen wollte. Akkirah trank während sie Tilma half nur einen Becher Tee. Etwas Essen würde sie später, wenn auch die anderen da wären. Als Frogar hinunter ging, begleitete sie den Jungen. Sie wollte sich selbst um ihre Stute kümmern. Nachdem sie fertig war ging sie wieder hinauf. Zwischenzeitlich waren auch die meisten der anderen aufgewacht. Die Zwillinge saßen beide wie gewohnt nebeneinander und schienen beide leichte Probleme mit Kopfschmerzen zu haben. Sie waren es halt nicht gewohnt zu viel zu trinken. Aber sie hatten sich von Varis, der einiges wegstecken konnte, mitreißen lassen. Akkirah setzte sich neben Vilkas der recht leidend aussah und gab ihn zur Begrüßung erst mal einen Kuss. Varis der am anderen Ende der Tafel sah wirkte im Gegensatz zu den Zwillingen absolut munter und war mit Athis und Nerena in eine angeregte Unterhaltung vertieft. Nachdem dann alle etwas gegessen hatten, schien es den meisten dann auch schon wieder besser zu gehen. Farkas nahm seinen Zweihänder und begab sich hinaus in den Hof. Die Meisten der anderen folgten ihn

Akkirah fing an die Umbaupläne aufzuskizzieren. Vilkas hatte beschlossen gleich hinunter zu Jon Kampf-Geborener zu gehen, um ihn zu überreden, die Arbeiten zu übernehmen. Zum Glück war er nicht so extrem wie der Rest seiner Familie der Meinung, dass man mit den Grau-Mähnen nichts zu tun haben müsste, von denen es ja auch welche in Jorrvaskr gab. Abgesehen war Akkirah bekannt, dass er und Olfina, die aus dem Hause Grau-Mähne abstammt, ein heimliches Verhältnis haben. So kam er dann mit Vilkas hoch nach Jorrvaskr. Gemeinsam setzten sich dann Jon, Vilkas und Akkirah zusammen und besprachen wie man am Besten vorgehen sollte und auch wie lange die Umbaumaßnahmen in den Wohnquartieren dauern würde. Sobald die Materialien herbei geschafft worden wären, würden man zwei maximal drei Tage brauchen um zwei neue Steinwände angepasst hochzuziehen und die Türen einzusetzen. Sie bat Jon sich, um die entsprechenden Bestellungen zu kümmern. Die Reparatur des Daches der Terrasse würde etwas länger in Anspruch nehmen. Die alten Holzpfeiler waren im laufe der Jahre durch die Wettereinflüsse auch angegriffen und es wäre wenn sinnvoll, statt nur ein neues Dach zu decken, gleich die Stützen mit auszutauschen.

Vilkas nickte Akkirah zu, als sie ihn fragend ansah. Sie einigten sich drauf, dass sobald die Steine da waren, mit dem Innenausbau angefangen wurde. Während dieser Zeit müssten dann die in den Räumen wohnenden Gefährten für ein paar Tage, sofern sie nicht eh unterwegs waren, in der beflaggten Mähre unterkommen. Im Notfall würde Akkirah auch hier kleines Häuschen zur Verfügung stellen, sollte gerade nicht genug Platz im Gasthof sein.

Nachdem das erst mal alles besprochen war, war es auch schon Mittag geworden. Akkirah und Vilkas aßen eine Kleinigkeit und gingen hinab zu den Ställen, um einen Ausritt in die Umgebung von Weislauf zu machen. Sie wollten schauen, ob die üblichen Banditenverstecke weiterhin unbesetzt waren. Es hatte sich anscheinend rum gesprochen, dass die Gefährten regelmäßig für Ordnung sorgten und sie immer wieder vertrieben, denn selbst das Lager am Stehenden Strom war weiterhin verlassen. Und so konnten die beiden ihren Ausritt genießen.

Auch die nächsten Tage verliefen recht ruhig. Athis und Varis zogen gemeinsam los um einen Verbrecher wieder einzufangen, der aus dem Gefängnis in Morthal entflohen war und in der Umgebung von Helgen gesichtet worden war. Aela hatte mehrere Aufträge, wo sie unliebsame Mitbewohner, die sich einfach in den Häusern einiger Bürger einquartiert hatten erledigen sollte. Besonders Skeever drangen immer wieder gerne in die Keller von alten Häusern ein. Aber auch ein Bär machte Nahe Einsamkeit auf einem Bauernhof Probleme und hatte schon zwei Ziegen gerissen. Wenn sie alle der Reihe nach aufsuchen würde war Aela sicherlich locker zwei Wochen unterwegs. Nachdem Akkirah und Vilkas wieder in Jorrvaskr war, nutzte sie jede Gelegenheit raus zukommen, nachdem sie monatelang meist sozusagen das Haus gehütet hatte, als die beiden unterwegs waren, was Akkirah gut verstehen konnte.

Der Rest der Truppe blieb in Jorrvaskr und sie nutzten die Zeit ihre Fertigkeiten im Umgang mit ihren Schwertern oder Bögen zu verbessern. Vilkas war gut damit beschäftig, sich um alle zu kümmern. Besonders viel Zeit verbrachte er mit Marla, die ihn immer wieder bat ihr zu helfen. Diese schien sich gut eingelebt zu haben sie verbrachte viel Zeit mit Nerena, mit der sie sich angefreundet hatte, aber auch mit Ria, wenn diese nicht gerade im siebten Himmel mit ihrem Torvar schwebte. Nur Frogar verhielt sich ihr gegenüber weiterhin abweisend. Marla bemühte sich immer wieder darum mit dem Jungen ins Gespräch zu kommen, aber er blockte jeden Versuch ab und so gab Marla es bald auf. Akkirah machte sich langsam Sorgen wie das weiter gehen sollte. So hatte sich der Junge nie aufgeführt. Vilkas versuchte Akkirah zu beruhigen. Es wäre nur eine Phase die Frogar durchmachte. Das würde sich bestimmt bald wieder legen. Akkirah hatte ihre anfänglichen Bedenken gegenüber Marla in der Zwischenzeit verloren. Sie benahm sich nicht auffällig und war stets hilfsbereit.

Eines Nachmittags bei den Schwertübungen, als Marla mal alleine mit Vilkas im Hof war, passierte etwas, was Vilkas etwas verwirrte. Während der Übungen geriet Marla ins Stolpern und Vilkas fing sie ab damit sie nicht stürzte. Dabei hatte er plötzlich das Gefühl sie würde sich mehr an ihm Hilfe suchend klammern als Not tat. Er wischte den Gedanken aber schnell wieder von sich. Am nächsten Tag passierte etwas Ähnliches. Als er ihr zeigte wie sie ihr Schwert in einer bestimmten Angriffsituation halten sollte und ihr dabei versuchte die Hand zu führen hatte er den Eindruck sie würde sich an ihn lehnen. Er zog sich sofort zurück. Marla tat so als wäre nichts passiert.

Zwei Tage später saß Marla mit Nerena auf der Terrasse und unterhielt sich. Frogar saß in der Nähe über sein Geschichtsbuch vertieft, aber er konnte jedes Wort der Unterhaltung verstehen.

"Findet ihr es nicht merkwürdig, das Akkirah, obwohl sie nun schon so lange mit Vilkas verheiratet ist, nicht die geringsten Anzeichen einer Schwangerschaft zeigt?" fragte Marla plötzlich Nerena. "Aber warum sollte das merkwürdig sein? Sie hat so viel zu tun, da würde sie eh kaum Zeit haben, sich um ein Kind zu kümmern." "Also wenn ich mit einem Mann so zusammen wäre wie sie, dann wollte ich auch Kinder von ihm haben wollen. Das gehört doch zu einer Beziehung dazu. Ansonsten hätte man doch gar nicht Heiraten müssen. Ich glaube ja eher das Akkirah etwas gegen Kinder hat" Die beiden standen beim letzten Satz auf und verließen die Terrasse und Frogar konnte nichts mehr verstehen. Als er nach einiger Zeit nach drinnen verschwand, weil es draußen zu windig wurde, fragte er später als Akkirah sich zu ihm setzte um ihn abzuhören plötzlich.

"Akki, warum habt ihr eigentlich keine eigenen Kinder? Alle Leute die ich kenne und die verheiratet sind haben welche. Nur du und Vilkas nicht. Mögt ihr keine Kinder?" Akkirah war von dieser Frage vollkommen überrascht und ihr stiegen sofort die Tränen in die Augen. Sie schluckte und versuchte sie zu unterdrücken, was ihr aber nicht gelang und sie zu weinen anfing. "Akki, was ist mit euch? Habe ich etwas Böses gesagt?" Er sprang auf und wollte ihr den Arm um die Schulter legen. Aber Akkirah stieß ihn zurück. "Bitte geht und lasst mich alleine, Frogar", fuhr sie ihn an. Der Junge war vollkommen verwirrt und hatte Angst Akkirah sei böse auf ihn. Er lief mit gesenktem Kopf in sein Schlafzimmer und versteckte sich unter der Bettdecke. In dem Moment kam Vilkas von draußen herein. Er wollte mit Akkirah über Marla sprechen, denn wieder hatte sie eben beim Training versucht sich ihm zu nähern und so ging das nicht weiter. Sie machte es so unauffällig und immer nur dann wenn kein anderer in der Nähe war. Als er Marla eben drauf aufmerksam machte tat, sie vollkommen unschuldig, als wäre nichts geschehen.

Aber als Vilkas Akkirah in Tränen aufgelöst am Tisch sitzen sah, vergaß er sein Problem mit der Anwärterin. Er sah gerade noch wie Frogar in die Wohnquartiere verschwand. Er lief zu Akkirah hinüber und nahm sie in die Arme. "Mein Herz, was ist geschehen? Warum weint ihr." Sie brauchte einige Minuten um sich wieder zu fangen. Dann erzählte sie Vilkas was Frogar sie gefragt hatte und das sie da wieder an ihr verlorenes Kind denken musste. Vilkas hielt sie ganz fest an sich gedrückt. "Mein armes Herz. Ich bringe euch nach unten. Ihr solltet euch etwas hinlegen." "Nein, Vil, ich muß mit Frogar reden. ich habe ihn eben einfach weggeschickt." "Ich mache das für euch. Ihr legt euch etwas hin. Bitte." Sie sah ihn tief in seine eisgrauen Augen und konnte ihm den Wunsch nicht abschlagen. Sie nickte nur und dann brachte er sie runter. Er blieb noch einen Augenblick neben ihr sitzen, bevor er sich zu Frogar hinüber begab. Er hörte den Jungen unter der Decke schluchzen. "Frogar, mein Junge, was ist mit euch?" Vorsichtig nahm er die Decke weg, um den Kleinen anzusehen. "Akki ist böse auf mich, sie hat mich einfach weggeschickt. Sie mag mich nicht mehr." Vilkas strich ihm über das Haar. "Das stimmt doch gar nicht. Akkirah ist nicht böse auf euch und sie hat euch genauso gern wie zuvor. Sie ist nur etwas Traurig, weil ihr sie mit eurer Frage an etwas Schlimmes erinnert hast, das ihr wieder fahren ist. Und darauf war sie nicht gefasst. Und in solchen Situationen sagt und tut man manchmal Sachen die man nicht wirklich böse meint." "Glaubt ihr wirklich?" "Natürlich, ich kenne doch meine Akki", er lächelte Frogar an und nahm ihn in die Arme. "Sie hat euch furchtbar lieb, genau wie ich." Nach diesen Worten verschwand der traurige Ausdruck auf Frogars Gesicht und er fing wieder an zu strahlen. "Und nun kommt wieder mit nach oben und macht eure Aufgaben zu Ende. Abendessen müsste auch bald fertig sein." Frogar fiel Vilkas um den Hals, dann sprang er aus dem Bett und rannte nach oben. Vilkas begab sich wieder zu Akkirah, die sich wieder gefangen hatte. Er setzte sich zu ihr und nahm sie fest in die Arme. "Fühlt ihr euch besser, mein Herz?" "Ja" flüsterte sie. "Ich muß endlich lernen nicht jedes Mal, wenn man mich auf ein Kind anspricht in Tränen auszubrechen. Andere die so was erlebt haben machen das ja auch nicht." "Ihr seid aber nicht andere und es ist ja nun auch och nicht allzu lange her, wo es passiert ist." Er küsste sie "Kommt, wir sollten wieder nach oben gehen." Akkirah nickte.

Als sie nach oben kam stand das Essen schon auf dem Tisch. Diejenigen die nicht unterwegs waren saßen an ihren Plätzen und hatten schon angefangen zu Essen. Frogar sah Akkirah schüchtern an, als sie kam und sich wie gewohnt neben ihn setzte. Dann fuhr sie ihm mit der Hand durchs Haar und er fing an zu strahlen. Er sprang auf und viel ihr um den Hals. " ich wollte euch nicht zum Weinen bringen, es tut mir ja so leid. Ich habe euch furchtbar lieb", schoss es aus ihm raus. Akkirah nahm ihn in den Arm. "Auch ich habe euch sehr lieb. Aber nun setzt euch wieder und esst." Lächelte sie. Niemand sah den bösen Blick den Marla den beiden vom anderen Ende des Tisches zuwarf.

Die nächsten Tage verliefen wieder ohne irgendwelche großartigen Vorkommnisse. Akkirah und Vilkas hatten beschlossen, sobald Aela zurückkam, auch mal wieder auf Tour zu gehen. Willem, der Wirt aus dem Gasthaus in Ivarstatt hatte ihnen geschrieben, das in letzter Zeit häufig merkwürdige Geräusche aus dem alten Grab bei dem Dorf zu hören waren. Daher hatte er Akkirah gebeten doch mal, wenn sie in der Nähe wäre, sich dort umzuschauen. Sie hatte ihm geantwortet das sie so bald es ihre Zeit erlauben würde, nach dem Rechten sehen wollte.

Aber am Nachmittag des dritten Tages, als Akkirah gerade mal wieder die Buchführung oben in der Methalle machte, kam Marla wütend reingestürmt. In der Halle war nur Torvar noch mit anwesend, der seine Rüstung einölte, die er zuvor nach einer Reparatur von Eorlund abgeholt hatte. Farkas war mit Athis unterwegs und Ria hatte beschlossen für ihr neues Zimmer ein Bärenfell zu beschaffen und war daher mit Nerena und Varis losgezogen einen zu erlegen. Frogar war heute Nachmittag mit Lars Kampf-Geborener draußen auf deren Hof.

"Ihr solltet euren Mann besser unter Kontrolle halten. Es kann ja wohl nicht angehen, dass er sich während des Trainings einfach an einem vergreifen will."

Akkirah war vollkommen überrascht. Was wollte Marla von ihr? Beziehungsweise, was hatte sie da gerade von sich gegeben? Sie glaubte ihren Ohren nicht so ganz zu trauen. Die junge Frau stand zitternd vor ihr. "Euer Herr Gemahl hat soeben auf dem Trainingsplatz versucht mich zu verführen. Dabei wurde er auch handgreiflich, als ich mich gewährt habe und hat mir eine Ohrfeige verpasst." Ihr Gesicht war auf der linken Seite leuchtend rot. "Bitte beruhigt euch erst mal", Akkirah versuchte einen klaren Kopf zu behalten. "Was, ich soll ruhig bleiben? Nachdem was gerade geschehen ist? Aber klar, so naiv wir ihr seid könnt ihr euch nicht vorstellen was passiert ist."

In dem Moment betrat Vilkas die Halle. "Ach da kommt er ja, der wunderprächtige Herr Gemahl, der ja so ehrbar ist, das man einer Frau wie mir keinen Glauben schenken muß."

Vilkas stand da und wusste nicht was er sagen sollte. Zuvor hatte Marla draußen beim Üben versucht ihn zu küssen, als er ihr nach einem Sturz hoch half. Darauf hin hatte er ihr eine Ohrfeige verpasst und gesagt, sie solle so was nie wieder wagen, ansonsten würde er dafür sorgen, dass sie ihre Sachen packen kann. "Was hat sie euch erzählt?" fragte Vilkas vorsichtig.

"Na was sollte ich ihr wohl erzählen? Die Wahrheit natürlich, wie ihr versucht habt mich gewaltsam zu nehmen. Wäre ja auch nicht das erste Mal. Oder was war das mit dieser Nadja Steinarm? Die habt ihr doch auch versucht für euch zu gewinnen, bis Akkirah auftauchte und ihr euch ihr zugewandt habt und Nadja fallengelassen habt. Na ja, Akkirah ist ja auch eine leichte Beute wie mir scheint, so vertrauensseelich wie sie immer ist."

Vilkas fehlten die Worte bei diesen Beschuldigungen. Er spürte wie eine rasende Wut in ihm aufstieg. Er konnte sie kaum bezähmen und wollte auf Marla losgehen und ihr eine Tracht Prügel verabreichen. "Vil, nicht", Akkirah versuchte ihn zurückzuhalten, aber er stieß sie gewaltsam zur Seite, so dass sie stürzte. Als er sie am Boden liegen und ihren entsetzten Blick sah, wurde ihm bewusst was er getan hatte. Sofort ging er zu ihr und kniete sich neben sie. "Bitte glaubt mir, das wollte ich nicht, mein Herz." Sie fasste beruhigend nach seiner Hand. "Da seht ihr es, er ist wie von Sinnen, dass er selbst auf seine Frau losgeht." Marla hatte sich schutzsuchend zu Torvar gestellt, der zwischenzeitlich aufgestanden war. Er wusste nicht was er von der Sache halten sollte. "Ihr sollte euch vielleicht mal mit eurer Verlobten unterhalten. Wer weiß was da noch bei rauskommt. Aber nein, nur weil ich neu dabei bin und er schon seit Ewigkeiten zu den Gefährten gehört und dazu noch Mitglied des Zirkels ist, wird man wohl eher ihm glauben als mir. Nun Nadja Steinarm kann sich dazu ja nicht mehr äußern, da sie fort ist."

"Ist das wahr, was Marla behauptet, Vilkas?" fragte Torvar mit einem ungewohnt eisigen Ton in der Stimme.
"Torvar, ihr kennt mich schon seit langem. Natürlich ist nichts von dem was diese Schlange von sich gibt wahr. Sobald Ria zurück ist, könnt ihr sie fragen, ob ich jemals versucht habe mich ihr unsittlich zu nähern." Man konnte die unterdrückte Wut in Vilkas Stimme weiterhin spüren. Nur dank Akkirah gelang es ihm, sich nicht auf Marla zu stürzen.
"Sicherlich wird sie allem, was Vilkas sagt zustimmen, da sie Angst vor ihm hat." Konnte man Marla sagen hören.

Akkirah die zwischenzeitlich wieder auf den Beinen stand unterbrach sie: "Es reicht. Marla ihr geht hinunter in euren Schlafsaal und wartet dort bis ich euch rufen lasse. Vilkas ihr geht ins Brisenheim und bleibt dort. Ich halte es für besser, euch dort warten zu lassen." Sie sah ihn sorgenvoll an, weil sie befürchtete er würde sie missverstehen und denken sie würde ihm nicht vertrauen. Er nickte nur und verließ kommentarlos Jorrvaskr, sein Blick dabei aber beunruhigte Akkirah. "Torvar, ihr und ich werden Ria entgegen gehen und alleine mit ihr wegen der Vorwürfe sprechen, die Marla gemacht hat. Danach werden wir hoffentlich wissen, wer die Wahrheit gesagt hat." Torvar nickte zustimmend. Sie warteten noch einen Moment bevor sie losgingen, damit Vilkas Zeit genug hatte sich ins Brisenheim zu begeben. Es hatte Akkirah in der Seele wehgetan zu sehen, wie Vilkas davon gegangen war. Sie zweifelte keinen Moment an seinen Worten. Aber warum? Warum hatte Marla solche Behauptungen aufgestellt? Warum wollte sie einen Keil zwischen die Gefährten treiben. Was steckte dahinter?