058 Der Stab des Magnus
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Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 17:20 Uhr

Vilkas lag traurig im Bett, nachdem Akkirah fort war. Er selbst hatte sie fortgeschickt. Sie wollte es nicht. Aber er konnte es kaum noch ertragen, einfach nur Nacht für Nacht neben ihr zu liegen, ohne sich mit ihr zu vereinigen. Er verfluchte sein verdammtes Bein dafür. Und sich selbst, weil er immer ungehaltener wurde und nichts dagegen tun konnte. Er wünschte sich er könne sie zurückrufen. Aber nun war es zu spät. Er vergrub sein Kopf in ihrem Kissen in dem noch er Geruch von ihr fest hing.

Akkirah saß derweil genauso traurig neben Farkas auf der Kutsche. Und egal was Farkas versuchte, es gelang ihm nicht sie aufzumuntern. Irgendwann gab er es auf. Als sie gegen Mittag die Berge erreichten wurde es kälter und Schnee begann zu fallen. Sie nahmen sich ein paar Decken und hüllten sich darin ein. Drei Tage brauchten sie um Winterfeste zu erreichen. Der Kutscher nahm sich im Gasthof ein Zimmer und stellte das Pferd im Stall des Gasthofs unter. Akkirah und Farkas beschlossen erst mal nach oben zur Akademie zu gehen. Es war ja erst Nachmittag. Danach konnte sie sich unter immer noch ein Zimmer besorgen.

In der Akademie wurden sie zunächst, als sie die Halle der Elemente betaten von Ancano, einen auf Akkirah von Anfang an unheimlich wirkenden Altmer, der den Thalmor angehört, empfangen. "Na endlich seid ihr da. Ein Mönch von Psijic-Orden ist aufgetaucht und verlangt euch zu sprechen. Ich frage mich, was der von jemand wie euch will. Folgt mir hinauf zum Erzmagier." Er ließ keine Widerworte zu und ging voraus. Akkirah und Farkas sahen sich Schulterzuckend an und folgten dem Elf.

Der Erzmagier stand mit seinem Besucher in Eingangsbereich seiner Gemächer. Als sich Akkirah dem Fremden näherte, überkam sie wieder dieses komische Gefühl, als würde die Zeit um sie herum stehen bleiben, wie schon es schon mal in Saarthal passiert war. Sie sah sich um und alle außer ihr und dem Fremden schienen wie erstarrt zu sein. "Was passiert hier? Was wollt ihr von mir? Wer seid ihr?" Akkirah wollte eigentlich noch mehr wissen, aber es drehte sich irgendwie in ihrem Kopf. "Ich habe nicht viel Zeit für Erklärungen, da ich diesen Zustand nicht lange aufrechterhalten kann" antwortete der Fremde. Dann erklärte er ihr auf die Schnelle, wer und was er und sein Orden waren und was sie von ihr wollten. Man gab ihr die Schuld, etwas aus den Tiefen von Saarthal hervorgeholt zu haben, das großes Unheil über die Welt bringen kann. Und da sie es beschworen hatte, war sie auch dazu auserkoren, es zu beenden. Akkirah schüttelte verwirrt den Kopf. Das konnte sie nicht glauben. Sie hatte doch nur einen geheimen Gang entdeckt, was jeder andere genauso hätte tun können. Sie seufzte resigniert. "Was verlangt ihr, das ich tun soll?" "Findet und sprecht mit dem Auguren von Dunlain. Wir werden euch beobachten und bei Bedarf unterstützen und leiten, sofern wir es können. Nun ist meine Zeit aber zu Ende und ich muß gehen." Kaum sagte er das spürte wie die Zeit wieder normale Formen annahm und alle anfingen sich zu bewegen. "Es tut mir leid, ich habe mich geirrt. Sie ist nicht die Person, die wir gesucht haben." Als Farkas das hörte wurde er sauer: " Was bitte soll das? Erst lasst ihr nach ihr schicken und sie nimmt den weiten Weg auf sich, obwohl sie noch andere Verpflichtungen hat und dann kommt ihr daher und sagt einfach, ihr habt euch geirrt?" Bevor Farkas sich noch weiter in Wut reden konnte, legte sie ihre Hand auf seinem Arm. Bei Vilkas wirkte das immer Wunder und sie hoffte Farkas würde ähnlich reagieren. Und so war es dann auch. Er sah sie an und sie warf ihm einen beruhigenden Blick zu. Er verstand und schwieg. Ancano war sofort nach der Aussage des Fremdens, dass er sich mit Akkirah geirrt hatte, gegangen.

Akkirah ging zum Erzmagier und fragte ihn nach dem Auguren von Dunlain. Dieser war erstaunt als sie ihn erwähnte und sagte auch gleich, dass niemand ihr hier an der Akademie etwas zu ihm sagen könne. Irgendwie glaubte ihm Akkirah das nicht. Trotzdem gingen sie und Farkas. Im Hof traf sie Mirabelle. Ohne nachzudenken fragte sie die Stellvertreterin des Erzmagiers nach dem Auguren. Und sie hatte Glück. Angeblich sollte man ihn unterhalb der Akademie in der Müllhalde finden. Sie zögerte nicht und machte sich auf die Suche nach einem Zugang zur Müllhalde. Farkas wollte sie zurückhalten, aber da sie nun schon hier waren, da wollte sie nun auch wissen, was los sei. So schlimm könne es da unten ja nun auch nicht sein. Farkas schüttelte den Kopf und folgte ihr Was blieb ihm auch anderes übrig. Er hatte Vilkas versprochen auf sie aufzupassen. Unten war es teilweise zerfallen und durch die Risse im Gemäuer war Schnee und eis teilweise eingedrungen. Sie trafen auf zwei Eisgeister, die ihnen aber keinerlei Probleme bereiteten, denn Akkirahs Pfeile trafen sofort ihre Ziele. Scheinbar wurden die unteren Räume in früheren Zeiten für nicht erlaubte Experimente benutzt. Sie fanden ein altes Tagebuch aus dem so was hervorging. In einem Raum fanden sie eine merkwürdige Statur, die die Form einer Hand hatte. die Finger ließen sich bewegen, aber es passierte nicht. Also gingen sie erst mal weiter, bis sie zu einer verschlossenen Tür kamen. Hier schien es nicht weiter zu gehen. Als Akkirah noch mal dran rüttelte erklang von innen eine Stimme. Farkas fasste sie am Arm und wollte sie fortbringen, aber Akkirah dachte nicht daran. Nun wollte sie wissen, was sich hinter der Tür verbarg und rüttelte noch mal dran. Dann ließ sich die Tür öffnen. Der Raum war in der Mitte in eine blaues Licht getaucht. Es erinnerte sie irgendwie an ihre erste Begegnung mit Nocturnal, der deadrischen Fürstin der Schatten. Aus dem Licht erklang eine Stimme. Sie warnte Akkirah vor dem was sie begonnen hatte. Der Gegenstand, der durch ihr zutun gefunden worden war, war scheinbar sehr gefährlich. Und sie war nicht die einzige, die Hinweise darüber suchte. Dieser Thalmor Magier Ancano schien sich auch dafür zu interessieren und hatte es geschafft vor ihnen hier aufzukreuzen. Die Stimme aus dem Licht riet ihr, den Stab des Magnus zu finden. Dann löste sich das Licht plötzlich wieder auf. Akkirah und Farkas beschlossen zurück zum Erzmagier zu gehen und mit ihm über das was sie hier untern gehört hatte zu sprechen.

Der Erzmagier hatte sich schon schlafen gelegt, aber das war Akkirah nun egal. Sie fragte ihn nach dem Stab des Magnus und wurde an Mirabelle verwiesen, die sich scheinbar vor kurzem mit diesem Gegenstand beschäftigt hatte. Akkirah bedankte sich für die Auskunft und machte sich auf die Suche nach Mirabelle. Sie fand sie in ihren Räumlichkeiten. Von Mirabelle erfuhren Akkirah und Farkas, das sich eine Gruppe Magier aus Cyrodiil, die sich die Synode nennen, schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach dem Stab von Magnus gemacht haben. Da sie recht arrogant auftraten, wurde ihnen in der Akademie mehr oder weniger nicht sonderlich weitergeholfen. Das einzige was Mirabelle wusste, war, dass sich die Gruppe sich nach Mzuft aufgemacht hatte. Akkirah fluchte lautlos. Sie wusste wo die Ruine lag. Sie wünschte sich Adelante würde noch leben und Farkas keine Angst vor dem Reiten haben. Dann würden sie es in maximal zweieinhalb Tagen schaffen können, dorthin zu gelangen. Aber mit Kutsche würden sie bestimmt gut fünf Tage brauchen. Sie war versucht zuerst nach Weißlauf zurückzukehren und sich dort ein Pferd schnappen und alleine nach Mzuft aufzubrechen. Aber sie wusste, das Vilkas das nie zulassen würde. Aber zunächst ging sie mit Farkas hinunter in den Gasthof. Sie würden dort die Nacht verbringen und am Morgen gleich wieder aufbrechen. Sie sagte dem Kutscher wo ihr nächstes Ziel lag und er überlegte, das es machbar wäre, nicht dem Hauptweg zu fahren sondern durch die Schneefelder. Das würde bestimmt 1-2 Tage einsparen, je nachdem wie man durchkam. Das gefiel Akkirah schon viel besser. Bevor sie schlafen ging schrieb sie noch eine Nachricht an Vilkas, die sie am Morgen einem Kurier geben würde, damit Vilkas sich keine unnötigen Sorgen wegen ihres längeren Wegbleibens machen müsste. Farkas versuchte noch es ihr auszureden. Er wollte dass sie erst zurück nach Jorrvaskr fuhren. Aber Akkirah stellte sich auf stur. "Wenn ihr nicht mitwollt, nehmt die Kutsche und ich gehe alleine los." Resigniert gab er auf. Ihr wäre es auch lieber gewesen nach Jorrvaskr zurück zugehen.

Am nächsten Morgen fuhren die drei dann los. Der Weg über die Schneefelder war nicht einfach, aber machbar. Bis sie zum Fluss kamen. Hier gab es dann ein Problem, das alle vergessen hatten. Mit der Kutsche war dieser zurzeit nicht passierbar, denn er war nicht komplett gefroren, sondern in der Mitte offen. So bleib dem Kutscher nichts anderes übrig, als umzudrehen. Akkirah und Farkas wollten aber nicht noch mehr Zeit verlieren und beschlossen bis Windhelm zu Fuß zugehen und dort wenn möglich eine andere Kutsche Mieten. Sie hatten Pech. Es war keine Kutsche verfügbar. Einzig ein älterer Wallach stand zu Verfügung, den der Stallbesitzer Akkirah und Farkas leihen könnte. Nun war Guter Rat teuer. Farkas hatte seit seiner Kindheit Angst, sich auf den Rücken eines Pferdes zu setzten. Damals war er mal ziemlich unglücklich gestürzt. Und als er älter war und zum Werwolf geworden war, da wurden Pferde in seiner Gegenwart immer sofort unruhig. Einzig zu Adelante hatte er angefangen ein positives Verhältnis aufzubauen, da er diese öfters mal betreut hatte. Aber draufgesetzt hatte er sich trotzdem nie. Sie beschlossen zunächst die Nacht im Gasthof zu verbringen. Am nächsten morgen gingen sie dann frühzeitig zu den Ställen hinunter.

"Ach Farkas, könnt ihr nicht versuchen über euren Schatten zu springen und mit mir zureiten? Alles andere würde einfach zu viel Zeit kosten." Sie wirkte recht unglücklich. Weil sie würde nicht ohne Farkas weitergehen. Das würde ihr Vilkas sehr übel nehmen und seinem Bruder genauso. Aber zu Fuß würden sie eine Ewigkeit brauchen um nach Mzuft zu gelangen. Farkas wirkte sehr unglücklich. "Ich weiß nicht, Schwester." Er ging an den Wallach heran der in der Box stand. Das Tier merkte natürlich die Unsicherheit von Farkas und fing an ein wenig unruhig zu werden. "Da seht ihr es. Das Tier mag mich nicht." "Das ist doch Blödsinn." Sie nahm zwei Äpfel aus dem Korb der nahe der Boxen Stand. Hier gebt ihm die. Ihr werdet sehen, er ist ganz lieb." Vorsichtig tat Farkas wie ihm geheißen. Diesmal blieb der Wallach ruhig und nahm ganz vorsichtig die Äpfel aus der Flachen hand von Farkas. Als er sie aufgefressen hatte stupste er ihn an, um noch mehr zu bekommen. "Da seht ihr? Er mag euch." Akkirah ging zum Stallbesitzer. Habt ihr einen Becher starken Met?" Der Mann grinste. "Ich glaube ich habe genau das richtige für euch. Ich werde es euch bringen." Akkirah bedankte sich und drückte dann Farkas eine Bürste in die Hand und zeigte ihm wie man damit die Sattelfläche reinigte. Immer noch zurückhaltend ging Farkas ans Werk. Als sie beide Fertig waren kam der Stallbesitzer mit einem großen Becher Met zurück. Akkirah probierte einen kleinen Schluck und dann gab sie den Becher Farkas. "Trinkt das aus. Das wird euch entspannen und ihr werdet sehen, wie schön es sein kann auf dem Rücken eines Pferdes zu sitzen." Farkas hatte seine Zweifel daran. Aber er kannte die Hartnäckigkeit seiner Schwägerin. Er leerte den Becher mit einem Zug.

Akkirah hatte angefangen den Wallach zu satteln. Als sie fertig war schwang sie sich auf seine Rücken. Dann nahm sie den Fuß wieder aus dem Bügel und schob ihn soweit nach hinten das Farkas ihn gut erreichen konnte. Etwas ungeschickt setzte er seine Fuß hinein und versuchte sich hinauf zu schwingen. Akkirah half ihm und dann hatte er es auch schon geschafft. Unsicher legte er seine Arme um Akkirah um sich zu halten. Der Stallbesitzer reichte Akkirah die Packtaschen, die vorne am Sattel befestigt wurden hoch Sie bedankte sich noch mal bei ihm und sagte, sie würden den Wallach sobald sie zurück in Weißlauf waren mit der nächsten Kutsche zurückschicken. Akkirah ließ den Wallach langsam losgehen. Als er die ersten Schritte Machte klammerte sich Farkas fest an sie. Nachdem sie ein paar Minuten unterwegs waren merkte sie, dass er lockerer wurde. "Nun, dann wollen wir mal eine flottere Gangart einlegen, ansonsten hätte wir ja gleich zu Fuß gehen können." Wieder klammerte sich Farkas fest an Akkirah, als sie den Wallach antraben ließ. Diesmal dauerte es etwas länger, bis er sich an den Rhythmus des Tieres gewöhne und der Met half dabei auch etwas. Akkirah ließ das Pferd öfters als normal für sie war anhalten, damit Farkas zwischendurch sich mal die Beine vertreten konnte. Er war es ja überhaupt nicht gewohnt zu reiten und sie wollte nicht, dass zu seiner Angst noch zu starke Schmerzen durch Muskelkarten hinzukamen. So erreichten sie gegen frühen Nachmittag erst Kyneshain. Hier übernachteten sie und am nächsten morgen ging es dann weiter. Farkas jammerte zwar nun rum wegen des Muskelkaters, aber immerhin war seine Angst verflogen.

Am Nachmittag erreichten sie dann Mzuft. Schon von außen machte die Ruine einen riesigen Eindruck. Akkirah konnte sich dran erinnern, schon mal mit Vilkas davor gestanden zu haben. Allerdings waren sie nicht hineingekommen. Farkas und sie begaben sich nun zum Haupttor. Dieses ließ sich öffnen. Die Magier der Synode schienen eine Weg gefunden zu haben, das Tor zu öffnen. Im Inneren stießen sie auf einen schwer verletzten Magier. Er schien von den mechanischen Wächtern, die man immer wieder in diesen alten Ruinen fand, angegriffen worden zu sein. Er war mehr tot als lebendig. Sie konnte gerade noch verstehen wie er ihnen zuflüsterte. " Findet den Fokus" und "Sucht Paratus im Okular", dann verstarb er. Akkirah und Farkas sahen sich ratlos an. "Ich befürchte wir müssen uns weiter ins Innere hinein wagen. Ich gehe vor, ihr gebt mir Deckung." Farkas nickte und dann drangen sie weiter ins Innere der alten Zwergenruine vor. Akkirah achtete genau darauf wo sie hintrat und warte auch immer wieder Farkas vor den gefährlichen Fallen. Farkas hielt sich etwas zurück. Er wusste, das Akkirah vorsichtig war und sie konnte wesendlich leiser schleichen als er. Immer wieder trafen sie auf mechanische Wächter. Aber Akkirah war so gut wie immer schneller mit ihrem Bogen, so dass die Kreaturen ihnen nie wirklich gefährlich wurden. Er bewunderte sie dafür sehr und dachte sich, sie hätte hier bald besser alleine durchgehen können, da wenn er es war, der Geräusche verursachte und die Gegner auf sie beide aufmerksam machte.

Immer wieder blieben die beiden staunend stehen und bewunderten die Architektur. Akkirah wünschte sich Vilkas könne das sehen. Sie würde, wenn er wieder gesund war mal einen Ausflug hierher machen. Sie wischte die Gedanken wieder fort, denn sie musste sich auf das was vor ihnen lag konzentrieren. Sie waren nun in einem Bereich vorgedrungen, wo die mechanischen Wächter zum größten Teil zerstört waren. Dafür lebten hier nun Falmer mit ihren Haustieren. Auch hier gelang es Akkirah, die meisten der Falmer zu erwischen, bevor sie auch nur merkten, dass es Eindringlinge gab. Nur zweimal kam Farkas Zweihänder zum Einsatz. Ansonsten war Akkirah immer schneller. Nach einer gefühlten Ewigkeit fanden sie noch eine Leiche eines Magiers der Synode. Sie schienen zu mindestens noch auf dem richtigen Weg zu sein.

Immer weiter drangen Farkas und Akkirah ins Innere der Ruine vor. In einer riesigen Halle trafen sie dann auf eine größere Horde Falmer. Hier hatte Akkirah keine Chance die Feinde nach und nach auszuschalten und endlich kam auch Farkas mal in den Genuss wirklich zeigen zu können, was in ihm streckte. Mit seinem Zweihänder streckte er vier der Falmer nieder. Akkirah erwischte die restlichen mit ihrem Bogen. Sie durchsuchten wie schon zuvor alle ihre Feinde. Bei einem der Falmer fanden sie einen merkwürdigen Gegenstand. Ob es sich dabei um den Fokus handelte, von dem der sterbende Magier am Eingang von Mzuft gesprochen hatte? Dummerweise ließ sich die Tür hinter der großen Treppe nicht öffnen. Dafür wurde ein Schlüssel gebraucht. Akkirah und Farkas beschlossen die anderen Räume zu durchsuchen. Sie wurden schließlich fündig und fanden einen Schlüssel. Als sie ihn an der Tür oberhalb der Treppe ausprobierten, ließ sich die Tür öffnen. Sie gingen den dahinter liegenden Gang noch ein Stück weiter, bis sie zu einer weiteren verschlossenen Tür kamen. Sie schien von innern verriegelt zu sein. Farkas wollte kräftig dran rütteln, aber Akkirah hielt ihn davon ab. Man wusste ja nie, was sich dahinter verbarg. Plötzlich hörten sie eine leise Stimme von der anderen Seite der Tür. "Gavros, seid ihr es?" sie hörten schlurfende Schritte sich der Tür nähern. "Warte, ich mache euch auf."

Die Tür öffnete sich ein wirr wirkender alter Mann erwartete sie. Er trug dieselbe Robe, wie schon zuvor der Mann am Eingang und der Tote den sie später gefunden hatten. Als Paratus sie sah erschrak er. "Wo ist Gavros? Was habt ihr mit ihm gemacht? Wer sied ihr überhaupt?" Akkirah sah den Alten an. "Es tut mir leid, aber er ist verstorben. Wir konnten nichts mehr für ihn tun."
"NEIN, das darf nicht sein, dann ist unsere Mission verloren. Er hatte den Fokus bei sich und ohne diesen können wir unser Experiment nicht beenden. Die jahrelange Arbeit war Vergebens." Er schien den Tränen nahe zu sein. "Aber warum seid ihr hier? War es euere Tat unsere Arbeit zu sabotieren?"
"Wovon redet ihr? Was für eine Arbeit? Wir sind aus einem anderen Grund hergekommen." Akkirah schüttelte den Kopf. Dann fiel ihr der Gegenstand ein, den sie einen der Falmer abgenommen hatten. "Ist es das was ihr benötigt?"
"Der Fokus! Ihr habt ihn zurückgebracht." Der alte Mann hätte beinahe einen Freudentanz aufgeführt. Er schien insgesamt etwas geistig mitgenommen zu sein. Er war wohl zu lange hier in diesen Räumen alleine gewesen. Akkirah beschloss ihn direkt nach dem Stab des Magnus, den sie suchten anzusprechen. Der Magier überlegte sich ihnen etwas zu sagen, wenn sie ihm zuvor helfen würden, das Experiment, das er und seine Gruppe im Auftrag der Synode ausführen sollten, zu Ende zu bringen. Akkirah blieb nichts anderes übrig als ja zu sagen. So folgten Akkirah und Farkas Paratus. Sie mussten eine Art Wendelgang hochgehen, wo sich oben eine Art Kuppel befand und eine seltsame Vorrichtung aufgebaut war. An einer Stelle gab es drei Schalter mit denen man die sich an der Kuppel in verschiedenen Höhen angebrachten Spiegel verschieben ließen. In der Mitte der Vorrichtung musste scheinbar der Fokus platziert werden. Akkirah legte ihn vorsichtig hinein. Durch das Licht das von oben in den Raum hineinfiel entstanden durch Brechung, drei weitere Lichtstrahlen. Diese zeigten in verschiedene Richtungen und waren in unterschiedlichen Höhen angebracht. "Ihr müsst den Fokus kühlen. Dadurch ändert sich die Brechung des Lichts. Danach müssen die Spiegel so angeordnet werden, das jeder der drei Strahlen auf einen trifft." "Wie bitte soll ich denn den Fokus kühlen? Soll ich Schnee und Eeis von draußen hereinholen?" Der Alte starrte sie erstaunt an? "Ich dachte ihr wärt ein Magier? So was sollte doch jeder Zauberer beherrschen." Akkirah schüttelte den Kopf. "Ich bin kein Magier und ich weiß nicht wie man einen Eiszauber spricht. Und ich will es an sich auch gar nicht wissen. Ich möchte nur den verdammten Stab des Magnus finden."

Sie war verzweifelt. Der Mann würde ihr nicht helfen, wenn sie es nicht schaffte, die Strahlen umzulenken. So stand sie da und starrte den Fokus an. Plötzlich kamen ihr ein paar Worte über die Lippen. Sie wusste nicht wie und woher sie sie kannte, aber es erinnerte sie an den Schattenstollen Refugium, als sie auch ohne zu wissen, wie und warum, als sie in Gefahr war ein paar Worte sprach und die Welt um sie herum in eine Flammeninferno getaucht wurde. Doch diesmal war es kein Feuer, dass sie durch die Worte, die sich sprach erzeugte, sondern es war ein Eisstrahl. Der Fokus kühlte sich dadurch ab und die Lichtstrahlen wurden so umgelenkt, das jeder in einer anderen Höhe an die Kuppel strahlte. Akkirah bekam es mit der Angst zu tun, denn sie konnte sich das nicht erklären. Sie spürte nur, es musste was mit den Drachenseelen zu tun haben, die sie in sich aufnahm. Sie wünschte sich Vilkas wäre da und würde sie festhalten. Sie stand eine Zeitlang zitternd da. Farkas war zu ihr gekommen und hatte seinen Arm um sie gelegt. "Was war das, Schwester, was ist mit euch, geht es euch gut?" Er wusste nicht was er tun sollte. So etwas hatte er zuvor noch nie gesehen. Nun begann er zu ahnen was passiert war, bevor sie Akkirah und Vilkas vor Monaten gefunden hatten. "Haltet mich fest, Farkas. Ich habe Angst. Ich weiß nicht was mit mir passiert ist und wie ich das mache." Tränen liefen ihr über die Wangen. Farkas hielt sie fest in den Armen, wusste aber nicht was er sagen sollte. Nach einer Weile beruhigte sich Akkirah wieder. Der Alte war auch schon ungeduldig geworden. Ihn schien es nicht merkwürdig vorgekommen zu sein, was Akkirah gemacht hatte. "Nun seht doch zu, dass ihr die Spiegel richtig einstellt. Nicht das der Fokus sich wieder von selbst erwärmt und damit die Strahlen wieder eine falsche Position bekommen." Akkirah löste sich aus Farkas Armen und ging zu den drei Schaltern. Sie schaffte es die Spiegel richtig einzustellen. Nachdem sie das geschafft hatte erschien plötzlich an der Wand hinter den Schaltern eine Karte von Tamriel. Sie wurde aber nicht vollständig dargestellt.

"Was habt ihr gemacht?" kreischte der Alte. "Ihr habt etwas in der eurer Akademie, das das Experiment behindert. Ihr wollt nicht das wir es schaffen." Wieder wusste Akkirah nicht was der verwirrte Mann von ihr wollte. Aber sie vermutete das der Gegenstand, den die Magier von Winterfeste durch ihre Hilfe gefunden hatten etwas mit dem hier nicht funktionierenden Experiment zu tun haben müsste. "Bitte ich weiß nicht was los ist und ob in der Akademie etwas ist, das euch hier stört, ich möchte nur wissen, wo der Stab des Magnus ist. Ihr habt versprochen mir zu sagen wo er zu finden ist." "Labyrinthion, sucht ihn in Labyrinthion" Dann drehte der alte sich um und schaute starr auf das Bild an der Wand. Akkirah und Farkas überließen ihn sich selbst. "Wir müssen dorthin, Farkas. Aber zuvor will ich zu Vilkas nach Jorrvaskr." Farkas nickte und sie machten sich auf den Weg die Ruinen zu verlassen.

Als Akkirah und Farkas die Ruinen von Mzuft durch einen Nebenausgang verlassen wollten, blieb um Akki plötzlich wieder mal die Zeit stehen. Vor ihr tauchte wieder einmal dieser merkwürdige Psijic Mönch Quarantir auf. "Was wollt ihr denn nun schon wieder", fragte Akkirah etwas ungehalten, denn sie fühlte sich komisch in diesem zeitlosen Zustand. Farkas stand wie erstarrt neben ihr. Quarantir antwortet nur: "Ich habe keine Zeit für lange Erklärungen. Ihr müsst sofort zurück zur Akademie gehen." Dann verschwand er wieder und die Zeit lief wieder normal ab. Farkas hatte nichts mitbekommen und wunderte sich nur warum Akkirah plötzlich mit gerunzelter Stirn neben ihm stand.

"Was habt ihr, Schwester?"
"Quarantir, er ist gerade hier gewesen, Beziehungsweise ein Abbild von ihm und hat mir gesagt, ich solle dringend zur Akademie zurückkehren." Akkirah senkte den Kopf. "Aber er kann mich diesmal den Buckel runterrutschen. Ich werde erst mal nach Jorrvaskr gehen."
"Haltet ihr das für eine gute Idee? Wenn er so plötzlich hier auftaucht, muss wohl etwas Schlimmeres geschehen sein."
"Das wird warten können bis ich bei Vilkas war." Sie ging zum Ausgang und öffnete die Tür. Farkas folgte ihr. Sie kamen ein ganzes Ende höher aus der Ruine heraus, als wie sie sie betreten hatten. Sie mussten einige Absätze hinabklettern um zu dem Wallach zu gelangen, den sie Nahe des Eingangs zurückgelassen hatten. Es war schon weit nach Mitternacht, also beschlossen die beide, die Nacht vor der Ruine zu verbringen und im Wechsel wieder Wache zu halten. Am frühen Morgen aßen sie eine Kleinigkeit von den Resten ihrer Vorräte. Sie würden heute unterwegs wohl etwas jagen müssen. Farkas zögerte nun nicht mehr, als er auf das Pferd aufstieg. Akkirah hatte Recht, langsam fing es an ihm zu gefallen. Sie würden

Drei Tage brauchen, um nach Weislauf zurück zu kommen, da sie sie nun unterwegs jagen oder ein paar Wurzeln sammeln mussten. Auch war der Wallach nicht mehr der Jüngste und mit zwei Leuten auf dem Rücken nicht so ausdauernd. Ab und an überkam Akkirah ein merkwürdiges Gefühl, als sie unterwegs waren. Als würde jemand versuchen sie zu rufen. Sie bemühte sich es zu ignorieren und sich nichts vor Farkas anmerken zu lassen. Es war kurz vor Mitternacht als sie bei den Ställen ankamen. "Lauft schon hoch, ich kümmere mich um das Tier", sagte Farkas und scheuchte Akkirah weg. Es blieb ihr nichts übrig al sich schon alleine auf den Weg hoch zu Jorrvaskr zu machen, was ihr auch nicht unbedingt schwer fiel. Endlich wieder in Vilkas Armen liegen können, das war es was sie sich wünschte. Also lief sie wie der Wind durch die Stadt. Im Vorbeilaufe traf sie auf Amren, der gerade aus dem trunkenen Jägersmann kam und auf dem Weg nach Hause war. Sonst lief ihr niemand übe den Weg. In der Methalle war es auch schon dunkel. Niemand hatte mit ihnen gerechnet und so waren auch alle die anwesend waren schon zu Bett gegangen. Akkirah bemühte sich leise hinunter zu gehen um niemanden zu wecken. Sie hatte eine kleine Kerze angezündet als sie hinunter in die Wohnquartier kam, denn in ihren Räumen würde es sicherlich dunkel sein. Als sie das Schlafzimmer schlief Vilkas wie zu erwarten war tief und fest. Sie sah ihn eine Weile einfach nur an. Ganz vorsichtig entledigte sie sich dann ihrer Kleidung und schlüpfte dann zu ihm unter die Decke. Er wachte dadurch auf. Sofort legte sie ihre Arme um ihn und küsste ihn. "Oh, Vil, ich habe euch vermisst, mein Liebster." "Ich euch auch, mein Herz. Ich werde euch bestimmt so schnell nicht wieder gehen lassen." Er zog sie fest an sich und im Dunkeln konnte er nicht sehen, wie sich ihr Gesicht traurig verzog. Sie befürchte, dass sie wohl bald wieder aufbrechen musste. Es ließ ihr keinen Ruhe, das der Mönch des Ordens sie versucht hatte zur Akademie zu rufen. Aber nun war es erst mal egal. "Und war der Gegenstand, den ihr holen wolltet es Wert, länger von mir fort zu sein?" "Nichts und niemand ist das Wert. Bitte haltet mich einfach nur fest und lasst uns schlafen. Morgen können wir über alles reden, mein Liebster." Sie lag in den Armen ihres Mannes und das war für den Moment alles was sie wollte und sie vergaß die Welt um sich herum.