069 Überraschung in Jorrvaskr
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Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 17:28 Uhr



Bevor sie den Schankraum des Gasthofs in Ivarstatt betraten, wollte Akkirah aber noch nach ihrer Stute schauen. So gingen Vilkas und Akkirah zunächst in den Stall um zu schauen, ob alles in Ordnung sei. Sie fanden ihr Pferd genüsslich am Heu zupfen vor und als das Tier ihre beiden Menschen sah, schnaubte sie ihnen zur Begrüßung entgegen. Akkirah ließ es sich nicht nehmen in die Box zu gehen und die Stute über den Hals zu streicheln. Sie war froh, dass sie hier gut versorgt worden war. Nun endlich konnten sie in den Gasthof hinein gehen. Wilhelm begrüßte beide und freute sich, dass sie wieder heil herab gekommen waren. Und er staunte den Hund an ihrer Seite zu sehen.
"Wo habt ihr denn den Köter aufgegabelt? Sonderlich schön ist das Vieh ja nicht gerade."
"Aber Mutig und Anhänglich. Und das ist das wichtigste. Der Streuner gehört nun zu uns." Es war Vilkas, der das sagte. Akkirah lächelte. Vor kurzen war es Vilkas noch gewesen, der das Tier als Köter bezeichnet hatte und loswerden wollte. Aber er hatte seine Meinung nicht nur wegen ihrer Rettung, sondern auch, weil der Hund ihm Ablenkung verschafft hatte, als Akkirah mit den Graubärten übte und er sich dabei nicht in ihrer Nähe aufhalten durfte.

Einen richtigen Namen hatten sie aber immer noch nicht gefunden. Meist riefen sie ihn Streuner und darauf begann er zu hören.
"Aber sagt Akkirah, seid ihr da oben gemästet worden? Ihr scheint mir zugenommen zu haben", Willhelm schien nichts zu entgehen.
"Nein, eigentlich habe ich sogar recht wenig gegessen, zu mindestens wenn es nach Ansicht von Vilkas ging." Akkirah schmiegte sich an ihren Mann, der neben ihr stand. In den knapp zwei Wochen hatten ihre beiden Kinder wohl beschlossen, dass es nun an der Zeit war, allen zu zeigen dass es sie gab. Daher war Akkirah auch froh, das sie sich nach Weißlauf begaben. Sie wollte ihre Kinder dort bekommen, auch wenn sie lieber in Rifton war. Aber Weißlauf hatte viele Vorteile. Hinter den Dicken Mauern der Stadt fühlte sie sich sicher. Es war immer jemand dort der ihr bei Bedarf helfen konnte. Mit Danica war eine der besten Heilerinnen in der Nähe und auch ihre Freundinnen Acadia und Charlotta lebten dort. Sie konnte wählen, ob sie in ihrem eigenen kleinen Häuschen wohnten oder in Jorrvaskr.

Und sie hoffte Vilkas würde dort durch die Gefährten mehr Ablenkung finden und sie nicht auf Schritt und Tritt behüten. Wobei das dann sicherlich die anderen übernehmen würden. Akkirah seufzte. Aber auch diese Zeit würde vorbei gehen.

"Wo wir gerade beim Thema Essen sind, es würde sicherlich nicht schaden, wenn wir etwas zu uns nehmen. Ich für meinen Teil habe nach dem Abstieg ziemlichen Hunger und unterwegs haben wir nur selten einen Pause gemacht und etwas gegessen. Was steht heute auf eurer Speisekarte? Akkirah und ich nehmen eine große Portion davon." Vilkas sah Akkirah an die protestieren wollte. "Akki ihr müsst einfach mehr essen, bei Talos. Und für den Streuner eine große Schüssel mit Fleischresten und Knochen."

Wilhelm grinste und versprach es ihnen schnellstmöglich zu bringen. "Dazu einen großen Krug Met und für Akkirah eine Kanne Kräutertee."

Akkirah und Vilkas setzen sich an einen Tisch in einer Ecke Nahe des Kamins. Der Streuner legte sich neben den Tisch und beobachtete die beiden. Es dauerte nicht lange und das Essen wurde ihnen gebracht. Während die drei aßen kümmerte sich Wilhelm darum, dass ihr Zimmer hergerichtet wurde und ein Feuer im Kamin entzündet wurde. Akkirah schaffte es nicht ganz ihre Portion aufzuessen, aber immerhin hatte sie mehr als die Hälfte in sich hineingestopft. Damit gab sich Vilkas zufrieden. Nach dem Essen begaben sie sich dann auch gleich auf ihr Zimmer und es dauerte nicht lange und Akkirah schlief in den Armen von Vilkas ein. Vilkas selbst brauchte noch längere Zeit bevor auch er endlich in einen unruhigen Schlaf fiel. Er machte sich einfach zu große Sorgen um Akki. Er wusste, dass es übertrieben war, aber er konnte nichts dagegen machen.

Am nächsten Morgen, nachdem sie gefrühstückt hatten, machten Akkirah, Vilkas und der Streuner einen gemütlichen Spaziergang. Sie wollten den heutigen Tag einfach ruhig angehen und nichts Großartiges machen, denn der Abstieg die 7000 Stufen hinab, war doch recht anstrengend gewesen. Morgen würden sie dann nach Weißlauf aufbrechen. Am Nachmittag machten sie einen kleinen Ausritt auf Fiinja. Der Streuner machte der Stute glücklicherweise nicht unruhig, wie Vilkas anfangs befürchtet hatte. So verging der Tag recht schnell. Diesen Abend schief Vilkas auch beruhigter ein.

Drei Tage später kamen sie dann in Weißlauf an. Sie hatten sich unterwegs viel Zeit gelassen und häufig mal eine Pause gemacht. Die ganze Zeit über hatte die Sonne geschienen und so genossen sie oft die herrliche Aussicht, die sich ihnen bot. Es wurde schon dunkel, als sie die Ställe von Weißlauf erreichten. Frogar freute sich sehr, Akkirah und Vilkas wieder zu sehen. Lina und Skulvar luden die beiden auch gleich ein, mit ihnen zu Abend zu essen, da es gerade angerichtet war. Eigentlich wollten Akkirah und Vilkas gleich nach Jorrvaskr hoch, aber Frogar bettelte so lange, bis sie zustimmten. Also gingen sie noch mit hinein, nachdem sie Fiinja versorgt hatten. Der Hund gefiel dem Jungen sofort und Akkirah und Vilkas ahnten das er seinen Adoptiveltern bestimmt die nächste Zeit ständig damit in den Ohren liegen würde, auch einen zu bekommen. Jorar der Stallbursche, freute sich auch seine Freunde wieder zu sehen. Er bedankte sich noch mal bei ihnen, dass sie ihm diese Stelle vermittelt hatten. Er fühlte sich in Weißlauf sehr wohl und hatte sich gut eingelebt.

Nachdem sie gemütlich gegessen hatten verabschiedeten sich Akkirah und Vilkas von ihren Gastgebern und begaben sich hinauf in die Methalle. Da die Geschäfte und Marktstände zwischenzeitlich geschlossen hatten und die meisten Einwohner ihr Abendbrot einnahmen, war auf den Strassen kaum jemand zu sehen. Nur die Stadtwachen drehten ihre Runden. Oben in der Methalle überraschten sie Tilma und Lana, die gerade dabei waren die Küche aufzuräumen. Ansonsten war oben niemand anwesend.

Als Tilma Akkirah und Vilkas kommen sah, ging sie gleich auf die beiden zu. Da sie wohl immer noch Schwierigkeiten mit ihrem Fuß hatte benutze sie zur Unterstützung einen Stock.
Lana hielt trocknete erst noch zu Ende ab.
"Welch eine Überraschung, mit euch haben wir jetzt gar nicht gerechnet. Wenn wir gewusst hätten, das ihr zurückkommt hätte wir doch etwas zu Essen für euch vorbereitet." Tilma wirkte etwas unglücklich.
Vilkas nahm die alte Frau in den Arm.
"Es ist schön euch wieder auf den Beinen zusehen, Tilma. Und wie mir scheint habt ihr mit Lana eine großartige Hilfe."
"Ja, sie ist wirklich ein liebes fleißiges Mädchen. Und sie hat sich sehr gut eingelebt." Dann sah sie Akkirah an.
"Meine Güte, Kindchen, lasst euch anschauen. Euer Kind scheint ordentlich am Wachsen zu sein. Es ist nun nicht mehr zu übersehen, dass ihr bald Nachwuchs bekommen werdet. Ich hoffe ihr werdet nun hier bleiben."
"Ja, wir werden hier bleiben. Ich merke doch langsam, dass ich nicht mehr so kann wie ich will. Was nicht heißt, das ich ein Pflegefall bin." Akkirah machte eine kurze Pause. "Aber sagt, wo sind die anderen? Alle unterwegs?" "Die Meisten. Torvar und Ria sind zu Besuch bei ihren Eltern. Aela ist Richtung Falkenring aufgebrochen. Nerena und Varis suchen einen Verbrecher in der Gegend von Windhelm..."
"Wo ist mein Bruder?" unterbrach Vilkas die alte Dame.
Tilma drehte sich zu Lana um, die im Hintergrund zugehört hatte. "Kindchen, lauft los und holt Farkas." Lana wollte sich sogleich auf den Weg machen, aber Akkirah hielt sie zurück.
"Für eine Begrüßung sollte die Zeit da sein." Sie ging auf das Mädchen zu und nahm sie in die Arme. " Es ist schön zu hören, dass ihr euch eingelebt habt. Eueren Bruder haben wir auch schon begrüßt."
Lana lächelte. "Ja, hier ist alles so, wie man es sich nur wünschen kann. Ich danke euch nochmals, das ihr es mir und meinem Bruder ermöglicht habt, ein neues Leben zu beginnen." Dann reichte sie noch schnell Vilkas die Hand zu Begrüßung und stürmte anschließend davon.

Vilkas war etwas verwundert. Wenn Farkas in Weißlauf war, war er normalerweise immer in Jorrvaskr. In die Gasthäuser ging er nur selten. Wahrscheinlich hatten Vignar und Brill ihn überredet mal mitzukommen. Dann fiel ihm ein, dass sie sich erst mal umziehen sollten. Ihre Kleidung war recht staubig und es konnte sicherlich nicht schaden, sich etwas zu waschen. Akkirah stimmte dem zu. So gingen sie erst mal in ihre Gemächer und legten die Rüstungen ab und machten sich etwas frisch. Akkirah suchte eine alte Bürste und putzte damit dem Streuner ein wenig das Fell, was diesem scheinbar gut gefiel. Als alle drei fertig waren gingen sie wieder nach oben in die Methalle. In dem Moment kam auch Farkas hinein gestürmt. Er strahlte über das ganze Gesicht. Und das lag sicherlich nicht nur daran, dass er seine Bruder und seine Schwägerin wieder sah. Akkirah ahnte, dass da wohl etwas mehr hinter steckte. Und sie freute sich sehr für ihn.

"Vilkas, Bruder", Farkas nahm ihn die Arme drückte ihm fast die Rippen ein. "Ich freue mich, dass ihr wieder da seid. Ich wollte schon nach Rifton kommen, aber da ihr schriebt, ihr würdet euch zu den Graubärten aufmachen habe ich es sein lassen, denn ich wollte euch ja nicht verpassen. Ich muß euch etwas sagen und das wollte ich persönlich tun, und nicht einfach nur schreiben." Bevor er weitersprach, nahm er erst mal Akkirah ganz vorsichtig in die Arme. "Meine Güte, seid ihr rundlich geworden, Schwester. Man könnte fast glauben ihr würdet Zwillinge bekommen." Er bemerkte, dass sich Akkirah bei diesem Scherz in seinen Armen verspannte. Er sah erst sie und dann Vilkas an, die beide plötzlich ernst wurden. "Das ist nicht war oder? Ihr wollt mir jetzt nicht allen ernstes sagen, ihr bekommt Zwillinge?"

"Einer der Graubärte, sagte uns, wir würden zwei Kinder bekommen. Ja, also bekomme ich Zwillinge." Akkirah lächelte. "Aber ihr wolltet uns gerade etwas erzählen. Also raus damit."
"Nun macht schon, Bruder. Was wolltet ihr uns lieber persönlich sagen?"
Farkas wurde rot. "Ähmm… Ja…. Nun… ich werde heiraten."

Vilkas war vollkommen überrascht von dieser Ankündigung. Akkirah lächelte nur, denn sie hatte es sich fast gedacht.

"Wie… ihr wollt heiraten? Wer ist es, den ihr euch geangelt habt, kennen wir sie? Und wie kommt das so plötzlich?" Vilkas konnte es irgendwie nicht so recht glauben.
"Ja ihr kennt sie. Sie stammt hier aus Weißlauf…"
"Ysolda?" Vilkas wusste nicht was er davon halten sollte. Andere Frauen im heiratsfähigen Alter fielen ihm gerade nicht ein. Es sei denn, unter den Angestellten des Jarls, aber die blieben normal immer in der Festung und ließen sich im Ort so gut wie nie blicken.
Farkas sah Vilkas entsetzt an. "Wie kommt ihr auf Ysolda?"
"Nun so viele Frauen im heiratsfähigen Alter, die schon recht lange in Weißlauf leben, gibt es nicht. Hulda, Olva und Lillith sind eindeutig zu alt. Von Acadia weiß jeder, das sie Farengar für sich gewinnen möchte, außer dem Hofzauberer selbst, der hat es bis heute nicht erkannt. Olfina ist schon seit langem heimlich mit Jon verlobt und sie warten nur auf eine passende Gelegenheit es ihren Familien sagen zu können, ohne dass es zu Mord und Totschlag kommt. Also bleibt doch nur Ysolda."
Akkirah schüttelte lachend den Kopf. "Ach Vil mein Liebster, eine habt ihr vollkommen außer Acht gelassen. Charlotta." Akkirah fiel Farkas um den Hals. "Ich freue mich so für euch beide, dass ihr endlich zu einander gefunden habt. Aber warum habt ihr sie nicht gleich mitgebracht?"
Vilkas war sprachlos. An Charlotta hatte er nun wirklich nicht gedacht. Sie hatte ja auch immer wieder gesagt, sie würde nur für ihre Tochter da sein und Männer würden sie nicht interessieren. Dann fiel ihm die Hochzeit von Ria und Torvar ein. Da saßen beide zusammen und unterhielten sich für Farkas Verhältnisse doch mehr als normal. Und war es nicht Charlotta, die sich nach der Schlägerei in der beflaggten Mähre um seinen Bruder gekümmert hatte? Natürlich. Und er hatte mal wieder nichts mitbekommen. Akkirah schien es von Anfang an gewusst zu haben.

Nachdem das Brett vor dem Kopf hinab gefallen war, ging er auf seinen Bruder zu und nahm ihn in die Arme. "Herzlichen Glückwunsch, Bruder. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für die Zukunft." Vilkas freute sich sehr für Farkas. "Und wann wollt ihr heiraten? Habt ihr da schon einen Termin?"
"Am Liebsten eher heute als Morgen. Wir wollten nur warten, bis ich mit euch gesprochen habe und dann wollen wir schnellstmöglich nach Rifton. Wir wollen kein aufheben darum machen und auch keine große Feier veranstalten. Es soll nur im ganz kleinen Kreis stattfinden. Das heißt ihr beide und Mila werden dabei sein. Charlotta möchte es so."
"Was sagt denn Mila überhaupt dazu? Sie war doch immer der Grund, warum Charlotta alleine leben wollte", stelle Vilkas fest.
"Mila freut sich wahnsinnig darüber. Sie war es letztendlich, weswegen sich Charlotta einen Ruck gegeben hat, ihren Gefühlen nachzugeben. Mila hat sich schon seit langem einen Vater gewünscht." Farkas schwieg kurz. Dann fragte er: "Hättet ihr Lust noch etwas mit rüber in Charlottas Haus zu kommen und gemeinsam mit uns den Abend zu verbringen?"

Tilma, die die ganze Zeit in der Nähe gestanden hatte, sah Akkirahs an, das sie ablehnen wollte, weil sie befürchtete, sie würde traurig sein, wenn Akkirah und Vilkas an ihrem ersten Abend nicht in Jorrvaskr bleiben würden.
"Ihr solltet mitgehen, Kinder und euch einen schönen gemeinsamen Abend machen."
"Aber…"
"Kein aber. Lana und ich habe hier noch ein wenig zu tun und ich habe mich daran gewöhnt zeitig zu Bett zu gehen. Also verschwindet schon."
"Ich hole nur schnell zwei Umhänge, da es in diesen einfachen Kleidern doch etwas kühl sein könnte, auch wenn der Weg nicht weit ist." Vilkas lief schnell hinunter in ihre Gemächer, um die Umhänge zu holen. Da fiel Akkirah ein, das der Streuner ja auch noch da war. Er hatte die ganze zeit brav neben ihnen gesessen und keinen Laut von sich gegeben.
"Darf der Hund mitkommen? Er hat mir das Leben gerettet und gehört nun sozusagen zur Familie." "Ich hatte mich schon gewundert, was das Tier hier macht. Aber natürlich kann er mitkommen. Charlotta wird nichts dagegen haben und Mila freut sich bestimmt jemanden zum Spielen zu haben, während wir uns unterhalten."

Nachdem Vilkas mit den Umhängen zurückkam, legten sie diese an und gingen gemeinsam mit Farkas zum Haus von Charlotta. Charlotta hatte sie schon erwartet. Mila stand hinter ihr. Akkirah fiel Charlotta sofort um den Hals. "Meine liebe Freundin, ich bin ja so froh das ihr euch entschieden habt, mit Farkas zusammen zu kommen. Ich wünsche euch beiden alles Gute für die Zukunft."
"Ich danke euch, Akki. Tja, wer hätte das gedacht, dass es so kommen würde." Charlotta strahlte. Akkirah ließ sie los, damit auch Vilkas sie begrüßen konnte. Akkirah ging zu Mila und begrüßte das Mädchen. Dieses freute sich über den Besuch, schien aber vor dem großen Hund, der mit hinein kam, etwas Angst zu haben. "Nun bekomme ich auch endlich einen Vater", sagte sie glücklich. "Das habe ich mir immer gewünscht." Akkirah nickte lächelnd. Dann rief sie den Streuner zu sich, um ihn mit dem Mädchen bekannt zu machen. Das Tier spürte, dass das Mädchen ein wenig Angst vor ihm hatte und legte sich auf den Boden und robbte vorsichtig näher. Nun wo er nicht mehr so riesig wirkte, traute sich Mila dann heran zu kommen und ihn zu streicheln.

Dann setzen sich alle an den Esstisch und unterhielten sich über die anstehenden Pläne. Die ursprüngliche Planung von Akkirah und Vilkas, in Weißlauf zu bleiben, wurde wieder über den Haufen geschmissen. Sie würden Farkas und seine Zukünftige nach Rifton begleiten. Am liebsten wäre Farkas gleich am nächsten Tag aufgebrochen, aber Vilkas bestand darauf, das Akkirah sich etwas erholen sollte, bevor sie losfuhren. Sie würden die Kutsche nehmen und alle im Honigheim unterkommen. Farkas und Charlotta würden ein provisorisches Lager unten im Keller zurechtmachen, Mila würde in dem kleinen Gästezimmer schlafen und Akkirah und Vilkas behielten ihren Schlafbereich oben.

Sie unterhielten sich bis spät in die Nacht und als Vilkas merkte das Akkirah kaum noch ihre Augen aufhalten konnte, so sehr sie sich auch bemühte, bestand er darauf, das es Zeit wurde, zurück nach Jorrvaskr zu gehen. Akkirah und Vilkas verabschiedeten sich von Charlotta und Farkas, der bei seiner zukünftigen Frau blieb. Mila war schon vor Stunden ins Bett gebracht worden.

Als Akkirah und Vilkas endlich im Bett lagen, schlief Akki auch gleich ein. Vilkas blieb noch einige Zeit wach und dachte über die Zukunft nach. Dass sein Bruder eine Frau gefunden hatte, freute ihn sehr. Zumal er manchmal ein schlechtes Gewissen hatte, weil er dachte, er hätte Farkas Akkirah weggeschnappt. Auch wenn dem nicht so war, denn Akkirah hatte ihm immer zu verstehen gegeben, es gab nur ihn für sie und keinen anderen.