073 Glückliche Rückkehr
073 Glückliche Rückkehr PDF 
Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 17:29 Uhr



Akkirah wachte erst aus ihrem unruhigen Schlaf auf, nachdem Aela und Farkas schon aufgebrochen waren. Lana war sofort zur Stelle und brachte ihr etwas Tee. Tilma hatte wieder etwas Beruhigendes zusammengemischt. Streuner saß neben dem Bett und hatte seinen Kopf auf ihre Beine gelegt und sah sie an. Sie streichelte abwesend seinen Kopf.

"Danke, Lana. Ich werde mich waschen, ankleiden und dann werde ich hochkommen. Es hat doch keinen Sinn den ganzen Tag hier unten zu verbringen."
"Tilma sagte ihr solltet aber lieber liegen bleiben."
"Nein. Und nun geht bitte schon mal nach oben ich werde in kürze nachkommen" Und dann warf Akkirah ihre Decke zur Seite und stand auf. ‚Vilkas', dachte sie nur. ‚Ich wünschte ich hätte mit Aela und Farkas gehen können.' Sie legte ihre Hand auf ihren Bauch. Tränen kamen ihr wieder hoch. Sie fühlte sich vollkommen hilflos und zerrissen. Wegen der zwei kleinen Würmer konnte sie nicht so losstürmen wie sie wollte. Sie musste an die beiden denken und auf sich aufpassen. Vilkas wegen. Er würde durchdrehen, wenn ihnen was passieren würde, nur weil sie sich hätte gehen lassen.

Gestern Abend hatte sie ein leichtes Ziehen verspürt. Aber es war nun wieder alles in Ordnung. Sie beschloss aber sicherheitshalber später bei Danica vorbei zu schauen. So ging sie dann hoch in die Methalle. Tilma sah sie vorwurfsvoll an, sagte aber nichts. Brill und Vignar begrüßten sie freundlich. Ria und Torvar waren spät in der Nacht von ihrem letzten Auftrag zurückgekehrt. Auch Nerena war wieder da. Sie hatte einen Botengang gemacht, wozu sie keine Begleitung brauchte. Eigentlich wollte sie dann heute mit Aela den nächsten Auftrag durchführen, aber da diese nun fort war verschob sich wieder mal alles.

Alle machten sich Sorgen wegen Vilkas, waren aber guter Dinge, das Aela und Farkas ihn finden würden und versuchten Akkirah aufzuheitern. Wirklich gelingen tat es ihnen nicht. Nach dem Frühstück ging Akkirah zunächst hinunter zum Markt. Sie wollte mir Charlotta reden und dann weiter zu den Ställen gehen. Der Streuner wich dabei nicht von ihrer Seite.

Am Stand nahm Charlotta ihre Schwägerin in die Arme. "Farkas wir ihn finden und heil zurück bringen."
"Ich weiß, aber trotzdem mache ich mir Sorgen. Es ist schrecklich, so hilflos zu sein. Ich wünschte mir, ich könnte mich auf Fiinja schwingen und mich selbst auf die Suche machen." Ungewollt liefen Akkirah wieder ein paar Tränen die Wange hinab.

Da zwischenzeitlich ein paar Kunden an Charlottas Stand kamen, beschloss Akkirah erst mal hinab zu den Ställen zu gehen und nach Fiinja zu schauen. Dort angekommen war nur Skulvar zu sehen. Frogar und Jorar waren bei den Außenkoppeln, um die Zäune zu überprüfen. Akkirah putzte Fiinja und sattelte sie sich dann, um ein wenige zu reiten. Sie hoffte sich damit etwas ablenken zu können. Außerdem brauchte sie etwas Bewegung. So ritt sie dann mal wieder bis zu dem zerfallen Wachturm, wo sie gemeinsam mit den Soldaten von Weißlauf den Drachen erledigt hatte. Waren die Drachen wirklich eine so große Bedrohung? Wie viele gab es von ihnen? Wo kamen sie her? Das waren alles Fragen, die sich Akkirah unterwegs stellte. Sie und auch die anderen Gefährten hatten schon seit längerer Zeit nichts mehr von diesen riesigen Wesen gehört. War es möglich, dass sie so wie plötzlich kamen wieder verschwunden waren? Akkirah wurde von dem Gebell von Streuner aus ihren Gedanken gerissen. Der Hund hatte ein Kaninchen aufgescheucht und jagte ihm nun hinter her. Akkirah pfiff einmal kurz und laut und sofort drehte sich der Hund um und kam zu ihr zurück.

"Ihr könnt doch nicht einfach davon rennen, während ihr auf mich aufpasst. Das macht kein guter Wachhund."
Als würde er sie verstehen, legte sich der Hund beschämt neben Fiinja auf den Boden und schaute sie etwas schief von unten her an. Akkirah musste bei diesem Anblick lachen. Für einen kurzen Moment vergaß sie ihren Kummer. Dann machte sie sich langsam auf den Rückweg. Sie hatte nicht gemerkt wie die Zeit vergangen war. Übermütig sprang Streuner um Fiinja herum. Nachdem sie Fiinja in den Stall zurückgeberacht und versorgt hatte begab sie sich zunächst hoch nach Jorrvaskr, wo Tilma auch schon besorgt auf sie wartete. "Ich habe euch etwas Eintopf zum Mittag gemacht. Kommt Kindchen, setzt euch und esst erst mal ordentlich." Jetzt erst bemerkte Akkirah erst wie hungrig sie war. Sie schaffte es, den Teller komplett zu leeren. Tilma hätte bestimmt auch drauf bestanden, das sie es tun sollte. Da war sie noch unnachgiebiger als Vil. Nach dem Essen begab sie sich nach unten in ihre Gemächer und legte sich etwas hin. Der Hund wich ihr dabei wie meist nicht von der Seite. Als sie am späten Nachmittag wieder aufstand, begab sie sich hinaus in den Hof. Sie wollte etwas mit ihrem Schwert üben. Kurz vor dem Abendessen kamen Ria und Torvar von ihrem Auftrag zurück. Sie begrüßten Akkirah herzlich. Als sie erfuhren das Vilkas entführt worden war, baten sie Akkirah, sich auf die Suche machen zu dürfen. Aber sie lehnte das ansinnen ab,denn es gab noch genug anderes, das getan werden musste. Zum Abendessen kamen auch Charlotta und Mila in die Methalle. Sie gehörten nun zur Familie. Später als sie endlich im Bett lag, fiel Akkirah ein, das sie eigentlich bei Danica vorbei schauen wollte. Aber da sie sich körperlich den ganzen Tag über gut fühlte hatte sie das glatt vergessen.

Die nächsten Tage verliefen recht ähnlich. Morgens ritt Akkirah eine Weile aus, nach Mittag machte ruhte sie meist ein oder zwei Stündchen. Dann kümmerte sie sich meist darum die Bücher wieder auf Vordermann zu bringen, die die letzten Wochen arg vernachlässigt worden waren. So gelang es ihr sich davon abzulenken und nur an Vilkas zu denken. Dafür weinte sie sich dann meist abends in den Schlaf.

Ria und Torvar blieben zwei Tage da bevor sie wieder loszogen. Am folgenden Tag kam dann Athis gemeinsam mit Nerena und Varis zurück. Sie hatten sich auf dem letzten Stück getroffen und kamen so gemeinsam zurück nach Jorrvaskr. Als sieh hörten was Geschehen war, waren sie ziemlich betroffen und wären am liebsten auch sofort aufgebrochen, um Vilkas mit zu suchen, aber Akkirah winkte ab. Es hätte keinen Sinn. Aela und Farkas würden ihn schon finden. Athis und Nerena sollten lieber nach Windhelm aufbrechen und mal wieder einen flüchtigen Mörder zur Strecke bringen. Varis würde ein paar Tage in Jorrvaskr bleiben und gemeinsam mit Akkirah etwas jagen gehen, denn ihre Fleischvorräte gingen auch wieder mal zur Neige. Varis meinte zwar, das es besser sei, wenn Akkirah in Jorrvaskr blieb, aber sie dachte nicht daran sich einsperren zu lassen. Sie hatte es zwischenzeitlich geschafft bei Danica vorbei zu schauen. Diese sah keine Probleme, das Akkirah so wie bisher weitermachte. Sie sollte nur versuchen sich nicht so große Sorgen wegen Vilkas zu machen. Aber das war leichter gesagt als getan.

Mehr als eine Woche nachdem Farkas und Aela aufgebrochen waren, saß Akkirah am frühen Abend an der großen Tafel und hatte das große Auftragsbuch vor sich liegen, um die letzen Einträge hinzu zu fügen. Sie fühlte sich heute irgendwie etwas unwohl, wollte es den anderen aber nicht sagen. Sie hatten, da sie ja nicht so viele waren, früher gegessen als sonst. Mila hatte sich gestern beim Spielen den Fuß etwas umgeknickt, daher sollte das Mädchen tagsüber zu Hause bleiben und Charlotta hatte ihren Marktstand schon zeitig geschlossen und war dann zu ihrer Tochter gegangen, um sich um sie zu kümmern.

Vignar und Brill waren hinunter zur Honigbräuerei gegangen. Varis hatte es sich in einer Ecke auf einem Stuhl gemütlich gemacht und las ein Buch, während Tilma und Lana den Abwasch erledigten. Anschließend wollten sie noch die Bettwäsche, die sie draußen aufgehängt hatten, hereinholen und zusammenlegen. Plötzlich klopfte es laut an der Eingangstür. Streuner sprang auf seine Füße und Stellte sich wachsam neben Akkirah hin. Varis rief laut, nachdem er Akkirah einen Blick zugeworfen hatte "herein".

Es betraten zwei Burschen die Methalle. Sie waren einfach gekleidet, aber trugen jeder ein gutes Schwert am Gürtel. Sie mochten in ihrem Alter, also Anfang 20 sein, vermutete Akkirah.

"Guten Abend", sagte einer der beiden. "Man hat uns gesagt, dass das hier die Halle der Gefährten ist und wir wollten anfragen, ob Leute gebraucht werden. An wen bitte müssen wir uns da wenden?" Der junge Mann sah dabei Varis an. Varis grinste etwas, als er auf Akkirah deutete.

"Akkirah ist der Herold der Gefährten. Ihr solltet mit ihr reden."

Die beiden jungen Männer wirkten etwas erstaunt. "Seid ihr nicht etwas jung, um die Anführerin der Gefährten zu sein? Ich hätte jemand älteren erwartet." Diesmal hatte der andere gesprochen. Er wurde rot als er diese Worte von sich gab.
"Ich hätte wohl genauso reagiert. Bitte setzt euch doch." Die deute auf die beiden Plätze an der lange Seite neben sich. Etwas schüchtern kamen die beiden heran, denn Streuner stand mit angespannten Muskeln, jederzeit bereit sich auf die jungen Männer zu stürzen, neben Akkirah. Akkirah legte ihm die Hand auf den Rücken.

"Nun, da ihr wisst, das mein Name Akkirah lautet und ich der Herold bin, darf ich da fragen, wie eure Namen lauten?"
"Natürlich. Entschuldigt bitte. Ich bin Rick Fahrling und das ist mein Bruder Jahn. Wir sind auf einem kleinen Hof bei Dämmerstern geboren worden und dort aufgewachsen." Akkirah erkannte, das die Männer den ganzen Tag unterwegs gewesen waren und kaum etwas gegessen und getrunken haben schienen. Daher unterbrach sie den Mann kurzerhand und bat Lana, die gerade mit dem Abwasch fertig war, ihnen etwas von den Resten des Abendbrotes zu bringen und einen Krug Met dazu.
"Danke, das ist sehr zuvorkommend", sagte nun Jahn. "Wir haben heute tatsächlich seit heute morgen nichts mehr gegessen."
Akkirah lächelte freundlich. Sie beschloss das Buch vor ihr dich zu machen. Heute würde sie eh nicht mehr dazu kommen etwas einzutragen, vermutete sie. "Das dachte ich mir, so hungrig wie ihr ausseht. Aber ich kenne das. Man möchte schnell zu seinem Ziel kommen und denkt dann nicht mehr daran zwischendurch etwas zu Essen zu besorgen." Die beiden Männer nickten. Da kam Lana auch schon mit zwei Tellern. Die beiden bedankten sich höflich und begannen dann mit Heißhunger ihre Teller zu leeren.

Als sie fertig waren erzählte Rick weiter. Sie hatten noch einen älteren Bruder und eine Schwester, die schon seit Ewigkeiten, wie sie meinten, verheiratet war. Ihr Bruder sollte den Hof übernehmen und somit wusste ihr Vater mit ihnen nicht mehr viel anzufangen. Daher schickte er sie, als sie siebzehn und achtzehn wurden nach Einsamkeit, wo sie sich der Armee anschließen sollten. Als Soldat hatte man immer ein gutes Einkommen und würde keinen Hunger leiden, meinte ihr Vater. Anfangs war es für die beiden Jungen auch in Ordnung gewesen. Aber als sich der Bürgerkrieg immer mehr verstärkte und man sie immer häufiger gegen Aufständische losschickte, kamen ihnen Zweifel an ihrem tun auf. Mehrfach mussten sie gegen Menschen vorgehen, die sie früher ihre Freunde nannten, da sie in ihre alte Heimat versetzt worden waren. Fünf Jahre machten sie mit, bis sie sich entschlossen ihren Dienst zu quittieren. Da sie aber nichts anderes gelernt hatten als mit ihren Waffen umzugehen, beschlossen sie, zu versuchen sich den Gefährten anschließen zu können. Dort, wurde ihnen gesagt, würde man sich nicht auf eine Seite stellen müssen. Denn ihnen gefiel weder das was die kaiserlichen, beziehungsweise die Thalmor machten, noch waren sie einverstanden mit dem, wie Ulfic versuchte das Land seinen Willen aufzuzwingen.

Akkirah als auch Varis hörten die ganze Zeit aufmerksam zu. Akkirah wollte gerade was sagen, als plötzlich der Streuner, der sich wieder neben sie gelegt hatte aufsprang. In dem Moment wurde die große Eingangstür aufgestoßen und Vilkas kam hereingestürmt. Für ein zwei Sekunden war Akkirah wie gelähmt. "Vil", flüsterte sie dann und sprang so schnell auf, das ihr Stuhl nach hinten wegkippte und dann lief sie ihrem Mann entgegen und fiel ihm in die Arme. Kaum hielt er sie, sackte sie in seinen Armen zusammen. Das ging nun alles zu schnell für sie. Sie war überglücklich, aber zu schnell aufgesprungen und das schien sie in ihrem Zustand nicht mehr so abzukönnen.

Die beiden jungen Männer wussten nicht was sie von dem Ganzen, das gerade passierte, halten sollten. Nicht nur das die Anführerin der Gefährten eine junge Frau war, sie bekam auch noch ein Kind, wie sie nun erkannten. Das hatte man ihnen nicht erzählt. Sie kannten nur die alten Geschichten, wo die Anführer immer alte Männer waren. Rick und Jahn sahen sich an und überlegten zu gehen, aber Varis der gab ihnen ein Zeichen sitzen zu bleiben. Also bleiben sie sitzen und beobachteten was geschah.

Vilkas hielt Akkirah fest, damit sie nicht zu Boden ging. "Akki, mein Herz, was ist mit euch?" flüsterte er besorgt. Dann hob er sie hoch und trug sie zu der Bank hinüber auf der er immer, als er noch nicht laufen durfte gesessen hatte. Varis erkannte was Vilkas vorhatte und lief voraus, um die Bank ein wenig aus zu ziehen, damit Akkirah mehr Platz drauf hätte und legte die Decke, die an der Seite lag, auf die Liegefläche. Vilkas legte anschließen Akkirah vorsichtig darauf und setzte sich zu ihr. Sie kam langsam wieder zu sich. "Vil", flüsterte sich und schlang ihre Arme um seinen Hals. "Ihr seid wieder bei mir." "Ja, ich bin wieder da, mein Herz. Aber nun bleibt erst mal etwas liegen. Ihr seht ganz blas aus." Vorsichtig brachte er sie dazu sich wieder auf die Bank zu legen und küsste sie auf die Stirn.

"Mir geht es gut." Akkirah richtete sich wieder auf und wollte sich hinsetzen. "Ihr seht aber auch nicht gerade gut aus, mein Liebster." Sie strich ihm seine Haare aus dem Gesicht. "Ihr müsst hungrig sein." Sie stand auf und zog ihn zum Tisch hinüber. Vilkas kannte Seine Frau und wusste, es hatte keinen Sinn ihr zu widersprechen, also fügte er sich und setzte sich auf seinem Platz neben Akkirah.

Dabei bemerkte er die beiden jungen Männer, die nicht wussten was sie tun sollten. Er sah erst Akkirah kurz an und dann sprach er die beiden an. "Gehe ich recht in der Annahme dass ihr um Aufnahme bittet? Ich bin Vilkas."

Die beiden nickten und stellten sich dann auch vor. In der Zwischenzeit waren Tilma und Lana wieder hineingekommen mit einem großen Korb voller Wäsche. Als Tilma Vilkas sah ließ sie den Korb fast fallen und so schnell ihre alten Beine sie trugen ging sie auf Vilkas zu." Mein lieber Junge, ich bin ja so froh das ihr wieder da seid. Aber wie seht ihr aus? Habe ihr unterwegs nichts gegessen?" Sie drehte sich um zu Lana und ließ Vilkas nicht erst zu Wort kommen. Kommt Kindchen, lasst und schauen was wir noch auftreiben können." Dann wandte sie sich wieder Vilkas zu. "Was ist mit eurem Bruder und Aela? Habe sie euch nicht gefunden? Seid ihr alleine zurückgekehrt?"

Während sie diese Fragen stellte, ging die Eingangstür auf und Aela betrat die Halle. Sie hatte die letzten Worte von Tilma mitbekommen und lächelte. "Wir haben ihn gefunden. Farkas ist bei Charlotta und ich habe noch kurz mit Skulvar und Lina gesprochen, bevor ich hochkam. Und ich habe auch großen Hunger. Vilkas hat uns so gehetzt, um nach hause zu kommen, das wir kaum Pausen gemacht haben, geschweige denn Zeit zum Essen hatten." Sie setze sich lachend an den Tisch neben die beiden Neulinge.

Noch einmal stellten sich die beiden jungen Männer vor.
"Nun, da habt ihr euch ja den richtigen Zeitpunkt ausgesucht, wo nun alle wieder da sind. Da kann euch Vilkas morgenfrüh denn gleich mal ordentlich auf den Zahn fühlen."

"Nun lasst ihn sich doch erst mal erholen, Schwester. Das mit dem Prüfen hat noch Zeit. Aber erst mal würde ich nun wissen was passiert ist." Akkirah sah Vilkas besorgt an. Er nahm ihre Hand um sie zu beruhigen und dann erzählte er was geschehen war. Als er fertig war schwiegen alle erst mal. Akkirah hatte ihren Arm um ihn gelegt und sich an ihn geschmiegt. Sie wusste nicht was sie sagen sollte.

"Ich hoffe Bryn kann etwas mehr herausfinden. Ich möchte dieser Bande endgültig das Handwerk legen."
Akkirah schüttelte den Kopf. "Bisher kam keine Nachricht von ihm. Ich hoffe seine Quellen wissen etwas, das uns weiterhilft."
Plötzlich meldete sich Jahn zu Wort. "Nachdem wir unseren Dienst quittiert haben und die Kaserne von Einsamkeit verließen, hörte ich wie sich der Kommandant in der Wachstube mit einem der anderen Soldaten unterhielt. Der Soldat unterrichtete den Kommandanten, dass ein Offizier in Drachenbrügge etwas über die Dunkler Bruderschaft herausgefunden hätte. Er solle wohl wissen, wo sich deren Versteck befindet."
Vilkas Sprang sofort auf. "Dann werde ich mich sofort auf den Weg machen."
"VIL, nein, ihr werdet nicht sofort aufbrechen. Ihr müsst euch erst mal ein wenig ausruhen. Dann könnt ihr los. Aber nicht alleine. Nehmt auf alle Fälle Aela und Varis mit. Farkas soll hier bleiben." Sie sah ihn bittend an.

"Akki hat Recht. Wir brauchen erst mal etwas Pause, bevor wir gegen diese Mörderbande vorgehen." Ließ sich Aela vernehmen. Varis nickte, Lasst uns Übermorgen aufbrechen, da haben wir noch etwas Zeit das ein oder andere vorzubereiten und zu planen und ihr sollte dann auch ausgeruht genug sein." Dann drehte er sich zu den beiden Neulingen. "Danke für die Information. Damit habt ihr uns schon mal sehr geholfen." Die anderen nickten.

Sie beschlossen zu Bett zu gehen. Varis nahm die beiden Neuen mit nach unten und zweigte ihnen, wo sie schlafen konnten. Als Akkirah mit Vilkas im Bett lag fuhr er sanft über ihren immer rundlicher werdenden Bauch." Ich hatte fürchterliche Angst um euch, mein Herz. Und um unsere beiden Kleinen. Ich hoffe wir erledigen die Dunkle Bruderschaft bald, damit wir wieder unbeschwert zusammen sein können."

"Auch ich hatte wahnsinnige Angst um euch, mein Liebster. Ich wäre am liebsten mit den anderen losgezogen, um euch wieder zu finden, aber wegen der beiden konnte ich es nicht. Ich kam mir so etwas von hilflos vor. Das möchte ich so schnell nicht wieder erleben." Sie schmiegte sich an ihn und es dauerte nicht lange und sie schlief in seinem Armen ein.