006 Skoomahändler / Zeit in der Diebesgilde 1
006 Skoomahändler / Zeit in der Diebesgilde 1 PDF 
Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 16:54 Uhr


Akkirah wachte am Morgen auf. Es war schon nach Acht und so konnte sie sich gleich zum Markt begeben um den Amethyst und ein paar andere Kleinigkeiten dort zu verkaufen, die sie Gestern Abend den beiden Banditen im Rattenweg abgenommen hatte. Sie bekam soviel Gold um weitere drei Tage ihr Zimmer und auch die Miete für den Stall bezahlen zu können, was sie dann auch sogleich tat. Anschließend versuchte sie unbemerkt in den Rattenweg zu kommen. In der Zersplitterten Flasche wartete Brynjolf schon auch sie. Delvin und Vex saßen an einem der Tische und stritten sich wie üblich. Tonilia saß am Tresen bei Vekkel und Heuler behielt den Zugang der zersplitterten Flasche im Auge. Als er sie kommen sah drohte er ihr gleich: "Macht nur keinen ärger, sonst bekommt ihr es mit mir zu tun" Akkirah zuckte nur mit den Schultern und ließ ihn links liegen.

Brynjolf begrüße Akkirah mit seinem gewohnten Lächeln. "Ich hoffe ihr hattet heute nicht wieder Ärger beim herkommen und wollt ihn nun an mir auslassen." Akkirah verschluckte eine passende Antwort. Sie war hier um übers Geschäft zu reden. Brynjolf bat sie, sich zu ihm zu setzen, was sie dann auch tat. Er erzählte ihr zunächst das die Diebesgilde zur Zeit eine schlechte Phase durchmachte und niemand sie mehr richtig ernst nehmen würde. Er würde das gerne ändern und sie könne dabei helfen. Akkirah staunte über die Ehrlichkeit, mit der Brynjolf über den Zustand der Gilde sprach und nicht versuchte es zu beschönigen. Dann kam er zu dem Punkt, wo sie ins Spiel kommen sollte. Er wollte, dass sie drei Bürger der Stadt einschüchterte und sie dazu brachte ihren "Schutzzoll" an die Diebesgilde zu zahlen. Die drei weigerten sich in letzter Zeit und das durfte man ihnen nicht durchgehen lassen. Ansonsten würden auch andere bald nicht mehr zahlen. Akkirah sollte ihnen nichts tun, sondern sie nur freundlich überreden ihre Zahlung zu machen. Es handelte sich bei den dreien um den Gemischwarenhändler Bersi, der Besitzerin von Healgas Herberge und der Wirtin Keerava aus dem Bienenstich. Das hörte sich nach keiner allzu schweren Aufgabe an, fand Akkirah wobei es ihr mit Keerava am Schwersten fallen würde, denn schließlich wohnte sie bei ihr im Gasthof. Bevor sie aufbrach, gab ihr Brynjolf noch ein paar Tipps, wie man bei den dreien vorgehen könne. Akkirah nickte und dann ging sie wieder.

Als Akkirah den Rattenweg wieder unbemerkt verlassen hatte, beschloss sie aber zunächst einen kleinen Ausritt zu machen. Sie musste einfach etwas raus aus der Stadt und da war ein Ausritt genau das richtige für. Wie gewohnt mit Bogen und Schwert bewaffnet verließ sie die Stadt. Sie nahm Adelante aus dem Stall und sprang wieder auf ihren ungesattelten Rücken. Sie sollte sehen, dass sie als nächstes endlich neues Sattelzeug bekommen würde. Auf Dauer war es nichts, ungesattelt unterwegs zu sein. Am Nachmittag kam sie zurück. Sie hatte unterwegs einen Bären erlegen können und ihm das Fell abgezogen. Das würde ihr wieder etwas Gold bescheren. Und niemand würde so schnell verdacht bekommen, sie könne ihr Gold auf andere Art verdienen. Diesmal verkaufte sie das Fell an Bersi. Sie wollte auf die Art seinen Laden kennen lernen, bevor sie ihrer Aufgabe nachkam und ihn dazu brachte seine ausstehende Zahlung an die Diebesgilde zu leisten.

Als sie den Laden wieder verließ traf sie die Argonierin Wujeeta. Diese war mit hängendem Kopf auf den Weg zu ihrer Unterkunft in Healgas Herberge. Sie kam gerade von ihrer Arbeitsstelle in der Fischerei. Für Akkirah war das möglicherweise eine gute Gelegenheit einen Grund zu finden, um die Herberge aufzusuchen, wenn sie mit einer der Bewohnerinnen bekannt war. Also fragte Akkirah Wujeeta, was sie so traurig stimmen würde, und warum sie schon so zeitig von ihrer Arbeit heimkehren würde. Sie erfuhr von ihr, dass sie seit gut einem Jahr, der Droge Skooma verfallen war. Bolli, der Besitzer der Fischerei hatte ihr nun angedroht, wenn sie das Zeug weiterhin nehmen würde, wäre er gezwungen sie zu entlassen. Wujeeta aber mochte und brauchte ihren Job und wollte ihn nicht verlieren. Also benötigte sie Hilfe, um von dem Skooma loszukommen. Sie hatte gehört, dass es ein Mittel gab, das den Körper von dem süchtigmachenden Gift reinigte und sie damit dann von dem Zeugs loskommen würde. Sie wusste aber nicht, wo sie das herbekommen könnte. Akkirah versprach ihr sich umzuhören.

Das nahm Akkirah denn als Grund, um den kleinen Alchemieladen Elgrims Elixiere unten am Kanal unterhalb des Haus von Bersi aufzusuchen. Während sie heute unterwegs war hatte sie auch ein paar Kräuter und Pflanzen gesammelt, die sie dort bestimmt verkaufen konnte. Der alte Mann wirkte etwas durcheinander, was wohl vom Alter herrührte, aber er konnte Akkirahs Frage nach einem Mittel beantworten, dass die Wirkung von Skooma aufheben konnte. Zufällig hatte sie die passenden Zutaten dabei und mit Hilfe von Elgrim konnte sie das Mittel herstellen. Sie verkaufte ihm ihre restlichen Kräuter daraufhin unter dem eigentlichen Wert. Bevor sie ging sprach Elgrims Frau Hafjorg sie noch an und fragte, ob Akkirah nicht zufällig mal nach Shores Stein kommen würde. Der Schmied Filnjar hatte eine merkwürdige Erzprobe in der Mine gefunden und wollte diese sicherheitshalber untersuchen lassen. Akkirah sagte ihr, sie würde sich in den nächsten Tagen darum kümmern. Mit Adelante würde sie eine Tag hin und einen zurück brauchen. Aber diesmal würde sie nicht irgendwo unterwegs übernachten.

Mit dem Mittelchen in der Tasche suchte Akkirah Wujeeta in der Herberge auf. Dabei sah sie sie sich gründlich um. Wujeeta war überaus erfreut, als Akkirah ihr das Mittel gab. Sie ließ sich anschließend überreden zu verraten, von wem sie das Skooma bekommen würde. Akkirah mochte es nicht, wenn jemand versuchte andere abhängig zu machen und deren Leben damit zu zerstören, um dann selbst daran gut zu verdienen. Also suchte sie umgehend den Jarl in der Festung Nebelschleier auf, um dort Anzeige geben Sathris Idren, den Skooma Händler zu erstatten. Der Jarl Laila Recht-Sprecher waren die Machenschaften von Sathris bekannt. Aber da es in der Stadtwache wohl Verräter gab, die jedes Mal, wenn eine Razzia angesagt war, den Skooma Händler warnten, ging jeder versuch, ihm das Handwerk zu legen schief.

Die Jarl sah Akkirah eine Zeitlang an. "Wärt ihr bereit, euch um Sathris zu kümmern? Ihr werdet gut dafür belohnt werden.". Akkirah überlegte eine Weile. Dann nickte sie. So einem Kerl musste einfach das Handwerk gelegt werden. Irgendwie würde es ihr schon gelingen ihn zu Überwältigen und an Informationen über seine Hintermänner zu kommen.

Als Akkirah die Festung wieder verließ, überlegte wie es weitergehen sollte. Plötzlich hatte sie genug ehrliche Arbeit, um sich über Wasser halten zu können. Sie bräuchte die Arbeit für die Diebesgilde nicht mehr machen. Lange Zeit stand sie unten am Kanal, die Hände auf das Geländer gestürzt. Dabei sah sie den Eingang zum Rattenweg. Sie hatte Brynjolf versprochen sich um die drei Leute zu kümmern. Sollte sie ihr Versprechen brechen? Und wer weiß, vielleicht war sie eines Tages doch noch mal auf die Hilfe von ihm und seinen Leuten angewiesen, sollten die Zeiten wieder schlechter werden. Sie beschloss aber, sich zunächst um die Angelegenheit mit Sathris zu kümmern.

Das Lagerhaus war eines der Pfahlbauten im See vor der Stadt. Man erreichte es am Besten über einen Steg, der von der Stadtmauer aus zu den Gebäuden führte. Es war in der Zwischenzeit dunkel geworden. So gelang es Akkirah auch von den Wachen unbemerkt zu dem Lagehaus vorzudringen. Die Jarl hatte ihr den Schlüssel zum Lagerhaus überlassen. Leise betrat sie das Gebäude. Dann sah sie sich vorsichtig um. Die Leibwache von Sathris war in einem der oberen Räume und nahm gerade das Abendbrot zu sich. Akkirah schlich sich von hinten an und schlug ihn nieder. Dann fesselte sie den Kerl. Sathris hatte von dem was oben passiert war, scheinbar nichts mitbekommen. Akkirah vermutete mit dem Kerl würde es nicht so leicht werden wie mit seinem Leibwächter. Vorsichtig ging sie diesmal mit gespannten Bogen weiter, jederzeit bereit einen Pfeil abzuschießen und ihn dann fallen zu lassen um ihr Schwert zu ziehen. Sie fand Sathris in einer kleinen Kammer, wo er an einem Tisch stand und ihr den Rücken zudrehte. Sie überlegte kurz was sie tun sollte. Er trug eine schwere Eisenrüstung und hatte eine riesige Axt bei sich. Er sah aus als würde er wissen wie man damit umging. Akkirah würde mit ihrer einfachen Lederrüstung und ihrem Schwert kaum eine Chance haben, ihn zu besiegen. Dafür fehlten ihr einfach die Fertigkeiten im Umgang mit dem Schwert. Aber war es richtig einem Menschen einfach hinterrücks einen Pfeil in den Hals zu jagen? Das war die einzig ungeschützte Stelle die sie auf Anhieb erkennen konnte. Aber hatte sich Sathris jemals Gedanken über die Menschen gemacht, die er mit seinem Treiben ins Unglück, wenn nicht gar den Tod gestürzt hatte? Mit größter Wahrscheinlichkeit nicht. Und er würde auch ihr gegenüber keine Gnade zeigen, wenn er sie bekämpfen würde. Also zielte Akkirah gründlich und schoss ihm wie geplant in den Hals. Es war ihr auf Anhieb gelungen ihm mit dem Pfeil das Genick zu zerlegen und er brach auf der Stelle Tot zusammen. Sie durchsuchte den Raum. In einem kleinen Beutel fand sie eine Brief mit dem Hinweis, das eine weitere Lieferung bereit stand und der Name desjenigen, von wem sie die Ladung erhalten sollten. Sie nahm den Brief als Beweis an sich. Dann zerschlug sie die Flaschen mit dem Skooma, die sie fang und leerte auch das Mondzuckerpulver aus, das scheinbar die Grundlage für den Skooma bildetet. Anschließend kehrte sie zurück zur Jarl von Rifton um ihr zu Berichten was passiert war, und damit sich die Wachen um den gefesselten Kerl kümmern konnten.

Die Jarl war über den Erfolg von Akkirah sehr erfreut. Sie gab Anuriel, der Voigt von Rifton, die Anweisung die Wachen mögen sich um den gefesselten Kerl kümmern. Allerdings sollten sie sich damit noch Zeit bis zum nächsten Morgen lassen, denn sie bat Akkirah um einen weiteren Dienst. Sie sollte zur Felsrinnenhöhle gehen, wo sich die Quelle der Skoomaherstellung befand und auch dort aufräumen. Und damit die verräterischen Wachen nicht die Leute vorab in ihrem Versteck warnten, sollte Akkirah einen Vorsprung erhalten. Akkirah war nicht sonderlich begeistert, dass man sie da alleine hinschickte, aber sie sagte trotzdem zu, dass sie versuchen wolle die Bande dort zu zerschlagen. Akkirah bestand aber darauf, dass sie zuvor noch etwas schlafen würde. Sie würde dann im Morgengrauen aufbrechen. Laila nickte und Akkirah ging zurück in den Gasthof wo sie sich dann auch gleich in ihr Zimmer zum schlafen begab.

Am nächsten Morgen stand Akkirah zeitig auf. Zunächst kaufte sie sich von dem Gold, da sie als Belohnung für die Beseitigung von Sathris erhalten hatte neues Sattelzeug. Shadre suchte für sie das Beste zusammen, was er hatte und verkaufte es ihr weit unter dem Preis, den es eigentlich Wert war. Akkirah wollte das nicht annehmen, aber Shadre bestand darauf. Schließlich hatte sie ihm vor Saphir gerettet. Da war es nur recht und billig, wenn er ihr nun so helfen konnte. Akkirah bedankte sich bei ihm und dann machte sie Adelante fertig und schwang sich in den Sattel. Anuriel hatte ihr eine Beschreibung der Lage der Felsrinnenhöhle gegeben, Sie würde diese mit Glück am Abend erreichen, den sie lag noch weiter entfernt als wie Shores Stein. Mit dem neuen Sattel war das Reiten doch wesendlich angenehmer sowohl für Pferd als auch für Reiter. Akkirah und Adelante kamen flott vorwärts. So erreichten sie Shores Stein schon am Nachmittag. Akkirah ging zu Filnjar und sagte ihm sie würde wenn sie wieder zurück nach Rifton ritt, die Erzprobe für Elgrim mitnehmen. Er nickte und legte sie schon mal bereit. Sie hielt sich nur kurz in Shores Stein auf, um Adelante ein wenig verschnaufen zu lassen und um selbst etwas zu essen. Dann ging es auch schon weiter.

Bei Einbruch der Abenddämmerung erreichte sie ihren Zielort. Sie ließ Adelante in sicherer Entfernung zurück und schlich sich dann über die höher gelegenen Felsen an das Versteck an. Vor der Höhle war nur eine Wache zu sehen und in zwei Käfigen waren Kampfwölfe untergebracht. Mit einem gut gezielten Schuss erledigte Akkirah die Wache. Die Wölfe begannen wie wild zu heulen. Akkirah befürchtete sie würden die Banditen im inneren der Höhle aufmerksam machen, also tötete sie sie mit zwei Pfeilen in ihren Käfigen. Dann näherte sie vorsichtig dem Eingang der Höhle. Draußen war niemand weiter. Also schlich sie hinein. Drinnen befand sich Nahe dem Eingang eine Wache. Die schien aber vor sich hin zu dösen, denn sie bemerkte Akkirah nicht. Das letzte was sie zu spüren bekam, war dann der Pfeil der ihr Herz durchbohrte. Lautlos schlich Akkirah weiter. Der schmale Gang endete in einer größeren Höhle. In der Mitte befand sich ein Gehege mit zwei Wölfen, die sich Gegenseitig bekämpften. Dadurch waren die beiden Besucher und der Wirt abgelenkt. Akkirah gelang es den beiden Besuchern, die auf den Sieg eines der Tiere wetteten, unbemerkt zu nähern. Der Wirt war hinter seinem Tresen beschäftigt und achtete nicht drauf was im vorderen Bereich der Höhle vor sich ging. So konnte Akkirah die beiden mit zwei schnellen Schlägen mit einem Knüppel, den sie neben einigen Fässern gefunden hatte niederschlagen. Die beiden kämpfenden Wölfe kümmerten sich nicht um sie. Der Dunklere der beiden war auch schon fast am Ende seiner Kräfte.

Akkirah fesselte und knebelte die beiden Männer, damit sie wenn sie aufwachten sie nicht verraten konnten, denn sie hatte gesehen das es noch einen Gang gab der weiter nach hinten führte. Und es war nicht zu erkennen ob sich dort noch weitere Leute rum trieben. Aber zunächst musste der Wirt ausgeschaltet werden, bevor er merkte, dass seine Gäste alles andere als gemütlich vor sich hin schlummerten. Der Wirt schien dabei zu seine etwas von dem Skooma in kleine Flaschen zu füllen. Akkirah überlegte nicht lange, sie nahm ihren Bogen zur Hand und jagte ihm einen Pfeil in den Rücken. Als sie das getan hatte kam aber doch ihr Gewissen durch, war es richtig was sie hier tat? Hätte sie ihn nicht auch einfach niederschlagen und fesseln können? Sollten sich dann anschließend andere um ihn kümmern. Aber hatte der Wirt Skrupel gezeigt als er das Skooma an seine Gäste und andere Hehler verkaufte? Wahrscheinlich nicht. In diesem Bereich war nur noch einer der beiden Wölfe am Leben. Aber auch das helle Tier hatte heftige Wunden im Kampf davon getragen. Akkirah beschloss es lieber gleich zu erlösen. Als der Wolf zusammengebrochen war schlich sie den zusätzlichen Gang entlang. Er führte in eine etwas kleinere Höhle, in der sich anscheinend der Anführer häuslich eingerichtet hatte. Er trug eine Schwere Eisenrüstung, wie Akkirah aus der Ferne sehen konnte. Mit dem würde sie wohl ein paar Probleme bekommen. Mit Pfeilen würde sie nicht weit kommen, da die kaum durch die Rüstung dringen würden. Und warum mussten diese Kerle immer schwere Äxte als Waffen benutzen? Sie überlegte eine Weile dann nahm sie ihren Bogen und zielte auf das rechte Knie des Mannes. In diesem Bereich war die Rüstung nicht so stark. Überrascht schrie der Anführer auf. Trotz der Schmerzen ergriff er seine Axt und stürmte voller Wut auf Akkirah los. Es gelang ihr noch einen Zweiten Pfeil in das Bein zu jagen, dann ließ sie ihren Bogen fallen und ergriff ihr Schwert. Der zweite Pfeil schien die Bänder des Mannes erwischt zu haben denn er sackte kurz zusammen. Aber seine Wut ließ ihn sofort wieder hochkommen und weiter auf Akkirah zustürmen. Sie überlegte kurz und dann drehte sich um und lief kurz etwas den Gang zurück, um in die erste Höhle zu gelangen. Dort hatte sie mehr Ausweichmöglichkeiten als in dem schmalen Gang. Der Bandit folgte ihr wutschnaubend, allerdings recht langsam. In der großen Höhle blieb Akkirah dann stehen und wartet dass der Kerl auf sie losging. Er holte mit viel Schwung zu einem Schlag aus, der aber so berechnend war, das es für Akkirah kein Problem darstellte diesem auszuweichen. Das Ganze wieder holte sie noch zweimal ohne selbst anzugreifen. Beim dritten Mal sprang sie so zur Seite das sie aber mit ihrem Schwert die Kniekehle von dem anderen Bein des Mannes erwischte. Er stürzte und Akkirah stieß ihm ihr Schwert seitlich zwischen den Platten der Rüstung in den Leib. Der Mann starb auf der Stelle.

Akkirah musste nun erst mal verschnaufen. Dann fing sie an erst die Toten dann die Höhle zu durchsuchen. Sie nahm alles, was brauchbar war und sich verkaufen ließ mit. Für die beiden niedergeschlagenen Männern legte sie in einiger Entfernung ein Messer auf den Boden. Damit konnten sie sich selbst befreien wenn sie wieder zu sich kamen. Dann verließ Akkirah die Höhle. Zwischenzeitlich war die Nacht hereingebrochen. Akkirah pfiff nach Adelante. Es dauerte nicht lange, da kam die Stute angetrabt. Sie schwang sich in den Sattel und machte sich langsam auf den Rückweg. In Shores Stein hielt sie an. Sie nahm Adi den Sattel ab und legte sich in einen Schuppen zum Schlafen, denn sie wollte niemanden wecken.

Als Filnjar sie dort am Morgen fand schüttelte er nur den Kopf. Sie hätte ihn ruhig wecken können, dann hätte sie in einem anständigen Bett schlafen können. Bei nächsten Mal würde sie darauf zurückkommen versprach Akkirah. Nun wollte sie aber wieder zurück nach Rifton. Filnjar gab ihr noch die Erzprobe mit und etwas zu essen, dann machte sie sich auch schon wieder auf den Weg. Sie ließ sich diesmal etwas Zeit. Am späten Nachmittag kam sie dann in Rifton an. Sie versorgte Adelante selbst und ging dann in die Stadt. An den Ständen verkaufte sie die Dinge, die sie in der Höhle gefunden hatte und bekam so ein anständiges Sümmchen Gold zusammen.

Es war irgendwie komisch, vor ein paar Tagen wusste sie nicht, wo sie eine Septime herbekommen sollte und heute hatte sie plötzlich mehr als sie normal brauchen konnte. Das erste was sie in der Stadt tat, was die Erzprobe zu Elgrim und Hafjorg zu bringen. Die Frau des Alchemisten freute sich sehr, dass es so schnell geklappt hatte und gab Akkirah ein stattliches Sümmchen als Bezahlung. Akkirah hatte im vorbeigehen gesehen, das hinten im Haus von Healgas Herberge ein Fenster offen stand. Das wäre die Gelegenheit sich die Statur der Dibella unter den Nagel zu reißen und um Healga dazu zu bringen, ihre Abgabe an die Diebesgilde zu leisten. Sie stieg durch das Fenster ein und nahm sich die Statur. Niemand bemerkte sie dabei. Draußen versteckte sie sie in einem der Fässer in dem verwilderten Garten des leer stehenden Hauses nebenan. Dann ging sie durch die Fordertür ins Haus, um mit Healga zu reden. Sie sagte ihr, sie wäre im Auftrag von Brynjolf da, der von ihr wollte, dass sie die Schulden, die Healga bei ihm hätte, eintreiben würde. Bei dieser Formulierung würde hoffentlich niemand auf die Idee kommen, sie würde direkt zu Bande gehören, sondern nur einfach nur als Laufbursche dafür bezahlt worden sein, die Schulden einzutreiben. Erst sperrte sich Healga, doch dann sagte Akkirah ihr, man würde wenn sie nicht bezahlt, ihre Statur der Dibella einschmelzen lassen und so die ausstehende Summe zu erhalten. "Dazu müsst ihr sie erst mal bekommen. Im Hause ist immer jemand, also besteht kaum die Chance sie zu entwenden." "Seid ihr euch sicher das sie noch da ist wo sie hingehört? Mir wurde da etwas anderes mitgeteilt" Healga verließ ihren Platz hinter dem Tresen und ging in den Nebenraum. Was sie dort sah, beziehungsweise nicht sah, war zuviel für die Frau. Sie fiel vor Akkirah auf die Knie. "Nein, nicht Lady Dibella, ihr dürft ihr nichts tun. Sagt ihnen ich zahle das Gold. Warte hier ich hole es sofort." Akkirah atmete erleichtert auf. Es schien zu klappen und man schien sie nicht zu verdächtigen der Gilde anzugehören. Akkirah nahm das Gold von Healga entgegen und gab ihr einen Zettel. "Den soll ich euch geben, dort steht drauf wo ihr die Statur finden könnt." Dann verließ Akkirah die Herberge. Damit hätte der erste der drei Schuldner seine Pflicht getan.

Akkirah beschloss als nächstes die Jarl aufzusuchen um ihr mitzuteilen, dass die Skoomaquelle nun versiegt sei. Jarl Laila war mehr als erfreut as zu hören. "Damit habt ihr viel für Rifton getan. Ich würde euch gerne erlauben ein Haus in der Stadt zu kaufen, wenn ihr Interesse dran habt."
"Das würde ich sehr gerne machen", antwortete Akkirah, "aber ich fürchte meine Geldmittel reichen dafür nicht aus." "Wie viel habt ihr zur Verfügung? Das Haus um das es geht soll 8000 Septimen kosten."
"Das ist bei weitem mehr als ich habe. Zurzeit habe ich 2000 Septimen. Davon muß ich aber auch die Unterkunft in der Taverne zahlen."
"Ich mache euch einen Vorschlag. Ihr zahlt die 2000 an und dann gebe ich euch sechs Monate Zeit, den Rest aufzutreiben. Ihr könnt das Haus sofort beziehen. Und sobald ihr die komplette Summe bezahlt habt gehört das Haus euch."
Akkirah wusste nicht was sie sagen sollte. Das war ein überaus großzügiges Angebot. Sie überlegte nicht lange und sagte zu.
"Seht gut. Anuriel wird den Vertag aufsetzen. Kommt in einer Stunde mit dem gold wieder und wir schließen den Handel ab."

Akkirah bedankte sich bei der Jarl und verließ dann erst mal wieder die Festung Nebelschleier. Am liebsten wäre sie durch die Strassen gesprungen. Das war mehr als wie sie sich erträumt hatte. Nun hatte sie ein eigenes Haus, na ja fast, aber sie war glücklich. Sie drückte auf dem Markt den beiden Bettlern jeweils zwei Septimen in die Hand. Dann kaufte sie etwas Fleisch, Brot und Gemüse ein. Heute Abend würde sie sich selbst in ihrem neuen heim etwas zu Essen machen. Als die Stunde fast um war lief sie zurück zur Festung. Anuriel hatte den Vertrag aufgesetzt. Feierlich unterschrieb ihn Akkirah und die Jarl, dann übergab Akkirah die Anzahlung und bekam den Schlüssel zum Haus überreicht. Noch einmal bedankte sich Akkirah herzlich, dann ging sie zu ihrem Haus.

Im Inneren ihres neuen Heims sah es arg dreckig und trostlos aus. Es würde sicherlich einiges an Zeit und auch Geld kosten um es richtig Wohnlich zu bekommen. Aber das war Akkirah egal. Sie mochte das Häuschen auch schon so wie es war. Sie öffnete die Tür die zum See und den Ställen Führte. Besser konnte es doch nicht sein. So musste sie nicht immer durch das Stadttor gehen sondern konnte sofort die Stadt verlassen. Immerhin gab es ein Bett im Haus, das noch in Ordnung war. Nur die Decken mussten ausgetauscht werden. Sie überlegte kurz und beschloss dann noch mal Bersi aufzusuchen um ein paar Putzutensilien zu kaufen. Dann könnte sie noch heute mit dem Saubermachen anfangen. Gedacht, getan. Eine halbe Stunde später stand sie mit Besen bewaffnet im Haus und fegte erst mal die ganzen Spinnweben von den Wänden. Danach wurde der Boden gefegt. Dann reinigte sie den Herd und legte etwas Feuerholz hinein. Im Keller fand sie ein altes Kochgestell, das man noch nutzen konnte. Sie reinigte es und stellte es vor dem Herd auf. Es gab einen Tisch und zwei Stühle. Im Keller fand sie auch in einer Kiste noch etwas altes Geschirr und ein paar Töpfe. Damit ging sie hinunter zum See und säuberte sie erst mal. Es wurde schon dunkel, als sie mit den groben Arbeiten soweit fertig war. Sie nahm das Gemüse und zerkleinerte es und warf es in den Topf. Dann schnitt sie noch das Fleisch in schmale Streifen und tat es mit hinein. Das würde einen leckeren einfachen Eintopf ergeben. Als das Essen nach fast 2 Stunden fertig war nahm sie ihren Teller und ging hinaus auf die Terrasse. Sie setzte sich auf das Geländer und aß dort. Die Nacht war klar und man konnte die Sterne am Himmel funkeln sehen. Erst weit nach Mitternacht begab sich Akkirah ins Haus zum Schlafen.