009 Zeit in der Diebesgilde 3
009 Zeit in der Diebesgilde 3 PDF 
Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 16:55 Uhr
Akkirah wachte frühzeitig auf. Auf den Decken hatte sie recht unbequem geschlafen. Sie stand auf und ging nach oben. Brynjolf schlief noch tief und fest. Akkirah ließ ihn schlafen. Sie verließ leise das Haus, um bei Keerava etwas frisch gebackenes Brot zu bekommen. Für den Markt war es noch zu früh. Die Argonierin war ihr immer noch recht reserviert gegenüber. Akkirah konnte das gut verstehen. Trotzdem bekam Akkirah was sie brauchte, Neben dem Brot noch etwas Wurst und Käse.

Als sie zurück nach Hause kam schlief Brynjolf immer noch. Sie begann Wasser heiß zu machen und ein paar Kräuter, die sie unten im Keller kühl und trocken lagerte, zu holen. Wenn der Dieb aufwachte, würde er bestimmt einen ziemlich brummenden Schädel haben, befürchtete sie. Da würde ihm Tee hoffentlich etwas Linderung bringen. Als der Tee fertig war, füllte sie ihn einen Becher und ging zum Bett hinüber. Sie stellt den Becher erst mal auf den Boden und setzt sich auf die Bettkante. Brynjolf hatte ihr den Rücken zugewandt. Vorsichtig berührte sie ihn am Arm, um ihn zu wecken. Brynjolf reagierte mit einem leicht ungehaltenen Grummeln. Akkirah musste dabei lächeln.

Durch die Berührung wurde Brynjolf langsam wach. Er öffnet langsam die Augen. ‚Wo war er?' fragte er sich. Es war ungewöhnlich hell. Demzufolge war er nicht in der Zisterne in seinem Bett. Dort war es immer halb dunkel. Er wollte sich umdrehe und aufrichten. War dabei aber etwas schnell. Sofort durchfuhr ihn ein heftiger Kopfschmerz. Er vernahm eine ihm bekannte Stimme. "Langsam, Brynjolf, ihr habt wohl gestern etwas zu viel getrunken."

‚Mein Mädchen' fuhr es ihm durch den Kopf. ‚Sie lebt und ist hier. Oder bin auch ich tot?' Er versuchte noch mal sich umzudrehen, diesmal aber vorsichtig und langsam. "Grmmm, mein Kopf," stöhnte er, während er Akkirah anschaute. Er sah sie grinsen. "Das ist die Strafe dafür, wenn man den Wein anderer einfach alleine leert", hörte er sie sagen. ‚Macht euch nur lustig über mich', dachte er und wollte einen bissigen Kommentar von sich geben, aber er war zu schnell hochgekommen und sofort begann eine riesige Herde Mammuts durch seinen Kopf zu toben. "Ich sagte doch langsam", dieses Mal klang ihre Stimmer ernst. Sie bückte sich und nahm einen Becher zur Hand. "Hier, trinkt, das wird euch hoffentlich helfen, euch schnell wieder besser zu fühlen." Er wollte den Becher ergreifen, aber sie hielt ihn fest. "Vorsichtig, es ist heiß und ihr wollt ihn doch nicht verschütten und euch damit verbrennen." Er wollte den Kopf schütteln, unterließ es aber schnell wieder. Dann nahm er ihr vorsichtig den Becher ab und fing an in langsamen Schlucken das heiße Gebräu in kleinen Schlucken zu sich zu nehmen. Allerdings nicht ohne noch drüber zu meckern. "Wollt ihr mich vergiften? Das Zeugs ist ja scheußlich." "Dann trinkt es halt nicht und seht zu, wie ihr mit euren Kopfschmerzen klar kommt."

Nachdem Brynjolf den Becher geleert hatte ging es ihm schon besser. "Wie komme ich hierher?" "Ich dachte das könnt ihr mir sagen? Ich habe euch, als ich nach Hause kam, auf meiner Terrasse gefunden. Ihr wart in so einen schlechten Zustand, dass ich euch nicht draußen alleine lassen wollte. Zumal, wie hätte es für die Arbeiter in der Fischerei am Morgen ausgesehen, wenn ihr dort rum gelegen hättet?" "Danke, Mädchen." Mehr sagte er nicht. Er behielt es besser für sich, dass er die Nacht zuerst bei Hofgir und später vor ihrem Haus verbracht hatte, um auf sie zu warten. Damit würde er sich ihr gegenüber sicherlich nur lächerlich machen. Daher sagte er nur: "Ich habe mit Hofgir etwas getrunken, wir sind alte Freunde und hin und wieder trinken wir mal gemeinsam einen Becher Met."

"Gestern war es wohl mehr als ein Becher, vermute ich mal, wenn ihr es hinterher nicht schafft nach Hause zu gelangen." Wieder einmal grinste sie. Brynjolf sagte nichts. Akkirah merkte das es ihm peinlich war. Also wechselte sie das Thema. "Kommt hinüber an den Tisch. Ich habe etwas zu Essen besorgt. Das sollte auch dafür sorgen, dass ihr euch besser fühlt. Vorsichtig stand er auf und ging hinüber zu dem kleinen Tisch. ‚Der Tee war wirklich gut' dachte er. Er fühlte sich schon viel besser. "Ein schönes Haus habt ihr", er sah sie an. "Nur die Inneneinrichtung könnte etwas erweitert werden".
"Alles zu seiner Zeit. Ein Bett, der Tisch und die Stühle reichen derzeit für mich. Außer wenn ich unerwarteten Besuch erhalte wie euch, dann mangelt es an einer weiteren Schlafgelegenheit."

Brynjolf schwieg wieder und aß etwas von dem Brot, sie hatte ihm also ihr Bett überlassen.. Als sie fertig mit dem Frühstück waren, wollte Brynjolf sich zurück zu Zersplitterten Flasche begeben. Die anderen würden sich sicherlich schon wundern wo er abgeblieben war. ‚Sollte er sie fragen ob sie ihn begleiten würde? Nein, das war keine gute Idee und würde wahrscheinlich erst einmal wieder Gerüchte hervorrufen. Ihm selbst war es egal, was man von ihm dachte, aber das Mädchen sollte sich erst mal ordentlich in die Gilde einleben. Wenn man davon ausging, dass sie etwas miteinander hätten, würde sie es wesentlich schwerer haben, wegen ihrem Können anerkannt zu werden, weil man denken würde, er hätte sie nur aus eigenem Interesse in die Gilde gebracht.'
"Ich sollte aufbrechen Mädchen. Schaut doch heute Abend in der Zersplitterten Flasche vorbei. Delvin hat bestimmt etwas an Arbeit, das erledigt werden muss."
"Wenn ich nicht todmüde bin, schaue ich vielleicht vorbei."

Sie sah ihn lächelnd an. Er stand auf und ging zur Tür, die zur Terrasse hinaus führte. Akkirah folgte ihm bis zu Tür. Da drehte er sich noch mal zur ihr um. Vorsichtig reichte er ihr die Hand zum Abschied. Sie ergriff sie. Am liebsten hätte er sie an sich gezogen, aber wollte nicht, dass sie wieder in Panik geriet. Mit der Zeit würde es schon besser werden. Er dachte an Saphir und was ihr widerfahren war. Auch sie hatte es geschafft, das was man ihr angetan hatte, hinter sich zu lassen. Er wusste, dass sie mit Vipir zusammen war, auch wenn beide es zu verbergen suchten. Für die anderen waren sie zwei Streithähne, die sich nicht sonderlich leiden konnten. Dann ging er die Treppen hinunter und verschwand dann Richtung Geheimgang.

Als er weg war fiel Akkirah ein, das sie ihm doch die Urkunde mitgeben wollte. Nun musste sie sie doch selbst hinbringen. Sie stand noch eine Weile oben auf der Terrasse und dann ging sie hinunter zu den Ställen. Shadre begrüßte sie. Hofgir schien sich auch nicht sonderlich gut zu fühlen. Er hatte sich in den Schatten zurückgezogen und überlies seinem Stallburschen die ganze Arbeit. Akkirah nahm Adelante aus dem Stall und putze sie gründlich bis ihr Fell in der Mittagssonne glänzte. Sie war am überlegen ob sie noch ein wenig ausritt. Aber dazu hätte sie ihre Waffen holen müssen. So ging sie lieber etwas ins Haus und legte sich noch etwas schlafen. Sie vermutete es würde heute Abend eh recht spät werden, wenn sie zur zersplitterten Flasche ging.

Als Brynjolf zurück in die Zersplitterte Flasche kam, war nur Vekkel und Tonilia anwesend, Und natürlich Heuler, der auf seinem Posten als Türsteher stand um unerwünschte Gäste wider zu vertreiben. Als Vekkel fragte er ihn gleich: "Na Bryn, schon mitbekommen was passiert ist? Jemand war in Goldenglanz und hat dort etwas mitgehen lassen und obendrein ein paar Bienenstöcke in Brand gesteckt, um die Wachen im Haus abzulenken. War das eure Kleine?"
Bryn sah Vekkel schweigend an. Er wusste gerade nicht sollte er wütend werden oder stolz auf Akkirah sein. Mit keinem Wort hatte sie heute Vormittag etwas von ihrem Tun gesagt. "Ich weiß von nichts. Ich hatte es ihr untersagt, dorthin zu gehen. Ich hielt es für viel zu gefährlich für sie. Aber heute Abend werden wir sicherlich Gelegenheit haben es zu erfahren. Sie wird uns einen Besuch abstatten. Nun werde ich mich aber noch etwas zurückziehen. Ich habe nicht sonderlich viel geschlafen."

Vekkel grinste etwas anzüglich und fragte sich welche Dame ihn wohl diese Nacht vom Schlaf abgehalten habe mochte, aber Brynjolf ignorierte es und begab sich in die Zisterne und legte sich noch etwas hin. Aber Schlafen konnte er nicht wirklich, abgesehen von dem üblichen Lärm, der in der Zisternen Herrschte wenn die anderen da waren, musste er an Akkirah denken. Es ärgerte ihn, das sie ihm nichts gesagt. Warum nicht? Nun er hatte es ihr nicht erlaubt und das wusste sie. Wahrscheinlich befürchtete sie, dass er wütend geworden wäre. Und damit hatte sie nicht so ganz Unrecht. Er hatte es ihr zwar nicht direkt untersagt, aber doch zu verstehen gegeben, dass er es nicht wollte, dass sie diesen Auftrag machte. Und er war wütend. Irgendwann döste er dann doch etwas ein. Als es dann später Nachmittag wurde, stand er wieder auf und begab sich wieder in die Zersplitterte Flasche um auf das Mädchen zu warten.

Am späten Nachmittag machte Akkirah sich auf zum Rattenweg. Sie achtete darauf, im Schatten zu bleiben, um nicht gesehen zu werden. Sie hatte ihren Bogen und ihr Schwert dabei, und die Besitzurkunde. Als Akkirah die Taverne betrat, ging sie gleich auf den Tisch von Brynjolf zu. Vex und Delvin saßen am Nebentisch und unterhielten sich. Sie bestellte bei Vekkel ein Becher Alto-Wein. "Der geht auf Kosten von Brynjolf". Vekkel sah Brynjolf an und dieser nickte nur. "Ist so in Ordnung." Nachdem sie sich gesetzt hatte, sah Brynjolf Akkirah lange Zeit schweigend mit einen etwas finsteren Gesichtsausdruck an. Akkirah senkte etwas ihren Blick. Dann endlich sagte Brynjolf etwas. "Habt ihr mir nichts zu sagen, Mädchen?" Seine grünen Augen funkelten. Akkirah zog aus ihrem Beutel ein zusammengerolltes Blatt Papier hervor und gab es ihm wortlos. Vex und Delvin hatten die angespannt Stimmung am Nachbartisch mitbekommen und schauten neugierig hinüber. Akkirah nahm einen großen Schluck von dem Wein, den Vekkel ihr hingestellt hatte.

Brynjolf rollte das Papier auseinander. Es war tatsächlich die Besitzurkunde von Goldenglanz. Wieder sah er sie an. Akkirah fühlte sich unter dem Blick alles andere als Wohl. Am liebsten wäre sie sofort gegangen. Sie nahm noch einen kräftigen Schluck von dem Wein. Dann stand Brynjolf auf. "Folgt mir Mädchen", sagte er nur kurzangebunden und ging zu dem Schrank mit der Geheimtür zur Zisterne. Akkirah folgte ihm schweigend. Sie wusste immer noch nicht, woran sie nun war. In der Zisterne gingen sie direkt zu Mercer. Akkirah blieb hinter Brynjolf stehen.

"Hier, Mercer", er reichte Mercer Frey die Besitzurkunde von Goldenglanz. "Da ist das, was ihr haben wolltet." Mercer sah sich die Urkunde genau an. Dann warf er einen Blick auf Akkirah, die sich weiterhin im Hintergrund hielt. "Gut gemacht", sagte er zu ihr. Dann wandte er sich an Brynjolf. "Ihr hattet recht, sie ist wirklich gut." Wieder sah er auf die Urkunde. "Aber was bedeutet das Symbol? Wer ist nun der neue Besitzer? Das geht daraus nicht eindeutig hervor." Er schwieg einen Augenblick, bevor er weitersprach. Ich werde meine Quellen in ganz Himmelsrand darauf ansetzten, um etwas mehr herauszufinden." Dann wollte er sich umdrehen, um die Zisterne zu verlassen. Brynjolf hielt ihn zurück. "Habt ihr nicht etwas vergessen, Mercer?" Im ersten Moment sah er Brynjolf etwas verwundert an, dann sah er auf Akkirah. "Ja, danke Mädchen, das habt ihr gut gemacht." "Mercer!" "Ist doch schon gut, Bryn", er ging auf Akkirah zu und reichte ihr die Hand. "Willkommen in der Diebesgilde. Ihr gehört nun zu uns. Bryn wird euch hier unten alles zeigen und euch die anderen vorstellen." Er sah Brynjolf dabei an. Dieser nickte. Dann ging Mercer und ließ Akkirah und Brynjolf stehen.

"Nun, dann auch von mir Willkommen in der Diebesgilde." Er sah ihr in die Augen. Er hatte zu seiner alten Art zurückgefunden. Er freute sich wirklich, das sie nun zu ihnen gehören würde. Egal ob er sich immer noch etwas darüber ärgerte, weil sie nicht auf ihn gehört hatte. Akkirah lächelte etwas schüchtern. "Danke Brynjolf." "Bryn, Mädchen, meine Freunde nennen mich nur Bryn. Das andere klingt so förmlich." Sie musste lachen, als er sie dabei ernst ansah.
" Nun kommt, ich zeige euch hier unten erst mal alles."
Das hier ist Mercers Arbeitsbereich und dahinter ist unsere Kammer, in der wir die Schätze, die wir zusammen getragen haben für schlechte Zeiten, aufbewahren. Sie ist mit einer gut gesicherten Tür verschlossen, die nur mit Hilfe von zwei Schlüsseln gleichzeitig geöffnet werden kann, und die nur drei von uns haben.
"Niruin, Rune kommt doch bitte mal, her", sprach Brynjolf dann zwei Männer an, die gerade miteinander sprachen. "Ich möchte euch das Mädchen hier vorstellen, sie gehört nun zu uns."
Akkirah begrüßte sie freundlich. "Ich heiße übrigens Akkirah, was Brynjolf sich scheinbar nicht merken kann", antwortete sie, nachdem sich die beiden vorgestellt hatten. "Freunde nenne mich, Akki." Sie konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, als sie in Brynjolfs Gesicht sah. "So wie ihr es euch nicht merken könnt mich nur Bryn zu nennen, Mädchen." Der Dieb lachte. Dann gingen sie weiter. Beim nächsten führte am Ende eine Steigleiter nach oben. "Die Leiter führt in eine Krypta auf dem Friedhof. In Notfällen kann man dadurch schnell in die Zisterne zurückkommen. Aber immer drauf achten das einen niemand sieht, wenn man die Krypta betritt." Akkirah nickte ernst.
"Jeder hat hier unten ein Bett und eine Truhe für sich. Auch wenn wir Diebe sind, haben wir doch so viel Ehre Brüder und Schwestern der Gilde nicht zu bestehlen. Man kann also unbesorgt hier etwas deponieren." Er zeigte auf ein Bett. "Ich selbst lebe auch hier unten und schlafe dort."

Dann ging er weiter. Sie kamen wieder zum Gang der zur zersplitterten Flasche führte. "Das Bett hier ist noch frei. Wenn ihr wollt ist es euer, wobei ich denke ihr werdet lieber in eurem Haus leben." Sie nickte nur. Dann kamen sie zum letzten Gang. "Hier geht es zu unserem Übungsraum, wo alles Mögliche trainiert werden kann." Sie folgten dem Gang bis zur Trainingshalle. Hier waren zwei weitere Mitglieder der Diebesgilde und übten jeder für sich.

"Vipir, Saphir, darf ich euch", er sah Akkirah grinsend an, "Akkirah, unser neues Mitglied vorstellen?" Saphir sah sie an: "Wir hatten schon das Vergnügen." Akkirah war etwas unsicher wie sie reagieren sollte. Aber Saphir lachte. "Ich bin nicht nachtragen, Kleines. Es freut mich das ihr nun zu uns gehört." Akkirah lächelte. "Danke, ich werde sicherlich einige Zeit brauchen um mich einzuleben." "Auch von mir Willkommen in unserer Gilde", meldete sich Vipir zu Wort. Solltet Übung beim Taschendiebstahl brauchen könnt ihr euch jederzeit an mich wenden." "Auch euch danke ich. Bisher habe ich mich so gut wie nicht mit Taschendiebstahl beschäftigt. Ich werde aber wenn es Not tut, auf euer Angebot zurückkommen."

"Die restlichen Gildenmitglieder werdet ihr im Laufe der Zeit schon noch kennen lernen. Nun lasst uns wieder in die Zersplitterte Flasche gehen. Ich schulde euch ja immer noch etwas Wein." Er sah sie lächelnd an. Akkirah nickte. "Außerdem habe ich Hunger. Und Vekkel hat Hirschgulasch gekocht. Das müsst ihr probieren. Ich hoffe Delvin hat nicht schon alles weggegessen." Akkirah musste lachen. Dann folgte sie Brynjolf zurück in die Taverne.

"Vekkel, wir haben Hunger, bringt uns bitte etwas von eurem hervorragenden Hirschgulasch." Vekkel nickte. "Und etwas von dem Alto-Wein für die Dame und für mich einen einfachen Met.
"Setzt euch zu uns", sagte Delvin, "wir haben auch gerade etwas zu Essen bestellt."
"Gerne, wir müssen eh einiges besprechen." Er setzte sich an den Tisch der beiden und Akkirah tat es ihm nach. "Sie ist nun eine von uns." "Etwas anderes hätte ich auch nicht erwartet", meinte Vex. "Willkommen im Club." "Danke"

Vekkel kam mit dem Essen für die vier. "Die Getränke kommen gleich nach."
Während des Essens erzählten ihr die anderen drei, was sie da ein oder andere mal auf ihren Touren erlebt hatten und auch teilweise wie sie zu der Gilde gekommen waren.

Delvin war schon sehr lange dabei. Er war gemeinsam mit Mercer damals zu der Gilde gestoßen. Leider hatte er aber irgendwann Mal vor langer Zeit das Pech gehabt und hatte während einer Unternehmung jemanden töten müssen. Daraufhin wurde er für mehrere Jahre aus der Gilde ausgeschlossen. Aber es gelang ihm zu beweisen, dass er andere Fähigkeiten hatte, bei denen er nicht mehr draußen tätig sein musste und innerhalb der Gilde viel organisieren konnte. Daher hatte Mercer ihn wieder aufgenommen. Das erstaunte Akkirah. Sie hätte Mercer anders eingeschätzt und gedacht er würde einen alten Freund fallen lassen. Vielleicht sollte sie ihre Meinung über den Gildenmeister doch noch mal überdenken.
Vex tauchte eines Tages wie aus dem nichts auf. Ihr Fähigkeiten in Gebäude einzusteigen ohne bemerkt zu werden waren großartig. Dazu konnte sie auch hervorragend mit ihrem Schwert umgehen. Es gab wohl außer Mercer keinen, der besser als sie damit war. Ansonsten schwieg sie über ihre Vergangenheit.
Auch Bryn gab nicht viele Details von sich preis. Er würde es ihr erzählen, wenn sie sich besser kannten und hoffentlich dann auch zusammen gekommen waren. So sagte er nur das er aus Markath stammte, hier ins Waisenhaus kam, abhaute und dann den Weg in die Diebesgilde fand, wo er sich zu seiner jetzigen Position als Gildenzweiter hochgearbeitet hatte und für die Neulinge die Verantwortung trug. Akkirah konnte kaum etwas aus ihrer Vergangenheit erzählen, auch wenn sie wollte. Ihr Gedächtnis ließ sie da immer noch im Stich. So verging die Zeit wie im Flug und irgendwann war es nach Mitternacht. Akkirah hatte sich zwar versucht mit dem Wein zurück zu halten, aber Vekkel hatte ihren Krug immer wieder gefüllt. Trotzdem sagte sie irgendwann, es wäre Zeit für sie zu gehen.

"Kommt, Mädchen, ich zeige euch einen weiteren Geheimen Gang der nach draußen führt. Er endet in der Nähe der Ställe von Rifton. Von dort könnt ihr unbemerkt in euer Haus gelangen."
"Danke, Bryn."
Sie verabschiedete sich von den anderen und wünschte ihnen eine gute Nacht. Brynjolf führte sie durch die geheimen Gänge, bis sie an dem Spalt im Felsen hinauskamen. Er ging vor und schaute, ob die Luft auch wirklich rein war. Dann durfte auch sie hinaus kommen. Die Nacht war Sternenklar. Brynjolf hätte Akkirah am liebsten in die Arme genommen. Aber er merkte, als er ihre Hand ergriff, dass sie sich dabei unwohl fühlte und verspannte. Also ließ er es lieber. "Ich bringe euch noch zu eurem Haus und dann gehe ich zurück", sie nickte. So brachte er sie nach Hause. Er nahm ihr aber das Versprechen ab, morgen Früh zur Zersplitterten Flasche zu kommen. Er wolle mit ihr, Delvin und Vex über ihre zukünftigen Aufgaben sprechen. Sie nickte und ging dann alleine die Treppen zu ihrem Haus hoch.