016 Bestienblut 2
016 Bestienblut 2 PDF 
Geschrieben von: CKomet   
30.12.15 um 17:00 Uhr
Akkirah fand Kodlak wie meist in seinem Zimmer sitzen und lesen. Als er sie eintreten sah, legte er sein Buch sofort zur Seite: "Ich freue mich, das ihr zurückgekehrt sein, Mädchen. Farkas hat mir erzählt was passiert ist und weshalb ihr fort gegangen seid. Es ist aber besser, wenn die anderen weiterhin nicht erfahren, warum ihr fort wart." Er sah sie ernst an. "Was hat euch dazu bewogen zurückzukehren?"

Akkirah senkte traurig den Kopf. "Ich bin wohl auf ähnliche Weise, wie ihr es seid, eine Bestie." Dann erzählte sie ihm, was passiert war und das sie von den Soldaten ehrfürchtig als Drachenblut tituliert wurde. Sie wusste nicht was es damit auf sich hat, sie spürte nur, etwas in ihr hat sich geändert. Sie konnte nicht sagen, ob zum Guten oder Bösen. Sie wusste nur, sie hatte Angst davor. Kodlak nahm ihre Hand und hielt sie fest. "Ihr werdet herausfinden, was es mit der Aufnahme der Drachenseele auf sich hat. Ich für meinen Teil bin auf alle Fälle Froh, das ihr wie da seid." Akkirah lächelte.

Dann verließ sie den Alten und ging in den Schlafsaal. Nadja war gerade am Aufstehen, als Akkirah eintrat. Sie warf ihr wie gewohnt feindselige Blicke zu, die Akkirah aber schon zu ignorieren gelernt hatte. Wie es sich gehörte, grüßte Akkirah sie freundlich bevor sie den Raum wieder verließ und nach oben in die Methalle ging. Nur Farkas war noch da. Vilkas schien raus gegangen zu sein. Farkas stand auf und kam ihr entgegen. Ohne sich großartig Gedanken zu machen wollte er Akkirah in die Arme nahmen, als ihm einfiel das das wohl keine gute Idee wäre. "Ich freue mich, das ihr zurückgekommen seid, Schwester. Ich hatte schon Angst ihr würdet für immer gehen, auch wenn Kodlak sagte, ihr kommt zurück." Akkirah legte ihre Arme um ihn. Er war wie ihr Bruder. Das zu mindestens war das Gute an der Geschichte, die beim Wachturm passiert war, sie konnte sich wieder erinnern, was früher geschehen war und zu den guten Dingen gehörte ihre Familie besonders ihr Bruder. Sie wusste nun auch wieder, warum sie es hasste wenn man sie versuchte festzuhalten oder überraschend in die Arme nehmen wollte. "Ich bin auch froh, wieder hier zu sein, Bruder." Dann trat sie zurück und ging zum Ausgang auf den Hof. Vilkas saß auf einem der Stühle und schien nachzudenken. Als sie zu ihm trat, sah er sie freundlich an. "Es ist schön euch wieder zu sehen, Akki. Was führt euch zu mir?" Verdammt, warum war er nur immer so förmlich? Akkirah wusste einfach nicht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen, aber sie spürte, dass ihm das genauso wenig gefallen würde, wie ihr bisher. Also ließ sie es sein. "Ich bin auf der Suche nach Arbeit. Nun wo ich wieder da bin, möchte ich nicht untätig herumsitzen." Vilkas dachte kurz nach. "Aus Windhelm kann eine Anfrage, dass wir einen Verbrecher wieder einfangen sollen, der dort abgehauen ist. Auf seiner Flucht hat er zwei Leute ermordet. Er ist nicht ungefährlich. Ich wollte eigentlich Nadja und Torvar losschicken, aber es wäre mir lieber, wenn ihr euch gemeinsam mit Torvar darum kümmern könnt Dann können sich Nadja und Ria mit einer Angelegenheit von Aela beschäftigen..." Akkirah sah ihn lächelnd an. "Wo finde ich Torvar? Unten war er nicht." Tilma hat ihn zum Markt geschickt. Er müsste bald zurückkommen."

Und so begann Akkirah ihr Leben bei den Gefährten wieder normal aufzunehmen. Sie hatten den anderen erzählt, das sie für den Jarl, beziehungsweise Farengar unterwegs war und als Belohnung das kleine leerstehende Häuschen unten erhalten hatte. Sie nutzte es aber selten, sondern schlief meist im Gemeinschaftsschlafsaal. Es war so praktischer, wenn sie an den Abenden, wo sie nicht unterwegs war und noch lange mit Kodlak und Vilkas zusammen saß, das sie dann nicht noch wieder zu ihrem Haus hinunter gehen musste. So gingen dann die nächsten Monate ins Land. Häufig zog Akkirah mit Farkas gemeinsam los. Er erinnerte sie immer mehr an ihren Bruder, der nun weit entfernt in Hammerfall lebte. Akkirah konnte ihn auch dazu überreden, das sie Adelante, so oft es ging, auf ihre Touren mitnahm. Sie wollte, dass die Stute lernte, das weder Farkas noch Vilkas für sie eine Gefahr waren. Und mit der Zeit gelang Farkas sogar, Adelante anzufassen ohne das diese davon lief. Akkirah war darüber sehr glücklich.

Auch mit Torvar, Ria und Athis ging Akkirah oft gemeinsam arbeiten. Skjor und Aela nahmen nie andere mit. Entweder gingen beide gemeinsam los, um Aufträge zu erledigen oder sie gingen alleine. Nadja hatte mehrfach versucht, mit den beiden loszuziehen, aber stets eine Abfuhr bekommen. So bleib arbeitete sie dann entweder alleine, was nicht so gerne gesehen wurde oder mit Farkas, Ria oder Torvar zusammen. Akkirah gegenüber war sie weiterhin feindlich eingestellt. Sie bemühte sich zwar es nicht offen zu zeigen, aber alle merkten es. Wäre sie nicht so eine gute Kämpferin, die ihre Arbeit auch gut erledigte, hätte man sie wohlmöglich schon längst rausgeschmissen.

Vilkas zog es weiterhin vor, Jorrvaskr nur selten zu verlassen. Ab und an gelang es Akkirah, ihn dazu zu bewegen, gemeinsam mit ihr auf die Jagt zu gehen, wenn die Fleischvorräte mal wieder aufgefrischt werden mussten. Er sagte dann auch nichts, wenn Adelante hinter ihnen wie ein Hund herlief. Sie hatte durch die Übungen mit Farkas, von denen Vilkas allerdings nichts wusste, ein wenig ihre Scheu vor Werwölfen verloren. Er staunte nur darüber, dass die Stute, wenn es darum ging, sie mit der erlegten Beute zu beladen, nicht mehr vor ihm davon lief.

Eines Nachmittags hatten Vilkas und Akkirah beschlossen gemeinsam etwas zu trainieren. Dazu benutzten sie die stumpfen Trainingsschwerter. Vilkas ging mit einem Zweihänder auf Akkirah los, während sie sich bemühte ihm auszuweichen und mit schnellen Schlägen mit einem leichten Einhänder aus der Deckung zu locken. Aber keiner schaffte es wirklich dem anderen etwas Boden abzugewinnen. Akkirah merkte wie ihr langsam die Puste ausging. Sie bewunderte, wie es Vilkas gelang, seinen Zweihänder immer noch so locker zu halten und mit ihm zuzuschlagen. Als sie erkannte, dass sie den nächsten Angriff nicht überstehen würde, griff sie zu einem fiesen Trick. Sie bückte sich plötzlich und nahm etwas Sand in die Hand und schleuderte ihn Vilkas ins Gesicht. Dieser hatte damit überhaupt nicht gerechnet und geriet aus dem Gleichgewicht. So gelang es Akkirah schnell an seine Seite zu gelangen und ihn einen Hieb in die Kniekehlen zu versetzten, so dass er zu Boden ging.

Dass es so einfach werden würde, das hatte Akkirah nun auch nicht erwartet. Vilkas sah sie im ersten Moment wütend an, doch dann musste er grinsen. Sie ließ ihr Schwert fallen und ging zu ihm und reichte ihm beide Hände, um ihm hoch zu helfen. Als er vor ihr stand hielt er ihre Hände weiter fest. Sie sah ein strahlendes Leuchten in seinen Augen. Aber so schnell wie es gekommen war, verschwand es auch wieder und wich seinem gewohnten traurigen Blick. Er ließ ihre Hände los und drehte sich um, sammelte sein Schwert auf und ging ohne ein Wort zu sagen hoch zur Halle. Akkirah blieb traurig zurück. Würde es immer so gehen? Sie kam aber nicht dazu weiter nachzudenken, denn sie plötzlich rief jemand ihren Namen. Es war Skjor, der etwas von ihr wollte. Sich zwang sich zu Lächeln und drehte sich zu ihm um.
"Was wünscht ihr, Skjor? Habt ihr etwas zu tun für mich?"
"Nicht direkt, Akki, aber ich möchte euch bitten, mich heute Abend in der Tiefenschmiede zu treffen, da werde ich euch mehr sagen."
Sie sah ihn Fragend an.
"Achja, ihr wisst ja nicht wo sich der Eingang befindet. Ich werde hier draußen nach dem Abendmahl auf euch warten wenn es dunkel geworden ist."

Ohne ein weiteres Wort ging auch er nun. Akkirah blieb alleine zurück und wusste nicht was sie sagen sollte. Was war die Tiefenschmiede? Was wollte er ihr dort sagen? Sollte sie Vilkas dazu befragen? Nein, das würde jetzt keinen Sinn haben, er hatte sich zurückgezogen und wünschte alleine zu bleiben. Sie kannte ihn zwischenzeitlich gut genug, um seine Stimmungen zu erkennen und wusste, wann man ihn besser in Ruhe lassen sollte. Farkas und Aela waren auch nicht da, also konnte sie die beiden auch nicht Fragen und Kodlak fühlte sich schon den ganzen Tag unwohl und schlief viel. Nun, nach dem Abendessen würde sie es erfahren.

Vilkas hatte sich gleich in sein Zimmer begeben, nachdem er sich fast fluchtartig vom Hof entfernt hatte. Er hatte sich etwas von dem kalten Fleisch, das Tilma für das Abendessen bereitgestellt hatte, geschnappt und es mit hinunter in sein Zimmer genommen. Nur lag er auf seinem Bett und starrte die Decke an. Wie lange würde es ihm noch gelingen sich von Akkirah fern zu halten, fragte er sich? Verdammt, er war ein Werwolf und damit konnte er keine Bindung zu einem normalen Menschen eingehen. Es war noch nicht allzu lange her, dass er seinem Bruder versucht hatte, davon abzuhalten sich mit Akkirah einzulassen. Wobei er da nicht wusste, tat er es weil er sie selbst begehrte, oder aus Vernunft? Farkas hatte ihn aber beruhigen können. Sie hatte seinem Bruder klar zu verstehen gegeben, das sie in ihm nur einen guten Freund und Bruder sah und nicht mehr. Farkas hatte das akzeptiert und so zogen sie weiterhin wie gute Freunde los.

Er selbst empfand aber mehr für sie. Und er glaubte, dass es ihr nicht anders ging. Als sie ihn heute an den Händen hochgezogen hatte, hätte er sie am liebsten an sich gezogen und in die Arme genommen. Und sie hätte es zugelassen, das wusste er. Er verfluchte sich zum unendlichsten Mal, dass er damals unbedingt Zirkelmitglied werden wollte. Man hatte ihm zwar die Konsequenzen genannt, aber er war damals einfach nur naiv gewesen. Könnte er die Zeit zurückdrehen würde, er heute anders entscheiden. Er wünschte sich, er könne ihr sagen, warum es für sie keine Zukunft geben konnte. Aber das ging nicht, niemand Außenstehendes durfte etwas davon wissen. Er hatte einmal den Fehler gemacht es zu verraten, das würde er nie wieder machen.

Akkirah traf sich am Abend mit Skjor auf dem Trainingsplatz und gemeinsam begaben sie sich zu der Tiefenschmiede, dessen Eingang für Uneingeweihte nicht zu erkennen war. Drinnen erwartete sie eine Überraschung. Aela stand in ihrer Werwolfsgestalt vor einer großen Schale. Skor beobachtete Akkirahs Reaktion auf Aela und lächelte nur, weil sie scheinbar keine Angst verspürte. Er wusste ja auch nicht, das Akkirah schon bekannt war, das es sich bei den Mitgliedern des Zirkels um Werwölfe handelte.

Dann sprach er den Grund ihrer Zusammenkunft an. Er und Aela waren von Akkirahs Art und ihren Fähigkeiten im Kampf genauso überzeugt, wie die Zwillinge und Kodlak es waren und sind zum Entschluss gekommen, das Akkirah ein Wertvolles Mitglied im Zirkel werden würde. Da sie wussten, das Kodlak und somit auch die Zwillinge ihr Tun hier nicht gutheißen würden, hatten sie Akkirah heimlich herbestellt, um ihr zu unterbreiten, Mitglied im Zirkel zu werden. Dieses würde aber Vorraussetzen, das sie wie sie werden müsste, also dass auch durch ihre Adern müsse das Blut der Bestie fließen.

Mit allem Möglichen hätte Akki gerechnet, aber nicht damit, dass man sie im Zirkel aufnehmen wollte. Sie stand unschlüssig da und wusste erst mal nicht wie sie reagieren sollte. Dann dachte sie an Vilkas und das er ja auch ein Werwolf sei. Vielleicht würden sie einander endlich näher kommen, wenn auch sie einer wäre und sie ihn damit besser verstehen könnte. Also entschloss sie sich, das Geschenk oder den Fluch, je nachdem wie man es sah anzunehmen.

Skor nahm sein Schwert und schnitt Aela den Arm auf, so dass ihr Blut in die Schale floss. Akki holte tief Luft und trank dann von dem Blut. Die Verwandlung in einen Werwolf war beim ersten Mal nicht einfach und mit großen Schmerzen verbunden. Dank der inneren Stärke, die sie durch die Drachenseele gewonnen hatte, schaffte sie es aber bei Verstand zu bleiben. Nachdem sie ihre Gestalt geändert hatte, lief eine Zeitlang planlos durch die Gegend, riss ein Kaninchen und dann war der Spuk auch schon wieder vorbei. Sie kam neben Aela an einem Ort, von dem sie nicht wusste, wie sie dort hingeraten war wieder zu Verstand. Aela lächelte stolz und sagte sie hätte alles gut überstanden, wenn es auch recht schwer war. Dann sagte sie ihr, dass sie sich bei einem Unterschlupf der Silbernen Hand befänden und Skor schon mal vorgegangen war um die Lage zu prüfen.

Akkirah hatte eine mulmiges Gefühl in der Magengegend, wusste aber nicht ob's daran lag, das sie gerade zuvor noch ein Werwolf war, oder weil etwas anderes nicht stimmte. Vorsichtig schlichen sie um das Versteck und töteten die sich dort aufhaltenden Mitglieder der Werwolfjäger. Sonderlich wohl fühlte sich Akki bei der Tat nicht, denn obwohl sie nun ihre Feinde waren, hatten sie ihr eigentlich ja nichts getan und somit gab es für sie an sich keinen Grund sie umzubringen. Im Inneren der Festung waren noch mehr Leute der Silbernen Hand zu finden. Da es keine Chance gab an ihnen vorbei zu schleichen, mussten sie sie letztendlich auch töten. Wobei Aela eh nie versucht hätte, ohne Blutvergießen an ihnen vorbeizukommen.

So drangen sie dann bis ins Herz der Festung vor, wo der Anführer zu finden war. Aber kein Lebenszeichen von Skor. Selbst zu zweit hatten sie große Mühe gegen den Anführer der Silbernen Hand zu bestehen, zumal der nicht alleine war. Letztendlich schaffte sie es dann aber. Und dann fanden sie Skor. Alleine hatte er keine Chance gegen die Übermacht gehabt und war von ihnen getötet worden. Aela stieß einen wilden tierischen Schrei aus, in dem all ihre Trauer und Wut zu spüren war und Akkirah war einfach nur erschüttert und konnte kein Wort von sich geben. ‚Skjor, warum nur', dachte sie. ‚Wart ihr wirklich nur so Leichtsinnig? Oder war es Absicht euer Leben so zu beenden?' Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie hatte Skjor gerne gemocht. Nie war er anderen gegenüber unfair gewesen. Immer hatte auch er ein offenes Ohr, wenn jemand ein Problem hatte. Akkirah wusste, das Kodlak ihn als seinen Nachfolger gesehen hatte. Sie hatte mal zufällig und unbeabsichtigt ein Gespräch der beiden mitbekommen, in dem Kodlak so etwas sagte. Und nun lag Skjor hier tot vor ihren Füssen.

Nach einigen Minuten sagte Aela, sie würden gemeinsam den Tod von Skor rächen. Akkirah hatte Aela noch nie so blass gesehen. Sie wusste, dass die beiden sich immer sehr Nahe gestanden haben. Akkirah nahm Aela in die Arme. Aber sie konnte sie nicht trösten. Wie auch, wenn ihr eigenes Herz vor Trauer um einen guten Freund zerspringen wollte. Nach einer Weile bat Aela Akkirah, sie alleine zu lassen. Akkirah müsse zurück nach Jorrvaskr gehen und den anderen die Nachricht von Skjors tot überbringen. Sie selbst würde ihn an einem geheimen Ort begraben, so wie Skjor es gewünscht hatte. Akkirah sah Aela lange ernst an. konnte sie ihre Schildschwester wirklich in ihrer Trauer alleine lassen, oder würde sie auch eine Dummheit begehen? "Macht euch keine Sorgen um mich, ich werde nichts tun um meinen leben vorzeitig ein Ende zu bereiten. Und nun geht und last mich alleine mit Skjor. Wenn ihr die anderen benachrichtig habt, dann sucht Trevas Wacht auf. Dort befindet sich ein weiteres Fragment von Wuuthrad und wohlmöglich Pläne, was die Silberne Hand noch vorhatte. Ihr müsst es beschaffen und tötet dabei so viele Mitglieder der hand wie ihr nur könnt." Akkirah lief es eiskalt über den Rücken, als Aela die letzten Worte tonlos hervor brachte. Aber sie versprach ihr, nach dem Fragment und den Plänen zu suchen.

Voller Trauer im Herzen kehrte Akkirah zunächst erst mal zurück nach Jorrvaskr, um den anderen vom Tode Skjors zu unterrichten. Zunächst traf sie im Hof auf Farkas. Dieser war als sie es ihm sagte, sehr aufgewühlt und wollte zunächst mit seinem Bruder sprechen. Dazu kam, dass er erkannte, was mit ihr geschehen war. Sie war zu einem der ihren geworden. Er konnte es riechen. Und das gefiel ihm überhaupt nicht. Und er ahnte, dass es Vilkas noch viel weniger gefallen würde. Akkirah bat Farkas, etwas zu warten, bevor er sich zu seinem Bruder begab. Sie wollte es Vilkas selbst sagen. Er nickte traurig. Akkirah ging hinunter in die Wohnquartier und Farkas folgte ihr kurze zeit später.

Vilkas war in seinem Zimmer zu finden. Er bemerkte sofort dass etwas anders an ihr war, denn Als Werwolf konnte er es riechen. Sie war kein Mensch mehr. Sie war nun wie er, eine Bestie. Er wusste nicht was über ihn kam, aber er schrie sie außer sich vor Wut an, was ihr nur eingefallen wäre, sich in einen Werwolf verwandeln zu lassen. Ohne nachzudenken packte er sie am Arm und wollte ihr eine Ohrfeige verpassen. Akki war entsetzt über diese Reaktion, denn mit allem hätte sie gerechnet, aber nicht damit. Sie sah Angstvoll in sein Gesicht und sah die Wut und gleichzeitig Trauer in seinen Augen stehen. Sie versuchte sich loszureißen, denn sie geriet in Panik. In diesem Moment trat glücklicherweise Farkas ein, der seinen Bruder vorsichtig von Akkirah wegdrängte, bevor Vilkas noch dazu kommen würde seine Hand gegen sie zu erheben. Farkas warf ihr einen Blick zu der sagte "geht besser" und das tat sie dann auch.