02 Helgen
02 Helgen PDF 
Geschrieben von: CKomet   
15.01.16 um 22:04 Uhr

Nanija trug eine schäbige einfache Fellrüstung, als sie die Gegend von Dunkelwasserkreuzung erreichte. Sie hatte neben ihrem Rucksack, der nur einen Satz Kleidung zum Wechseln und ein paar Lebensmittel beinhaltete, nur einen Bogen und ein langes Jagdmesser bei sich. Sie sah aus wie eine einfache Jägerin, die schon längere Zeit unterwegs war. Sie hielt sich meist neben der Straße, so wie man es ihr geraten hatte. In der Nähe von Dunkelwasserkreuzung schlug Nanija dann in dem dichten Gebüsch ihr Nachtlager auf. Sie konnte in der Nacht hören, wie sich Soldaten an ihr vorbei schlichen. So würden die Sturmmäntel sie bestimmt entdecken, bevor man ihnen zu nahe kam, dachte Nanija nur. Im Morgengrauen wurde dann der gerade einsetzende Gesang der Vögel durch die überraschten Schreie der überfallenen Sturmmäntel unterbrochen. Na, scheinbar waren die Soldaten doch besser als sie dachte. Es dauerte nicht lange, dann tauchten auch die ersten Soldaten bei ihrem Lager auf.  Nanija sprang auf und wollte wie man es ihr aufgetragen hatte flüchten. Sie wurde aber von zwei Kaiserlichen aufgehalten, die Umgebung absuchten.

„Was macht ihr hier?“ Fragte einer der Männer sie.

„Ich habe hier übernachtet.“

„Warum ausgerechnet hier? Gebt zu, ihr wolltet euch mit Ulfric und seinem Männern treffen.“

„Wie kommt ihr darauf? Ich bin eine einfache Jägerin und habe mit den Ulfric und seinen Mannen nichts zu schaffen. Ich wusste nicht einmal das sie hier sind.“

„Das könnt ihr dem General selbst erklären. Ihr kommt nun erst mal mit uns.“

„Ich denke nicht dran.“

Nanija versuchte den Männern zu entkommen, aber sie waren schneller und hielten sie fest. Sie wehrte sich so gut sie konnte, naja so gut sie durfte, weil ansonsten wäre sie wirklich entkommen, was aber nicht geplant war. Einer der beiden Männer schlug sie mit seinem Schwertknauf nieder und dann schleppte man sie zu den anderen Gefangenen, nachdem man sie durchsucht und ihr die wenigen Habseligkeiten und Waffen abgekommen hatte.

„Die hier haben wir gerade dort hinten in den Büschen gefangen. Sie ist bestimmt eine Spionin von Ulfric. Sie hat versucht abzuhauen, aber wir haben sie ergreifen können.“

„Bringt sie rüber zu den anderen.“

Man schleifte Nanija zu den gefangenen Sturmmänteln und ließ sie dort einfach liegen.

Erst lange Zeit später kam Nanija wieder zu sich. Die Mittagszeit war schon seit einiger Zeit vergangen und die Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch die Blätter des Waldes. Sie fluchte innerlich. Dieser verdammte Soldat hatte härter zugeschlagen als Not tat. Ihr brummte wie wild der Schädel. Das Geschüttel von dem Wagen, auf dem sie sich befand, trug nicht unbedingt dazu bei, das ihre Schmerzen nachließen. Langsam schlug sie die Augen auf. Sie sah dass sie sich wirklich auf einer Kutsche befand. Man hatte ihr die Hände gefesselt. Sie dachte nur, was für Idioten waren denn das nur. Hände gehören hinter dem Rücken gefesselt und nicht vorm Bauch. Zu Mindestens war es so bequemer. Um sie herum saßen noch drei weitere Gefangene auf der Kutsche. Vor ihnen war eine weitere Kutsche mit weiteren Gefangenen. Vor und hinter den Kutschen waren jeweils vier berittene Soldaten.

Der Mann neben ihr musste Ulfric sein, denn man hatte ihn noch zusätzlich genebelt. Er trug auch im Gegensatz zu den anderen Männern und Frauen nicht die typische blaue Sturmmantelrüstung, sondern teure Kleidung. Ihr gegenüber saß ein junger kräftiger blonder Nord. Er unterhielt sich mit dem schmächtigen kleinen Mann der neben ihm saß. Dieser war anscheinend ein Pferdedieb, der zur falschen Zeit am falschen Ort war und gemeinsam mit den Sturmmänteln gefangen wurde. Aus dem Gespräch zwischen den beiden Männern erfuhr Nanija, das der Nord ihr gegenüber Ralof aus Flusswald war und der Pferdedieb Lokir aus Rorikstatt stammte. Nanija wünschte sich freie Hände zu haben und ein Messer in der Hand. Nichts würde sie jetzt lieber machen, als den beiden Mitgefangenen die Kehlen aufzuschlitzen. Besonders Ulfric, den Anführer der ihr verhassten Sturmmäntel.

Als Ralof bemerkte das sie zu sich kam, wandte er sich an Nanija. „Wie geht es euch? Ihr wart ja mehrere Stunden bewusstlos." Seine hellblauen Augen sahen sie besorgt an und er versuchte trotz der Situation zu lächeln. "Wer seid ihr und was hattet ihr hier zu suchen?“

Nanija überlegte einen Moment, bevor sie antwortete. „Nanija. Ich bin Jägerin. War lange  Zeit in Cyrodiil bei Verwandten und wollte nun wieder nach Hause.“ Sie versuchte freundlich zu klingen. Am liebsten hätte sie Ralof angefaucht und ins Gesicht gespuckt.

„Da habt ihr euch aber einen schlechten Moment ausgesucht für eure Rückkehr. Ich befürchte, man hält euch für eine Spionin, die für uns arbeitet. Eigentlich hatte ich erwartet, dass man uns nach Cyrodiil bringen würde, in die Kaiserstadt, wo man uns zur Schau stellen würde, aber man scheint sich anders entschieden zu haben. Man bringt uns nach Helgen. Dort hinten kann man schon die ersten Häuser der kleinen Stadt sehen.“

Bei den Worten zuckte Nanija etwas zusammen. Helgen? Es war doch geplant, dass sie wirklich in die Kaiserstadt gebracht werden sollten. Hatte man den Plan geändert? Sie versuchte ruhig zu bleiben und sich die Unruhe die sie nun befiel, nicht anmerken zu lassen. Glücklicherweise wurde Ralof durch den rumjammernden Pferdedieb wieder von ihr abgelenkt. Nanija atmete durch. Was hatte die Planänderung hervorgerufen? Sie sollten kurz vor der Grenze von Cyrodiil die Gelegenheit zu Flucht bekommen. Warum ging es nun nach Helgen? Das lag in die andere Richtung.

Wenige Minuten später fuhren sie in die Stadt ein. Das alte Holztor war weit geöffnet und auf jeder Seite standen zwei kaiserliche Soldaten. Gegen über von dem Tor erkannte Nanija General Tullius, der dort  mit ein paar Thalmor stand. Er stritt sich scheinbar mit diesen Hochelfen über irgendwas, was man an der Art der Gesten die er vollführte erkennen konnte. Sie hatte ihn in Einsamkeit ein paar Mal gesehen und hoffte, dass er sie nicht erkannte. Das sich hier die Thalmor befanden, kam ihr aber komisch vor. Waren sie der Grund für die Planänderung? In der Kaiserstadt in Cyrodiil hatte sie häufig Thalmor gesehen. Alle versuchten den arroganten Hochelfen so gut es ging aus dem Weg zu gehen. Denn viele von ihnen konnten sehr gut mit Magie umgehen und sie zögerten auch selten das zur Schau zu stellen. Ursprünglich dachte Nanija, das alle Hochelfen mit den Thalmor gleichzusetzen waren, aber sie hatte gelernt, dass es sich nur um eine mächtige Gruppierung einiger hoher und mächtiger Häuser der Elfen handelte. Diese fühlten sich den andren Völkern gegenüber überlegen und ließen selbst ihr eigenes Volk spüren, dass sie nichts für sie übrig hatten. Aber das sie sich hier in der sogenannten Provinz aufhielten war doch recht verwunderlich.

Nanija versuchte sie genauer zu sehen, weil sie wissen wollte ob sie jemanden von ihnen erkennen würde. Anfangs als sie in die Kaiserstadt kam, sahen für sie die Hochelfen fast alle gleich aus. Aber im Laufe der Zeit konnte sie die feinen Unterschiede erkennen. Aber von den hier anwesenden kannte sie keinen. Sie sah, wie sich ein paar Kinder neugierig an die Thalmor heranschlichen. Aber als sie die Kutschen ankommen sahen, entschieden sie, dass die Leute auf den Kutschen doch Interessanter zu sein schienen und liefen ihnen hinterher.

Vor der großen Kaserne beim Gasthof machte der Gefangenentransport  halt. Man wies die Gefangenen an, die Kutschen zu verlassen und sich davor auf zu stellen. Auf der Veranda des Gasthaus hatten sich einige Bewohner des Ortes versammelt, um den Schauspiel das sich hier bot zuzuschauen. Zwei der Frauen riefen ihre Kinder zu sich, als sie sahen, dass sie sich bei den Kutschen rumtrieben. Wiederwillig folgten die Kinder und gingen mit ihren Müttern nach Hause. Die größeren gesellten sich zu den Leuten auf der Veranda.

Kurz darauf kamen aus dem Gasthof ein weiblicher Hauptmann sowie ein einfacher Soldat mit einer Liste. Nanija wurde blass. Aber dank dessen, das sie eh schon die ganze Zeit keine Farbe im Gesicht hatte, fiel es nicht großartig auf. Der Soldat war Hadvar aus Flusswald. Als er sie ansah stutzte er. Sie versuchte ihm durch ein kaum merkliches Kopfschütteln verstehen zu geben, das er sie nicht erkennen durfte. Und er verstand es. Nanija war erleichtert. Dann nahm Hadvar die Liste und begann die Namen, die darauf standen vorzulesen.

Die aufgerufenen Männer und Frauen stellten sich auf dem großen Platz vor dem Richtblock auf. Als der Pferdedieb an die Reihe kam, nahm dieser seine Beinen in die Hand und versuchte zu fliehen. Weit kam er aber nicht, denn er wurde von mehreren Pfeilen der Wachen durchbohrt. Dann war Ralof an der Reihe. Als Hadvar den Namen vorlas, sah man ihm an das er sich unwohl dabei fühlte. Er und Ralof waren als Kinder die besten Freunde gewesen und hatten früher oft gemeinsam die Wälder rund um Flusswald unsicher gemacht. Erst als sie älter wurden gingen sie getrennte Wege. Hadvar schloss sich den kaiserlichen Truppen an und Ralof ging nach Windhelm zu den Sturmmänteln.

„Es tut mir leid Ralof, das wir uns so wieder treffen müssen.“ Hadvars Stimme merkte man die Trauer um seinen ehemaligen Freund an. Er wollte noch was sagen, aber das ungehaltene Räuspern des Hauptmanns ließ ihn verstummen.

„Glaubt mir, mir auch.“ Ralof versuchte zu lächeln.  Dann begab er sich zu den anderen Sturmmänteln hinüber. Hadvar sah ihm bedauernd nach. Dann sah Hadvar wieder auf seine Liste. Ein erleichtertes Lächeln zog über sein Gesicht. Dann warf er einen Blick zu dem Hauptmann neben sich. „Sie steht nicht auf der Liste.“ Hadvar sah Nanija lächelnd an. Diese stand mit versteinerter Miene da, ohne etwas von sich zu geben.

Dann hörte man die schneidende Stimme des Hauptmanns: „Sie geht zum Block, genau wie die anderen. Sie soll ihren Namen und ihre Herkunft angeben, damit ihr es eintragen könnt.“

Hadvar wollte protestieren, aber der Blick des Hauptmanns ließ ihn verstummen. Die Frau drehte sich um und trat an die Seite des Henkers, um einen besseren Blick bei den Hinrichtungen zu haben.

„Wie ihr wollt“, knurrte er leise und fragte dann Nanija laut: „Euer Name und wo kommt ihr her?“

„Nanija, hinteres Bergland  von Dämmerstern.“

Hadvar notierte zögernd die Angaben auf seiner Liste und dann musste Nanija sich zu den anderen begeben. In der Zwischenzeit war auch General Tullius zum Platz gekommen. Von den Thalmor war aber nichts mehr zu sehen. Nanija war darüber etwas verwundert. Denn was machten sie hier, wenn sie nicht da waren um der Hinrichtung von Ulfric und seinen Leuten bei zu wohnen? Und warum stand sie selbst überhaupt noch hier? Die Mission war geändert worden. Man wollte die Sturmmäntel nicht mehr entkommen lassen. Also konnte sie doch ihre Rolle aufgeben.

Während sie darüber nachdachte, was sie tun sollte, hatte eine Priesterin begonnen die Sterbesakramente vor zu tragen. Einem der Sturmmäntel war das zu viel. Er wollte es hinter sich bringen und fuhr die Priesterin an, aufzuhören und begab sich freiwillig zum Block. Der Henker verrichtete seine Arbeit schnell. Nanija war die Nächste die zum Block geschickt wurde. Als sie das erste Mal aufgerufen wurde, reagierte sie nicht. Erst als einer der Soldaten ihr die Spitze seines Langschwerts in den Rücken bohrte, wurde ihr bewusst, dass sie an der Reihe war. Langsam, wie ohne wirklich zu wissen, was sie tat, ging sie willenlos in zu dem Holzklotz, vor dem der Henker mit seiner Axt riesengroß wirkte. Sein Gesicht konnte man nicht erkennen, denn er trug eine Maske.

Noch während sie langsam zum Block ging, hörte man in der Ferne ein merkwürdiges Geräusch. Halb schreien, halb donnern. Alle sahen in den Himmel, aber da war nichts zu erkennen. Nur ein paar Wolken begannen aufzuziehen. Nanija ging langsam weiter und blieb dann vor dem Block stehen. Sie sah hoch in den leicht bewölkten Himmel. Ihre Ausbildung war wirklich gut gewesen, dachte sie in dem Moment. Normalerweise müsste sie jetzt bekanntgeben, dass sie unschuldig sei. Aber das würde irgendwo dem wiedersprechen, was man sie in den letzten viereinhalb Jahren  gelehrt hatte. Ihre Tarnung aufrecht halten bis in den Tot, wenn es sein musste. War das Ganze hier jetzt möglicherweise eine Prüfung, um zu sehen, ob sie wirklich bereit dazu war?

Hadvar sah Nanija entsetzt an, als sie sich niederkniete. Er wollte gerade etwas sagen, als sich der Himmel urplötzlich verdunkelte und ein riesiges geflügeltes Wesen auf dem Turm neben dem Platz mit dem Richtblock landete. Von der Veranda des Gasthaus hörte man entsetzte Schreie. Der Henker ließ sein Beil sinken und starte das Wesen Ehrfurchtsvoll an. Dann hörte man ein Wort aus dem Maul des Wesens und eine kraftvolle Druckwelle riss alle umstehenden von den Beinen. Dann erhob sich der schwarze Drache wieder in die Luft und begann mit Feuerbällen um sich zu werfen. Nanija lag wie betäubt und etwas orientierungslos neben dem Richtblock, an dem sie sich den Kopf gestoßen hatte. Es war Ralof der ihr auf die Beine half. „Kommt, Mädchen, wir müssen hier weg. Folgt mir zum Turm dort drüben.“

Nanija wusste nicht, wie sie es schaffte zum Turm hin über zu gelangen. Dort drinnen befanden sich die restlichen Strummäntel mit ihrem Anführer Ulfric. Die meisten hatten sich schon von ihren Fesseln befreit. Aber es blieb ihnen keine weitere Zeit auch Nanija davon zu befreien. Nanija lief wie man ihr sagte, gemeinsam mit einem weiteren Mann die Treppe des Turmes hoch. Plötzlich wurde ein Loch in die Mauer gerissen und der Kopf des Drachens kam zum Vorschein und spie einen Feuerstrahl, der den Mann vor ihr erwischte und die geländerlose Treppe herabstürzen ließ. So schnell wie er aufgetaucht war verschwand der Kopf des Drachen wieder. Ralof, der ihr mit zwei weiteren Männern gefolgt war stand vor dem Durchbruch. „Wir müssen dort rüber springen. Von dort aus sollten wir fliehen können. Los macht schon.“ Er zeigte auf den zerstörten Gasthof.

Von unten waren Schrei zu hören und das aneinanderschlagen von Stahl. Ein paar Soldaten schienen zum Turm gekommen zu sein und griffen Ulfric und seine Krieger dort an. Nanija zögerte kurz, doch dann sprang sie. Da ihre Hände aber noch gefesselt waren, konnte sie kein Gleichgewicht finde und stützte unglücklich bei der Landung zu Boden. Sie rappelte sich wieder auf und lief zur Mitte des Hauses. Der Treppenaufgang war zertrümmert und sie sah unten einen Kaiserlichen stehen. Dort hinabzuspringen war keine gute Idee, dachte sie und lief weiter zum Ende des Hauses. Hier war die Außenmauer komplett zerstört. Wegen des Rauchs konnte sie kaum was sehen. Sie hoffte das niemand unten war und sprang hinab. Dabei knickte sie sich ihren Fuß um. Nanija fluchte. Das hatte ihr jetzt noch gefehlt. Sie untersuchte den Fuß kurz und spürte dass er dicker wurde. Sie konnte durch ertasten aber nicht erkennen, ob etwas gebrochen war. Sie biss die Zähne zusammen und humpelte nach draußen.

Nanija sah sich um. Der Drache hatte den Turm wieder angegriffen, so  dass die anderen Gefangenen es vorzogen noch zu warten, bevor sie aus dem Turm sprangen. Da sie nicht zurück konnte, beschloss Nanija erst mal weiter zu laufen und sich in Sicherheit zu bringen. Kurz hinter den Überresten des Gasthofs  stieß sie auf Hadvar, der gerade einen kleinen Jungen in die Obhut eines Manns übergab.

„Nanija“, rief Hadvar sichtlich erleichtert, als er sie auf sich zukommen sah. „Ihr lebt noch.“

„Sieht wohl so aus“, antwortete Nanija und sah sich um, ob doch einer der Sturmmantelkrieger zu sehen war. Diese mussten nicht mitbekommen, dass sie einen Kaiserlichen kannte. „Könnt ihr mir die Fesseln aufschneiden?“ fragte sie, als sie sich sicher war das keiner sie beobachtete.

Hadvar nickte. Er zog sein Messer und zerschnitt ihr die Fesseln. Dann tauchte der Drache über ihnen auf und Hadvar rief ihr zu: „Kommt, wir müssen General Tullius finden“, und stürmte davon. Nanija folgte ihm. Sie war im Moment etwas unschlüssig was sie tun sollte. Sie sah sich nochmal um, ob zwischenzeitlich die Sturmmäntel auch in den Gasthof hinab gesprungen waren, aber da war niemand zu sehen. Also folgte sie Hadvar. Hadvar und sie mussten an einer Mauer vor dem Drachen in Deckung gehen. Als Hadvar weiterstürmen wollte hielt ihn Nanija kurz zurück. Er war der einzige den sie hier kannte und sie hatte ihm immer schon vertraut. Also beschloss sie ihm die Wahrheit zu sagen.

„Hadvar. Ihr sollt wissen, dass ich keine Verräterin bin. Ich soll mich den Sturmmänteln anschließen und so an Informationen rankommen. Niemand darf davon wissen. Weder unsere Kameraden, noch die Männer von Ulfric. Dafür wurde ich die letzten vier Jahre in Cyrodiil ausgebildet.“

Hadvar nickte „Daher wart ihr plötzlich verschwunden. Ich hatte mich schon gefragt, wo ihr abgeblieben wart. Es hieß immer nur, ihr hättet die Armee wieder verlassen, weil ihr den Anforderungen nicht gewachsen wart. Aber dann hättet ihr euch bestimmt verabschiedet und wärt nicht einfach davon gegangen.“

Nanija sah ihn an und nickte. „Ja, man sagte mir, ich solle ohne aufheben meine Sachen packen und abreisen. Es tut mir leid, ich hätte mich gerne von euch verabschiedet.“ Sie lächelte ihn an. Dann fuhr sie ernst fort:

„Irgendwas wurde an dem Plan geändert. Es war nicht geplant nach Helgen zu kommen. Wir sollten Richtung Cyrodiil gehen und unterwegs fliehen.“

„Der Befehl euch hierher zu bringen kam ganz kurzfristig. Ich weiß auch nicht von wem. Ursprünglich hieß es, wir  sollten euch in die kaiserliche Hauptstadt bringen.“

„Danke. Lasst und nun weiter gehen. Und wenn wir auf Sturmmäntel treffen, werde ich zu ihnen gehen.“

„Tut das nicht Nanija, kommt mit mir zurück nach Einsamkeit.“ Er sah sie bittend an und ergriff ihre Hand. „Niemand wird euch Vorwürfe machen können, da der Plan ohne euer Wissen geändert wurde.“

Einen kurzen Moment zögerte Nanija, bevor sie Hadvar ihre Hand entzog. Sie ignorierte die Stimme, die tief in ihr flüsterte, ‚Geht mit ihm‘. Bedauernd sah sie Hadvar an.

„ Es tut mir leid, ich kann nicht. Ich wünsche euch daher jetzt schon mal alles Gute, Hadvar.“

„Ich euch auch, meine Freundin. Passt gut auf euch auf.“

Dann liefen sie beide weiter. Die meisten Soldaten von Helgen waren dabei den Drachen mit Pfeilen zu beschießen, die aber kaum durch seine dicken Schuppen kaum durch und prallten wirkungslos ab. Auf ihren Weg durch die Stadt sahen Hadvar und Nanija viele Bürger und Soldaten, die durch das Feuer des Drachens getötet worden waren. Und es war nicht nur Drachenfeuer, das die Stadt zerstörte. Es war als hätte sich der Himmel geöffnet und einen Meteorschauer aus brennenden Steinen auf den einstmals beschaulichen Ort geschleudert. Nur Drachenfeuer konnte nicht so einen Schaden anrichten. Aber weder Nanija noch Hadvar hatten Zeit sich über die Art der Zerstörung Gedanken zu machen. Immer mehr kaiserliche Soldaten verloren nun ihr Leben durch das Drachenfeuer.

Immer wieder die Deckung der zerstörten Häuser ausnutzend, erreichten die beiden das andere Ende der Stadt. Dort trafen sie ausgerechnet auf Ralof. Von den anderen Sturmmänteln oder kaiserlichen Soldaten war nichts zu sehen.

„Mich werdet ihr nicht wieder gefangen nehmen, Hadvar. Ich fliehe“, rief Ralof ihnen zu. Als er Nanija erkannte, rief er ihr zu „Kommt mit mir, Mädchen.“

Nanija dachte nicht lange nach und folgte dem Mann, der zuerst zum Tor rennen wollte. Aber dieser Weg wurde ihm von dem Drachen abgeschnitten. Hadvar hatte sich wieder zwischen die Häuser zurückgezogen. „Da lang“, rief Ralof und zeigte auf den Eingang der Kaserne. „Und die Kaiserlichen?“, fragte Nanija etwas ängstlich.

„Die haben sicherlich andere Probleme. Nun kommt endlich.“

Nanija folgte dem Nord. Im Inneren fanden sie die Leiche eines Sturmmantels. Ralof kniete sich neben ihm nieder. Er war an den Verbrennungen, die ihm der Drache zugefügt hatte gestorben. „Nehmt seine Waffe. Gunja kann sie eh nicht mehr gebrauchen.“

Nanija nahm die Axt in ihre Hand. Ein Schwert wäre ihr lieber gewesen, aber so war es besser als gar nichts. Schnell merkten sie, dass sie hier in der Halle in der Falle saßen. Beide Gitter die weiter ins Innere der Festung führten waren abgeschlossen. Es blieb ihnen theoretisch nur wieder der Weg in die Hölle draußen. Dann hörten sie aus dem Bereich der Quartiere plötzlich Stimmen.

„In Deckung“, flüsterte Ralof ihr zu. Sie stellte sich hinter ihm auf. Dann wurde das Gitter vor ihnen aufgeschlossen. Zwei Kaiserliche kamen in die Halle. Sie griffen Ralof und Nanija sofort an und Nanija blieb nichts anderes übrig als sich zu wehren, wenn sie selbst nicht sterben wollte. Schnell durchsuchten sie anschließend die beiden kaiserlichen und fanden einen Schlüssel. Sie probierten, ob dieser für die Tür war, die weiter hinunter ins Innere der Festung führte.

Sie hatten Glück. Ralof stürmte vor. „Wartet kurz“, sagte Nanija dann und ging noch mal zurück zu den beiden Kaiserlichen und nahm ihnen ein Schwert ab, sowie zwei Messer, die sie sich in den Gürtel steckte. Dann folgte ihm Nanija langsam, zwischenzeitlich stärker humpelnd, denn die Schmerzen im verletzen Knöchel wurden immer stärker. Ralof bemerkte das sie zurück blieb. „Was ist los?“ frage er sie besorgt. „Ich habe mir den Fuß bei der Landung aus dem Haus nach dem Turm umgeknickt.“ Sie sah verzweifelt aus. So würden sie es nicht schaffen. „Geh ihr alleine weiter ich folge euch langsam. Sonst falle ich euch nur zur Last.“

„Quatsch“, antwortete Ralof, „Ich werde euch nicht zurücklassen. Immerhin sind wir Mitschuld daran, das ihr in Gefangenschaft geraten seid.“ Er reichte ihr seinen Arm. „Kommt, ich stütze euch, dann schaffen wir es schon.“

Etwas unbeholfen nahm sie die Hilfe an und so gingen sie weiter. Diese Nähe zu dem Sturmmantelkrieger gefiel ihr überhaupt nicht. Aber es blieb ihr nichts anderes übrig, als sich an auf seinem Arm zu stützen. Alleine wäre sie wohl kaum vorwärts gekommen. Zum Glück begegnetet ihnen niemand hier unten weiter. Erst als sie in den Bereich des Gefängnisses kamen, vernahmen sie Stimmen und Kampfgeräusche. Ralof ließ Nanija los und stürmte wild drauf los. Nanija schüttelte den Kopf. Aber was sollte sie machen? Sie folgte dem Krieger und nach der nächsten Biegung des Gangs, sah sie, wie ein heftiger Kampf zwischen einigen Kaiserlichen und ein paar Sturmmäntel in Gange war. Und es sah für die Sturmmäntel nicht gut aus. Auch wenn die Sturmmantelkrieger in der Überzahl waren, so waren die Kaiserlichen besser bewaffnet.

„Denkt immer daran, die Erfüllung eurer Aufgabe ist immer das oberste Ziel, egal, wie ihr es anstellt. Selbst wenn es euch oder einigen Kameraden das Leben kosten sollte.“ Die eindringliche Stimme ihres Ausbilders klang ihr in den Ohren, als würde er hinter ihr stehen. Nanija nahm zögernd die beiden Messer, die sie zuvor den kaiserlichen am Anfang in der Festung abgenommen hatte in die Hände und schleuderte sie dann auf die Kaiserlichen. Beide Messer trafen in die Arme ihrer Gegner und brachten damit den Gefangenen einen Vorteil. Eigentlich wäre es ihr lieber gewesen die Messer in den Herzen der Strummäntel landen zu lassen. Aber sie würde sicher noch früh genug Gelegenheit bekomme, um Rache zu nehmen. Der Kampf ging nun schnell zu Ende und die Sturmmäntel bekamen töteten alle ihre Gegner.

Ralof kam Nanija entgegen. „Wo habt ihr so gut Messer werfen gelernt?“ fragte er sie staunend. „Todgeweihte Tiere können einem schnell gefährlich werden und man hat nicht unbedingt immer die Zeit noch mal den Bogen zu spannen.“ Sagte sie nur kurz.

Ralof sammelte die Messer wieder ein und gab sie ihr zurück. „Vielleicht braucht ihr sie ja noch mal“, grinste er. Dann reichte er ihr wieder seinen Arm. „Wartet“, sagte Nanija leise, bevor sie den anderen folgten und  wies sie auf tresenartigen Tisch hin. Dort lagen ein paar Äpfel in einer Schale und Reste von gebratenem Fleisch und etwas Brot auf einem Teller. Ralof verstand und ließ sie noch mal los. Er schaute sich um und fand einem Beutel wo er die Nahrungsmittel reintat. Dann reichte er sie Nanija. Sie nahm den Beutel entgegen und hängte in sich so über die Schulter, dass ihre rechte Seite frei blieb. Dann folgten sie so schnell es ging den anderen und gingen gemeinsam mit den fünf anderen überlebenden Sturmmänteln weiter. Es dauerte nicht lange und sie kamen in einen höhlenartigen Bereich. Bis hier her waren irgendwie einige Kaiserliche gelangt.

Das Überraschungsmoment lag aber auf Seiten der Sturmmantelkrieger. Diese waren nun auch besser mit Waffen ausgerüstet, als im Kampf im Gefängnis und somit lagen die Kaiserlichen schnell am Boden. Einer der anderen  sagte, dass sie hier warten sollten, falls Ulfric mit den restlichen Leuten hier noch durchkommen würde. Ralof war anderer Meinung. Er hielt es hier unten für nicht sicher genug und wollte so schnell es ging raus. Wären Ulfric und der Rest seiner Leute hinter ihnen, hätten sie sie schon längst eingeholt. Daher  beschloss er mit Nanija den weiteren Weg auszukundschaften. Nanija hielt das für keine gute Idee, denn mit ihrem Fuß, den sie kaum aufsetzen konnte ohne vor Schmerzen aufzustöhnen, würden sie nicht weit kommen. Aber Ralof ließ sich nicht davon abbringen. Er nahm sich von den Toten einen Bogen und Pfeile reichte Nanija seinen Arm. Einen Moment zögert sie. Sollte sie nicht doch lieber hier mit den anderen warten statt alleine mit Ralof weiter zu gehen?
Aber er hatte auch Recht, und der Jarl wäre schon längst bei ihnen. Also ergriff sie langsam Ralof arm und ging mit ihm weiter.

Am Ende des folgenden Ganges stießen sie auf eine hochgezogene Klappbrücke. Es musste also wirklich einen Weg hier rausgeben. Wozu hätte es sonst einer Brücke bedurft. Ralof betätigte den Hebel und danach konnten sie die Brücke passieren. Sie waren gerade am anderen Ende der Brücke angelangt als es hinter ihnen fürchterlich schepperte. Der Drache musste draußen etwas zum Einsturz gebracht haben, dass selbst hier unten noch dafür sorgte, dass Felsbrocken hinabstürzten und die Brücke und einen Teil des Gangs auf der anderen Seite unter sich begruben. Ralof fluchte. „Ich befürchte, die anderen müssen einen anderen Weg hinaus suchen.“ Nanija nickte nur.

Langsam gingen die beiden durch die unterirdischen Gänge, die Nanija endlos vorkamen. Sie wusste nicht mehr wie lange sie nun schon unterwegs waren und wann sie das letzte Mal was gegessen hatte. Aber da ihre Vorräte begrenzt waren, hielt sie es für klüger jetzt noch nichts zu Essen. An dem kleinen unterirdischen Fluss bat sie Ralof einen Halt zu machen. Beide nahmen ein paar kräftige Schlucke von dem Wasser. Es war sehr kalt und schmeckte nach Eisen. Es stärkte beide ein wenig. Nanija wollte noch  ihren Fuß etwas kühlen. Sie bekam ihren Stiefel aber nicht ausgezogen. So blieb nichts anderes übrig als ihren Weg weiter fortzusetzen. Ralof stütze sie so gut es ging.

Sie kamen dann in eine Höhle, in der sich ein paar Frostbissspinnen eingenistet hatten. Eine erwischte Ralof mit seinem Bogen. Nanija erwischte die zweite mit den beiden Messern die sie warf. Die dritte erledigte Ralof mit seinem Schwert. Nanija hatte gerade ihre beiden Messer wieder eingesammelt, als plötzlich von oben zwei weitere Spinnen sie überraschten. Ralof, der fast genau unter dem Nest gestanden hatte wurde von der einen Spinne direkt in die Seite gebissen. Mit Mühe konnte er einen Schmerzensschrei unterdrücken. Zum Glück hielt ein Großteil seiner Rüstung das schlimmste ab, aber trotzdem hatte sie ihm eine recht tiefe Wunde zugefügt. Er hatte aber noch weiteres Glück, dass es sich um ein männliches Exemplar der Spinne handelte, dessen Kiefer nicht mit Giftdrüse, wie bei den Weibchen der Fall war, ausgestattet war. Da Ralof sein Schwert noch in der Hand hatte gelang es ihm, die Bestie schnell mit einem kräftigen Hieb zu töten, bevor sie noch mal angreifen konnte. Nanija hatte nicht mitbekommen, das Ralof verletzt wurde, da sie sich auf die andere Spinne konzentriert hatte.

Auch Nanija kam nicht ohne weitere Verletzungen davon. Um gebissen zu werden stand sie zu weit weg, aber ihrer Spinne gelang es, sie mit ihren Klauen im Gesicht zu erwischen, da sie wegen ihres Fußes nicht schnell genug zurück springen konnte. Beim zweiten Angriff hatte Nanija ihr Schwert gezogen und schlug der Spinne die Klaue ab. Dadurch sprang das Tier zurück und geriet in den Angriffsbereich von Ralof, der ihr sofort sein Schwert in den Rücken stieß. Als Ralof Nanija mit dem blutüberströmten Gesicht vor sich sah, wurde er bleich.

„Lasst mich mal sehen, Mädchen.“ Er riss ein Stück von dem Stoff der Innenfütterung seiner Rüstung und wollte damit vorsichtig das Blut aus ihrem Gesicht wischen. Nanija wich zurück. „ Lasst gut sein, es sein nur ein paar Kratzer. Das verheilt schon wieder. Wir sollten weiter gehen und sehen das wir hier heraus kommen.“

Ralof  hatte nicht vor Nanija zu sagen, zu sagen, dass er verletzt war. Und sie schien es nicht mitbekommen zu haben.  War ja nur eine leichte Wunde die man ignorieren kann, dachte er sich. Schmerzen spürte er kaum. So reichte Ralof ihr nur wieder seinen Arm und sie gingen langsam weiter. Nach gut einer weiteren Stunde gelangten sie um Ausgang der Höhle. Beide waren froh den Himmel wieder sehen zu können. Plötzlich stieß Ralof Nanija hinter einem Felsen. Sie wollte gerade ihr Messer ziehen, also sie plötzlich den riesigen Schatten am Himmel sah. Der Drache. Aber er hatte sie nicht gesehen und flog weiter Richtung Norden.

Zum ersten Mal, seit sie von der Kutsche abgestiegen war atmeten Nanija erleichtert auf.

Sie blickte weiter in die Richtung in der das riesige Wesen entschwand. Woher kam plötzlich dieser Drache? Passendender konnte sein Auftauchen nicht sein. Ohne ihn wäre sie jetzt wohl in Sovengarde. Sollte sie dem Tier jetzt dankbar sein, das es sie gerettet hatte? Drachen waren doch aber schon seit einer Ewigkeit aus ganz Tamriel verschwunden. Also wo kam er nun plötzlich her? Sie konnte keine Antwort finden. Dann sagte sie leise zu Ralof „Ich glaube er ist weg.“

„Das hoffe ich.“ Ralof sah man die Anspannung noch immer an. „ So etwas habe ich noch nie gesehen. Das war ein Drache. Ein echter lebendiger Drache. Wo kam der her?“

„Ich weiß es nicht und will es eigentlich auch gar nicht wissen.“

„Wo wollt ihr jetzt hingehen?“ Ralof sah Nanija fragend an.

„Ich weiß es nicht“, antwortete Nanija leise. „Vielleicht gehe nach Einsamkeit. Dort wohnt eine Tante von mir.“

„In Einsamkeit wimmelte es von Kaiserlich, ich befürchte das ist kein guter Ort für euch. Ihr seid nun eine entkommene Gefangene, die man in Gesellschaft Ulfric und seinen Leuten gefunden hatte. So wird es, sollte jemand der Kaiserlichen in Helgen überlebt haben, in Einsamkeit berichtet werden.“

Ralof machte eine kurze Pause bevor er weiter sprach.

„Warum schließt ihr euch nicht uns Sturmmänteln an? Dass ihr Kämpfen könnt habt ihr heute bewiesen. Auch das ihr hart im Nehmen seid und nicht gleich wegen einem Kratzer zu jammern anfangt. Ihr wärt eine große Bereicherung für uns.“

Nanija tat, als würde sie nachdenken. Genau das war das Ziel gewesen, sich den Sturmmänteln anzuschließen. Gut, Ralof war nur ein einfacher Soldat, aber es war ein Anfang einen Fürsprecher zu haben, dem auch der Jarl von Windhelm scheinbar Vertrauen entgegen brachte. So stimmte sie nach einigen Minuten schließlich zu.

Ralof freue sich sichtlich darüber. „Dann lasst uns aufbrechen. Meine Schwester Gerdur lebt zwei gute Tagesreise von hier entfernt in Flusswald. Dort können wir sicherlich für ein paar Tage unterkommen und euer Fuß kann in Ruhe verheilen.“

Nanija nickte und stand dann vorsichtig auf.