Teil 004
Teil 004 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
19.08.18 um 20:44 Uhr

 

Windhelm

„Ein starkes Zeichen, habt ihr gesetzt, mein Jarl. Aber nun steht ihr auf der Feindesliste ganz oben“, sagte Galmar
„Dieses Zeichen musste gesetzt werden, Himmelsrand blutet schon zu lange unter den Kaiserlichen und den Thalmor. Was nutzt uns ein schwacher Grosskönig, der sich noch nicht mal den uralten Traditionen der Nord entgegensetzen kann, er würde den Thalmor und dem Kaiser, Himmelsrand auf einer Goldplatte servieren, nein Galmar, ich musste es tun und mein Name steht eh schon seit dem Markarthvorfall ganz oben auf der Liste.“, sagte Ulfric
„Aber können wir diesen Krieg auch gewinnen?“, fragte Galmar
„ Meine Truppen sind bereit und ich habe viele fähige Kämpfer, die mir und was noch wichtiger ist, Himmelsrand den Rücken freikämpfen werden“, sagte Ulfric
„Seit sich rum gesprochen hat was in Einsamkeit passiert ist, bekommen wir das Stadttor eingerannt, von Leuten die sich unserer Sachen anschließen wollen und Gerüchten zu Folge, wollen sich Rothwardonen unserer Sache anschließen. Aber sollen wir sie aufnehmen?“
„Rothwardonen sind gute Kämpfer und wir können jeden Mann und Frau brauchen und wie ich hörte, macht das Kaiserreich das selbe, wer sich uns anschliessen will, soll das tun. Hammerfell wurde vom Kaiserreich einfach fallengelassen und Verbündete kann man immer gebrauchen“
„Leider habe ich auch schlechte Nachrichten, vorhin war ein Bote da und offenbar wurde Dunkelwasserkreuzung von den Kaiserlichen eingenommen, die Leute wurden unter Arrest gestellt und die Mine geschlossen“, sagte Galmar
Voller Zorn schlug Ulfric auf den Tisch“ Wir brauchen das Erz aus der Mine, ich muss das überprüfen. Bitte stellt einige Sturmmantel ab, die mich begleiten und ausserdem einen Trupp der unser Lager im Fürstentum Falkenring bezieht. Wir müssen handeln, Dunkelwasserkreuzung liegt in unserem Territorium und ich lasse mir das nicht von den Kaiserlichen abnehmen, ich werde es zurückholen“
„Ist das so ratsam? Ihr wollt die sicheren Mauern von Windhelm verlassen und in die Schlacht ziehen?“, fragte Galmar
„Mein Freund, ich bin kein Freund vom Herumsitzen und warten auf das was vielleicht passiert, ich habe schon immer gekämpft, wenn ich es musste und ich werde aktiv für Himmelsrand kämpfen, draussen auf dem Feld zwischen meinen Sturmmänteln, ich trage keine Schlachten auf dem Thron aus und meine Sturmmäntel sollen wissen, das ihr Jarl für sie da ist“
Galmar seufzte und er wusste das er nun nichts mehr sagen musste, wenn Ulfric sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann würde er auch handeln. Also machte er sich auf den Weg und holte den Kommandanten der Sturmmäntel, Ralof von Flusswald, aus der Kaserne.
„Ralof, der Jarl möchte euch sehen“
„Ralof beendete das Training und folgte Galmar in den Palast.
Galmar brauchte ihn in das kleine Besprechungszimmer und nahm dann ein Essen zu sich, bevor er sich an die Arbeit machen wollte
„Mein Jarl, ihr wolltet mich sehen“, sagte Ralof
„Ja, mein Freund setzt euch“ und Ulfric erklärte ihm was er vorhatte
„Bei allem Respekt, mein Jarl, ich habe das von Dunkelwasser auch gehört, aber es könnte auch eine Falle von den Kaiserlichen sein“, sagte Ralof, als Ulfric geendet hatte
„Es könnte natürlich sein, aber ich will sicher sein. steht ihr mir bei Seite, Ralof?“
„Natürlich Ulfric, ich folge euch, das wisst ihr“, sagte Ralof
„Sehr schön mein Freund, dann lasst uns die Route zusammenstellen.“, sagte Ulfric
„Dunkelwasserkreuzung also, groß es ist ja nicht, ich denke mit 5 Sturmmänteln inklusive uns beiden, das reicht. Wir können auf der Strasse bleiben oder Querfeld ein reiten, das spart uns ein Tag, mehr als ein paar Wölfe oder Bären laufen uns da nicht über den Weg“, erklärte Ralof
„Die Riesen nicht zu vergessen“, sagte Ulfric
„Ach die lassen uns in Frieden, es sei den Ihr wollt euch mit ihnen messen“, lachte Ralof
„Ich schätze mal da brauch ich mehr als ein Thu'um, der fällt nicht so leicht wie Torygg“, sagte Ulfric schulterzuckend
„Gut dann würde ich sagen, wir machen uns morgen auf den Weg“, sagte Ralof
„Ja, ich werde dann noch mit Galmar reden, weil er soll das besprochene Lager im Fürstentum Falkenring fertig machen, wir werden uns dann alle dort treffen, das Lager liegt nah an Helgen und von da aus ist es auch nicht weit nach Falkenring, wenn wir Festung Neugrad erstmal eingenommen haben, bleibt Siddgeir nichts anders übrig als aufzugeben“, sagte Ulfric
„So soll es sein, mein Jarl“, sagte Ralof und macht sich auf den Weg zurück in die Kaserne.

 

Helgen

 

„Du willst schon wieder weg?, fragte Tarja
„Ja, ich habe noch einen weiten Weg bis Winterfeste, aber du bist hier gut aufgehoben und Vilod kann bestimmt etwas Hilfe gebrauchen, natürlich nur wenn du helfen willst“, sagte Felen
„Ja das kann ich gerne machen, aber ich muss doch nichts dafür tun, oder?“, fragte Tarja und ihre Augen verfinsterten sich
„Was sollst du denn dafür tun? Ich verstehe die Frage nicht!“, sagte Felen
„Na Männer verlangen doch Dinge von Frauen“, sagte sie
„Ach das! Wie kommst du auf die Idee?“, fragte Felen
„Keine Ahnung, ich wollte nur sicher gehen“, sagte Tarja
„Begleitest du mich noch ein Stück?“, fragte Felen
„Ja, aber natürlich Vater“, sagte Tarja und biss in ihr Brot.
Nachdem Frühstück belud Felen das Packpferd und sattelte sein Pferd, Tarja sattelte währenddessen Maya. Dann führten sie die Pferde zur Stadt heraus und setzten sich in den Sattel.
„Ich möchte dir noch etwas zeigen, bevor sich unsere Wegen trennen“, sagte Felen
Er ritt langsam vorneweg und Tarja ritt hinter ihm her.
Der Weg schlängelte sich Talwärts, etwas später stoppte Felen die Pferde und sagte“ Da schau“
Sein Finger zeigte auf eine Bauwerk auf einem Hügel“ Das ist das alte Ödsturzhügelgrab, man weiss nie was sich in so alten Hügelgräbern herum treibt, aber das wollte ich dir nicht zeigen, komm weiter.“
Einige Wegbiegungen später sagte Felen“ Wir sind da“ Er stieg von dem Pferd und Tarja tat es ihm gleich. Er blieb vor drei Steinen stehen und sagte“ Das sind die Wächtersteine, es gibt 13 Stück in ganz Himmelsrand, sie können deine Fähigkeiten steigern, schau sie dir an“
Tarja ging zu den Steinen und schaute sie an, sie sah Figuren darauf, ein Dieb, ein Magier und ein Krieger. „Und jetzt?“, sie schaute Felen ratlos an
„Berühr den Stein der dir zusagt, aber du kannst nur einmal am Tag den Stein berühren und jedes Mal wenn du einen berührst, verlierst du die Fähigkeiten von dem anderen Stein“, sagte Felen
Tarja berührte den Kriegerstein, das Bild begann zu leuchten, es sah aus wie ein Sternbild und eine Lichtsäule stieg in den Himmel, Tarja schaute ihr hinterher.
„ Jetzt hast du solange gesteigerte Kampffähigkeiten, bis du einen neuen Stein berührst“, sagte Felen
„Danke das du mir so etwas schönes gezeigt hast“, sagte Tarja und umarmte ihren Vater zum letzten Mal.
„Aber gern doch, mein Kind. Ich mach mich jetzt mal auf die Reise, aber hier habe ich noch etwas für dich“, er zog einen silbernen Ring aus der Tasche und reichte ihn ihr.
Sie nahm den Ring und steckte ihn an ihren rechten Ringfinger und ein warmes Gefühl durchströmte ihren Körper, sie erschrak.
„Keine Angst, dieser Ring, erhält dir deine Gesundheit und steigert deine Magie“
„Dankeschön für das schöne Geschenk, Vater und pass auf dich auf“, sagte Tarja
„Pass du auch auf dich auf, wenn etwas ist, du weißt wo du mich findest, wenn du irgendwann mal ein Zuhause hast, dann schreib mir, damit ich weiß, wie ich dich erreichen kann und grüsse Marcus von mir“
„Ja Vater das werde ich tun“, sagte sie
Felen stieg wieder auf sein Pferd und ritt davon. Tarja blieb noch etwas an den Wächtersteinen und schaute auf den grossen See, vor ihr, es war so friedlich hier, sie hörte die Vögel singen und das röhren der Hirsche, dann richtete sie ihren Blick wieder zu dem alten Nordgrab und fragte sich, wer in der Lage war so ein grosses Grab zu errichten und wer wohl darin lag.
Als sie genug von der Einsamkeit hatte, ritt sie zurück nach Helgen.
„Da bist du ja wieder“, begrüsste Vilod sie freundlich „Geht es dir gut?“
Tarja lächelte ihn an“ Ja, es geht mir gut, Vater hat mir die Wächtersteine gezeigt und dann ist er weiter gezogen.“
„Sag mal, hast du Lust mich morgen nach Flusswald zu begleiten? Ich muss einwenig im Flusswaldhandelskontor einkaufen, wir wären einen Tag unterwegs mit meiner Kutsche“
„Aber natürlich begleite ich dich, irgendwie muss ich mich ja erkenntlich zeigen, das du mich hier umsonst wohnen lässt“, sagte Tarja
„Ach und wenn dir langweilig ist, bat mich Felen, dir etwas zu zeigen. Folgst du mir bitte?“, fragte Vilod
Tarja nickte, Vilod nahm zwei Laternen, eine gab er Tarja und öffnete die Tür zum Lagerraum, schob einen Teppich zur Seite , bückte sich und öffnete eine Luke im Boden, zusammen stiegen sie eine Treppe runter in den Keller.
Unten angekommen, sah Tarja lauter Regale mit Büchern.
„Felen meinte du solltest diese Bücher zuerst lesen“, sagte Vilod
„Warum diese? Was ist an ihnen besonders?“, fragte Tarja
„Nimm eins, dann wirst du es wissen“, lächelte Vilod geheimnisvoll
Tarja zog eins aus dem Regal, sie erkannte das Zeichen für Zerstörung auf dem Einband, sie schlug das Buch auf und genau bei diesem Vorgang zerfiel das Buch zu Staub und sie fühlte, den Zauber in ihr, sie zuckte zusammen und starrte auf den Staub in ihren Händen und dann schaute sie Vilod an“ Entschuldigung, ich habe es kaputt gemacht“
Vilod lachte“ Nein das hast du nicht, die Bücher die einen Zauber lehren, zerstören sich, wenn man es öffnet.“
Tarja atmete erleichtert auf, dann fragte sie „Und die anderen Bücher?“
„Die Bücher im Nachbarregal sind Fähigkeitenbücher. Meist sind es kleine Geschichten aus ganz Tamriel und wenn man den Inhalt des Buches verstanden und aufmerksam gelesen hat, dann spürt man seine Fähigkeiten wachsen, sogar wenn man noch gar keine Erfahrung auf einem Gebiet hat, die Bücher im Regal gegenüber sind Bücher gegen Langeweile“, sagte Vilod
„Da ich ja nicht weiss, wie lange ich hierbleiben werde, würde ich erstmal bei den Zauberbüchern bleiben“, sagte Tarja
„Ja das ist schon okay“, sagte Vilod „Wenn du mich suchst, ich bin oben, im Schankraum“
Tarja nickte“ Danke das du mir diesen Schatz anvertraust“
„Na Hauptsache er ist mal für irgendjemand nützlich“, sagte Vilod und stieg die Treppe wieder nach oben.
Zauberbuch um Zauberbuch wanderte in Tarja´s Hände, selbst die Zauber der Schulen, die sie nie interessierten, lernte sie. Noch nie hatte sie so schnell so viele Zauber erlernt, wie hier in Vilod´s Keller.
Aber das ganze Wissen, was sie in sich aufgenommen zerrte an ihrer Energie und sie sackte zusammen und schlief ein.
„Du, Gunnar, ich hole schnell etwas aus dem Lagerraum, ich bin gleich wieder da“, sagte Vilod und der alte Mann nickte nur und richtete sein Augenmerk wieder auf seinen Met.
Es waren einige Stunden vergangen, als Vilod Tarja allein gelassen hatte, jetzt machte er sich Sorgen und stieg die Treppe runter.
Er fand sie schlafend neben dem Regal und er sah, das sie sämtliche Zauberbücher gelernt hatte, kein Wunder das sie nun schlief.
Er öffnete einen Schrank und zog ein Fell heraus und deckte die schlafende Tarja damit zu, dann begab er sich wieder nach oben.

Flusswald

„So schlimm war es doch nun auch nicht“, sagte Tarja zu Vilod als sie im schlafenden
Riesen saßen
„Na diese Lektion, wird der Gute wohl nie vergessen. Du kannst sehr gut mit
schleimigen Händlern umgehen. Ach könntest du doch für immer in Helgen bleiben“, lachte Vilod
„Ich kann euch ja mal besuchen, sollte es mich in die Nähe verschlagen“, sagte Tarja
„ Es wäre mir eine Freude“, sagte Vilod
„Na noch bin ich ja nicht weg“, sagte Tarja
„ Guten Tag Vilod, sagt mal wenn habt ihr da bei euch?“, fragte die Frau mit den blonden Haaren, als sie das bestellte Essen auf den Tisch stellte
„Oh guten Tag, Delphine, das ist Tarja, sie macht eine Reisepause in Helgen, bevor sie nach Rifton weiterzieht“
Die Frau musterte Tarja von oben bis unten „So Rifton also, na dann passt auf das ihr euch nicht ins Haelga´s Herberge verlauft“, sagte sie und verschwand wieder
„Was ist Haelga´s Herberge“, fragte Tarja
Vilod wurde rot und spielte nervös mit seinen Fingern, er suchte nach den richtigen Worten“ Ähm..also…wie erklär ich es dir nur?“
„Als frei vom Herzen geredet“, sagte Tarja
„Also Männer gehen dahin…um.. ihren…Spass zu haben.“, sagt er verlegen
„Ach so eine Anhängerin von Dibella“, sagte Tarja
Vilod war erleichtert „Ja das ist sie“
„Ach die gab es in der Kaiserstadt, am Hafen auch. Aber wie kommt diese Frau darauf, das ich dahin möchte“, sagte Tarja
„Naja du kannst den Männern schon den Kopf verdrehen“, sagte Vilod
„Ja, aber andere Männer interessieren mich nicht, ich habe nur Interesse an meinem Mann“, gab sie Vilod zur Antwort
„ Er muss ja etwas ganz besonders sein“, sagte Vilod
„Ja das ist er, er ist der beste Mann, den eine Frau haben kann“, sagte sie jetzt etwas traurig
„Ach mein Mädchen, ihr seht euch ja bald wieder“, sagte Vilod
Sie schluckte ihre Traurigkeit runter und sagte“ Wir sollten uns auf den Rückweg machen“
„Ja, du hast Recht“, sagte Vilod
Tarja bezahlte das Essen und beide machten sich auf den Weg zur Kutsche und legten die eingekauften Waren hinten auf die Ladefläche, sie bestiegen die Kutsche und fuhren nach Flusswald zurück.
Die nächsten Tage verbrachte Tarja entweder mit Lesen oder sie half Vilod in der Taverne.
Vilod hatte ihr im Keller einen Tisch, Stuhl, Feder, Tinte einen Waffenständer für ihre Waffen, eine Übungspuppe und Kerzen zur Verfügung gestellt. Sie hatte alle ihre Sachen im Keller untergebracht, da sie wusste dass sie dort in Sicherheit waren.

 

Dunkelwasserkreuzung

„Wir sind fast da, mein Jarl“ , sagte Ralof
„Gut, dann steigen wir mal ab“, sagte Ulfric und er hob die Hand, die vier Sturmmäntel hinter ihm stoppten die Pferde und stiegen ab.
„ Wir lassen die Pferde hier und gehen den Rest zu Fuß“, befahl Ulfric
Als sie ein paar Meter gemacht hatte, hörten sie die Pferde im Todeskampf schreien
„Verdammt, das ist eine Falle“, rief Ralof
„Los weiter“, rief Ulfric und sie rannten nach Dunkelwasserkreuzung rein und direkt in Tullius und Elewen´s Arme.
„ Ach schau an Elewen mit ihrem kaiserlichen Schosshündchen“, feixte Ulfric
„ Habt ihr gedacht, ihr würdet einfach so davon kommen, nachdem was ihr in Einsamkeit angestellt habt“, fauchte Tullius
„Los fesselt sie, wir bringen sie nach Helgen, dort kommen sie vor den Scharfrichter, dieser Mord muss gerächt werden“
„Mein Jarl…?“, fragte Ralof
„Sturmmäntel steckt die Waffen weg, wir haben versagt“, sagte Ulfric
„Los fesselt und knebelt den Jarl von Windhelm und dann lasst die Leute von Dunkelwasserkreuzung wieder frei“, befahl Tullius seinen Soldaten
Ralof schüttelte den Kopf“ Verdammt, es war doch eine Falle“
Als Tullius und Elewen´s Gefangene auf den Kutschen verteilt waren, setzte sich der Gefangentransport in Bewegung.

 

Zuletzt aktualisiert am 19.08.18 um 20:45 Uhr