Teil 016
Teil 016 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:13 Uhr

„ Ach wie konnten sie uns das nur antun?“
„Tarja, diese Frage stellst du dir nun seit mehr als 40 Tagen“, sagte Branwen
„Ja, 47 um genau zu sein!“, Tarja seufzte und schaute aus dem Fenster, der ehemaligen Magiergilde, wo ein Raum für die Kranken eingerichtet wurde, soviel Schnee.
Alles begann am 7.Tag des Monats Herzfeuer, ein Vogel krächzte auf dem Balkongelände von Marcus und Tarja´s Schlafzimmer.
„Blöder Vogel“, schimpfte Marcus, schlüpfte aus dem Bett, zog sich etwas an und ging zur Tür, er öffnete die Balkontür und rief“ Verschwinde Mistvieh“
Der Vogel krächzte laut und hackte nach Marcus.
„Schatz, was ist den los?“, fragte Tarja verschlafen
„Ach hier sitzt so ein Mistvogel auf dem Balkon und krächzt rum“
„Was für ein Vogel?“
„Ein riesiges schwarzes Vieh“, gab ihr Marcus zur Antwort
„Ein Rabe?“, fragte Tarja
„Ähm ja woher weißt du das?“
Tarja stand auf, zog sich etwas über und rief“ Onni, komm“
Der Rabe krächzte, weitete seine Flügel, erhob sich und flog an Marcus vorbei ins Zimmer und landete zielstrebig auf Tarja´s Arm.
Tarja kraulte dem Raben den Kopf“ Onni, du hast mich noch erkannt, nach all den Jahren?“
Der Rabe krächzte und spielte mit einer ihrer Haarsträhne.
Marcus kam ins Zimmer, der Rabe krächzte verstimmt, als Marcus näher kam.
„Nein Onni sei lieb, das ist Marcus, der tut dir schon nichts.“
Der Vogel legte den Kopf schief, Tarja sagte “Schatz, gib ihm ein Stück Brot“
Marcus brach etwas von dem Brot und hielt es dem Raben hin, der Rabe krächzte und kletterte von Tarja´s Arm auf Marcus Arm und ließ sich mit Brot füttern.
„Warum kennst du den Vogel?“
„Das ist Vater´s Rabe, er schickt ihn eigentlich nur raus, wenn es schlechte Nachrichten gibt“, sagte Tarja und tatsächlich hatte der Rabe ein kleines Röhrchen am seinem Bein, Tarja nahm das Röhrchen von Bein runter und öffnete es, sie fischte ein kleines Zettelchen aus dem Gefäß.
sie begann vorzulesen

„Meine liebe Tochter und Marcus,
ich verkünde schlechte Nachrichten, das Wetter ist grausam, Bruma versinkt im Schnee, es wird nicht mehr lange dauern bis der Winter euch erreicht, bitte bereitet euch vor, es bleiben euch höchstens 5 Tage.
Liebe Grüsse Felen“

Tarja holte schnell ein Zettel und schrieb
„Geliebter Vater,
Onni hat deine Botschaft überbracht, wir danken dir
und ich werde die Nachricht sofort weitergeben.
In Liebe deine Tarja mit Marcus“

Sie rollte den Zettel zusammen und steckte ihn zurück in das Röhrchen und befestigte das Röhrchen wieder an dem Bein des Raben. Beide gingen zusammen mit dem Vogel auf den Balkon zurück, Tarja nahm Onni auf den Arm und hob ihren Arm und rief „Flieg nachhause Onni, flieg zu Felen“ Der Vogel erhob sich krächzend, drehte noch eine Runde um das Gildenhaus und machte sich auf den Weg.
Korst nahm die Nachricht sehr ernst und ging damit sofort zum Graf.
Ja das war am 7.Tag des Monats Herzfeuer, jetzt schrieb man den 26. Tag des Monats Eisherbst.
Tarja verfluchte den Schnee, Schnee mitten im Herbst, der eigentlich auch noch kein Herbst war, die Gilde war nun seit dem 10 Herzfeuer nur im Wald beim Jagen, Branwen und Tarja mussten in der Stadt bleiben um sich um die Kranken und Verletzten zu kümmern.
Weder Branwen noch Tarja wussten wie es ihren Männern ging und Tarja beneidete Branwen, da sie es offenbar besser wegsteckte, das Farmin nicht da war.
„Fehlt dir Farmin nicht?“
„Natürlich fehlt er mir, aber was soll ich machen? Wir müssen alle warten, bis es vorbei ist“
„Aber so gar keine Nachrichten“
„Keine Nachrichten bedeuten gute Nachrichten“, gab ihr Branwen zur Antwort
Tarja sagte nichts mehr, sie machte sich daran weitere Stoffbänder, Tränke und Salben herzustellen, während Branwen für die Kranken eine Suppe kochte.
Zum Glück waren es nicht zu viele Leute die Hilfe brauchten, 5 Leute waren zu versorgen, 2 mit Knochenbrüchen und die anderen kämpften mit einem schweren Husten.
Hin und wieder kamen die Frauen der Gildenmitglieder vorbei, die eigene Häuser bewohnten um ein Schwätzchen zu halten, so entstand das kleine Teekränzchen der Frauen und aus der Not heraus entstanden, enge Frauenfreundschaften, jede Frau brachte der andern etwas bei, so gingen wenigstens die Tage rum, während die Nächte für alle Frauen Quälereien waren.

„Ich habe die Nase voll, die Kälte, die toten Tiere, die feuchten Kleider, das ganze Blut und diesen verdammten Schnee“, schrie Adding und warf seine Axt in den Schnee, was keine gute Idee war, wenn man bis zu den Schienbeinen im Schnee stand, er fluchte, spuckte aus und grub nach seiner Axt.
Die 15 Männer in der Jagdhütte waren der Jagd nicht mehr wohl gesonnen und jeder wusste nun das sie dieses Jahr nicht mehr nachhause kamen und der Umstand das sie keine Nachrichten von ihren Liebsten bekamen, machte die Laune noch schlechter, aber sie kämpften tapfer weiter, gegen Kälte, Schnee und Tiere.

Auch in Choroll selbst fand der Jahreswechsel nicht statt, keiner konnte den Schnee so schnell wegschaffen, wie er vom Himmel fiel. Am Tag des Jahreswechsel wäre Tarja gern in die Kapelle gegangen, sie glaubte zwar nicht wirklich an die Götter, aber nun war ihr irgendwie nach Beistand
Branwen bekam langsam dunkle Augenränder, sie wirkte müde und traurig.
„Tarja wie viele Tage geht das nun schon so? Es muss doch bald besser werden“
„Branwen ich habe keine Ahnung, ich zähle die Tage nicht mehr“
Branwen war den Tränen nahe „Ich vermisse meinen Krieger“
„Ich kann dich verstehen“, sagte Tarja, sie fühlte sich leer und müde

„147 verdammte Tage, 147 Tage, ich ertrag keinen weiteren mehr“ schrie Korst in den Wald
Marcus brachte ihm einen heissen Met „Korst reg dich nicht auf, das bringt doch nichts“
„ Schau uns doch an wie wir aussehen, wie Wilde, dreckig und stinkig, ich möchte mich waschen und mich rasieren“
Marcus strich sich über seinen Vollbart, seine Haare waren bis tief zwischen die Schulterblätter gewachsen.
„Du siehst aus wie ein Troll“, sagte Korst und nahm einen Schluck von dem heissem Met
„Sollte ich euch also nicht mehr den Rücken zudrehen, sonst erwischt mich auch ein Pfeil“
„Bei dem Schneegestöber ist es eh Glück, das wir noch nicht auf unsere Kameraden geschossen haben“, sagte Korst müde
„Mir fehlen meine Mädels, ich finde es nicht gut, das sie nicht hier sind, wenn ihnen was passiert, dann mach ich Cressius, der schön warm im Schloss sitzt, einen Kopf kürzer“
„Ach Korst du passen bestimmt auf sich auf“, sagte Marcus, aber es hörte sich nicht überzeugend an
„Du zweifelst ja selbst an deinen Worten“, sagte Korst
„ Ich versuche mir die Situation schön zu reden“, Marcus seufzte, er sehnte sich sehr nach Tarja, er kratzte sich, der Bart juckte, das machte ihn wahnsinnig, der einzige Vorteil war, er hielt die Kälte etwas vom Gesicht ab.

Tarja schaute auf den Kalender, über dem Bett, mittlerweile war es der 1 Tag des Monats Sonnenaufgang, sie gähnte und rieb sich den Schlaf aus den Augen.
Seit vielen Tagen schlief sie im ehemaligen Gildenhaus, obwohl es nur ein Sprung bis ins eigene Gildenhaus gewesen wäre, aber der Schnee lag zu hoch, sie konnten gerade den Schnee vor dem Eingang freihalten, indem Tarja mit dem Feuerzauber hantierte, was den positiven Effekt hatte, dass sie spürte wie die Magie wieder mächtiger wurde, sie konnte den Zauber viel länger halten, ohne das ihr Körper versagte.
Sie setze sich auf, plötzlich flog die Tür zu dem kleinen spärlichen Schlafraum auf, Branwen stand im Zimmer und ihre dunklen Augen glitzerten vor Freude, sie wirkte aufgeregt.
„Was ist los meine Schwertschwester“, fragte Tarja
„Tarja…..das…glaubst….du nicht“, begann sie atemlos
„Komm erst mal zu Luft und dann sag mir was ich nicht glaube“
Branwen legte ihre Hand auf den Brustkorb, atmete ein paar tief durch und rief dann“ Es hat aufgehört zu schneien“
Tarja sprang auf und lief zu dem kleinen Fenster, was den Begriff Fenster nicht wert war, eher war es ein verglastes Loch in der Wand, sie wischte über das das blinde Glas und sie sah es mit ihren eigenen Augen, es schneite wirklich nicht mehr, Hoffung auf den Frühling keimte in ihr auf, Hoffung dass die Männer bald heimkämen.
Sie sprang Branwen in die Arme und beide Frauen wirbelten an den Händen, durch das kleine Zimmer.
Außer Atem fielen sie auf das Bett und Branwen lachte schallend“ Wenn Farmin wieder da ist, schließ ich mich mit ihm in unserem Schlafzimmer ein“
Tarja lachte“ Ich glaube Farmin hat ganz andere Sorgen, wenn er wieder heimkommt, der fällt bestimmt in den Tiefschlaf, genauso wie die anderen Jungs“
„Dann sollten wir unsere Jungs erstmal wieder aufpäppeln?“, fragte Branwen
„Sie hatten eine schwere Zeit und sind bestimmt froh. wenn sie wieder ein Haus aus Stein um sich haben, in dem es warm ist und wo die Betten gemütlich sind, die schlafen doch bestimmt auf Fellen“
„Ja wie konnte ich nur so egoistisch sein?“, sagte Branwen

Farmin öffnete die Tür von der Jagdhütte, die Luft war über Nacht immer sehr schlecht in der Hütte, er hustete seine Lungen frei.
15 Männer, die nach so vielen Tagen, so viele Gerüche trugen, der Rauch im Zimmer es war einfach nicht mehr zu ertragen, er trat ins Freie und blieb abrupt stehen und dachte sich „Was stimmt hier nicht?“
Es war ruhig im Wald, kein Heulen der Wölfe oder Brüllen von Bären, er lauschte
Adding stand plötzlich neben ihm“ Du heiliger Talos, es hat aufgehört zu schneien“
Ja das war es, es schneite nicht mehr, Adding hüpfte vergnügt von einem Bein aufs andere und weckte die Männer mit dem Ruf“ Es hat aufgehört zu schneien“
Die Männer drängten nach draußen und starrten nach oben- keine Flocke fiel vom Himmel.

Branwen stand mit einer heissen Tasse Tee vor der Tür und schaute die verschneite Strasse runter, als sie plötzlich Flügelschläge und Gekrächze von einem großen Vogel hörte, sie sah das ein Rabe auf sie zukam, er flatterte um sie herum und setze sich auf ihre Schulter, ruhig sprach sie mit dem Raben, es erinnerte sie an die Zeit in der Wüste, sie hatten Falken für die Jagd.
Der Rabe krächzte lauf und Branwen fragte“ Was ist los, hübscher Kerl? Suchst du jemand“
Tarja rief“ Branwen? Wo bist du?“
Der Rabe krächzte, drehte den Kopf und flog ins Gildenhaus, Branwen folgte ihm.
„Tarja wir haben Besuch“
„Wie wir…..“, weiter kam sie nicht, der Rabe flog zielstrebig auf sie zu, Tarja lachte “Onni, schön dich wieder zusehen“
„Onni?“, fragte Branwen
„Na hast du wieder eine Nachricht, von Vater? Branwen gib Onni doch etwas Brot“, sie nahm dem Raben das Röhrchen vom Bein, öffnete es und zog einen Zettel heraus

„Bruma, 30 Morgenstern
Geliebte Tochter,
seit 3 Tagen fällt in Bruma kein Schnee mehr, die Luft ist kalt und klar und hin und wieder sieht man die Sonne, durch die Wolken, der grosse Schneefall scheint zu Ende zu sein, bisher kann sich noch niemand erklären, warum es solange und soviel schneite. Savos Aren, der Erzmagier der Gilde in Himmelsrand schrieb mir, dass der Schnee sogar ganz Himmelsrand in seinen Fängen hatte, Flüsse und Seen, waren vom Wasserstand nie so hoch, wie sie jetzt sind.“

Tarja dachte sofort an Marcus Eltern in Riften, die wohl nahe am See wohnten, sie machte sich Sorgen, obwohl sie seine Eltern ja nicht kannte.
„Branwen, ich muss sofort ins Schloss und die Nachricht überbringen“, rief sie
„Tarja sie werden dich da nicht reinlassen“, sagte Branwen
„Ich werde sie schon überzeugen“, sage Tarja
„Na dann viel Glück“, sagte Branwen
Tarja warf sich einen Mantel über, setze sich den Raben auf die Schulter und verliess das Gildenhaus in Richtung Schloss, sie hatte Mühe durch den Schnee zu kommen. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor bis sie am Schloss war, als sie an der Grauen Stute vorbei kam, ärgerte sie sich sehr, den Weg hoch zum Schloss, war vom Schnee befreit, während sich die Bürger und Bürgerinnen, die Knochen brechen, wenn sie im Schnee hinfallen. Sie war sehr wütend über dieses rücksichtslose Verhalten und ihre Laune wurde auch nicht besser, als sie endlich im Schloss stand.
Die Wachen versperrten ihr den Weg mit ihren langen Lanzen.
„Wie ich habe keinen Zugang? Ich muss sofort mir Kommandant Cressius sprechen“
„Nein das geht nicht, er ist da drin beim Grafen und bespricht mit ihm die Lage“
„Aber ich habe Nachrichten über das Wetter“, sagte sie laut und Onni krächzte aufgeregt
„So ihr habt Neuigkeiten über das Wetter?“
Sie hörte diese Stimme und dachte sich „Oh nein dieses hochnäsige Geschwätz, lass es keinen Altmer sein“
Wenn sie eine Rasse hasste, dann waren es diese hochnäsigen Hochelfen, seit ihrer Gildenzeit in Skingrad hasste sie die Altmer.
„So diese Nord spricht nicht mit jedem, aber einen hübschen Vogel hat sie da“
Tarja schloss die Augen, atmete tief ein und drehte sich um, es war ein Altmer.
„Seid ihr der Hofmagier?“
„Oh wie schlau ihr doch seid“
„Ich bin nicht hier um mich von euch beleidigen lassen“, keifte Tarja ihn an
„Was wollt ihr Bürgerin?“
„Bürgerin? Ich bin von der Kämpfergilde und ich muss auf die Mauer um meinen Männern eine Nachricht zu überbringen lassen“
„Euren Männern? Ich dachte Korst leitet die Gilde?“, er lachte, was Tarja beinahe dazu brachte die Beherrschung zu verlieren.
„Wachen geleitet sie raus“, sagte der Altmer hochnäsig
„Nein ich werde nicht gehen“, schrie Tarja „Ich will mit Cressius reden“
„Welchen Rang habt ihr, um hier Forderungen zu stellen?“, sagte der Altmer mit so ruhiger Stimme, das es Tarja fast an den Rande des Wahnsinns trieb
Sie ging auf ihn zu“ Mein Rang? Ich bin Verteidiger in der Gilde und habe den 8 Rang der Magiergilden in Cyrodiil. Sonst noch Fragen“, keifte sie den Altmer an.
„Ts,ts,ts und ihr sprecht wie ein ungehobelter Ork, wenn ihr so gut seid, braut mir doch mal einen Heiltrank“, er lachte
Plötzlich flog die Tür auf “Meister Cirdan, was ist das heute für ein Krach in meinem Schloss? Und wer seid ihr? Und meine Wachen stehen dämlich in der Gegend herum“
„Entschuldigt mein Graf, das ist Tarja von der Kämpfergilde“, sagte Cressius
Der Graf griff nach Tarja´s Hand und gab ihr einen Handkuss“ Sagt mein Kind, kann ich euch helfen?“
„Der Rabe von meinem Vater überbrachte mir eine Nachricht über das Wetter“
Der Altmer schaute sie an“ Raben haben doch nur Gildenmeister der Magiergilde“
Gering schätzend schaute sie den Altmer an und sagte dann in dem selben hochnäsigen Tonfall“
„Ja mein Vater, ist Felen Fyr, der Gildenmeister der Magiergilde in Bruma“
„Aber ihr wisst schon das ihr eine Nord seid?“, fragte Cirdan
„Cirdan das reicht jetzt, geht in eurer Labor“, sagte der Graf „Und ihr folgt mir bitte, ich hoffe der Rabe ist ungefährlich?“
„Ich danke euch mein Graf und ich passe auf Onni auf“, als sie dem Graf in den Thronraum folgte, ließ sie es nicht nehmen, einen letzen verächtlichen Blick auf den Altmer zu werfen, der sich aber dann schnell wegtrollte.
„Entschuldigt meinen Meister, er ist immer so, wenn er spürt, das ihm jemand ebenbürtig ist. Cressius und ich haben gerade über dieses Wetterphänomen diskutiert, in unseren Aufzeichnungen haben wir nichts gefunden, ob es schon mal so ein Ereignis gab“
„Mein Graf, heute morgen kam diese Nachricht aus Bruma“, sie griff in ihre Tasche und reichte dem Graf den Zettel, er nahm ihn aus ihrer Hand und las die kurze Nachricht und strich sich über das Kinn“ Alles sehr merkwürdig, sogar Himmelsrand hat es getroffen“
„Vielleicht hat das Wetter auch gar nichts zu bedeuten, sondern es war nun einfach mal sehr früh Winter“, sagte Cressius
„Aber mit dieser Nachricht, können wir uns jetzt auf bessere Zeiten freuen, aber wie kann ich euch jetzt helfen?“, fragte der Graf
„Mein Graf bitte lasst mich auf die Mauer, ich will den Männern der Gilde die Nachricht durch Onni zukommen lassen“, gab Tarja ihm zur Antwort
„ Weiß der Rabe überhaupt, wo er hinfliegen muss?“, fragte Cressius
„Ja, aber ich muss den ungefähren Stand der Hütte wissen, Onni kennt Marcus und wird den Weg finden, stimmt es Onni?“
Der Rabe krächzte zur Bestätigung und Tarja kraulte ihm das Kopfgefieder.
„Wenn ihr vielleicht ein Stück Papier, Tinte und Feder für mich habt, dann schreib ich die Nachricht schnell“, sagte Tarja
Der Graf gab ihr die Sachen, Onni dem es langweilig war, lief von Tarja´s Schulter, rüber auf die Schulter vom Graf, dieser lachte als Onni vorsichtig an seinen Haaren zog.
„Na du , du möchtest bestimmt etwas zu essen, oder? Tarja, was mag er denn?“
„Am besten ein bisschen Brot“, gab sie dem Graf zu Antwort, während sie weiter schrieb.
Als sie fertig war, rief sie Onni, der sofort wieder auf ihre Schulter kletterte, sie rollte den Zettel zusammen und steckte ihn zurück in das Röhrchen.
„Cressius sorgt dafür das Tarja auf die Mauer gelangt, so dass der Rabe die Nachricht überbringen kann“
„Ja mein Graf“
„Ach Tarja es war eine Freude euch und euren Raben kennen gelernt zu haben“, sagte der Graf
Tarja lächelte, machte einen Knicks und verließ den Thronraum und folgte Cressius.
„Du hast gut gesprochen, normalerweise ist es schwer zum Grafen vorzudringen“
„Na ja ich kann hin und wieder auch überzeugend sein, aber ich würde gern noch etwas los werden, wenn es gestattet ist, Kommandant“, sage Tarja
„Na was brennt dir unter den Nägeln“
„Als ich vorhin durch die Stadt lief und mit dem Schnee unter meinen Stiefel kämpfte und dann sah, das nach der grauen Stute, der Weg hoch zum Schloss frei geräumt war, hat mich das sehr geärgert“
„Ja ich weiß, glaub mir ich hätte es auch gern anders gehabt, aber es war unmöglich, viele meiner Männer liegen auf der Krankenstation im Schloss und unser ach so von sich überzeugter Hofzauberer bekommt es nicht hin, dass die Männer wieder gesund werden“
„Ein Vorschlug zur Güte, nachdem ich heute die Amtsgeschäfte so gestört habe, komm doch später einfach zu uns ins Gildenhaus, Branwen und ich haben sehr gute Heiltränke und Salben da, die wir auch bei unseren Kranken genutzt hatten, wir haben noch genug über, für deine Männer“
„Das ist sehr nett von dir, da komm ich später gern darauf zurück“, sagte Cressius
„So da wären wir“, er öffnete eine Tür, das Tageslicht stach Tarja kurz in den Augen, folg mir zu unserem Späher Meldor“
„Ihr habt einen Bosmer als Späher?“, Tarja war erleichtert
„Ja er ist einer unseren Besten“, sagte Cressius
„Meldor, das ist Tarja von der Kämpfergilde, sie möchte den Männern, per Rabe eine Nachricht zukommen lassen, dafür muss sie wissen, wo die Jagdhütte liegt“
Meldor nickt und sagte“ Folgt mir bitte“, Tarja folgte ihm und nach ein paar Metern blieb er stehen und sagte“ Seht ihr dahinten im Wald den Rauch aufsteigen?“
„Eure Augen sind wohl besser als meine“, sagte Tarja
Meldor hielt dem Raben seinen Arm hin, Onni legte den Kopf schief und schaute Tarja an
„Ist in Ordnung Onni geh“, sagte Tarja
Meldor schaute den Raben einen Moment an und sagte dann“ Ein sehr kluges Tier, er findet den Weg, ihr müsst nur das Kommando geben“
„Onni?“, der Rabe schaute Tarja an „Da im Wald in einer Hütte ist Marcus, folge dem Qualm und du wirst ihn finden“
Der Rabe krächzte, erhob sich, kreiste einen Moment über ihren Köpfen und folgt Richtung Wald.
„Das schafft er schon, Raben sind sehr schlaue Tiere und dieser ist ein besonders schlaues Exemplar, gehört er euch?“
„Oh nein ich habe gar keine Zeit so ein Tier zu trainieren, er gehört meinem Vater Felen Fyr in der Magiergilde“
„Na dann ist es ja kein Wunder, aber jetzt solltet ihr wieder zurück gehen, bis er wieder zurückkommt“, sagte Meldor
„Ich danke euch Meldor, für eure Hilfe“, sagte Tarja und lief zurück zu Cressius
„Und hast du alles erledigen können?“, fragte er
„Ja alles erledigt und ich danke dir für deine Hilfe“, sagte Tarja und reichte ihm zum Dank die Hand, Cressius nickte und sagte“ Ich komm dann später wegen den Sachen vorbei“
Den Rückweg nahmen sie über die Außentreppe, so das sie gleich im Schlosshof ankamen
„Wie viele kranke Männer hast du?“
„Es sind 8 gute Männer“, gab er ihr zur Antwort
„Ach die bekommen wir schon gesund, aber haltet den unfähigen Altmer von ihnen fern“
„Ja das wäre wohl das beste“, lachte Cressius
„Vielleicht kannst du ja mal einen seiner Tränke mitbringen, die er für die Männer gemacht hatte, ich habe da einen Verdacht“, sagte Tarja
„Ja wenn ich an einen heran komme, lasse ich ihn dir zukommen, bis später“

Branwen stand mit einer heißen Tasse Tee in der Tür und sah Tarja durch den Schnee kommen. Sie stellte ihre Tasse ab und ging schnell nach innen um ihr auch eine Tasse mit heißem Tee zu holen.
„Da bist du ja wieder und du lachst“, sagte Branwen und gab ihr die Teetasse
„Lass uns reingehen, dann erzähl ich dir alles“

Marcus und Korst saßen draußen und überprüften ihre Bögen, Farmin, Adding und die anderen Männer, waren im Wald unterwegs.
„Irgendwie ist mir heute gar nicht so kalt“, sagte Korst
„Na ich weiß nicht, ich friere noch genauso wie vorher“ , gab ihm Marcus zur Antwort
Plötzlich hörte Marcus auf und starrte in den Himmel.
„Marcus was ist los?“
„Hörst du das, Korst?“
„Was denn? Ich höre nix?“
„Flügelschlag eines Vogels und er kommt näher“
Korst lauschte und schüttelte mit dem Kopf.
Marcus stand auf und ging von der Terrasse runter, er lauschte und dann hörte ein krächzen, sein Blick erhellte sich und er rief laut in den Wald “Onni?“
Der Flügelschlag und das krächzen kam immer näher, er rief erneut und dann sah er ihn, er flog auf ihn zu, er streckte seinen Arm aus und rief Korst zu “Bring mir bitte ein Stück Brot“
„Was machst du da? Wer ist Onni und warum willst du jetzt Brot“, rief Korst ihm zu
„Das wirst du gleich sehen. Onni komm her mein Junge“
Da sah Korst den Raben der zielstrebig auf Marcus Arm landete
„Bei allen Göttern, wo kommt der Rabe her?“
„Das ist Onni der Rabe von Tarja´s Vater“
„Aber woher weiß er das wir hier sind?“
„Geh und hol mir ein Stück Brot und dann schauen wir mal“ Marcus kraulte den grossen Vogel am Kopf und Onni schaute ihn fröhlich an, nickte mit dem Kopf und keckerte.
„Na hast du eine Nachricht für uns?“, fragte Marcus
Onni hob sein Bein und Marcus sah das Röhrchen, vorsichtig öffnete er es und zog einen Zettel heraus.
Korst hatte mächtig Respekt vor dem Schnabel und stammelte“ Was…soll…ich…tun?“
„Halt ihm das Brot hin, er kommt dann zu dir, er wird dir nichts machen“
Marcus rollte den Zettel auseinander und las ihn, er grinste vor sich hin.
„Sagst du mir was drin steht?“
„Ja den einen Teil kann ich dir vorlesen, der Rest ist privat“
„Dann lass mich den Teil hören, der für meine Ohren ist“
„Sie schrieb das Felen ihr geschrieben hat, das es in Bruma seit 3 Tagen nicht mehr schneit und das man die Sonne wieder durch die Wolken sehen kann“
„Du meinst der Winter ist vorbei?“
„Felen scheint es so zu sehen“
„Also könnten wir jeden Tag zurückbeordert werden?“, fragte Korst
„Ich hoffe es“, sagte Marcus
Dann holte er sich ein Stück Papier, Tinte und Feder, wie gut das ein Schwertbruder solche Sachen dabei hatte und schrieb Tarja ein paar Zeilen zurück.
Korst stand immer noch stocksteif mit Onni auf dem Arm auf der Terrasse, der Rabe war ihm nicht geheuer.
„Nimmst du ihn gleich wieder zu dir?“ ,fragte Korst
„Ja, ich packe nur das Zettelchen wieder in das Röhrchen, dann nehme ich ihn dir ab“
Marcus verpackte den Zettel in das Röhrchen und sagte „Onni komm zu mir, er hielt dem Raben den Arm hin, Onni kletterte darauf und schaute Marcus an und legte den Kopf schief
„Ja du bist ein toller Rabe“, sagte Marcus und kraulte dem Raben, das Kopfgefieder, der Rabe schloss die Augen und genoss die Krauleinheiten, danach gab er ihm noch ein Stück Brot, der Rabe nickte freudig mit dem Kopf.
„Erstaunlich, wie lieb er ist“, sagte Korst
„Hab ich doch gesagt“, sagte Marcus
„Naja du weißt ja was man über Raben sagt“, sagte Korst
„Ja, aber dieser hier, bringt uns wieder heim“, gab ihm Marcus zur Antwort
„So Onni , dann flieg mal zurück zu Tarja und überbring meine Nachricht“
Der Rabe flog erstmal hoch auf das Dach um von dort aus zu starten, Korst schaute ihm nach.
„Ach Korst, wenn du Farmin siehst, Branwen vermisst ihn, sagst du ihm das?“, fragte Marcus und verzog sich mit dem Zettel von Tarja in den Wald, er fand einen Baumstamm, wischte den Schnee runter und setze sich darauf, erneut rollte er den Zettel auseinander und begann zu lesen
„Mein geliebter Schatz,
ich habe auf gehört die Tage zu zählen, seit du nun fort bist.
Du fehlst mir so, die Nächte so sind kalt und dunkel ohne dich.
Ich freue mich wenn du endlich wieder bei mir sein kannst.
Aber ich habe gute Nachrichten für euch, in Bruma hat es aufgehört zu schneien, der Winter schein vorbei, was bedeutet, das auch ihr bald wieder zu uns nach Hause kommt.
Wir erwarten euch im geheizten Gildenhaus.
Sagst du Farmin, das Branwen ihn sehr vermisst, sie hat schon ganz dunkle Augenringe vor Kummer, aber das sagst du ihm nicht, sonst macht er sich Sorgen.
Bis bald mein Geliebter, ich liebe dich, deine Tarja“

Marcus drückte den Zettel an seine Brust und eine Träne lief ihm die Wange runter, er spürte sie auch diese Leere in ihm, alles an und in ihm schrie nach Tarja. Er hoffte das es nicht mehr allzu lange dauern würde, bis sie nachhause gehen können.