Teil 70 Heute wird geheiratet
Teil 70 Heute wird geheiratet PDF 
Geschrieben von: Bianca   
13.02.16 um 18:29 Uhr
„Marcus, aufstehen, wird Zeit für das Männerfrühstück im Skeever“, rief Asgeir fröhlich vor der Schlafzimmertür.
„ Ja, Asgeir ich bin gleich da“, rief Marcus
Tarja schlief noch und so liess er sie schlafen, stand auf zog sich an und verliess das Schlafzimmer.
„Na hast du dich von Tarja verabschiedet?“, fragte Asgeir
„Nein sie schläft noch“, sagte Marcus
„Na dann hoffe ich du kannst ein paar Stunden ohne sie auskommen, du siehst sie dann erst zur Trauung wieder“
„Auch wenn es schwer wird, ich halte es schon ohne sie aus“, lachte Marcus
Und während es sich die Männer im zwinkerenden Skeever gut gehen liessen, wurden in Vittoria`s Haus die Braut und Tarja von den Dienerinnen verwöhnt.
Nachdem baden und abtrocken wurden beide mit duftenden Ölen eingerieben.
Öl von einer grossen braunen Nuss die auf den Summerset Insel wächst, ein sehr angenehmer Duft.
Danach waren die Haare dran, Vittoria deren Haare nicht so lang waren, waren schnell hergerichtet, ein schöner Zopf, bei Tarja sah die Sache anders aus und die Dienerinnen waren sich nicht einig.
Und während Vittoria schon mit ihrem Kleid beschäftigt war, standen die anderen Frauen um Tarja herum, probierten einfache Zöpfe und geflochtene.
Plötzlich kam Vittoria und sagte“ Lasst mich das machen“ Sie kämmt Tarja´s Haare und griff sich dann eine grosse silberne Spange, steckte ihr die Haare hoch und zupfte dann noch 2 Strähnen heraus, die ihr Gesicht umrahmten „Was sagen die Damen nun?“
„Ja das sieht doch sehr hübsch aus“, sagte die eine
„Dann nun rein in die Kleider“, sagte Vittoria
Vittoria´s Kleid war ein roter Traum aus Samt und Spitze, als Umhang trug sie eine Stola aus Polarfuchs.
„Meinst du Asgeir wird meine Unterwäsche gefallen“, fragte sie Tarja
“Du meinst diesen roten Hauch von nichts?“, fragte Tarja lachend „Welchem Mann würde das nicht gefallen? Wo bekommt man so was her?““, fragte Tarja
„Das meine Freundin bleibt mein Geheimnis, aber ich habe noch so etwas ähnliches in blau möchtest du es haben?“
„Ach herrje ich weiß nicht“, sagte Tarja
„Probier es doch mal an“, sagte Vittoria und reichte ihr die Unterwäsche.
„Das Oberteil ist kaputt das hat ja keine Träger“, sagte Tarja
„Nein, das muss so sein“, lachte Vittoria
Tarja hielt sich das Oberteil an und pfiff
„Was ist los?“, fragte Vittoria
„Das sieht so hübsch aus!“
„Dann komm her ich helfe dir beim anziehen“
Tarja trat hinter dem Vorhang hervor und Vittoria lächelte
„Sehr schön, wirklich sehr schön, dann müssen wir noch ein anderes Kleid für dich her holen“
Sie schnürte Tarja das Oberteil zu, während sie eine der Dienerin zu rief, sie solle ein blaues Kleid bringen.
„So nun zum Kleid“, sagte Vittoria
Sie reichte Tarja ein blaues Kleid aus Samt, dazu lange weisse Strümpfe mit blauen Schleifchen daran und liess sich dann weiter bei ihrem Brautkleid helfen.
Tarja zog das Kleid an, es war schulterfrei, die Länge war genau richtig, die Dienerin brachte ihr noch ein paar lange blaue Wildlederstiefel, die Tarja anzog und einen Umhang.
Sie betrachtete sich im Spiegel und fühlte sich plötzlich wie eine Prinzessin.
Etwas später kam Vittoria rein und blieb vor Tarja stehen „Du siehst wunderschön aus.“
„Meinst du Marcus gefällt das?“, fragte Tarja etwas schüchtern
„Also wenn ihm das nicht gefällt, dann muss er gefühlskalt sein. Komm mir nehmen
noch einen Umtrunk, dann wird es auch bald Zeit“
Die Männer hingegen hatten sich im Skeever fertig gemacht, Asgeir trug ein Gewand in grün mit schwarzen Hosen und Stiefeln. Marcus hatte sich für eine schwarze Wildlederhose mit passenden Stiefeln entschieden. Dazu trug er ein weisses Hemd und eine schwarze Wildlederweste.
Er rasierte seinen Kopf und brachte somit seine Frisur wieder in Form, auch der Bart musste daran glauben und war hinterher wieder passend gestutzt.
„Gut siehst du aus mein Freund. Die Frauen werden sich nach dir bestimmt umdrehen“, sagte Asgeir
„Es reicht wenn es die eine tut“, sagte Marcus zwinkernd.
„Das wird sie bestimmt. So mein Freund noch einen Met, bevor mein neues Leben beginnt“, sagte Asgeir
Als die Männer ausgetrunken hatten, betraten seine Eltern die Taverne, beide sahen glücklich aus, dachte Marcus, trotz den Spannungen zwischen Nord und Kaiserlichen.
„Vater, Mutter kennt ihr noch Marcus Tjelvar?“, fragte Asgeir
„Aber natürlich der älteste Sohn von Ingvarr“, sagte Vulwulf „Schön das du wieder hier bist, aber was hat dich zur Rückkehr bewegt?“
„Unsere Kriegergilde hat sich aufgelöst und wurde dann wohl von den Thalmor übernommen“, sagte Marcus
„Verdammte Spitzohren, die mag ich noch weniger als die Kaiserlichen“, sagte Vulwulf
Während Asgeir und seine Mutter an der Theke standen, fragte Marcus leise“ Du heisst die Verbindung nicht gut, oder?“
„Nein, nicht wirklich, aber er liebt diese Frau“, sagte Vulwulf
„Die Liebe und Gefühle verbinden die unterschiedlichsten Menschen, da kann man auch als Eltern nichts unternehmen“, sagte Marcus
„Du wirst wohl recht haben, ich hoffe sie schenken uns wenigstens ein paar Enkelkinder“
„Ach bestimmt und du wirst ein großartiger Grossvater, der seinen Enkeln viel beibringen kann. Ihr seid jetzt Vittoria´s Familie, sie hat sonst keine“, sagte Marcus
„Aber sie ist die Cousine des Kaiser´s“, sagte Vulwulf
„Der aber nicht hier ist, aber ihr seid hier“, sagte Marcus
Vulwulf schaute Marcus an, dieser konnte den Blick aber nicht deuten.
„Wir sollten nun mal gehen, sonst komme ich zu spät zu meiner eigenen Hochzeit“, Asgeir strahlte.
Die kleine Gruppe eilte zum Tempel der Göttlichen und auch die Frauengruppe machte sich auf den Weg.
Asgeir, Nura und Marcus gingen schon mal in den Tempel, während Vulwulf vor dem Tempel auf die Frauen wartete.
Als die Frauen ankamen, erstarrte Vittoria fast beim Anblick ihres zukünftigen Schwiegervaters. Sie wusste das er sie nicht richtig leiden konnte und nun stand er vor der Tempeltür und schaute sie an.
Vittoria ging langsam auf ihn zu, verbeugte sich und sagte „Willkommen Herr Schnee-Schuh, schön das ihr gekommen seit“
Vulwulf Gesicht nahm weiche Züge an und er sagte zu ihr“ Ich hatte etwas gegen die Hochzeit, das weißt du. Es gibt so viele Nordfrauen und mein Sohn nimmt sich eine Kaiserliche. Aber ich hatte heute noch ein Gespräch das mir die Augen geöffnet hat.“
Vittoria hörte aufgeregt zu, plötzlich reichte ihr Vulwulf die Hände, sie griff danach und er sagte zu ihr“ Willkommen in der Familie, wenn du etwas brauchst, dann zögere nicht, wir sind für dich da“
Vittoria´s Augen füllten sich mit Tränen und sie schluckte schwer, Vulwulf zog ein Tuch aus der Tasche und trocknete ihre Tränen. „ Darf ich meine Schwiegertochter an den Altar begleiten und sie an meinen Sohn übergeben?“ Vittoria konnte nur nicken.
„Na dann auf zum Altar, mein Sohn möchte verheiratet werden“, lachte Vulwulf und nahm Vittoria an den Arm.
Der Tempel war sehr gross und schon gut mit Gästen besetzt, Tarja suchte sich einen freien Platz und setzte sich.
Asgeir machte grosse Augen, als sein Vater, Vittoria an ihn übergab.
Dann schaute Vulwulf Marcus an und nickte, jetzt wurde bewusst was Marcus Ansprache an Vulwulf bewirkt hatte. Vittoria bekam endlich eine Familie, die sie verdient hatte.
Er schaute sich nach Tarja, aber er sah sie nirgends.
Dann ging die Trauung los, der Priester hielt eine schöne Rede, hier und da konnte man Frauen schluchzen hören und die Barden der Bardenakademie spielten schöne Lieder, dann unterschrieben die Trauzeugen die Hochzeitsurkunde und die Trauung war vorüber.
Die Hochzeitsgesellschaft machte sich auf zum Ballsaal im blauen Palast.
Das Brautpaar nahm Platz auf dem Podest ,auf dem zwei üppige Stühle standen, die restlichen Gäste saßen vor dem Podest an langen Tischen mit samtbeschlagenen Bänken und dort trafen auch wieder Marcus und Tarja zusammen.
„Du meine Güte, siehst du hübsch aus, ich hätte dich beinahe nicht erkannt“, strahlte Marcus
Tarja´s Wangen röteten sich leicht und sie schaute auf den Boden und sie sagte leise“ Danke“
Das Brautpaar eröffnete das üppige Mahl und alle Gäste machten sich über die leckeren Speisen her.
Tarja hatte noch nie soviel Essen gesehen und war bei der Fülle der Auswahl überfordert, während Marcus alles mögliche probierte.
Auf einem extra Tisch wurden die Nachspeisen serviert, diverse Kuchen, Törtchen, Obst, Kekse und diverse Süßspeisen, da standen auch wieder diese Cremetörtchen die Tarja in Helgen probiert hatte, sie musste grinsen und legte sich zwei davon auf den Teller. Der Süsskram hatte es ihr angetan und sie langte ordentlich zu.
Nachdem Essen war Spiel, Spass und Tanz angesagt. Die Barden zogen alle Register, sie sangen, leiteten Spiele an, trugen diverse Gedichte vor und alle hatten sehr viel Spass.
Tarja stand immer noch am Tisch mit den Süssspeisen als Marcus ihr auf die Schulter tippte.
„Das Brautpaar beginnt gleich den Tanz, komm mit bevor du noch aus dem Kleid platzt“
Tarja rieb sich den Bauch „Ich glaub ich kann nicht tanzen, mein Magen ist so voll“
„Na dann ist Bewegung jetzt mal gut“, sagte Marcus und nahm sie an der Hand.
„Ach Marcus, du weißt doch, ich kann nicht gut tanzen und das letzte Mal war in Choroll“, seufzte Tarja
„Aber das hast du doch auch hinbekommen“, sagte Marcus
Tarja zog resigniert die Schultern nach oben und liess sich von Marcus zur Tanzfläche führen.
Erst tanzte nur das Brautpaar und dann tanzten nach und nach alle mit.
Es war ein schönes Fest und je später der Abend wurde, desto derber und frivoler wurden die Lieder und Gedichte, der Höhepunkt davon war, dass die Bardenakademie die Geschichte „Die dralle argonische Maid“ aufführte, sogar Tarja begriff die frivolen Anspielungen und kicherte.
Nach der Aufführung konnte man Pärchen verschwinden sehen.
„Magst du etwas an die frische Luft?“, fragte Marcus
Tarja lachte los „ Ich spiele aber nicht für dich Lupft ihren Schwanz“
„So? Das ist aber schade“, lachte Marcus
„Aber frische Luft wäre nicht schlecht, die Luft ist nicht mehr so dolle. Möchte wissen was die Rothwardonen da rauchen“, sagte Tarja
Sie verliessen den Ballsaal, draussen waren wunderschöne Laternen aufgestellt worden, die dann Platz vor dem Ballsaal erleuchteten und sie zogen sich bis Vittoria´s Haus.
Marcus und Tarja schlenderten die Strasse entlang und hier und da konnte man aus den Ecken gekichere der Pärchen hören.
„Eine schöne Hochzeit“, sagte Tarja
„Ja das stimmt, ich habe lange nicht mehr so gut gegessen und getrunken“, sagte Marcus
„Oh ja, die Süssspeisen waren so lecker“, seufzte Tarja
„Ja, das habe ich gesehen. Lass mal gucken, ob ich dich noch umarmen kann“, er zog sie in seine Arme und küsste sie sanft.
Nachdem Kuss schaute sie ihn an und sagte“ Marcus, du bist alles was ich mir je erträumt habe, einen besseren Mann kann man nicht finden und ich hoffe…“
Er legte seinen Zeigefinger auf ihre Lippen und sagte“ Ich liebe dich auch“
„Wir sollten langsam zum Fest zurückgehen, das Ehepaar wird nun bald verabschiedet“, sagte Marcus
Als sie wieder in den Saal kamen, stand Vittoria von ihrem Stuhl auf, ihre Wangen waren gerötet vom vielen Alkohol und sie rief alle unverheirateten Frauen nach vorne, Tarja machte sich den Spass und folgte den Frauen.
„Nun bevor ich mich mit meinem geliebten Gatten zurückziehe, verlangt die Tradition das ich eine neue Braut aussuche, also meine Damen, wer meinen Strauss fängt, darf die nächste sein“
Vittoria hatte sich natürlich schon ein „Opfer“ ausgesucht, die Frauen die hier anwesend waren, riefen in ihr keine Gefühle hervor, nur eine Frau erwiess sich als würdig.
Sie merkte sich die Stelle an der Tarja stand und warf ihren Strauss. Sie drehte sich herum und schaute ob der Strauss, dort angekommen war, wo er hin sollte.
Sie lachte als sie Tarja´s Blick sah, sie ging vom Podest runter und zielstrebig auf sie zu.
Tarja schaute sie an“ Das hast du doch extra gemacht, oder?“
Vittoria nahm sie in die Arme „Ja, meine Freundin, das habe ich mit Absicht gemacht. Ich mag dich sehr und vielleicht nimmst du mein Strauss ja als Anreiz für eure eigene Hochzeit.“
Tarja drückte sie an sich“ Danke für alles Vittoria.“
„Ihr kommt aber nochmal vorbei, bevor ihr abreist, oder?“, fragte Vittoria
„Ja natürlich, wir müssen ja noch unsere geliehnen Kleider zurückgeben. Und nun wünsch ich euch viel Spass bei eurer Hochzeitsnacht und treibt es nicht so dolle“ ,lachte Tarja
„Oh Lupft ihren Schwanz, hat heute noch viel vor“, lachte Vittoria und damit ging sie zurück zu ihrem Mann.
Unter lautem Jubel, Glückwünschen und frivolen Zurufen wurde das Brautpaar verabschiedet.
Marcus machte grosse Augen als Tarja mit Vittoria`s Strauss wieder kam.
„Oha, dann fang ich schon mal zu sparen an“, lachte Marcus
Taja nahm den Strauss vor ihren Busen, legte den Kopf schief und grinste“ Ach ich weiss nicht, ob ich eine gute Braut abgeben würde“
Marcus grinste, sagte aber nichts und reichte ihr einen Becher Wein.
Tarja bedankte sich und trank einen Schluck“ Uhhhhhh ist das Rotwein?“
Marcus grinste breiter „Du weißt doch was passiert, wenn ich Rotwein trinke“, sagte Tarja
„Ja, das weiss ich“, sagte er und legte seinen Arm um sie.
„Trägst du mich auch heim, wenn ich den einen Fuss nicht mehr vor den anderen bekomme?“, fragte sie angeheitert
„Na ja heim nicht, aber bis zum Skeever werde ich es schon schaffen“, sagte er und nahm noch einen Schluck Met.
Die Barden hatten auch schon einiges intus und die Noten waren jetzt schon ziemlich schief gespielt und der Saal leerte sich langsam.
So machten sich auch Marcus und Tarja auf den Weg zum Skeever.
Unterwegs schnappte Marcus Tarja und trug sie bis zum Skeever, sie kicherte, den ganzen Weg dort hin, sogar die ganze Treppe hinauf, bis vor das Zimmer, dann liess er sie runter, zog den Schlüssel aus der Tasche und schloss die Tür auf, sie betraten das Zimmer und Marcus schloss die Tür wieder ab.
Tarja liess sich auf das Bett fallen, das Kleid rutschte nach oben und Marcus machte grosse Augen und grinste“ Ah Lupft ihr Kleid“ und ging auf sie zu, Tarja grinste und sagte mit Zischelstimme“ Ssssoll ich euren Sssssspeer polieren, Sssssir?“
Marcus lachte und sagte“ Du bist unmöglich“
„Dassss weissssss ich“, lachte sie „Komm zzzzzzzzzu mir“
Zuletzt aktualisiert am 25.05.16 um 13:53 Uhr