Teil 017
Teil 017 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:14 Uhr

Seit 10 Tagen waren Branwen und Tarja nun wieder in ihrem Gildenhaus.
Während sie am ersten Tag, erstmal etwas aufräumten, frische Luft in die Zimmer ließen und den so genannten Heiltrank des Hofmagiers untersuchten und Cressius richtige Heiltränke, Salben, Tees und ein Rezept mitgaben, wo draufstand wie alles den kranken Soldaten gegeben werde musste.
„Wir sagen bescheid, wenn wir Erkenntnisse über den Heiltrank haben“, sagte Branwen und nach der Frage der Bezahlung, winkte Tarja ab und Cressius bedankte sich.
„Du gibst ihm das umsonst?“, fragte Branwen
„Wir brauchen es ja nicht mehr und bevor wir es vernichten müssen“, gab ihr Tarja zur Antwort
„Auch wieder wahr“, sagte Branwen
Tarja griff die Flasche und hielt sie gegen das Licht und schüttelte den Inhalt.
„Zu flüssig“, bemerkte Branwen
„ Ja finde ich auch und viel zu hell, hat etwas von gefärbten Wasser, oder?“
„Ja oder farbloser Alkohol der mit etwas gefärbt wurde, mach doch mal auf“
Tarja öffnete das Fläschchen und roch daran, sie zog die Nase kraus
„Was ist los?“, fragte Branwen
„Es riecht nach Zwiebeln und Honig“, sagte Tarja
„Was denkst du Wasser oder Alkohol?“, fragte Branwen
„Probierst du?“, fragte Tarja
„Ja ich hol mir einen Löffel“
„Nein warte, wir stecken es an, Alkohol brennt, wenn er stark genug ist, brennt es nicht müssen wir uns doch opfern“
Und es brannte nicht, beide Frauen probierten davon, es war Wasser mit Honig, Zwiebeln.
„Der Ansatz war ja gut“, sagte Branwen
„Ja aber mit zuviel Wasser funktioniert das nicht und außerdem muss der Saft etwas eindicken und muss direkt aus dem Gefäß gegeben werden und nicht in Flaschen gefüllt werden“, bemerkte Tarja
„Vielleicht sollten wir dem guten Mann etwas Unterricht geben“, lachte Branwen
„Dann geh ich aber, ich bin allergisch gegen diese Spitzohren aus Summerset“, Tarja verdrehte die Augen
„Ich kenne kaum welche, Elfen sind mir suspekt, tut mir leid dass ich das gesagt habe, wo dein Vater doch ein Dunmer ist“ Branwen senkte ihren Kopf
„Das muss dir nicht peinlich sein“, sagte Tarja
„Dann schreib ich Cressius mal ein paar Zeilen zu dem Heiltrank und schau mal ob auf der Strasse ein Soldat der Stadtwache unterwegs ist, der den Brief überreichen kann“, sagte Branwen
„Gut ich geh nach oben, die Räume sollten jetzt nicht mehr so muffig riechen“
Tarja machte zuerst die anderen Räume, bevor sie zu ihrem gemeinsamen Schlafzimmer ging und da fiel ihr ein, sie betrat nun das erste Mal das Zimmer von Korst, sie zierte sich, einfach da rein zu gehen, Branwen war es gewohnt, das sie ja erst als Haushälterin eingestellt wurde.
Sie öffnete die Tür und trat ein, das Zimmer war genauso groß, wie das Zimmer von Marcus und ihr, ein einfaches Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch, eine Rüstungspuppe die eine Uniform trug und ein Banner das sie noch nie gesehen hatte, darauf waren ein Amboss und ein Hammer und über dem Bett hing ein Bild mit einer Frau, vielleicht war es die Frau von Korst, sie schloss die Fenster, verließ das Zimmer und ging zum nächsten, es war das von Adding, es war so groß wie ihr altes Zimmer, es hatte ein Bett, einen Schrank und ein Regal voll mit Büchern.
Das Schlafzimmer von Farmin und Branwen, war auch unspektakulär, Tarja hatte mit Andenken aus ihrer Heimat gerechnet, aber nur das Banner von Choroll zierte die Wand.
Um in ihr Schlafzimmer zu kommen musste sie in den anderen Flügel, sie seufzte, heute Nacht würde sie da ganz allein schlafen.
Als sie angekommen war, schloss sie die Balkontüren und setze sich auf einen Stuhl um wieder mal Marcus Zettel zu lesen, den Onni ihr vorbei gebracht hatte, der Rabe blieb dann noch einen Tag in Choroll, bevor Tarja ihn wieder nach Bruma zurückschickte mit einem Brief, indem sie sich entschuldigte das Onni erst so spät, wieder nach Hause kommt.

„Meine geliebte Tarja,
ich habe mich so über deine Zeilen gefreut. Mir geht es so wie dir, du fehlst mir und ich möchte nie mehr, so lange von dir getrennt sein. Es tut weh nachts allein einschlafen zu müssen und morgens wird man wach und die Person die man liebt ist nicht bei einem.
Ich hoffe wir können, bald wieder zusammen sein.
Ich richte Farmin die Grüsse natürlich aus.
In Liebe Marcus“

Nach 5 Tagen im Gildenhaus, konnte man auch sehen, wie der Schnee in Choroll endlich schmolz und es wurde auch wärmer.
Jetzt hielt Tarja nicht mehr im Haus, jeden Tag packte sie sich etwas zu essen und trinken ein und ging zum Stadttor und wartete, aber sie wartete vergeblich auf die Rückkehr der Gilde.
Sie kam erst wieder, wenn es dunkel wurde und fiel gleich ins Bett.
So ging sie Tag für Tag aus dem Haus, Branwen versuchte alles um sie im Haus zu halten, aber da war Tarja zickig, wenn sie etwas wollte, dann tat sie es.
„Aber du wartest da doch vergebens und das ärgert dich nur“
„Branwen ich möchte die erste sein, die die Männer begrüßt“
Branwen seufzte „Dann geh“
Am 20. Tag, es dämmerte schon, ging die Tür zum Gildenhaus auf und Farmin rief“ Wo ist meine wilde Prinzessin?“
Branwen schaute aus der Küche und konnte es kaum glauben, die Männer waren wieder da, ihr wilder Prinz, Adding, Korst und Marcus.
Sie warf den Kochlöffel weg und stürzte sich mit einem Freudenschrei auf die Männer, sie küsste und umarmte jeden und die Freudentränen liefen.
„Du meine Güte ihr seht ja alle aus wie Trolle, Korst gut siehst du aus und Marcus, man erkennt dich ja kaum wieder, so lange Haare und ein Vollbart, ich freu mich das ihr wieder da seit“
Branwen sah das Marcus sich suchend um schaute „Sie ist seit einigen Tagen am Stadttor, welches auf die silberne Strasse führt, um auf euch zu warten“
„ Oh blöd wir haben die schwarze Strasse nach Choroll genommen, dann werde ich sie mal holen gehen“ Eigentlich freute er sich, das er sie dann für einen Moment allein für sich allein hatte.
Die Stadtwache am Tor begrüßte ihn freundlich “Endlich seit ihr wieder da“
„Ja wurde auch Zeit der Wald ist einsam, habt ihr Tarja gesehen, sie soll sich wohl hier aufhalten“
„Ja sie hält sich etwas außerhalb der Stadt auf, aber noch in Rufweite, hier habt ihr eine Fackel“
Marcus bedankte sich und verließ die Stadt und leuchtete mal links den Weg ab, dann mal rechts und dann bemerkte er etwas was abseits der Strasse saß, er ging etwas schneller und da sah er sie, sie saß zusammengesunken auf einem Baumstamm und fest in ihren Mantel gehüllt, als er sie erreicht hatte, sah er das sie wohl eingeschlafen war, was keine gute Idee war, Abends war es immer noch sehr kalt
Marcus war selbst müde und erschöpft, aber er hob sie hoch und trug sie nach Choroll zurück, sie wachte davon nicht auf.
Als er das Gildenhaus wieder erreicht hatte, saßen die anderen schon beim essen, es roch sehr gut, Marcus knurrte der Magen, aber er trug Tarja nach oben ins Schlafzimmer, er legte sie auf das Bett, zog ihr den Mantel und die Stiefel aus, sie trug nur ein Kleid, kein Wunder das sie eingeschlafen war, obwohl der Mantel dick war, konnte er die Kälte nicht ewig von ihr abhalten, er war froh, das er noch früh genug da war, bevor etwas schlimmeres passieren konnte. Sie sah genauso hübsch aus, die Haare waren noch etwas gewachsen, sie war sauber und gepflegt und roch so gut, wie er es von ihr kannte, er deckte sie zu und ging nach unten um seinen Hunger und seinen Durst los zu werden.
„Wo ist unsere Kleine“, fragte Adding
„Die liegt im Bett, sie ist vor der Stadt eingeschlafen, wo sie auf uns wartete“
„Ja sie wollte unbedingt die erste sein, ich konnte es ihr nicht ausreden, aber jetzt iß erstmal was, damit du wieder zu Kräften kommst“
Das ließ Marcus sich nicht zweimal sagen, Korst erzählte wie es ihnen im Wald ergangen war und Branwen die an Farmin hing, erzählte was so bei ihnen los war.
Adding stellte seinen Krug ab und sagte“ Meine Freunde es tut mir leid, aber ich bin so müde, ich werde jetzt zu Bett gehen und mich erstmal ausschlafen und wenn ich wach bin, geh ich sofort ins Badehaus zum baden, rasieren und Haare schneiden“
„Adding das ist eine gute Idee, werde ich auch tun“, sagte Korst
„Ja ein schönes warmes Bad wird auch mir gut tun“, sagte Farmin
„Marcus du entschuldigst uns“, sagte Branwen
„Klar geht nur, ich esse noch etwas“
Als er allein war, dachte er sich ja baden wäre jetzt schön, er aß das letzte Brötchen und das letzte Stück Fleisch, kippte einen Met nach, in der Küche suchte er noch nach Wasser, damit er sich wenigstens etwas waschen konnte und ging dann auch zu Bett.
Leise zog er sich aus und legte sich zu Tarja ins Bett, die immer noch tief schlief.
Irgendwann wurde sie wach, sie lag in ihrem Bett, wie war sie hier hergekommen?
Sie konnte sich daran erinnern, das sie seit Tagen vor der Stadt auf die Männer warten wollte, offensichtlich war sie eingeschlafen, was aber immer noch nicht klärte, wie sie hier ins Bett kam.
Sie richtete sich auf und rieb sich die Augen, eine Kerze brannte, sie schaute neben sich ins Bett und da sah sie ihn, er war wieder da, offenbar hatten sie eine andere Strasse zur Stadt genommen und er hatte sie geholt und ins Bett gelegt.
Sie beugte sie zu ihm rüber, am liebsten hätte sie ihn geweckt, aber Marcus schlief so fest, das sie ihm nur einen Kuss auf die Wange drückte, später war noch genug Zeit um sich zu freuen.
Sie legte sich zurück in ihr Kissen und schlief wieder ein.