Teil 71 Dämmerstern
Teil 71 Dämmerstern PDF 
Geschrieben von: Bianca   
11.03.16 um 16:25 Uhr
Tarja zitterte, vor zwei Tagen gingen sie an Bord, das Schiff hiess der singende Hering, komischer Name dachte Tarja.
Zwei Tage als sie das letzte Mal festen Boden unter den Füssen hatte.
Es war kalt auf dem Geistermeer, die Kälte ging sogar durch die Fellumhänge die sie von Beirand und Sayma bekommen hatten.
Vittoria und Asgeir hatten sie zum Hafen begleitet, dort bekamen sie von Vittoria noch einen Schein mit ihrem Stempel drauf, so das sie immer Zugang zu den Häfen und den Schiffen hatten, der Schein war ein Dankeschön an Marcus, weil der das Gespräch mit Vulwulf geführt hatte.
Tarja starrte in den Nachthimmel, das Wetter war klar und die Sterne funkelten um die Wette und die Wellen klatschten gegen den Bug, der durch das Wasser schnitt.
Der Kapitän hatte sein Schiff unter Kontrolle, als wäre er auf diesem Schiff zur Welt gekommen.
„Was machst du den hier draussen in der Kälte?“, fragte Marcus
„Die Enge in der Kabine macht mich wahnsinnig“, sagte Tarja
„Ein bisschen musst du noch aushalten, dann haben wir es geschafft“, sagte Marcus und legte seinen Arm um sie
„Wie machen sich die Pferde?“, fragte Tarja
„Den beiden geht es gut. Komm lass uns wieder runter gehen“, sagte Marcus
Tarja seufzte, aber liess sich von Marcus mitziehen. So schlimm war die Kabine nicht, sie hatte einen Tisch 2 Stühle und ein Bett, aber trotzdem fühlte sie sich unwohl. Sie wollte wieder an Land, sich frei bewegen und laufen.
Rastlos lief sie in der Kabine auf und ab und fühlte sich wie ein eingesperrtes Tier.
„Tarja jetzt setz dich doch mal“, sagte Marcus leicht genervt
Grummelnd setzte sie sich an den Tisch und fing an mit den Fingern auf dem Tisch rumzutrommeln, Marcus verdrehte die Augen und setzte sich genervt dazu.
„Du wirst doch die Reise rumkriegen“, sagte er
„Willst du jetzt Streit anfangen?“, fragte Tarja genervt
„Hier und jetzt? Ohne Rückzugsmöglichkeiten? Bah!“, gab er ihr zur Antwort
„Oh, wie Spitzzüngig“, sagte sie gereizt
„Fräulein, hör auf mich zu reizen“, seine Augen funkelten böse
„Ach lass mich doch in Ruhe“, sie stand so schnell auf, dass der Stuhl umkippte
Sie legte sich ins Bett mit dem Rücken zu Marcus und grummelte vor sich hin, das ging Minuten lang so weiter, so das es Marcus reichte, er stand auf und verliess die Kabine.
Nun lag Tarja allein in der Koje und weinte sich vor lauter Wut in den Schlaf.
Marcus zog sich in den Frachtraum zu den Pferden zurück, als er die grosse Box betrat, lagen die beide Pferde mit untergeschlagenen Beinen auf dem Stroh. Tarja´s Stute hatte ihren Kopf auf Marcus Pferd aufgestützt.
„Wenigstens könnt ihr euch leiden“, sagte er leise, dann holte er sich eine Decke und legte sich auf den Strohballen lang und da er müde war und sowieso überall schlafen konnte, schlief er auch sofort ein.
„ Was zum….“Marcus fühlte sich plötzlich als würde er jeden Moment von den Strohballen fallen, sein Kopf hing tiefer, er öffnete die Augen und sah wie Tarja´s Stute, kleine Büschelstroh aus dem Ballen zog, wo woher sein Kopf bequem lag.
Er streichelte der Stute über die Nüstern und sagte „Du bist ja auch so ein Biest, wie deine Besitzerin“, sie schnaubte und wieherte leise.
Er stand auf und klopfte sich das Stroh von den Kleidern und ging nach oben.
Er wollte sich etwas waschen und die Kleider wechseln, die jetzt doch nach Pferd rochen.
Als er die Kajüte betrat, sass Tarja an dem kleinen runden Fenster und starrte nach draussen, schweigend schloss er die Tür.
Er zog die Kleider aus und begann sich über dem kleinen Wasserbecken zu waschen, danach trocknete er sich ab und zog frische Kleidung an, danach legte er sich nochmal in die Koje und schlief noch mal ein.
Später klopfte es an der Tür und die Stimme vor der Tür sagte“ Gegen Mittag legen wir in Dämmerstern an“
„Danke für die Auskunft“ sagte Tarja
„Zufrieden?“, brummte Marcus aus der Koje
„Ja“, gab sie ihm genauso genau so brummend zur Antwort
Marcus verdrehte die Augen und hoffte ihr Verhalten würde sich an Land wieder verbessern.
Er liebte diese Frau wirklich von ganzem Herzen, aber ihr Verhalten war echt anstrengend.
Tarja packte ihre Sachen zusammen und Marcus verliess das Bett und packte auch zusammen.
Tarja nahm ihre Sachen und wollte die Kajüte verlassen, aber sie hatte die Rechnung ohne Marcus gemacht, der nun wirklich böse wurde.
Er packte sie am Arm und drehte sie zu sich rum, sein Blick verriet nichts gutes, Tarja stand vor ihm wie ein trotziges Mädchen.
„Was ist los“, fragte sie trotzig
„Ach vergiss es“, sagte Marcus tonlos und liess sie los, Tarja starrte ihn an, mit diesem Verhalten konnte sie jetzt nichts anfangen, sie hatte auf eine Reaktion gehofft aber diese folgte nicht.
Sie drehte sich rum, verliess die Kajüte und ging an Deck, es war kalt, aber sie sah in der Ferne auf einem Berg ein Licht.
„Das ist der Leuchtturm von Dämmerstern“, sagte einer der Matrosen, ein junger Kaiserliche mit langen braunen Haaren, Tarja lächelte ihn an.
„Seid ihr schon lange auf dem Schiff?“, fragte sie
„Ja, seit vier Jahren“, gab ihr der Kaiserliche zur Antwort und lächelte „Was führt euch nach Dämmerstern“, fragte er und rückte näher an sie heran
„Oh, ich bin neu in Himmelsrand und schau mir das Land an“, sagte sie freundlich
„Ihr zittert ja,ist euch so kalt?“, fragte der Kaiserliche und zog seinen Umhang aus und hängte ihn um Tarja´s Schulter.
Genau zu diesem Zeitpunkt kam Marcus an Deck und er sah wie ein fremder Mann einen Umhang um ihre Schultern legte, seine Hände verweilten länger als es hätte sein müssen, es schien ihr nichts auszumachen, Marcus kochte vor Wut.
Er hörte wie sie kicherte und er sah den Blick des Kaiserlichen, er musste an sich halten, das er nicht wutentbrannt zwischen die Situation ging. Doch plötzlich wendete sich das Blatt, Tarja ging einen Schritt von dem Mann weg, dann sagte sie laut“ Lasst mich in Ruhe“
Er hörte noch wie der Mann sagte“ Blöde Dirne“ und von ihr weg ging.
Tarja schaute ihm hinter her, schüttelte mit ihrem Kopf und starrte weiter auf das Licht vom Leuchtturm was immer näher kam.
Es dauerte nicht mehr lange und das Schiff legte an der Anlegestelle an.
Marcus war zu ihr rüber gegangen, ihre Augen waren gerötet, hatte sie geweint?
„Marcus, ich möchte mich erstmal etwas bewegen, wenn wir an Land sind, sonst dreh ich durch, würdest du….?“
„Ja, ich kümmere mich um ein Zimmer in der Taverne“, sagte er
„Danke“ sie wischte sich über die Augen, er liess es unkommentiert

Dann konnten sie endlich vom Schiff, Marcus nahm Tarja´s Rucksack und sah wie sie davon rannte.
Er schüttelte mit dem Kopf, er wartete noch bis die Pferde an Land waren, dann machte er sich mit ihnen auf den Weg zur Taverne, neben der Taverne war ein eingezäunter Bereich, dort standen schon 3 Pferde, also stellte er die Pferde zu den anderen.
Dann betrat er die Taverne und ging zu dem Wirt um ein Zimmer zu mieten“
Habt ihr ein Zimmer mit Doppelbett“, fragte Marcus
„Aber ja unten im Keller, es kostet 10 Septime die Nacht“
„Und was kosten die Stellplätze für die Pferde?“
„Die sind umsonst, die Pferde werden auch von uns verpflegt“, sagte der Wirt
Marcus nickte und fragte“ Halten sich Gäste hier auf, die sonst nicht hier sind?“
„Ja, seit einigen Wochen wohnt ein Geschwisterpaar aus Hammerfell hier, sie gehen immer auf die Jagd oder halten sich bei Rustleif auf, der leitet die Schmiede unterhalb der Taverne“
„Gut, dann werde ich den beiden mal einen Besuch abstatten“, sagte Marcus
Der Wirt schaute ihn erschrocken an „Haben sie was verbrochen?“
„Nein, das haben sie nicht, ich will mich nur mit ihnen unterhalten“
Der Wirt wirkte erleichtert, dann zeigte er Marcus das Zimmer.
„Neben an wohnt noch ein dunmerisches Paar und eine Zauberin, die dem Ort hier geholfen haben, nette Leute, obwohl sie eine Zauberin bei sich haben, so hier ist euer Zimmer“, sagte der Wirt und Marcus bedankte sich, er betrat den Raum und stellte die Rücksäcke vor das Bett und machte sich dann auf zur Schmiede.
Und tatsächlich traf er dort drei Rothwardonen.
Er sprach den Mann an „Entschuldigung, wenn ich störe, aber ich muss euch etwas fragen.
*“Seid ihr wegen der Arbeit in Helgen hier?“
Der Rothwardone schaute Marcus an und sagte“ Ah ja! Uns wurde gesagt, jemand würde uns hier treffen. Das seid dann vermutlich ihr. Meine Schwester hier und ich sind interessiert“
„Dann erzählt mal was ihr für Qualifikationen habt“
„Wir sind ausgezeichnete Schwertkämpfer, spezialisiert auf Schleichen, Schnelligkeit und Präzision. Meine Schwester ist auch eine sehr fähige Bogenschützin.“
„Ihr seid weit weg von Hammerfell, warum seid ihr hier?“, fragte Marcus
„Wir sind hierher gekommen, weil wir eine Frau finden sollten, da wir aber nicht genug Beweise hatten, das sie wirklich schuldig ist, haben wir uns geweigert sie fest zunehmen, Deswegen würden wir von unseren Brüdern geächtet und dank der Aldmeri-Dominon haben wir in Hammerfell auch keine Familie mehr. So sind wir in Himmelsrand geblieben und suchen nun nach Arbeit. Ich hoffe Ihr habt noch Platz für zwei fähige Kämpfer“
„Also gut, wenn ihr es nach Helgen schafft, bekommt ihr eure Chance“
„Oh also ein Test, schaffen wir es gehören wir dazu?“
„Das werden wir dann sehen“, sagte Marcus*
„Komm Oranthi, wir haben einen langen Weg vor uns“, sagte der Rothwardone

Marcus schaute den beiden nach, noch zwei Städte, er starrte auf das Meer, dann suchte er mit den Augen den Strand ab, aber er sah Tarja nirgends, also machte er sich auf den Weg in die Taverne, er brauchte etwas zu trinken.
In der Taverne angekommen, bestellte er sich beim Wirt ein Becher heissen Met und setzte sich an einen Tisch mit Blick auf die Tür.
Lange passierte nichts, dann öffnete sich die Tür, zwei Frauen kamen rein und dahinter noch ein Mann mit Kapuze auf dem Kopf.
Er spürte dass der Mann ihn anstarrte und dann auf ihn zu kam, als er vor ihm stand nahm er die Kapuze ab und Marcus starrte ihn an.
„Hallo Marcus“
„ Hallo Felen, schön dich hier zu sehen“
Marcus stand auf und schüttelte dem Dunmer fest die Hand.
„Ist meine Kleine auch hier?“ Felen schaute sich um
„Nicht hier, wir waren drei Tage auf dem Schiff unterwegs und was soll ich sagen? Es war etwas schwierig. Sie läuft wohl gerade um Dämmerstern“, sagte Marcus
Felen lachte „Ja, der Dickschädel mal wieder. Aber wie geht es euch sonst so? Was macht ihr hier? Wir haben das von Helgen gehört, ist es wahr? War Tarja da schon weg?“
„Lass mich noch was zum trinken bestellen, dann erzähl ich dir alles, es wird länger dauern“, sagte Marcus
Die zwei Frauen hatten mittlerweile auch am Tisch Platz genommen und Felen stellte sie vor
„ Das ist Mirabelle Ervine sie ist unsere Hochmagierin und die rechte Hand von Erzmagier Savos Aren, sie beherrscht Feuerball, Feuerblitz, Feuer-Atronach beschwören, Flammenmantel, Steinhaut Beständiger Schutz und unsere Meisterin in Heilung von Krankheiten und ist eine ausgezeichnete Ärztin. Und diese hübsche Dunmer, ist Aranea Ienith , sie ist eine Hohe Priesterin von Azura und beherrscht auch verschiedene Arten der Magie und das meine Damen, ist Marcus er ist der Freund von meiner kleinen Tarja“
„Tarja wäre erfreut euch kennenzulernen“, sagte Marcus, dann rief er den Wirt an den Tisch und bestellte für jeden etwas zu trinken.
Dann begann er zu erzählen, wie er in Falkenring erfahren hatte, was in Helgen vorgefallen war, das Tarja von den Sturmmäntel gerettet wurde, das mit schweren Verletzungen unterwegs war, das er sie betrogen hatte, sie kurzzeitig getrennt waren, das Helgen wieder aufgebaut wird, das eine Bretonin ihr Leben gerettet hatte, sie dadurch aber ihre Magie verloren hatte, das sie sich wieder vertragen haben, das sie in Einsamkeit waren bis zu ihrer heutigen Ankunft in Dämmerstern.
Felen und die Frauen hörten sich das alles in Ruhe an.
„Du meine Güte, das sind ja böse Erlebnisse“, sagte Aranea
„Du sagtest das sie ihr Magie verloren hat“, sagte Mirabelle
„Also Cienna hat es mir erklärt, durch den Heilschlaf wäre das passiert, ihre Fähigkeiten sind wohl alle noch da, aber irgendwas blockiert die Magie“, erklärte Marcus
„Naja eigentlich sollte der Heilschlaf das nicht tun, ich denke es ist eher das Trauma des Erlebten, ich denke wir sollten uns das mal anschauen, oder was meinst du, Aranea?“
„Ja, das sollten wir tun, vielleicht können wir ihr helfen“
Felen schaute Marcus an und sagte“ Mein Junge, ich denke du solltest sie suchen gehen, wir haben noch genug Zeit uns zu unterhalten“
„Das würde ich gern tun, nur wo soll ich nach ihr suchen?“
„Bleib auf der Hafenseite und nach dem letzten Haus, folgst du dem Strand, da wirst du sie bestimmt finden“, sagte Felen

Solange er noch in dem Dorf war, konnte er sich nicht an den Spuren im Schnee orientieren, besser wurde es, als er Dämmerstern verlassen hatte, nur eine Fußspur führte aus dem Dorf, also folgte er ihr.
Das Meer war ruhig und nur kleine Wellen klatschten gegen die Steine die im Wasser lagen, das Geräusch war beruhigend.
Bei einem Zelt am Strand hörten die Fußspuren auf und er wunderte sich, warum hier ein einsames Zelt stand.
Er schaute vorsichtig in das Zelt, da sass Tarja auf einem Schlafsack, sie blickte nach oben und schaute Marcus an, die Augen waren immer noch gerötet, die Haare zersaust, leise sagte sie „Ich bin ein furchtbarer Mensch“
Marcus betrat das Zelt, kniete sich vor sie, strich ihr die Haare aus dem Gesicht und fragte „Wie kommst du auf die Idee?“
„Ich verärgere dich immer mit meinem blöden kindischen Verhalten“, sie zog die Nase hoch
„Ja, das tust du, aber ich versuche damit zurecht zukommen und damit zu wachsen. Was mich wirklich geärgert hatte, war die Nähe zu dem Kaiserlichen“
Tarja schaute ihn erschrocken an“ Es ist doch nichts passiert, mein Herz gehört nur dir und nur dir allein, ich will nur mit dir zusammen sein, du bist der Mann den ich liebe.“
Er beugte sich nach vorn und küsste sanft ihre Nasenspitze.
„Ist Dämmerstern den schön?“, fragte sie
„Oh, ich denke du wirst es lieben“, er grinste geheimnisvoll
„Wie kommst du da drauf?“, fragte sie
„Das wirst du dann sehen“, gab er ihr zur Antwort
„Jetzt machst du mich aber neugierig, ich möchte zurück“, sagte sie und stand auf.
Hand in Hand liefen sie zurück nach Dämmerstern, sie schauten nochmal nach den Pferden und betraten die Taverne.

„Brrrr ich brauch jetzt erstmal etwas warmes“, sagte Tarja
„Setz dich doch, ich bestell dir was“, sagte Marcus und schaute sich um, Felen war wohl auf seinem Zimmer.
Leise fragte er den Wirt, ob er den Dunmer mal nach oben holen könnte und der Wirt nickte
„Bringt ihr uns dann noch zwei warme Met?“
„Ja, bring ich euch an den Tisch“, sagte der Wirt und ging nach unten
Er klopfte an die Tür, trat sofort errötet einen Schritt zurück und stammelte“ Ent…schuldig mein….Herr, aber Ihre…Anwesenheit…wird oben gefordert“ und verschwand sofort wieder.
Felen seufzte“ Hat man dann nirgends seine Ruhe“
„Geh mein Liebster, wir haben später dafür noch genug Zeit“, sagte Aranea und klopfte Felen lachend auf den nackten Hintern.
Felen stand auf ,zog sich wieder an , verliess das Zimmer und ging nach oben in den Gastraum.
Er schaute sich um und sah das Marcus wieder am Tisch sass, also ging er zu ihm ihn.
Dann sah er seine „Kleine“ am Tisch sitzen, sein Blick erhellte sich und er sagte ihren Namen, Tarja schaute auf , mit einem lauten Freudenschrei sprang sie vom Stuhl auf und in die Arme ihres Vaters.
Felen drückte sie an sich und küsste ihre Stirn „Ach, mein Mädchen es ist so schön dich wiederzusehen“
„Vater, es ist zu lange her und es ist schön dich hier zusehen. Wie geht es dir? Komm setz dich zu uns“, sagte Tarja hocherfreut
„Mir geht es gut, mein Schatz“, sagte Felen und Tarja strahlte beide Männer an
„Marcus hat mir schon bereits alles erzählt, schlimm was dir da passiert ist, es tut mir so leid“, sagte Felen und legte seine Hand auf ihre und drückte sie.
Tarja schluckte „Ja, es war schlimm, aber ich habe viele neue Menschen kennengelernt, die mir geholfen haben und Marcus natürlich der über die ganze Zeit in meiner Nähe war, obwohl ich ihn schlecht behandelt habe“
„Ja, ja ihr Weißmähne Frauen habt alle einen Dickkopf und eure furchtbaren Launen“, sagte Felen
„Weißmähne? Die aus Weisslauf?“, fragte Marcus
„Ja“, sagte Felen „Offenbar war Tarja noch nicht bei ihren Wurzeln?“
„Doch ich war in Weisslauf, aber ich habe dort niemanden getroffen, der so heisst“, sagte sie
„Den einzigen Weißmähne den ich in Weisslauf kenne ist…“, Marcus brach ab und er hoffte insgeheim er würde sich täuschen
„Marcus???“, fragte Tarja
„Das wird dir nicht gefallen, Kodlak Weißmähne ist der Herold der Gefährten“
„Nein, mein letzter Verwanderter ist der Anführer von diesem…diesem…“, sie schluckte das Wort runter, sie war enttäuscht
„Tarja, Kodlak ist ein guter und loyaler Mensch“, sagte Marcus
„Aber er leitet die…diesen…Haufen. Nie wieder betrete ich diese Halle“, sagte Tarja motzig
„Keine guten Erfahrungen gemacht?“, frage Felen
„Nein, es war schlimm und ich war nur ganz kurz da“, sagte Tarja
„ Kodlak war nicht da und ich habe selbst gesehen, was da los ist, wenn der Alte aus dem Haus ist“, sagte Marcus
„Tarja, ich hätte es dir in Helgen schon geben sollen, wenn du Kodlak nicht sehen möchtest, tu mir bitte einen gefallen und besuch wenigstens die Grabstätte deiner Eltern“ ,sagte Felen und zog einen Schlüssel aus der Tasche und legte ihn vor Tarja auf den Tisch
„Für was ist der Schlüssel?“, fragte Tarja
„Das Haus, deiner Mutter in Weisslauf, neben der Schmiede.“ sagte Felen
„Ich werde es mir überlegen“, sagte Tarja und steckte den Schlüssel ein.
„Langsam bekomm ich Hunger“, sagte Marcus
„Ja, ich auch, kannst du uns etwas empfehlen ,Vater?“, fragte Tarja
„Ich mag den Horkereintopf sehr gern, aber für dich ist das nichts, das Fleisch ist zu fettig, ich empfehle dir den Fisch“, sagte Felen
„Hier steckst du also“, sagte eine Dunmer
„Mein Schatz, darf ich dir meine Tochter Tarja vorstellen?“, fragte Felen
Die Dunmer reichte ihr die Hand und sagte“ Tarja, ich bin sehr erfreut dich kennenzulernen, mein Name ist Aranea“
„Aranea also“, sie zwinkerte Felen zu „ Schön dich kennenzulernen und schön das mein Vater dich wiedergefunden hat, kommst du auch von der Akademie“
„Nein, ich bin eine Hohepriesterin von Azura und kümmere mich um ihren Schrein. Felen wusste wo er mich suchen musste, wir leben jetzt zusammen an der Akademie“
„Wir wollten uns gerade etwas zum Essen bestellen“, sagte Felen
„Ich finde wir sollten auf Mirabelle warten, sie sollte gleich wiederkommen“, sagte Aranea
„Was macht ihr den hier so weit weg von der Akademie?“, fragte Tarja
„Es gab ein Problem in Dämmerstern und außerdem besuchen wir hin und wieder Alchemisten und die Hofzauberer, wenn sie Hilfe benötigen“, sagte Felen
„Dann kommt ihr auch viel rum?“, fragte Tarja
„Ja hin und wieder mal. Wir versuchen immer Kontakt zu unseren Leuten zu halten, den meisten Kontakt haben wir zu unseren Heilern. Mirabelle lässt ihnen immer die neusten Erkenntnisse zukommen, wenn wir etwas neues erforscht haben oder etwas anders wirkt als es sollte. Und wir erforschen auch neue Waffen zusammen mit unserem Schmied“, erklärte Felen
Dann ging die Tür auf und eine Frau kam rein, sie hatte dicke Schneeflocken in den Haaren.
Sie schüttelte die Haare „Bei den 8, was für ein Schneegestöber“
„Hallo Mirabelle, alles in Ordnung bei Frida?“, fragte Aranea
„Ja, es geht ihr gut, sie ist nur etwas einsam, wir sollten einen neuen Lehrling für sie finden, Eija ist ja mit ihrer Ausbildung fertig und zurück nach Rifton gegangen“, sagte Mirabelle
„Meinst du Eija Tjelvar?“, fragte Marcus
„Oh Marcus, ihr kennt Eija?“
„Ja wie mein Fleisch und Blut, sie ist meine kleine Schwester, ich habe sie nur ewig nicht mehr gesehen“, gab er ihr zur Antwort
Mirabelle setzte sich an den Tisch und schaute Tarja an „Dann bist du wohl Tarja?“
„Ja, das bin ich“, sagte Tarja und schaute Mirabelle lange an „Du bist eine Hochmagierin“
Mirabelle legte ihre Hand um Tarja´s Handgelenk und schaute sie an“ Und du bist eine Meistermagierin“
Tarja bekam Tränen in die Augen“ Das war ich mal“ sagte sie und schluckte den Klos im Hals runter
„Nein, mein Kind du bist es noch immer, aber du bist blockiert, zu viele Erinnerungen, zu viele Entscheidungen, du weißt nicht was du willst, du bist hin und her gerissen zwischen Magie und dem Wunsch nach einem Kind“, sagte Mirabelle
„Aber Zauberinnen können keine Kinder kriegen“, sagte Tarja traurig
„Wer erzählt den so was? Wir können sehr wohl Kinder bekommen, sonst würden wir hier nicht sitzen.“
„Aber in der Kaiserstadtgilde wurde uns immer gesagt Zauberinnen bekommen keine Kinder“, sagte Tarja
Mirabelle lachte“ Ach herrje, wird das immer noch unter die Frauen gebracht, klar erzählt man das wenn eine Frau einen Meisterrang hat, damit sie die Frauen nicht verlieren. Vielleicht ist dein Körper noch nicht bereit, aber eines Tages wird er soweit sein und dann wirst du ein Kind oder auch mehrere haben können, was aber auch mit Magie geboren wird. Du hast noch Aufgaben vor dir und solange wird dein Körper mit Magie durchflutet, irgendwann wird sie abnehmen und dein Körper ist bereit für eine Schwangerschaft. Mach dir keine Gedanken, es hat alles seinen Sinn und Zweck“
„Und wie bekomm ich meine Magie wieder?“, fragte Tarja
„Das kann ich dir nicht sagen, vielleicht muss irgendetwas passieren“, sagte Mirabelle
„Schließlich bist du keine Dunmer, wo der Weg bis zur Schwangerschaft ein langer und steiniger Weg ist“, sagte Aranea
Tarja sah das Felen unverschämt grinste, Felen gefiel dieser steinige Weg.
Tarja schaute ihn an und sagte“ Also willst du mich zur grossen Schwester machen?“
Felen schaute sie an, lächelte und sagte aber nichts.
Marcus hatte inzwischen das Essen bestellt und die Gesellschaft nahm ihr Essen ein.
Nachdem Essen fragte Mirabelle“ Wo geht es für euch als nächstes hin?“
„Wir müssen als nächstes nach Windhelm“, sagte Marcus
„ Könntet ihr ein Brief für mich dort im Alchemieladen abgeben, Quintus Navale, soll ihn erhalten“, fragte Mirabelle
„Das dürfte keine Problem sein“ sagte Tarja
„Und ihr drei, wohin führt eurer Weg?“, fragte Marcus
„Wir ziehen weiter nach Morthal“, sagte Felen
„Wenn ihr nach Windhelm reist, passt auf das ihr nicht in ein Riesenlager stolpert, die gibt es hier in Pale recht oft.“, sagte Aranea
„Der Tag war lang und wir wollen morgen weiter“, sagte Felen
„Ja, wird Zeit zum schlafen gehen“, sagte Mirabelle „Aber ich würde Tarja gern noch den Brief geben, würdest du mich nach unten begleiten?“
„Ja, aber natürlich“, sagte Tarja und stand auf, als sie an Marcus vorbeilief drückte sie ihm einen Kuss auf die Wange und lächelte.
„Ich warte hier auf dich“, sagte er
„Ja, ein Schlaftrunk wäre ein schöner Abschluss des Tages“, sagte Tarja
„Gut, dann bestell ich uns noch eine Flasche Wein“, sagte Marcus
„Ja tu das“, sagte Tarja
Marcus merkte wie entspannt sie war, die letzten Stunden haben ihr gut getan.
Tarja war Mirabelle gefolgt und sie gab ihr den Brief und sagte zu ihr“ Wir sind für euch da, wenn etwas sein sollte zögere nicht und nimm Kontakt zu uns auf und finde deine Wurzeln, das ist sehr wichtig. Jeder sollte wissen, woher er kommt“
„Danke Mirabelle, ich werde es überdenken“, sagte Tarja
„Sollten wir uns nicht mehr sehen, wünsch ich euch eine gute Reise“
„Das wünsch ich euch auch“
Felen stand auch noch vor der Tür und sagte“ Wir sehen uns doch wieder?“
„Na, das hoffe ich doch, die nächsten Wochen sind wir noch unterwegs, aber wenn etwas ist sind wir in Helgen und wenn nicht, dann wende dich an Korst, er wird wissen wo wir sind“
„Korst ist auch hier? Richte ihm bitte Grüsse von mir aus.“ er umarmte sie, küsste sie auf die Wange
„Ich hab dich lieb, Felen“
„Ich dich auch, mein Kind, passt auf euch auf“, sagte Felen
„Ja, ihr bitte auch“, sagte Tarja
„Schlaft gut“, sagte Felen
„Ihr auch“, sagte Tarja und ging wieder nach oben zu Marcus.
Er sass allein im Schankraum, Tarja ging zu ihm rüber.
„Wo ist der Wirt?“
„Er hat abgeschlossen und ist ins Bett, wir sollen nachher noch die Kerzen ausmachen, wenn wir zu Bett gehen“
Tarja nickte und setzte sich neben Marcus und legte ihren Kopf an seine Schulter
„Obwohl der Tag schlecht anfing, hat er gut aufgehört“, sagte sie und griff nachdem Weinbecher
„Ja, das hat er“, sagte Marcus und legte seinen Arm um sie und zog sie an sich.
Tarja trank ein Schluck Wein und seufzte
„Was ist los?“, fragte Marcus
„Nichts. Ich fühle mich wohl“
„Das ist schön zu hören“
Sie lächelte ihn an und ihre Augen funkelten, sanft strich er ihr über die Wange, sie schloss die Augen und genoss diese kleine Geste, sie knurrte leise, dann kicherte sie.
„Komm lass uns austrinken und zu Bett gehen, der Weg bis Windhelm ist weit“, sagte Marcus
„Ich würde gern Ulfric besuchen und ich möchte das du mitkommst“, sagte Tarja
„Ich weiss nicht, ob das eine so gute Idee ist, ich habe mich ihm gegenüber verhalten wie ein Idiot“
„Dann kannst du dich ja entschuldigen“
„Ja, ich denke das wäre angebracht, nachdem sie dich gerettet haben“, sagte Marcus
Sie standen auf und machten alle Kerzen, bis auf eine aus, damit sie noch sicher die Treppe runter kamen.
Als sie in ihrem Zimmer ankamen, machten sich beide bettfertig, aber nach schlafen war ihnen noch nicht, erst später schliefen sie erschöpft aber glücklich ein.

*Helgen Reborn by Mike Hancho

Danke an CKomet für ihr Wissen über Pferde

Zuletzt aktualisiert am 11.03.16 um 17:58 Uhr