Teil 75 Rifton/Faldar´s Zahn
Teil 75 Rifton/Faldar´s Zahn PDF 
Geschrieben von: Bianca   
07.06.16 um 20:37 Uhr

 

Es war schön mit der Kutsche zu reisen und die Tundra war wirklich wunderschön,
blaue und rote Blumen, der schöne, doch stinkende Drachenbaum, die Jasbaybeeren, die im Wind wabberten, Kriechranken die sich an der Straßenseite und auf Steinen wohl fühlte.
Riesen und Mammuts die friedlich durch die Tundra streifen.
Das Trompeten der Mammuts war weit zuhören, ihre Schritte waren wie kleine Erdbeben,
die grossen Feuer in den Riesenlagern, konnte man schon von weitem sehen, Tarja konnte sich gar nicht satt sehen.
Nachts schlief man unter warmen Fellen, ein schönes Erlebnis.
Nach drei Tagen hatten man Rifton erreicht, sie bedankten sich bei dem Kutscher, beide nahmen ihre Pferde die hinter der Kutsche herliefen.
An den Ställen, stellte Tarja ihr Pferd ab und sagte zu Marcus „Ich werde mich beeilen“
Er nickte und küsste sie, er setzte sich auf sein Pferd und ritt zu dem Haus seiner Eltern.
Ysra entdeckte ihn zuerst, sie kam ans Tor und öffnete es, Marcus stieg vom Pferd und führte es auf das Grundstück.
Ysra schaute aus dem Tor, aber Marcus kam allein, es war keiner bei ihm, sie schaute ihn traurig an und sagte“ Vater, hat einen Pferdestall gebaut, da kannst du dein Pferd unterstellen“
„Ysra, was ist den mit dir los?“, fragte Marcus
„Ach wir waren mit unserem Sorgenkind Alvar, wieder beim Heiler“, sagte sie traurig
„Ist er den krank?“, fragte Marcus
„Alvar ist ein besonderes Kind“, sagte sie
Marcus nahm seine Schwester in die Arme und sagte“ Das tut mir leid, was hat er denn?“
„Er kann nicht richtig laufen, seine Beine sind zu kurz und schief und sprechen kann er auch nicht richtig. Nach der Geburt hat man uns geraten ihn wegzugeben, aber das wollten wir nicht, wir lieben alle unsere Kinder“, sagte sie leise
„Und man kann echt nichts dagegen tun?“, fragte Marcus
„Nein leider nicht. Aber es ist so schön das du hier ist, die ganze Familie ist anwesend und sie
werden sich freuen, das du da bist. Aber du willst bestimmt erst dein Gepäck los werden, oder?
Wenn du fertig bist, wir sind alle hinter dem Haus, wo die Kinder im Sand spielen“, sagte Ysra
„Sag aber keinem das ich da bin“, sagte Marcus
„Das wird schwer, aber ich versuche es. Da wir alle hier sind, bleibt dir leider nur das grosse Zimmer unter dem Dach, da stehen auch die Sachen von…, na du weißt schon“, sagte Ysra
Marcus blickte nach unten und schabte mit dem Fuss im Gras“ Ja, ich weiss“
Dann ging er ins Haus und stieg die Treppen hoch bis unter das Dach, er freute sich und begann das Zimmer her zurichten, er zog den alten Teddybär aus dem Rucksack und setzte ihn auf den Tisch, legte ihren Bogen auf den Tisch und den Papierabrieb von ihrem Tisch aus der Gilde in Bruma.
Bienenstich Rifton
Tarja betrat den Bienenstich durch den Vordereingang, es sassen einige Leute dort, aber keiner hatte eine Rüstung an.
Eine Person mit einer Kapuze auf dem Kopf sass mit dem Rücken zu ihr, aber auch diese Person hatte, keine Rüstung an, also schenkte sie ihr keine weitere Beachtung.
Aber die Person hatte Interesse an ihr, vorsichtig drehte er seinen Kopf und schnüffelte, der Geruch kam ihm bekannt vor, er zog die Kapuze tiefer und hörte was die Frau wollte.
Tarja ging an die Theke und sagte zur Wirtin“ Vor ein paar Mondumläufen, war ein alter Mann hier und hat Zettel verteilt, hat sich jemand hier gemeldet?“
Die Argonierin schaute sie an und meinte „In der Tat, ein Landssssmann von unssss, er hat ein Zimmer oben, ich hole ihn“
Die Wirtin ging nach oben und als sie wieder kam, hatte sie ein Argonier bei sich.
Tarja lächelte ihn an „Setzen wir uns doch, wollt ihr etwas trinken?“
„Ja ssssehr gern“, zischelte der Argonier
„Frau Wirtin, bitte zwei Met oder möchtet ihr etwas anderes“, fragte Tarja
„Nein Met ist in Ordnung“, sagte der Argonier
Als der Met auf dem Tisch stand, ergriff Tarja wieder das Wort
*„Wie heisst Ihr Argonier? Ihr seid weit weg von Zuhause, Argonier. Was bringt euch nach Rifton?“
„Mein Name issst Wanan-Dun und wie Ihr sehr, gibt essss hier viele von unsss. Sssie sssagen alle „Kommt nach Rifton und fangt ein neues Leben an“ Alssso kommt Wanan-Dun und für wassss? Hier gibt esss nichtsss für mich. Wasss ssssoll Wanan-Dun machen? In der Fissscherei arbeiten? Ich hasssse Fisssch“
„Wisst ihr wir suchen erfahrene Wachleute für Helgen. Habt Ihr unseren Aushang bemerkt?“
„ Na endlich, kommt Ihr. Der einzigsste Grunde, warum ich noch hier bin, ich hatte die Hoffung beinahe schon aufgeben“
„Habt ihr den Erfahrung?“, fragte Tarja
„Oh, aber ja. Ich kann gut mit dem Schwert umgehen, ich kann gut ssschleichen und übe mit dem Langssschwert. Aber ich kann auch gut mit dem Bogen umgehen. Ich kann nicht gut zaubern, aber ich kann mich heilen, wenn ich mussss“
„Na das hört sich doch gut an, wenn ihr es nach Helgen schafft, bekommt ihr eine Chance. Wir bleiben noch etwas hier, dann reisen wir nach Wisslauf und kehren danach nach Helgen zurück, grüsst bitte Korst von uns“, sagte Tarja
„Ja, dassss werde ich ihm ausssssrichten, danke für den Met und bissss dann“, sagte Wanan-Dun
Auch der Mann hatte genug gehört, er stand auf, bezahlte sein Getränk und verliess die Taverne.
Tarja trank in Ruhe ihren Met aus und rief nochmals die Wirtin zu sich“ Ich habe noch eine Frage, hält sich Haelga noch in Rifton auf?“
„Nein meine Dame, die mussste Rifton verlassssen, ihre Nichte hat die Taverne übernommen
und führt ssssie ssssehr ordentlich, sssie hat ein grosssesss Herz“, sagte die Wirtin
„Das ist schön zu hören, danke für die Auskunft“, sagte Tarja
Faldar´s Zahn
Nachdem der Mann Rifton verlassen hatte, verwandelte er sich nachdem er sich vergewisserte hatte, das niemand menschliches in der Nähe war, in der Werwolfgestalt konnte er sich schneller fortbewegen.
So hatte er die alte Festung schnell erreicht, sein Schildbruder würde sich über die Nachrichten freuen.
Bei der Festung angekommen, verwandelte er sich schnell wieder.
Seine Werwolfgeschwister aus Solstheim fühlten sich in der Festung wohl, seit sie die silberne Hand ausgelöscht hatten. Diese Werwolfjäger waren ihnen immer auf den Fersen gewesen, also wurde der Gruppe das Ende gesetzt und jedes Jahr traf man sich in der Festung um das Ereignis zu feiern.
Skjor sass wie immer als Anführer oben im Turm, Skjor war etwas angefressen, weil er keine Frau bei sich hatte, der Alte hatte Jorrvaskr wieder übernommen, das war ihm ein Dorn im Auge. Skjor würde die Methalle am liebsten sofort übernehmen, aber Kodlak tat ihm den Gefallen nicht und Vilkas hatte immer ein Auge auf den Alten.
Kodlak hielt sehr grosse Stücke auf Vilkas. Vilkas war nicht so leicht zu beeinflussen wie Farkas. Farkas war zwar ein grosser Krieger, aber sein Verstand war eher zweifelhaft und kindisch, Skjor hätte lieber Vilkas um sich gehabt, er hatte den schärfern Verstand.
Erst als Skjor Farkas unter seine Fittiche genommen hatte, wurde es etwas besser
Skjor spuckte aus.
Farkas rannte den Turm hoch und blieb vor Skjor stehen „Ich habe gute Nachrichten. Sie sind in Rifton, sie wollen noch etwas dort bleiben und danach nach Weisslauf reisen und dann weiter nach Helgen“
Skjor´s Gesichtsausdruck erhellte sich und rieb sich die Hände“ So, Weisslauf also, das passt mir gut.“
„Aber wie willst du unsere Geschwister dort hinbringen?“, fragte Farkas
„Das mein Bester lass meine Sorge sein. Du kannst wieder zu den anderen gehen“

Rifton
Tarja bezahlte den Met und machte sich wieder auf den Weg, als sie dem Anwesen näher kam, hörte sie verschiedene Stimmen die offensichtlich einen Namen riefen.
Sie ritt schneller und beinahe hätte sie den kleinen Jungen übersehen, der auf sie zugekrabbelt kam. Sie stoppte ihr Pferd schnell und stieg aus dem Sattel.
Sie kniete sich zu ihm auf den Boden und sprach ihn an
„Hallo, kleiner Mann, wo willst du den hin?“
Der Junge schaute sie lange an, dann schaute er das Pferd an
„Da Pferd“, stammelte er und kroch auf Tarja´s Pferd zu
„Magst du mit mir reiten?“, fragte Tarja ihn
„Alvar ja“, sagte er
„Du heisst Alvar? Ich bin Tarja. Komm, kleiner Mann, ich bring dich heim“
Ysra rannte gerade aus dem Anwesen und blieb wie vom Donner gerührt stehen, ihr Mann rannte sie beinahe um.
„Meine Schöne, was ist los?“
„Da schau“, Ysra zeigte in die Richtung, wo ihr Kleiner mit einer Frau redete.
Aevar kniff die Augen zusammen „Wer ist das? Er spricht doch sonst mit niemanden“
„Ich weiss es nicht“, sagte Ysra
Tarja nahm den Sattel von ihrem Pferd und legte ihn ins Gras, Tarja hob den kleinen Jungen hoch und er quietschte vor Freude „Tata Taja Alvar Pferd“ ,sie setzte den kleinen Jungen auf den Pferderücken und setzte sich dann hinter ihn, sie legte vorsichtig ihren Arm um den Kleinen und liess ihr Pferd langsam zu dem Anwesen laufen.
Der Kleine rief immer fröhlich“ Pferd hü, Alvar Tata Taja reiten“
Tarja liefen ein paar Tränen die Wange runter, sie hatte noch nie so ein glückliches Kind, wie dieses gesehen.
Der Kleine schmiegte sich in ihren Arm und seine kleine Hand umschloss ihren Finger „Da Tata Taja Vogel“
Sie strich ihm durch die Haare „Ja, ein schöner Vogel“
Als sie beim Anwesen ankam, lachte der Kleine laut und fröhlich
„ Mama, Papa Alvar reiten mit Tata Taja“
Ysra schaute ihren Kleinen an und dann die Frau
„Du bist Tarja, oder?“
„Ja das bin ich und du bist Ysra?“, fragte sie
Der Rest der Familie war mittlerweile am Tor angekommen und alle starrten Tarja mit dem kleinen Alvar an.
Marcus schluckte schwer als er den Kleinen sah, wie er sich an sie geschmiegt hatte, als wäre es das normalste der Welt.
„Alvar ,komm mal zur Mama“, sagte Ysra
Alvar beugte sich vor und als Ysra nach ihm greifen wollte, umarmte er Tarja und sagte“ Tata Taja lieb“ Tarja strich ihm nochmal über die Haare, sie war so gerührt, das sie nichts sagen konnte.
Als Alvar endlich in Ysra´s Armen war, stieg Tarja vom Pferd. Aevar hatte in Zwischenzeit den Sattel wieder eingesammelt und war wieder bei den anderen angekommen.
Erja rief ihre Bande zur Ordnung und ging dann zu Tarja und griff sie bei den Händen „Es ist so schön dich wieder hier zu haben“ Dann schaute sie Marcus an“ Du Bengel, warum hast du uns nichts gesagt?“
„Es sollte eine Überraschung werden“, sagte Marcus
„Und die ist dir gelungen“, sagte Ingvarr und klopfte seinem Sohn auf die Schulter
Erja zog Tarja in ihre Arme und sagte“ Ich habe es gewusst, das ihr wieder zueinander findet. Aber nun komm doch endlich mal rein, bring dein Pferd in den Stall und dann treffen wir uns hinten im Garten“
Marcus ging mit Tarja zu dem neu gebauten Stall und Tarja fragte“ Was hat der kleine Alvar?“
„Sein Verstand funktioniert nicht richtig, er ist zu klein für sein Alter und seine Beine sind nicht vollständig entwickelt.“, gab er ihr zur Antwort
„Oh wie schade, er ist so ein glückliches Kind“, sagte Tarja
„Wir haben uns nur sehr gewundert, normal fremdelt er sehr, als ich auf ihn zu ging, verkroch er sich bei Ysra“, sagte Marcus
„Vielleicht lag es an meinem Pferd, er war sehr neugierig“, sagte Tarja
Marcus öffnete die Stalltür und Tarja blieb erstaunt stehen “Das ist ja ein Riesenstall, will dein Vater Pferde züchten?“
„Nein, ihm sind aber die Haltungsbedingungen wichtig, genug Platz für das Bedürfnis des Pferdes“, erklärte Marcus
„Ich finde es toll, dass sich dein Vater so viel Gedanken macht.“
„Na komm, ich stell dir jetzt mal meine Familie vor“, sagte Marcus und nahm Tarja bei der Hand.
*Helgen Reborn
Zuletzt aktualisiert am 07.06.16 um 20:47 Uhr