Teil 76 Familienbande-Pause in Rifton
Teil 76 Familienbande-Pause in Rifton PDF 
Geschrieben von: Bianca   
17.06.16 um 21:42 Uhr


Als Marcus und Tarja hinten in den Garten kamen, sah Tarja einen langen Tisch mit vielem leckeren Essen und diverse Getränke.
Marcus führte Tarja an den Tisch und sagte“ Meine Eltern und meine Schwester Ysra hast du ja schon kennengelernt, der Mann neben ihr ist Aevar, die Zwillinge Agneta und Alvar und der Kleine heisst Torsten. Der junge Mann ist Draki, den wir in Einsamkeit verpasst haben und neben ihm sitzt meine kleine Schwester Eija“
Tarja begrüsste jeden freundlich und beide setzten sich an den Tisch, ein Stuhl war leer und Tarja fragte sich ob noch jemand kommt.
Ingvar richtete das Wort an seine Familie“ Es ist schön euch wieder alle mal hier zuhaben.
Draki und Eija bleiben in Rifton, beide haben in der Stadt Arbeit gefunden. Marcus und Tarja, die nun auch wieder in Himmelsrand sind, es ist so schön dass die ganze Familie wieder in Himmelsrand ist“
Plötzlich vernahmen sie eine tiefe Stimme“ Ihr habt ohne mich angefangen?“
Marcus sprang ruckartig auf und rannte zu dem Mann“ Onkel Björn, es ist so schön, dich wieder zusehen. Geht es dir gut?“
Björn nahm Marcus in die Arme und sagte“ Mein Junge, es ist so schön dich wiederzusehen, es ist viel zulange her. Bleibst du in Himmelstand“
Marcus strahlte Björn an und sagte “Ja, wir bleiben nun in Himmelsrand“
„Wir???? Du hast etwa deine komische Frau mitgebracht?“, fragte Björn unverholen
„Ja, ich habe eine Frau mitgebracht, komm mit“
„Aber, ich kenn die Person doch“, sagte Björn
„Bist du dir sicher?“, fragte Marcus
Marcus schob Björn zu Tarja und sagte zu ihm“ Björn, das ist meine Tarja“
Björn schaute Marcus überrascht an „Tarja?? Da habe ich wohl was verpasst“
„Ja und zwar ganze 5 Zyklen“, lachte Marcus
Björn starrte Tarja fest an, als würde er versuchen in ihr Lesen zu wollen.
Tarja liess sich das einige Minuten gefallen und sie spürte dass den anderen Familienmitgliedern diese Situation etwas peinlich war. Björn war ein Mensch, der offen seine Meinung kundtat und das auf Gedeih und Verderb.
Sie legte ihren Kopf schief , schaute Björn an und sagte dann zu Marcus“ Gib doch deinem Onkel mal etwas zu trinken, offenbar dauert es noch etwas bis er mich fertig studiert hat. Fragt mich doch einfach etwas, dann geht es schneller“
Björn fing an zu lachen „Oha, da hat jemand das Herz auf der Zunge“
„Na dann sollte ich es mit einem Schluck Met schnell runterspülen, bevor es mir aus dem Mund fällt“, antwortete Tarja trocken
Björn starrte sie weiter an, Marcus fühlte sich hilflos und seufzte.
Tarja stellte ihre Ellbogen auf die Tischplatte und stütze ihren Kopf auf ihre Hände und sagte“
Ich habe die Zeit in Marcus Zimmer, welches Ihr für ihn umgebaut habt, sehr genossen. Die tollen Glastüren, der tolle Balkon, die Flaggen von Falkenring und Rifton und die Geschichten die Marcus mir über Himmelsrand erzählt hat“
Björn nahm sich den Met und setzte sich auf den Stuhl“ Das Zimmer hat Euch gefallen?“
„ Ja, es fühlte sich an, wie das Ende einer langer Reise“, sagte Tarja und lächelte, den Mann an
„Ach, das ist schön, das sich meine Arbeit doch gelohnt hat. Dem anderen Frauenzimmer war es ja egal“
„Ja, ich weiss“, sagte sie und legte Björn ihre Hand auf seine „Ich habe die Frau kurz kennengelernt, sehr unfreundlich und hochnäsig“
Björn nahm ihre Hand und schaute Marcus an, dieser lachte“ Ja, ich weiss, was du mit mir machst, wenn ich es verderbe“
„Gut, da das jetzt alles geklärt ist, können wir jetzt etwas essen“, fragte Björn
„Bruder, du bist unmöglich“, sagte Ingvarr
„Ach Ingvarr, du hast doch damals rumgemeckert, wie ein Spatz, als du seine erste Frau gesehen hast, ich will nur sicher gehen, das Tarja besser für unseren Jungen ist“, sagte Björn und lud sich Essen auf den Teller
Marcus wurde rot und beugte sich zu Tarja rüber und flüsterte ihr ins Ohr“ Tut mir leid, dass du das erleben musstest“
„Ich hoffe ich habe die Aufnahmeprüfung nur überstanden“, flüsterte sie zurück
„Bestimmt“, sagte Marcus leise
„Na dann lass uns essen, ich habe Hunger“, sagte Tarja
Marcus wollte gerade nach einer Platte mit Fleisch greifen, da haute ihm seine Mutter lächelnd auf die Hand“ Das Fleisch ist für Tarja, wenn sie Fleisch möchte“
Tarja lächelte Erja an und bedankte sich und nahm sich eine Scheibe von dem feinen Fleisch.
Ysra reichte Tarja ein Gefäss und sagte“ Du musst mal Björn´s Erdbeerwein probieren“
„Danke Ysra, aber ich werde ihn später probieren, Wein macht mich immer… äh schläfrig“
Ysra musste lachen „ Ja, schläfrig natürlich, dann lass die Finger von seinem Heidelbeerenschnaps, der macht dich aber so was von schläfrig“


Nachdem Essen fragte Draki“ Wisst ihr was wir früher immer nach so einem Essen gemacht haben?“
„Aber natürlich, Aevar du entschuldigst mich“, fragte Ysra
„Ja meine Schöne geh nur“, sagte er
Marcus gab Tarja einen Kuss und stand auf Eija folgte ihm lachend und die vier Geschwister verschwanden.
„Was machen sie denn nun?“, fragte Tarja
„Sie haben da so ein komisches Spiel, was sie immer im Schwimmteich spielen“, sagte Ingvarr
„Ja als kleine Kinder haben sie es immer gespielt, die zwei Grossen waren die Pferde und die 2 Kleinen die Reiter und sie haben immer versucht den einen von den Schultern des anderen zu werfen“, sagte Erja
„Wobei damals war es leichter, sie waren ja unterschiedlich gross, aber nun Marcus ist zwar der grösste, aber die drei anderen haben eine ähnliche Grösse“, sagte Björn
„Das könnte lustig werden“ sagte Aevar und nahm seine 3 Kinder mit, Tarja folgte ihm.
Die drei Kinder machten sich auf dem Weg zu der Absperrung und Aevar setzte sich dort auf eine Bank.
Tarja setzte sich ins Gras und schaute dem Treiben im Teich zu, sie lachte hin und wieder, es sah zu komisch aus, wie die vier sich gegenseitig versuchten ins Wasser zu werfen.
„Magst du nicht mit machen?“, fragte Ingvarr
„Ach nein, lass mal. Marcus soll die Zeit mit seinen Geschwistern geniessen“, sagte Tarja
„Hast du keine Geschwister?“, fragte Ingvarr
„Nein, ich bin ein Einzelkind. Meine Kindheit war mit 11 Jahren vorbei, da habe ich meine Ausbildung begonnen, ich hatte danach eine Zeit mehr zum spielen“, sagte Tarja
„Das tut mir leid.“, sagte Ingvarr
„Das muss dir nicht leid tun. Das Kind in mir, wurde durch Marcus wieder zum Leben erweckt“, gab sie ihm zur Antwort
„Ich finde es schön, das ihr wieder zusammengefunden habt. Hat es noch gedauert, bis ihr euch versöhnt habt?“, fragte Ingvarr
„Ja, es dauerte noch. Er hat mir erst bei Weisslauf noch das Leben gerettet, als wir wieder in Helgen waren, war ich sehr lange krank, danach wurden wir weggeschickt, weil unser Auftraggeber es nicht sehen konnte, wie wir uns benahmen, so gingen wir Gezwungenerweise auf Reisen und es war ein langer Weg von Helgen bis zur Räuberschlucht, wenn man sich kaum etwas zu sagen hat, Marcus hat mir aber die Augen geöffnet, auch wenn es etwas schmerzhaft war, aber es hat geholfen. Erja und du haben eine tolle Arbeit als Eltern geleistet, Marcus ist ein toller Mann und Gefährte“ ,sagte Tarja
„Das ist schön zu hören“, lächelte Ingvarr
Tarja war so im Gespräch mit Ingvarr vertieft, dass sie gar nicht mehr auf das Geschehen im Teich konzentrierte, das nächste was sie merkte, war das sie hochgehoben wurde und über die Schulter geworfen wurde, bevor sie realisierte was passierte, sah sie den Teich vor sich.
„Marcus, lass das. Ich habe keine trockene Kleidung…“
Weiter kam sie nicht, Marcus hatte sie von seiner Schulter ins Wasser gleiten lassen, seine Geschwister lachten.
Eija sagte als Tarja wieder auftauchte“ Willkommen in der Tjelvar-Familie“
Tarja schüttelte sich und protestierte“ Erst das Verhör durch Björn und jetzt noch eine Taufe, kommt da noch mehr“
„Ja wir müssen noch deine Trinkfestigkeit prüfen“, lachte Aevar vor dem Zaun
Tarja schaute Marcus panisch an“ Das kann nicht sein Ernst sein, oder?“
„Aevar, das wird nur bei neuen männlichen Mitgliedern gemacht“, sagte Marcus
„Naja, ich hatte ja gut mit Ingvarr mitgehalten, bis Björn mit seinem Heidelbeerschnaps kam, dann gingen meine Lichter aus“, lachte er
„Ja und du wolltest mehr als einmal in dieser Nacht sterben“, lachte Marcus
Aevar schaute seine Frau an, stemmte seine Hände in die Seite und sagte“ Das sollte doch unter uns bleiben“
„Ysra lachte“ Ich hab ja auch gar nicht alles erzählt“
„Na warte du Biest“, lachte Aevar und zog sein Hemd und Schuhe aus, öffnete das Tor und schloss es wieder, damit die Kinder draußen blieben und machte einen Sprung ins Wasser und spritze seine Frau nass.
Erja kuschelte sich in Ingvarr´s Arm und sagte“ Schau ist das nicht schön?“
„Ja, das ist es mein Schatz“ und hielt seine Frau fester
Man tobte noch eine ganze Weile im Teich rum, als die Sonne verschwand, meinte Ysra “Komm, mein Schatz, die Kleinen müssen ins Bett“
Tarja schaute Marcus an und fragte „Was nun? Ich habe keine Kleidung“
Ysra meinte“ Du kannst ein Kleid von mir haben“
„Morgen können wir rüber ins Honigheim, da sind unsere Kisten, da sind auch deine Kleider dabei“, sagte Marcus
„Ihr wollt ins Honigheim?“, schluckte Aevar, aber Ysra knuffte ihn in die Seite, also sagte er nichts mehr.
Erja hatte Tarja ein Handtuch gegeben und so sass sie auf der Bank, bis Ysra ihr eins von ihren Kleidern gebracht hatte.
Sie zog ihre nassen Kleider aus, hängte sie auf die Wäscheleine und Ysra´s Kleid an, aber das war ihr natürlich zu gross, Ysra war zwar nicht dick, aber im Bauch und Brustbereich, war es Tarja zu weit.
Als Marcus Tarja sah, musste er lachen und Tarja sagte nur trocken“ Wenn wir mal drei Kinder haben, pass ich da auch rein“.
Er nahm sie in den Arm und sagte“ Na dann habe ich ja noch mehr zum liebkosen und lieb haben“
„Das werden wir ja dann noch sehen“, sagte Tarja


„Komm, lass uns mal reingehen, du hast ja unser Zimmer noch nicht gesehen, leider müssen wir unter dem Dach schlafen, weil ja alle Zimmer belegt sind“
„Das ist schon in Ordnung, Hauptsache wir müssen nicht auf dem Boden schlafen“
„Nein, das Bett wird schon für uns ausreichen“, sagte Marcus
Er ihren Rucksack und nahm sie an der Hand und führte sie die Stufen hoch, durch den Flur, an den anderen Zimmern vorbei, dann machte der Flur einen Knick, von den Zimmern weg auf die andere Seite vom Haus, am Ende des Flurs war eine Tür, welche unter das Dach führte.
„Oh, das sind wir aber weit weg von den anderen“, sagte Tarja
„Na dann stört uns auch keiner“, lachte Marcus und schloss die Tür hinter sich.
„Weiter da hoch?“, fragte Tarja
„Ja, aber pass auf, die Stufen sind recht schmal“, sagte Marcus
Tarja rechnete schon damit dass die Etage nicht besonders hoch sei, aber als sie oben angekommen war, war die Etage genauso hoch, wie alle anderen.
„Da hinten ist ein kleines Badezimmer“, sagte Marcus und stellte den Rucksack ab.
Tarja schaute sich um, der grosse Raum war sehr gemütlich eingerichtet.
Ein Tisch mit 4 Stühlen, ein grosser Schrank, ein grosses Himmelbett, 2 Schränkchen neben dem Bett, ein Kamin mit einem Pelz und zwei schweren Sesseln davor.
Dann schaute sie wieder zu dem Tisch, etwas darauf erregte ihre Aufmerksamkeit, Marcus beobachtete sie genau.
Langsam ging sie auf den Tisch zu, dann begann sie zu lachen“ Mausi, wie kommst du hier her?“ sie griff den alten Bär und nahm ihn vorsichtig in den Arm.
Marcus kam auf sie zu und meinte“ Ich habe ihn in Bruma in deinem alten Zimmer auf einem Regalbrett gesehen und ein gepackt“
„Du hast in meinem alten Zimmer geschlafen?“, fragte sie ihn ungläubig
„Ja, schau und es fühlte sich an als wärst du noch da gewesen“ sagte er und reichte ihr den Abrieb von dem Tisch aus der Magiergilde.
Tarja schaute auf den Zettel und ihr Blick schweifte in die Vergangenheit „Felen hatte mich damals geschimpft, weil ich seine kostbaren Zutaten verbraucht hatte und da habe ich aus lauter Wut meinen Namen in die Tischplatte geritzt, da war ich sechs Jahre alt und natürlich hat Felen dann noch mehr geschimpft. Mausi bekam ich am nächsten Tag von ihm als Entschuldigung geschenkt“
Sie fiel Marcus in die Arme und sagte “Danke das du mir ihn mitgebracht hast“
„Jetzt seid ihr wieder zusammen, was sollte er allein in Bruma“, sagte Marcus
„Du bist immer so aufmerksam, ich kann nicht verstehen dass deine Frau das nicht geschätzt hat“
„Es reicht mir, das du es schätzt, was ich tue“.
„Das tue ich“, sagte sie und küsste ihn liebevoll
Nachdem sie etwas Zeit in dem Zimmer verbracht hatten, gingen sie wieder runter zu dem Rest der Familie, Erja hatte noch ein Abendbrot aufgetischt und es gab noch etwas zum trinken, danach setzten sich alle ins grosse Wohnzimmer, wo man sich noch über alles mögliche unterhielt, Tarja lauschte den Gesprächen und genoss die Zeit mit Marcus´ Familie
Björn gab Geschichten über Marcus zum besten und Tarja erfuhr nun warum Marcus, Marcus hiess, obwohl er ein Nord war. Björn und Ingvarr hatten damals einen kaiserlichen Freund der Marcus hiess, leider kam ihr Freund ums Leben und zu seinem Gedenken, bekam Marcus seinen Namen.
Es wurde spät, als Marcus und Tarja endlich im Bett lagen und Arm in Arm zufrieden einschliefen.


Am nächsten Tag packte Marcus etwas Essen und Trinken ein und man machte sich auf den Weg ins Honigheim.
Sie nahmen den Weg am See entlang zu dem Haus, so mussten sie nicht durch die Stadt.
Als sie oben auf der Terrasse standen, sagte Marcus“ Ich weiss was hier passiert ist und ich hoffe die Erinnerungen werden nicht zu schmerzhaft für dich“
„Nein, ich denke ich werde es überleben“, lachte Tarja
Marcus lachte und schloss die Tür auf, beide betraten das Honigheim.
Aber als Tarja am Bett vorbei kam, schluckte sie doch schwer und starrte ins das Bett.
„Hast du oft mit ihr?“, fragte Tarja mit gesenkter Stimme
Marcus wusste das sie diese Frage stellen würde, sie mussten es nun aufarbeiten.
Mit offener Körperhaltung stellte er sich ihrer Frage und sagte“ Ja, ich habe oft in diesen drei Tagen mit ihr geschlafen. Aber es war keine Liebe dahinter, meine Gedanken waren bei dir und einmal habe ich sogar deinen Namen gerufen und die meiste Zeit habe ich es eh bereut.“
„Aber es war doch bestimmt schön, mit drei Frauen die alles zulassen“
„Ich hatte ja gar keine Chance mich zu wehren, sie hatten mir Histsaft gegeben, ich bin froh, das du uns erwischt hast“, sagte Marcus
„Ich weiss nicht, ob ich mich ohne weiteres so auf ein Abenteuer mit einem fremden Mann einlassen könnte“, sagte Tarja
„Ich dachte ja wirklich, du würdest es aus Rache tun“, sagte Marcus
Tarja lachte“ Leider ist mir keiner über den Weg gelaufen“
„Ts Himmelsrand ist doch voll mit Männern“
„Aber bisher war keiner dabei, der mich angesprochen hätte, zumal ich mich ja nur noch einem Mann wirklich hingezogen fühle“, sagte sie
„Na dann hoffe ich, das dir nicht mal ein Mann begegnet der eine grössere Anziehungskraft hat“, lachte Marcus
„Ich werde dann versuchen, mich zusammen zu reißen“, lachte Tarja
„Naja einen Fehltritt hättest du ja gut, glücklich wäre ich zwar nicht, aber manchmal passieren
Dinge einfach so“, sagte Marcus leise
„Naja es muss ja nicht sein“, sagte sie
„Na, komm lass uns erstmal runter zu unseren Kisten gehen“, sagte Marcus
„Oh ja ich freu mich auf ein Kleid was mir passt“, lachte Tarja
Sie gingen zusammen die Treppe runter, die unteren 3 Räume waren leer und in einem standen ihre Kisten.
Marcus hatte sie mit ihrer beiden Namen beschriftet.
„Weißt du was wir machen könnten?“, fragte Tarja
„ Was denn?“
„Wir könnten doch das wichtigste zusammen packen für Helgen.“, sagte Tarja
„Das ist eine gute Idee, und wenn wir wieder in Helgen ankommen, ist die Kiste schon da“, sagte Marcus
Tarja öffnete ihre Kiste und zog ihre Kleider, den Umhang und die Stiefel aus der Kiste und zog sich erstmal um.
Auch Marcus nahm sich seine Kleider und Schuhe heraus, dann packten sie den Rest in eine Kiste und trugen die Sachen nach oben.
„Wollen wir die Kiste erst zur Kutsche bringen und danach etwas essen?“, fragte Tarja
„Ja, das können wir gern tun“, sagte Marcus
Also nahmen sie die Kiste und trugen sie aus der Stadt zu dem Kutscher.
„Guten Tag, Herr Kutscher“, sagte Marcus
„Guten Tag, der Herr und die Dame, was kann Sigaar für Euch tun?“
„Wir wollten fragen, was der Transport, der Kiste nach Helgen kosten würde?“, fragte Tarja
„Mhhhh Helgen also“, er überlegte einen Moment und sagte dann „Ich transportiere die Kiste bis Weisslauf, das würde 20 Septime kosten, in Weisslauf müsste ich eine kleiner Kutsche nehmen, da die Wege nach Helgen ja schmaler sind, das würde dann nochmal 30 Septime kosten“, sagte Sigaar
„Das ist ein guter Preis“, sagte Marcus, er zog ein Säckchen aus seiner Tasche und bezahlte dem Kutscher sogar noch 10 Septime mehr für den Weg.
Sigaar bedankte sich und versprach morgen beim Anbruch des Tages los zufahren, Tarja und Marcus bedankten sich und gingen zurück in die Stadt.
„Du wir müssen das Essen noch etwas verschieben, ich möchte dich gern jemanden vorstellen“, sagte Marcus
Sie liefen an den Wohnhäusern vorbei, vorbei am Marktplatz mit den Geschäften und Buden, bis ins Handwerksviertel, welches etwas zurückgesetzt war.
Im Handwerksviertel gab es einen Heiler, einen Schneider, einen Metzger, die Brauerei, einen Schreiner, einen Bäcker und natürlich den Schmied.
„Balimund“, rief Marcus, ein Nord schaute auf und setzte ein breites Grinsen auf
„Marcus, mein Freund, es ist schön dich zu sehen“, sagte er und drückte Marcus an sich
„Balimund, ich möchte dir gern meine Tarja vorstellen“, sagte Marcus stolz
Balimund drehte sich zu Tarja um und lächelte „ Na da hast du dir ja ein junges Fischlein geangelt, ich wusste ja nicht, wie jung sie ist“
Tarja wurde rot, was ihr nicht oft passierte, Balimund griff ihre Hände und sagte“ Es ist schön das ihr wieder zueinander gefunden habt, ich hatte ja ein langes Gespräch mit Marcus und es tat ihm alles so leid“, sagte Balimund zu ihr
„Ja, ich weiss und ich bin auch glücklich, das wir wieder zusammen sind“, sagte Tarja
„Marcus hast du schon, du weißt schon“, fragte Balimund geheimnisvoll
„Nein, noch nicht, ich warte noch auf den passenden Moment“, zwinkerte Marcus ihm zu
„Dann hoffe ich dass der Moment auch bald kommt“, sagte Balimund „Aber nun entschuldigt mich, ich habe noch viel Arbeit vor mir“
Marcus nickte und man verabschiedete sich von einander und Marcus und Tarja schlenderten wieder zum Honigheim.
„Wollen wir auf der Terrasse essen?“, fragte Tarja
„Ja, es ist so ein schöner Tag, da kann man draussen sitzen“
Also deckten sie den Tisch auf der Terrasse und fanden in einer Ecke, leere Flaschen, was ihnen etwas seltsam vorkam. Tarja sammelte die Flaschen ein und fand ein kleines grünes Fläschchen und dann lachte sie laut auf“ Jetzt weiss ich warum Aevar so seltsam war, als er hörte das wir ins Honigheim wollten“
Sie reichte Marcus das Fläschchen und dieser begann zu lachen “Aha, ein spezieller Ausdauertrank also“
„Naja Aevar ist ja auch nicht mehr der jüngste“ ,lachte Tarja
„Vielleicht sollte ich auch mal so einen zu mir nehmen“, scherzte Marcus
Tarja schaute ihn schockiert an“ Bei Talos, du hast den wirklich nicht nötig, den müsste ich eher nehmen“
„Hör auf so zu reden, sonst verschiebt sich das Essen weiter nach hinten“, lachte er
„Ich hätte jetzt gar keine Kraft, dir irgendwas entgegen zu setzen, so wie mir der Magen auf den Knien hängt“
„Willenlos, also?“, knurrte Marcus
„Hör jetzt auf, ich hab wirklich Hunger“, sagte Tarja und knuffte ihn auf den Arm
Er lachte und setzte sich dann auf einen Stuhl, Tarja setzte sich ihm gegenüber und beide begannen zu essen.
„Bleiben wir heute hier?“, fragte Tarja
„Wenn du möchtest“, gab ihr Marcus zur Antwort
„Der Blick auf den See ist so toll. Was ist das für ein Anwesen dort mitten im See?“, fragte sie
„Das ist eine Imkerei, wo der Honig für den Met in ganz Himmelsrand hergestellt wird“ ,gab Marcus ihr zur Antwort
Sie schaute weiter über den See, es waren viele Fischer auf dem See unterwegs, die angelten, Schwäne und Enten schwammen auf dem Teich.
„Wenn du willst, können wir auch mal einen Ausritt in die Wälder machen“, sagte Marcus
„Ja, ich möchte noch viel von der Umgebung sehen“, lächelte sie
Beide sassen lange auf der Terrasse und genossen die stille Zeit, hin und wieder lächelten sie sich an, aber meist sahen sie einfach schweigend auf den See und beide hingen einfach ihren Gedanken nach.
Als der Abend langsam dämmerte, holte Marcus, die Umhänge, eine Laterne und eine Kerze. Er stellte die Laterne auf den Tisch und nahm die kerze in die Hand und sagte “Hättest du jetzt deine Magie wieder, könntest du sie anmachen“
„Aber du kannst das doch auch“, sagte sie
„Ja, aber ich traue mich nicht sie zu nutzen, weil du es im Moment nicht kannst“, sagte er leise
„Nutze sie so oft du kannst, du musst keine Rücksicht auf mich nehmen“, sagte sie, aber Marcus hörte einen traurigen Unterton heraus, er seufzte und wirkte einen Feuerball, er hielt den Docht ins Feuer und stellte die Kerze in die Laterne, dann legte er den Feuerball in Tarja´s Hand, aber er verpuffte gleich, sie seufzte leise auf.
„Es tut mir leid“, sagte Marcus
Tarja stand auf und stellte sich an die Brüstung und sagte leise“ Das muss dir nicht leid tun“, aber ein paar Tränen liefen ihr die Wangen herunter.
Marcus bemerkte ihre Traurigkeit, stand auf und nahm sie in den Arm.
„Marcus, bitte nicht, sonst heule ich richtig“
„Dann brauchst du die Umarmung jetzt erst recht. Sag mir was du fühlst“, sagte er
Tarja schluchzte „Ich fühle mich hilflos, wie ein halber Mensch, nutzlos“
„Und?“
Sie schaute ihn an, er sah das ihre Augen böse funkelten“ Am liebsten würde ich jeden kaiserlichen Soldaten umbringen, sie sind daran schuld, das ich nicht mehr ich bin“
„Aber die, die dir das angetan haben, sind tot“, sagte Marcus
„Aber sie nicht durch meine Hand gestorben“, sagte sie wütend
„Aber hätte das einen Unterschied gemacht? Du wärst trotzdem gebrochen gewesen, schwer verletzt und deiner Magie beraubt“, sagte Marcus ruhig
Sie wusste das er Recht hatte, es hätte keinen Unterschied gemacht.
Sie schaute ihn an und er wischte ihr vorsichtig eine Träne weg.
„Ich brauche jetzt etwas zu trinken“, sagte Tarja
„Dann hole ich uns doch etwas“ ,sagte Marcus und ging ins Haus, als er wieder kam hatte er zwei Flaschen Met dabei und reichte eine Tarja, die sich bedankte und wieder auf den Stuhl setzte, sie nahm einen grossen Schluck und starrte in den Himmel, die ersten Sterne funkelten, Massa und Sekunda tauchten am Himmel auf und Tarja sagte“ Schau, wie damals in Choroll, als wir uns das erste Mal geküsst haben“
„Ja daran muss ich auch immer denken, wenn ich die Monde sehe“, sagte Marcus
„Wie unbeholfen, ich damals noch war, kaum zu glauben dass das schon 4 Zyklen her ist“
„Ich fand schön, wie schüchtern du warst und wie du jeden Tag mit deinen Aufgaben gewachsen bist“, sagte Marcus
„Aber ich habe dir das Leben auch nicht immer leicht gemacht“, sagte sie
„Es hat ja keiner gesagt, dass das Leben einfach wird und auch ich bin mit gewachsen“
„Ja, da hast du Recht, wie sooft“, sagte sie, sie rieb sich über die Arme
„Ist dir kalt?“, fragte Marcus
„Ja etwas, komm lass uns reingehen“, sagte sie
Marcus nahm die Laterne mit ins Haus und stellte sie auf den kleinen Tisch neben der Tür und schloss ab.
„Zeit für´s Bett, oder?“, fragte Tarja
„Ja, lass uns schlafen gehen“ beide machten sich bettfertig und legten sich schlafen