Teil 78 Familienbande-Pause in Rifton 3
Teil 78 Familienbande-Pause in Rifton 3 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
18.09.16 um 21:31 Uhr

Es war noch sehr früh als Tarja wach wurde, Marcus schlief noch fest. Leise stand sie auf, zog sich an und ging nach unten.
Dort traf sie auf Draki, der etwas sorgenvoll dreinschaute, sie begrüsste ihn freundlich und er lächelte zurück.
„Tarja kannst du mit einem Bogen umgehen?“, fragte er
„Ja, warum fragst du?“
„Ich habe so das Gefühl mit meinen Pfeilen stimmt etwas nicht. Weißt du ich kann sie herstellen, aber ich kann sie nicht ausprobieren, weil ich nicht mit dem Bogen umgehen kann“
„Das ist aber nicht gut, weißt du was, natürlich nur wenn du willst, ich probier deine Pfeile aus und dann zeige ich dir den Umgang mit dem Bogen“
Draki lächelte und sagte “Das wäre toll, ich hole den Bogen, treffen wir uns hinten im Garten?“
„Ja, ich komme hin“, sagte Tarja
Als sie in den Garten kam, sah sie schon das Übungsziel und ein paar Minuten später kam Draki in den Garten.
„Eija und ich haben hier unser Eckchen, bevor wir unser Haus in Rifton fertig haben. Wir werden dort zusammen einen Laden eröffnen, Eija wollte ja erst das Geschäft vom alten Elgrim übernehmen, aber sie wollte kein Geschäft unten am Kanal haben, es war ihr zu dunkel dort unten, mir wäre es egal gewesen, der Preis wäre halt billiger gewesen“
„Aber ihr seid doch beide erst mit euer Ausbildung fertig geworden, wie könnt ihr euch das Haus leisten?“, fragte Tarja
„Mit Hilfe der Familie, Björn hilft uns das Haus wieder ansehnlich zu machen und Marcus hat uns immer Geld geschickt, da er uns nicht aufwachsen sehen konnte, half er uns mit Geld, was wir ihm auch wieder zurückzahlen werden“, sagte Draki anerkennend
„Ja Marcus, ist ein toller Bruder“, es war Eija
„Guten Morgen Eija“, begrüsste Tarja sie
„Guten Morgen Tarja, bist du auch eine Frühaufsteherin?“
„Naja mal so, mal so“, lachte Tarja
„Ich geh morgens gern spazieren“
„Oh du sammelst keine Pflanzen?“, fragte Tarja
„Nein sollte ich?“, fragte Eija
„Sie halten sich länger, wenn du sie morgens pflückst, der Morgentau hält sie frisch“
Eija riss die Augen auf und Tarja lachte „Wir können uns noch unterhalten, ich will erstmal Draki´s Pfeile ausprobieren“
„Ja, tu das“, sagte Eija
„Welche Materialien nutzt du?“, fragte Tarja
„Kiefernholz, Vogelfedern und Eisen oder Stahlfedern“, sagte Draki
„Aber du fängst die Vögel nicht?“, fragte Tarja
„Nein, ich nicht, ich lasse sie mir von Jägern schicken oder hin und wieder finde ich auch selbst welche“, sagte Draki
„Dann gibt mir mal deine Pfeile und den Bogen“
Draki reichte ihr beides
„Oha ein Langbogen, da musst du aber das Übungsziel weiter wegstellen, den der Langbogen ist für die Entfernung gedacht. In der Armee musst du lange üben um in eine Langbogeneinheit aufgenommen werden. Für dich reicht ein einfacher Bogen“, Tarja nahm einen der Pfeile in ihre Hand, er hatte das richtige Gewicht für einen Eisenpfeil, er war gerade und die Federn sahen gut aus, es war das erste Mal das sie einen so genauen Blick auf einen Pfeil warf.
„So besser?“, rief Draki
„Ja, so ist gut“, rief Tarja zurück
Tarja legte den Pfeil an, spannte die Sehne, fixierte ihr Ziel und schoss den Pfeil ab, Draki jubelte laut, also hatte sie das Ziel getroffen.
„Tarja, das musst du dir anschauen“, rief er ihr zu
„Offenbar hast du getroffen“, lachte Eija
„Sieht so aus“ sie lief zu Draki rüber
„Da schau in die Mitte, der Scheibe“, sagte Draki freudestrahlend
„Ja, dein Bruder war ein guter Lehrer“, sagte Tarja
„Marcus hat dir das beigebracht?“
„Ja, bevor ich nach Choroll ging, hatte ich mit Waffen nichts zu tun“, sagte sie
Sie liefen zurück zu Eija, die im Gras sass und als sie Draki´s fröhliches Gesicht sah, sagte sie“ Ich habe es dir doch gesagt, deine Pfeile sind in Ordnung. Tarja du kannst gut mit dem Bogen umgehen“
„Danke, ich habe Draki schon gesagt, das mir das Marcus beigebracht hat“
„Ihr wolltet den Umgang mit Waffen nicht lernen?“, fragte Tarja
„Nein ich wollte lieber Waffen herstellen, es hat lange gedauert, bis ich etwas gefunden hatte, was mich glücklich macht, deswegen wollte ich den Beruf des Pfeilemachers erlernen“
„Und du Eija? Wie bist zu zur Alchemie gekommen“, fragte Tarja
„Ich wollte etwas gutes Bewirken und Menschen helfen“, sagte sie

Marcus wurde wach und taste das Bett neben sich ab, es war leer, also stand er auf, als er plötzlich lautes Lachen hörte, er öffnete das Fenster und sah in den Garten, da sass Tarja bei seinen Geschwistern und sie lachten zusammen, offenbar hatten sie durch das fast gleiche Alter einen guten Draht zueinander.
„Echt du hast ihm das Schwert fast auf den Fuss fallen lassen?“, lachte Eija laut
Sie erzählte wohl gerade von ihrer ersten Zeit bei der Kriegergilde, er musste grinsen.
Er zog sich an, wusch sich und ging auch runter in den Garten.
„Na habt ihr noch einen Platz für mich?“, fragte Marcus
„Natürlich für dich immer“, sagte Eija
„Sag mal Bruder, wenn du Tarja den Umgang mit den Waffen beigebracht hast, kannst du mir auch etwas Bogenschiessen beibringen?“, fragte Draki
„Aber natürlich, wenn du möchtest, noch sind wir ja hier“, sagte Marcus
„Das finde ich toll, danke Bruder“
„Tarja hast du Eija erzählt, was du vor der Kriegergilde gemacht hast, das findet sie bestimmt spannend und wir Draki schiessen etwas mit dem Bogen“
Und während Draki und Marcus mit dem Bogen übten, erzählte Tarja von ihrer Zeit bei der Magiergilde und Eija hörte zu und sog jedes Wort ein.
„Das find ich toll, du durftest echt Alchemie lehren? Dann musst du ja wirklich gut darin sein“
Tarja lachte“ Ja, ich habe den Rang Experten, aber hier gibt es wohl andere Begrifflichkeiten“
„Ich bin im Moment Alchemistin des 5 Rangs, es gibt noch viel zu lernen“, sagte Eija
„Ja, Alchemie steht ja nicht still, es ist ein ewiges Erforschen.“
„Ja und das finde ich so toll daran“, sagte Eija
„Wenn du möchtest, kannst du ja mal mein Buch anschauen und wenn du willst dir ein paar Rezepte abschreiben“
„Du schreibst das auf?“, fragte Eija
„Ja und wenn du das Buch siehst, dann weißt du warum“, lachte Tarja
„Ach hier seid ihr alle, wie wäre es mit Frühstück?“, fragte Erja
„Ist schon Frühstückzeit? Tarja hat uns so viel erzählt, es macht Spass ihr zu zuhören“, sagte Eija
„Das ist schön mein Kind, Draki, Marcus Frühstück ist fertig“
Draki und Marcus gingen zu Tarja und Eija rüber und zusammen gingen sie ins Haus, da sass schon der Rest der Familie und Ysra sah heute auch wieder glücklicher aus.
Ingvarr schaute seine drei Kinder an und sagte“ Seit wann steht ihr so früh auf?“
„Wir haben etwas Zeit mit Tarja verbracht, sie weiss sehr viel, da kann man noch etwas lernen“, sprudelte es nur so aus Draki
„Ja, es ist so als hätten wir noch eine Schwester bekommen“, sagte Eija
„Nun ist es aber mal gut ihr Zwei, jetzt übertreibt ihr aber“, sagte Tarja und bevor sie sich setzte begrüsste sie noch die drei Kleinen, die schon am essen waren, dann setzte sie sich mit an den grossen Tisch.
Erja richtete das Wort an Marcus“ Unternehmt ihr heute etwas oder bleibt ihr hier?“
„Tarja und ich haben noch nicht besprochen was wir heute machen werden“, sagte Marcus und biss in sein Brot.
„Ich frage nur, weil Ysra und ich nacher nach Rifton gehen und die Männer heute weiter am Haus von Draki und Eija arbeiten und dann niemand für die 3 Kleinen da sein wird“, sagte Erja
„Wir können gern auf die Drei aufpassen, wenn es Ysra recht ist“, sagte Tarja
„Ja, das ist in Ordnung, es wird ja solange nicht dauern“, sagte Ysra
„Mach dir keine Gedanken, Marcus und ich schaffen das schon. Dürfen sie etwas nicht?“, sagte Tarja
„Nein, aber sie sollen auf euch hören, wenn ihr ihnen etwas sagt“, gab ihr Aevar zur Antwort
„Gut, das dürfte machbar sein“, meinte Tarja
„Das ist schön, dann können wir uns ja später beruhigt auf den Weg machen“, entgegnete Erja
Nachdem Frühstück machten sich Eija, Draki und Björn auf den Weg nach Rifton, Aevar und Ingvarr wollten folgen, sobald die Dunmer und Balimund sich den kleinen Alvar angeschaut hatten.
Ysra und Erja räumten den Tisch ab, Tarja wollte helfen, aber Erja beharrte darauf, das sie noch etwas Zeit mit Marcus zusammen verbringen sollte, bevor die zwei Frauen nach Rifton gingen.
„Üben wir dann etwas unsere Kampftechniken?“, fragte Marcus
„Ja, das sollten wir mal wieder tun“, bejahte Tarja
„Gut dann schau ich mal nach ob meine Übungswaffen von damals noch da sind, wir sehen uns dann im Garten hinter dem Haus“
Tarja nickte und verliess das Haus, während Marcus in den Keller ging um nach der Kiste zu suchen, er wusste das seine Eltern so etwas nicht wegwerfen würde und ganz hinten in der Ecke fand er die Kiste. Er zog zwei Holzschwerter, zwei Dolche und zwei Schilde aus der Kiste, danach ging er nach oben. Er verließ das Haus und ging in den Garten, er sah Tarja nirgends.
Als Marcus im Keller war, nutze Tarja die Chance und kletterte auf einen Baum, sie konnte sehen, wie er in den Garten kam, aber er konnte sie nicht sehen.
Sie beobachtete ihn während er sich suchend im Garten umschaute, als er mit dem Rücken zu ihr stand, sprang sie vom Baum runter und schlich sich leise an ihn an, sie drückte ihren Zeigefinger fest in seinen Rücken, er zuckte zusammen wirbelte herum, wollte sie packen, aber sie duckte sich weg, sein Griff ging ins Leere.
„Du bist langsam geworden“ ,lachte sie
„Und du schneller“, erwiderte er
„Hast du die Übungswaffen gefunden?“, fragte Tarja
„Ja, was hättest du den gern?“
„Du den Schild, ich nehme nichts“, sagte Tarja
„Wie du willst“, sagte Marcus und legte die anderen Sachen bei Seite.
„Also ich sitz am Feuer und du willst mich ausrauben“, sagte Tarja
Marcus grinste sie frech an“ So? Nur ausrauben?“
„An was du immer denkst“, lachte sie
„Mir gefällt halt unser Nahkampf“, erwiderte Marcus
„Mir ja auch, aber wir müssen halt in Übung bleiben“, räumte Tarja ein
Marcus seufzte “Na gut dann, such dir mal ein Platz im Garten und ich überlege mir
wie ich dich überrumple“
Tarja nickte und suchte sich ein Platz und setzte sich ins Gras.
Und während sie noch überlegte, was Marcus wohl machen würde, spürte sie schon wie er seinen Arm um ihren Hals schloss, sie auf den Rücken zwang und sie am Boden hielt, erschrocken schaute sie ihn an.
„Na, überrascht?“, grinste er frech
„Mehr als überrascht, das ging jetzt aber schnell“, lachte sie
„So wie würdest du dich jetzt aus der Situation befreien?“, fragte Marcus
Tarja versuchte sich nach links und rechts zu drehen, was aber nicht zu dem erwünschten Erfolg führte, mit den Beinen konnte sie auch nichts erreichen.
„Ich weiss es nicht?“, sagte sie
„Überleg mal mein Kopf ist über deinem“
„Ich spuck dich an?“, lachte sie
„Das wäre eine Überraschung, der Gegner wäre vielleicht abgelenkt. Aber dein Kopf hat Bewegungsfreiheit, wenn du einen Helm aufhättest könntest du ihn damit einen Stoss verpassen.“
„Danke für den Tipp, das würde ich auch nur mit einem Helm auf dem Kopf machen“, sagte sie
Marcus liess sie los und zog sie hoch „Gut nächste Übung, stell dir vor du hast einen Gegner am Boden, aber von hinten kommt ein zweiter was tust du?“
„Das ist einfach, ich ziehe meine Arm nach oben und lass ihn gegen meine Faust rennen oder wenn ich einen Armschutz an habe, dann lass ich ihn dagegen laufen“
„Sehr schön, dann üben wir das mal, ich geh jetzt etwas zurück und renne dann auf dich zu“, referierte Marcus
„Oh dann hoffe ich du bleibst stehen, wenn ich den Arm hochreisse“, sagte Tarja
„Das wirst du ja dann hören, wenn ich wie ein nasser Sack umfalle! Bereit?“
Tarja nickte und Marcus entfernte sich von ihr, als er weit genug weg war, rannte er wieder auf sie zu. Tarja schätzte ab wie nah er ihr wurde und riss dann den Arm hoch, Marcus packte ihren Arm und drehte ihn auf ihren Rücken, sie schrie auf.
„So und nun?“, fragte er
„Oh was bist du gemein“, sagte Tarja, aber da sie einen Arm frei hatte, rammte sie den freien Arm in seinen Magen und trat ihm fest auf den Fuss, Marcus zuckte zusammen und liess sie los.
Erschrocken fuhr sie rum und schaute in sein schmerzverzerrtes Gesicht, sie wollte sich gerade entschuldigen, als er sie wieder packte.
„Lass dich nie ablenken“, sagte er
„Aber das sah jetzt so echt aus“, klagte sie
„Das war ja Absicht“, sagte Marcus
„Soll ich mich auch von dir befreien?“
„Nein lass mal, weil ich ganz genau weiss du nun tun würdest und auf Lendenschmerzen verzichte ich jetzt gern“, gab er ihr zur Antwort
„Bei allen Göttern, das sieht bei euch so echt aus“, sagte Erja erschrocken
„Mutter, wir haben gar nicht mitbekommen das du hier bist“, sagte Marcus
„Ich war neugierig, wollte aber nicht stören“, sagte sie und ging zu den beiden rüber
„Tut ihr euch nicht weh dabei? Hach, da kann man ja kaum hinschauen, wie ihr euch angeht“
Marcus nahm seine Mutter in die Arme und sagte“ Wir sind eingespielt und kennen die
Reaktionen des jeweils anderen, so das wir uns nicht dabei weh tun“
„Aber Tarja ist so schlank und du bist ein Bär von einem Mann mit viel Kraft“
„Unterschätz sie nicht, sie ist eine sehr liebe Person, aber sie kann auch anders“, sagte Marcus
„Ach mein Kind, komm mal zu mir“, sagte Erja zu Tarja
Tarja ging zu ihr rüber und umarmte sie“ Mir geht es gut, Marcus passt immer auf, das wir beide nicht zu Schaden kommen“
„Ja, ich weiss. Ich habe halt noch nie zwei Kriegern bei ihren Übungen gesehen, das ist etwas befremdlich für mich“, sagte sie
„ Für mich war es nicht anders, als ich nach Choroll kam, aber man wächst an seinen Aufgaben“, erklärte Tarja
„Sollen wir wo anders üben, Mutter?“
„Nein, mein Sohn, jetzt weiss ich ja das ihr euch nichts tut“, gab sie ihm zur Antwort und verliess den Garten wieder
„Und nun?“ ,fragte Tarja
„Lass uns noch etwas mit den Holzschwertern üben“, sagte Marcus und reichte ihr eins der Holzschwerter und sie übten bis Ysra sie rief.
„Balimund und die Heilerin sind da, wollt ihr dabei sein?“, frage sie
„Ja, wir kommen sofort“,  erwiderte Marcus und packte die Sachen zusammen und beide gingen vor das Haus.
Balimund begrüsste Marcus wieder herzlich und umarmte Tarja
Die Dunmer reichte Ysra die Hand und sagte“ Mein Name ist  Fevvora, wo ist den der kleine
Patient?“
„Meine Mutter holt ihn gerade“, erwiderte Ysra
„Was kann er und was kann er nicht?“, fragte Fevvora
„Na ja er spricht halt noch in Kleinkindsprache, er ist zu klein für sein Alter, seine Zwillingsschwester ist doppelt so gross, er kriecht auf allen vieren und kann kurz auf den Knien sitzen. Die Arme, Hände und Finger sind normal ausgebildet“, erklärte Ysra
„Na das hört sich ja schon mal gut an. Ihr tragt ihn dann wohl viel?“
„Ja, aber er wird halt schwerer und dann sind weite Strecken schlecht zu laufen“, erklärte Ysra
Balimund der bis eben zu gehört hatte, sagte“ Kann man ihm keinen Tragekorb machen? Zwei Löcher für die Beine rein?“
Fevvora schaute ihn an“ Das ist eine kluge Idee, mein Freund, Weide würde dafür in Frage kommen, aber wer stellt so etwas her?“
„Wir haben eine Freundin in Einsamkeit, vielleicht können wir sie mal fragen?“, erwiderte Tarja
„Ja, ich schreibe ihr einen Brief“, sagte Marcus
„Oder wir fragen Björn“, sagte Erja die den kleinen Alvar auf dem Arm hatte.
„Ah das ist der kleine Mann? Lasst ihn mal runter, damit ich mal schauen kann“, sagte Fevvora
Erja setzte Alvar ins Gras und sofort krabbelte Alvar durch das Gras, Fevvora folgte ihm eine zeitlang. Dann kniete sie sich vor ihn und zog einen Keks aus ihrer Tasche“ Magst du ihn haben?“
Alvar schaute sie mit seinen grossen braunen Augen an, lachte und klatschte in seine kleinen Hände und streckte die kleine Hand nach dem Keks aus.
„Nein, sagt mir was du haben möchtest“, sagte sie mit sanfter Stimme
„Alvar, haben will“, sagte der Kleine
„Das hast du gut gemacht, Alvar“, lachte sie und gab ihm den Keks
Alvar steckte den Keks in den Mund und aß ihn schmatzend auf.
„Alvar, darf ich mir mal deine Beine angucken?“, fragte sie den kleinen Jungen
Alvar setzte sich ins Gras und Fevvora , machte diverse Untersuchungen und Übungen, Alvar lachte „Tata lustige Ohren“
Die Dunmer wuschelte ihm durch die Haare“ Ja, damit kann man toll hören, so komm wir sind hier fertig, ich will noch mit deiner Mama reden“
Alvar setzte sich auf die Knie und sagte“ Tata, Alvar tragen?“
Die Dunmer nahm den Kleinen hoch und zusammen gingen sie zu den anderen rüber, die nur zugeschaut hatten.
Sie liess Alvar runter und setzte sich zu den anderen.
„Also, ihr müsst viel mit ihm reden, ihm Sachen zeigen, ihr habt einen schönen Teich, Wasser ist auch immer ganz förderlich, dort könnt ihr Übungen mit ihm machen, welche werde ich euch noch erklären. Für das Stützen der Beine, können wir Schienen herstellen, dann haben wir das Weidenkörbchen für den Transport, ein Wagen zum ziehen und für das Haus einen Stuhl den man fahren kann“
„Soviele Möglichkeiten?“, fragte Ysra erstaunt
„Ja, es gibt genug Möglichkeiten, aber es ist halt auch eine Frage des Geldes oder des Geschicks. Arme Menschen haben diese Möglichkeiten nicht, leider“, sagte Fevvora
„Geld spielt keine Rolle“, warf Erja ein
„Und das Geschick haben wir, dank Björn, auch“, sagte Ysra
„Das höre ich gern, dann können wir dem kleinen Mann sehr helfen. Ihr müsstet denn nochmal nach Rifton kommen, damit ich die Beine ausmessen kann und mit diesen Massen geht ihr dann zu Balimund, der dann die Schienen nach meinen Vorlagen herstellen wird“
„Und wegen der Bezahlung?“, fragte Ysra
„Wenn alles fertig ist, die Schienen müssen nur mitwachsen, also werdet ihr immer mal neue für ihn brauchen, je nachdem wie er dann auch wächst“, erklärte Fevvora
Ysra hatte Tränen in den Augen“ Es ist so schön zu wissen, das wir unserem Kleinen helfen können“
„Und ihr werdet auch entlastet, so ein besonderes Kind, ist halt auch anstrengend. So das war es erstmal von meiner Seite, in 3 Tagen sollte ich mit allem fertig sein, dann müsstest ihr zu mir kommen“, sagte Fevvora und stand auf.
„Ich danke dir von ganzem Herzen“, sagte Ysra
„Na dafür bin ich doch da“, sagte Fevvora „Komm, Balimund wir haben noch viel Arbeit vor uns“
„Macht es gut ihr Lieben, wir sehen uns“, sagte Balimund und folgte Fevvora dann.
„Und wie fühlst du dich nun?“, fragte Erja ihre Tochter
„Ich fühl mich gut, Mutter und ich danke Tarja nochmal, das sie die Gelegenheit in die Hand genommen hat“.
„Ich habe jetzt leider noch kein Essen gekocht, da wir ja noch nach Rifton wollen“, sagte Erja
„Ach ich koch uns etwas“, sagte Marcus
„Und ich kümmere mich solange um die drei Kinder“, sagte Tarja
„Gut, dann verabschiede ich mich schnell von den Dreien“, sagte Ysra, nahm Alvar hoch und ging nochmal ins Haus.
„So entspannt habe ich sie lange nicht mehr erlebt“, sagte Erja
„Das ist doch schön, dann wünsch ich euch viel Spass in Rifton und viel Glück, das Ysra
die Arbeit im Waisenhaus bekommt“, sagte Marcus
Als Ysra wiederkam sagte sie“ Die drei sitzen drin und spielen“
„Na dann komm Marcus, lass uns rein gehen“, sagte Tarja
„Danke ihr beiden, das ihr auf sie aufpasst“, sagte Ysra
„Machen wir doch gern und nun seht zu, das ihr euch auf den Weg macht“, sagte  Marcus
Und während Ysra und Erja das Grundstück verliessen, gingen Marcus und Tarja ins Haus.
„Was möchtest du den gern essen?“, fragte Marcus
„Vielleicht sollten wir die Kinder fragen, was sie gern mögen“, erwiderte Tarja
Marcus lachte“ Wir sind nie gefragt worden, was wir essen wollen, es wurde das gegessen, was auf den Tisch kam“
„Oh Entschuldigung, als Einzelkind wird man eher verwöhnt“, sagte Tarja
„Da musst du dich nicht entschuldigen“
Marcus ging in die Küche und Tarja setzte sich zu den Kinder auf den Boden.
Agneta war wie immer am malen.
„Du kannst aber schön malen“, bemerkte Tarja
Agneta hob ihren Kopf und lächelte, da bemerkte Tarja die kleine Zahnlücke, wie jedes Kind in dem Alter. Sie passte sehr gut zu dem rothaarigen Mädchen mit den lustigen Sommersprossen.
„Kannst du auch malen?“, fragte Agatha
„Naja etwas“, sagte Tarja
„Kannst du mir ein Pferd malen?“, fragte sie
„Ich kann es ja mal probieren“, sagte Tarja und nahm den Kohlestift und begann den Umriss vom Pferd zu malen. Als sie fertig war, reichte sie die Zeichnung an Agata.
„Oh das sieht ja schön aus“ sagte sie und malte weiter an dem Bild
Alvar und Torsten spielten wieder mit ihren Tieren und den Holzbausteinen, es war schön für Tarja sie bei ihrem Spiel zu beobachten.
„Kommt ihr Racker, das Essen ist fertig“, rief Marcus
Während Agatha aufstand und in die Küche ging, krabbelten der kleine Torsten und Alvar kichernd Richtung Küche.
Tarja hob den kleinen Torsten hoch und nahm ihn auf den Schoss, während Alvar auf Marcus Schoss sass.
„Du Tarja, du hast doch ein Pferd, oder?“, fragte Agatha
„Ja, warum fragst du?“
„Ich würde gern mal auf einem Pferd sitzen, ich mag Pferde“
Tarja schaute Marcus an und dieser zuckte mit den Schultern
„Weißt du, da fragst du mal deine Mama, vielleicht erlaubt sie es ja, dann darfst du mal auf meinem oder Marcus Pferd sitzen“
„Och menno, Mama erlaubt das nie“, schmollte sie
„Warum, denkst du das?“, fragte Marcus
„Ach die hat doch immer Angst, es passiert uns was“
Tarja seufzte und war fast versucht Agatha`s Quengeln nach zu geben, aber Marcus legte seine Hand auf ihre und schüttelte den Kopf.
Tarja nickte und sagte “Frag deine Mama einfach, mal ganz lieb“
Agatha seufzte und sagte dann“ Ich zeig ihr einfach mein Bild und frage sie“
„Das ist eine gute Idee, Agatha“, sagte Marcus
Nachdem Essen räumte Tarja die Küche auf und Marcus passte auf die drei Kinder auf.
Als Tarja fertig war, ging sie auch ins Wohnzimmer „Kommt wir gehen noch etwas in den Garten zum spielen“
Sie spielten zusammen fangen und versuchten Torsten und Alvar so gut es ging mit ins Spiel einzubinden, was ihnen auch gut gelang, sie rannten nicht durch den Garten, sondern sie krabbelten, Agatha war hellauf begeistert von dem Spiel und Alvar und Torsten waren sehr schnell beim krabbeln.
Dann spielten sie Ball zusammen, sie warfen oder rollten sich den Ball zu.
Als sie vom vielen Spielen einen Pause machten, kuschelten sich die Kinder an Tarja und Marcus und waren nach kurzer Zeit eingeschlafen.
„Ich glaube Ysra und Aevar verbringen zu wenig Zeit mit ihrem Kindern“, flüsterte Marcus
„Aber wenn Ysra die Arbeit im Waisenhaus bekommt, hat sie doch noch weniger Zeit“, flüsterte Tarja
„Agatha ist so ein liebes Mädchen, aber sie steht wegen Alvar und Torsten immer hinten an“, sagte Marcus leise
„Das sagst du aber deiner Schwester“, lachte Tarja leise
„ Das kannst du gleich mal vergessen“
„Aber wenn du selbst mal Kinder hast, kannst du alles anders machen“, erwiderte Tarja
„Wenn du mir welche schenkst, dann gerne“
„Welche??? Wieviele willst du den haben?“
Er grinste mich an“ Vier oder fünf?“
Ich tippte mit meinem Zeigefinger gegen meine Stirn“ Lass uns erstmal eins bekommen, dann sehen wir weiter. Vier oder fünf, dafür ist Honigheim aber zu klein“
„Warum im Untergeschoss stehen doch 3 Zimmer leer“, lächelte er verschmitzt
„Können wir bitte das Thema wechseln?“
„Oh schau meine Kleinen“, sagte Ysra
„Ist das nicht süss?“, rief Erja aus
Offenbar hattet ihr die richtigen Spiele für die Kinder“, sagte Ysra leise und strich ihren Kindern über den Kopf.
„Kommt bringt sie rein“, sagte Erja
Ysra hob den kleinen Torsten von Tarja´s Schoss, Tarja trug Agatha und Marcus hatte Alvar auf dem Arm.
Als die Kinder in ihren Bett lagen, gingen die drei wieder nach unten.
Erja stand schon wieder in der Küche und kochte das Abendessen.
„Und wie war es in Rifton?“, fragte Marcus
„Ich bekomme die Arbeit, aber es dauert noch etwas, weil es noch nicht fertig ist. Wir werden dann auch dort wohnen, so können meine Kinder dann auch mit den Waisenkindern spielen und lernen. Constance ist nämlich Lehrerin und unterrichtet die größeren Kinder, ich bin dann für die kleinen Kinder zuständig und für´s kochen.“
„Also werdet ihr dann auch nach Rifton ziehen?“, fragte Marcus
„Ja, ist ja auch besser, weil hier bekommt Alvar ja auch die nötige medizinische Unterstützung. Ihr wisst gar nicht wie glücklich ich bin“
„Doch du glühst ja förmlich“, bemerkte Tarja
„Ich hoffe Aevar nimmt das auch gut auf“
„Ach dein Mann macht doch alles für dich, das weißt du doch“
„Ja, Marcus das weiss ich und ich bin froh das ich ihn habe“
„Marcus? Tarja? Wollt ihr heute mit uns essen?“, rief Erja aus der Küche
„Nein Mutter heute nicht, ich wollte Tarja zum Essen heute ausführen“, rief Marcus zurück
„Ja, ihr habt Zweisamkeit verdient, nachdem ihr so toll auf unsere Kinder aufgepasst habt“, bedankte sich Ysra
„Wir sehen uns dann morgen, es wird bestimmt spät und wir bleiben dann im Honigheim“, sagte Marcus
„Dann viel Spass euch zwei“
Marcus zog Tarja hoch und sie folgte ihm
„So Essen im Bienenstich?“
„Nein, ich wollte jetzt mit dir allein sein“
„Also kein Essen?“
„Doch wir gehen schön essen und genehmigen uns etwas von den Spezialitäten im Bienenstich“

Zuletzt aktualisiert am 18.09.16 um 21:32 Uhr