Teil 019
Teil 019 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:15 Uhr

Nachdem sich die Männer der Gilde ein paar freie Tage gönnten, kam langsam wieder Leben in die Gilde.
Korst verteilte Aufträge zum säubern der Höhlen rund um Choroll. Zwei Gildenmitglieder bekamen jeweils 2 Höhlen zugewiesen. Marcus und Tarja bekamen die Nonwyll-Höhle und die Schattenrast-Höhle.
Die Nonwyll-Höhle war nicht weit von Choroll, aber die Schattenrast-Höhle war etwas weiter weg, also überlegte Marcus zusammen wie sie vorgehen sollten.
„Entweder machen wir pro Tag eine Höhle und kommen wieder zurück oder wir nehmen die Pferde ein Zelt und Proviant mit und erledigen die Höhlen in einem Aufwasch“
„Ich würde den Aufwasch vorziehen“, sagte Tarja
„Gut, was brauchst du noch an Vorbereitungszeit?“, fragte Marcus
„Ich würde gern noch etwas Heiltrank, eine Salbe und Verbandmaterial herstellen, ein halber Tag reicht.“
„Gut ich kümmere mich um Pferde und das Zelt, so das wir morgen oder übermorgen los können, wir haben ja Zeit“
Tarja nickte, stand auf und ging nach oben ins Arbeitszimmer, wo sie sofort die Kräuter für die Tränke vorbereitet und während der Sud kochte, schnitt sie Tücher klein und legte sie zusammen, für die Salbe schmolz sie Fett ein, das als Träger für die Salben diente.
„Hätte ich bei der Wiederherstellung besser aufgepasst, könnte ich mir das alles sparen.“, dachte sie sich
Als das Fett geschmolzen war, träufelte sie verschiedene Essenzen von Heilpflanzen in das Fett und verrührte alles und füllte es in einen Behälter mit Deckel, so blieb die Salbe einigermaßen schmierbar.
Das Herstellen der Tränke dauerte etwas länger, also konnte sie sich solange mit etwas anderem beschäftigen.

Marcus war in dessen zu den Ställen aufgebrochen um bei dem Besitzer der Ställe, zwei trittsichere Pferde auszusuchen, dann nahm er sich gleich eins und ritt zur Priorei, wo er das Zelt holen wollte.
Er band das Pferd an den Zaun, den Schlüssel für das Haupthaus hatte er immer dabei, er schloss die Tür auf und abgestandene Luft schlug ihm entgegen, er suchte das Zelt und nahm noch 2 Schlafsäcke mit und verließ das Haus wieder.
Da das Pferd gerade so schön vor sich hingraste, schaute sie Marcus nach Pflanzen um, er kannte sich zwar nicht aus, aber vielleicht war ja etwas dabei was Tarja gebrauchen konnte, aber er fand nur Pilze, da er nicht wusste ob er sie die gebrauchen konnte, nahm er von jedem Exemplar nur 2 Stück mit.
Dann war es an der Zeit das Pferd zu beladen und zurück zu reiten, es war immer noch kühl draußen und es wurde auch noch schnell dunkel, noch ein paar Tage dann schrieb man den Monat Erste Saat, dann würde es Wettermäßig aufwärts gehen.
Als er im Gildenhaus war, nahm er sich erstmal einen heißen Tee, Branwen und Farmin waren dabei zu kochen.
„ Noch ganz schön kalt draußen, oder“, fragte Farmin
„Ja das ist es egal welche Höhlen ihr bekommen habt, zieht euch warm an“, sagte er
Nachdem er den Tee ausgetrunken hatte, nahm er die Sachen und brachte sie nach oben ins Arbeitszimmer.

„Oh du bist schon wieder da? Die Heiltränke sind auch bald fertig, sie müssen nur noch abkühlen“, sagte Tarja
Marcus legte die Sachen auf den Boden, dann ging er zu Tarja rüber, küsste sie auf die Wange.
Sie zuckte zusammen“ Uh du bist aber kalt“
„Draussen ist es auch noch verdammt kalt, aber schau mal ich habe dir etwas mitgebracht“, er legte die Pilze auf den Tisch „Ich wusste nicht ob du sie gebrauchen kannst“
Sie lächelte ihn an“ Das ist aber lieb, das du an mich denkst. Pilze kann man auch gut gebrauchen“
Sie nahm die Pilze und steckte sie in die Gläser und schrieb 3 Zettel und schob sie unter die Gläser.
„Wollen wir morgen dann los?“, fragte Tarja
„Können wir, wenn du deine Sachen alle fertig hast“, gab Marcus ihr zur Antwort
„Etwas Proviant müssen wir auch noch einpacken, dann können wir morgen nach Sonnenaufgang los“, sagte Tarja
„Na du hast es aber eilig“, sagte Marcus
„Ich will nur mal raus, bevor mir das Dach des Gildenhauses auf den Kopf fällt“, lachte sie.
„Nein das wollen wir ja mal nicht riskieren“, lachte Marcus „Ich geh nochmal schnell rüber und hole zwei warme Reisemäntel“
Tarja nickte und begann den Sud der Heiltränke vorsichtig in die kleinen Fläschchen zu gießen, leider ergab es nur vier Fläschchen, mehr gab ihr Vorrat an Heilpflanzen nicht her, sie musste unbedingt wieder Pflanzen sammeln, die Fläschchen und die Salbe mussten daher reichen. Sie würde nochmal mit Branwen reden müssen, damit sie die Augen auch nach Pflanzen aufhält. Sie wusste ja das Branwen ja auch Pflanzen hat, aber sie wollte sie jetzt nicht danach fragen, das sie diese ja selber benötigt.
Marcus kam wieder und hatte zwei Mäntel dabei, er reichte Tarja einen in der Hoffung er wäre nicht allzu gross, sie besass zwar auch einen, aber dieser war durch die Länge eher unpraktisch.
Tarja zog den Mantel über, von der Länge her war er okay, aber die Arme waren zu lang, die fuchtelte mit den zu langen Armen vor Marcus rum, dieser packte die Ärmel und band sie schnell zusammen und lachte“ Hey, das hat auch seinen Vorteil“
„Mach das wieder auf, ich kürz die Ärmel schnell?“
Marcus machte den Knoten wieder auf und legte die Ärmel so um, das Tarja´s Hände rausschauten.
Tarja nahm eine Schere und Faden und machte sich an die Arbeit, gebannt schaute Marcus zu wie schnell sie das Problem gelöst hatte.
„Woher kannst du so gut nähen?“, fragte er
„Nähen konnte ich schon immer gut, aber in den Wintermonaten, hatten wir auch viel Besuch von den Frauen, deren Männern mit im Wald waren und wir brachten uns alles mögliche bei, das war eigentlich immer ganz nett, ich bin jetzt glaub ich für mein restliches Leben gut ausgestattet mit Wissen, so fertig“
„Ja das Abendessen wird auch bald fertig sein“, sagte Marcus
„Na dann lass uns mal nach unten gehen“
Beide verließen ihr Arbeitszimmer und begaben sich nach unten, Branwen war gerade dabei den Tisch zu decken und Tarja fragte“ Kann ich dir helfen?“
„Nein lass mal ich bin ja gleich fertig“
„Du könntest du wenn ihr unterwegs seid und Zeit habt, nach Pflanzen schauen, mir sind die Vorräte an Pflanzen ausgegangen“
Branwen lachte“ Das wollte ich dich auch fragen“
„Gut dann hätten wir das ja auch geklärt“
Etwas später saßen alle am Esstisch und nahmen das Abendessen ein.
Korst ließ es sich nicht nehmen noch ein paar warme Worte zu sprechen, bevor sich die Gilde am Morgen für einige Tage trennen würde.
Nachdem Essen gingen Tarja und Marcus noch in die Küche und sammelten sich ihren Proviant zusammen, etwas Wasser, ein paar Äpfel und Brot, für Fleisch könnten sie ja jagen.
Als sie alles zusammen hatten, gingen sie nach oben und legten die Sachen in das Arbeitszimmer und danach gingen sie sofort zu Bett.