Teil 020
Teil 020 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:15 Uhr

Die Sonne war gerade aufgegangen, Tarja packte die Sachen zusammen, sie packte so das sie zwei Rücksäcke hatten, für jeden einen. Dann ging sie rüber ins Schlafzimmer und weckte Marcus. Dieser gähnte und streckte sich „Du bist schon auf ?“ „Ja und ich bin fertig, Rücksäcke sind gepackt“
„Du meine Güte, warum hast du mich nicht geweckt?“
„Du hast doch so schön geschlafen“, gab sie ihm zur Antwort
„Das ist aber kein Grund“, gähnte er, dann stand er auf, ging zum Wasserbecken und wusch sich das Gesicht, band sich die Haare zusammen und zog sich an
„Ach möchtest du dein Lederhaarband wieder haben?“, fragte Tarja
„Auf keinen Fall, das habe ich dir geschenkt, das gehört dir, ich habe ja noch welche gefunden“
Tarja band ihre Haare zu einem Pferdeschwanz und stieg in ihre Lederrüstung und darunter zog sie noch eine lange Fellhose, Marcus half ihr beim befestigen, der Schulterschützer, er selbst entschied sich für eine Stahlrüstung, dann gingen beide ins Arbeitszimmer, sie nahmen ihre Waffen, jeder zog den Mantel über ,schulterte den Rucksack, während Marcus noch das Zelt und die Schlafsäcke unter den Arm klemmte, dann machten sie sich auf den Weg zu den Ställen. Die Morgenluft war kalt und Tarja war froh, über den Mantel, die Pferde standen schon gesattelt in den Boxen, Marcus nahm den Rucksack von der Schulter und befestigte den Rucksack, sowie das Zelt und die Schlafsäcke am Sattel.
„Das ist ja praktisch“, sagte Tarja und befestigte ihren Rucksack auch am Sattel, beide führten die Pferde aus den Boxen und stiegen in den Sattel.
„Welche Höhle nehmen wir zuerst?“, fragte Tarja
„Die Nonwyll, wir reiten in Richtung der Priorei und dann nehmen wir den Weg durch den Wald, dann sollten wir gegen Mittag da sein“
„Dann reite du vorne weg, du kennst den Weg“
Nachdem sie zwei Stunden geritten waren, legten sich eine Frühstückspause im Stehen ein, im Wald lag teilweise noch etwas Schnee, nach der Stärkung ging es weiter durch Wald, bis sie irgendwann auf eine Lichtung kamen, beide stiegen von den Pferden und befestigten die Zügel an den Bäumen.
„Wir müssen noch etwas zu Fuß gehen, aber vorher erklär ich dir wir von der Gilde vorgehen, also hör mir bitte aufmerksam zu“, sagte Marcus
Tarja nickte“ Ich höre zu“
„Also wahrscheinlich treffen wir hier erstmal auf irgendwelche Geschöpfe des Waldes, Goblins, Oger oder Spriggans. Hast du so was schon mal gesehen?“
„Nein noch nicht nur davon gelesen und natürlich nur als Alchemiezutat“
„Also egal was passiert, es muss getötet werden und das selbe gilt auch für Banditen, bisher warst du noch nie in der Lage jemanden zu töten, das wird jetzt dein erstes Mal. Danke dran töte es, bevor es dich tötet.“
Tarja schluckte und nickte „Muss ich sonst noch was wissen?“
„Ja das musst du, was du findest darfst du behalten“
„Du meinst ich soll die Toten bestehlen?“, der Gedanke war ihr nicht gerade sympathisch
„Was denkst du wohl, woher haben die Banditen die Sachen? Sie lauern Reisenden auf, töten und bestehlen sie“
Tarja seufzte auf „Na dann mal los“
Zusammen machten sie sich die restlichen Meter zu Fuß weiter, vor der Höhle hielt sich zum Glück nur ein Wildschwein auf, was Marcus mit 3 Pfeilen erlegte.
„Lass es liegen ich nehme es nachher aus, dann haben wir noch etwas Fleisch“, sagte Tarja
Marcus nickte“ Können wir?“
„Ja, ich denke ich bin soweit“
„Gut, dann Waffe nach belieben“, sagte er
Tarja wählte den Bogen, er schaute sie an „Bist du dir sicher?“
„Ja bin ich“, sagte sie mit fester Stimme
„Gut dann achte auf mich, hin und wieder werde ich dir Zeichen geben“
„Welche Zeichen?“, fragte sie
„Das wirst du dann wissen, wenn ich sie dir zeige, lernen ist angesagt“
„Okay ich versuche sie zu deuten“
„Gut“, sagte Marcus und ging leise vor
Nachdem sie ein paar Meter gelaufen sind, blieb er stehen und lauschte, auch Tarja hörte etwas.
Marcus zeigte auf sich, dann auf seine Ohren und hielt 2 Finger nach oben, sie verstand sofort was er von ihr wollte, beide legten ihre Pfeile an und gingen vorsichtig weiter und so erledigte Tarja ihren ersten Gegner, aber durchsuchen konnte sie die Toten noch nicht, das übernahm Marcus. Marcus nahm alles mit was noch brauchbar war und sagte leise „Wenn du eine Kiste oder einen Sack findest, sag bescheid“
Tarja nickte stumm und sie gingen weiter, sie trafen noch 2 weitere Banditen, die sie auch recht schnell erledigt hatten, sie fanden auch einen Sack, wo sie die ganze Ausbeute rein warfen.
Verschlossene Kisten öffnete Marcus mit Dietrichen die die Banditen meist bei sich hatten.
Tarja der ganz flau von den ganzen Erlebnissen war, fragte ob sie nun hier fertig seien.
„Nein leider noch nicht, die Höhle hat noch eine weitere Ebene, die unter dieser liegt“
Marcus legte den Sack in den Gang und dann öffnete er eine weitere Tür und sie folgten einem Pfad der nach unten führte.
Sie hörten seltsame Geräusche und ihnen wurde bewusst hier waren keine Menschen, das waren Trolle.
„Trolle, verflixt“, sagte Marcus
„Warte mal, ich habe mal was über Trolle gelesen, sie sind sehr feuerempfindlich und das Fett könnte ich gut gebrauchen“, sagte sie
„Und jetzt?“, fragte Marcus
„Und jetzt zeigst du mir, was du letzten Sommer bei mir gelernt hast“
„Du meinst ich soll zaubern?“
„Wenn es dir nichts ausmacht“, lachte sie leise
„Na dann mal los“, seufzt Marcus, jetzt war ihm flau, üben und das jetzt hier waren 2 verschiedene paar Schuh, aber er gab sein bestes, während er noch versuchte einen Feuerball zu formen, war Tarja schon soweit.
„Du Schatz das ist aber kein Feuerball“, sagte Marcus
„Nein, das mein Schatz ist der Flammenzauber“ und sie ging gegen die Trolle vor, Marcus bekam noch immer keinen Feuerball hin und die Trolle kamen Tarja gefährlich nahe, dann hörte Marcus, wie Tanja schrie „ Hey Tjelvar, ich könnte nun verdammt nochmal deine Hilfe gebrauchen“
Das war der Anreiz den Marcus brauchte, nun klappte es mit den Feuerbällen.
Der Geruch der verbrennenden Trolle war eklig und nahm ihnen die Luft zum atmen und während Tarja den toten Trollen das Fett aus der Bauchdecke entnahm, war Marcus wieder auf der Suche nach Beute, er fand noch 4 Kisten mit diversen Beutestücken, er warf alles in eine Kiste, dann kehrte er mit der Kiste zu Tarja zurück.
Dann sah er das neben ihr diverse Schmückstücke und Münzen lagen.
„Wo kommt das den her?“, fragte Marcus etwas angewidert, als Tarja gerade ihre Hände aus dem Troll zog.
„Du glaubst ja nicht, was die Kerle alles fressen“
„Offenbar andere Menschen“, sagte Marcus
„Ja so sehe ich das auch, offenbar reiche Menschen“
„Boah Schatz das ist widerlich, da hinten ist ein kleiner Teich, da kannst du dich waschen gehen“
„Was ist daran widerlicher als Menschen zu töten?“, fragte Tarja
„Ähm….keine Ahnung…aber es ist trotzdem widerlich“
Tarja stand auf, nahm die Beute und ging zu dem kleinen Teich, wo sie sich und die Beute wusch.
Mit sauberen Händen kehrte sie zurück und warf die Beute zu den anderen Sachen.
„Wir wären hier dann fertig“, sagte Marcus und nahm die Kiste und sie verliessen die Ebene, auf der oberen Ebene nahm Tarja den Sack und sie gingen in den Eingangsbereich der Höhle, wo sie die Sachen auf den Boden kippten. Dann sortierten sie nach Gegenständen Münzen und Schmuck, Waffen und sonstige Gegenstände.
Münzen und Schmuck packten sie wieder in den Sack, die Waffen waren zu nichts mehr zu gebrauchen, aber die Pfeile waren noch gut, die restlichen Sachen liessen sie auch zurück.
Dann verliessen sie die Höhle, das Tageslicht tat ihnen in den Augen weh.
„Wollen wir nicht hier unser Lager aufschlagen?“, fragte Tarja
„Nein wir müssen das Tageslicht soweit ausnutzen wie es geht, die Schattenrasthöhle ist weiter weg“
Nachdem Tanja das Wildschwein ausgenommen hatte und die Überreste vergraben hatte, damit es nicht gleich wieder wilde Tiere anlockte, liefen sie zurück zu den Pferden.
„Du hast dich tapfer geschlagen“, sagte Marcus zu ihr
„Du aber auch, aber der Feuerball muss demnächst schneller kommen“, sagte sie zu ihm
„Ja dein Schrei war nützlich“, sagte Marcus
„Verfolgten dich die toten Menschen?“, fragte Tarja
„Nur wilde Tiere, töten emotionslos“, sagte Marcus „Du wirst dich dran gewöhnen“
„Das macht mir Angst“
„Es wird auch nicht besser, nur anders“, sagte Marcus