Teil 023
Teil 023 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:16 Uhr

„Du meine Güte, den Sattel werde ich noch tagelang spüren“, sagte Tarja als sie an den Ställen vom Pferd stieg.
Ihr fiel sofort das neue Pferd in der Box auf, die Pferde hier hatten alle eine Fellfarbe, aber dieses war gescheckt und das Fell war dicht und dick, als wäre es Kälte gewöhnt.
„Tarja was ist los?“, fragte Marcus
„Ach das Pferd hier ist neu“, sagte sie
„Vielleicht ein Reisender der hier Pause macht oder vielleicht haben sie ein neues Pferd gekauft, soll ich fragen gehen“ ,fragte Marcus
„Nein ist schon okay, lass uns ins Gildenhaus gehen“
Sie nahmen ihre Sachen und machten sich auf den Rückweg.
„Weißt du was wir bringen die Sachen jetzt erstmal zum Schmied, der kann den Schmuck und die Felle bestimmt gebrauchen. Oder möchtest du etwas von dem Schmuck haben?“
„Bist du wahnsinnig? Ich zieh doch keinen Schmuck von toten Leuten an“, sagte Tarja
„Na dann schauen wir mal, ob man mit dem neuen Schmied gut handeln kann“, sagte Marcus
„Soll ich das machen? Du hattest 3 Zyklen einen unechten Goldring an und hast es nicht bemerkt“
„Danke das du mich jetzt daran erinnerst“, sagte Marcus
„Oh Entschuldigung, das war jetzt sehr unhöflich von mir, tut mir leid“, sagte sie kleinlaut
Marcus sagte nichts und öffnete die Tür vom Laden und beide betraten die Schmiede.
Aus dem Hintergrund tönte es laut“ Moment, ich bin sofort da“
Tarja öffnete den Sack und legte die Ware die sie handeln wollte, ansprechend auf der Theke aus, dann zog sie das Lederband aus ihren Haaren und schüttelte sie durch, sie fielen lang und fliessend über ihren Oberkörper bis runter zu ihrem Po, Marcus blieb die Luft weg und flüsterte“ Verkaufst du dich gleich mit?“
Mit einem verführerischen Lächeln, wandte sie sich ihm zu, schaute ihm ihn die Augen und flüsterte“ Ich verkaufe mich nur an dich“, dann küsste sie ihn sanft
„Na dann will ich hoffen, du holst hier genug Gold heraus, das ich dich bezahlen kann“, lachte er
„Ich lauf nicht weg, du lange genug Zeit mich zu bezahlen“, sie streckte ihm die Zunge raus.
„Ah Kundschaft“, ein rauer Nord stand urplötzlich hinter der Theke und schaute Tarja mit grossen Augen an.
Marcus konnte das gierige Funkeln in seinen Augen sehen, als er Tarja sah, Marcus beobachtete ihn genau, während Tarja anfing mit dem Nord zu handeln, zuerst konnte der Nord noch mithalten, aber Tarja liess all ihren Charme spielen und so gab der Nord nach und bezahlte den Preis, den Tarja haben wollte.
Vor der Tür, reichte Tarja das Säckchen mit Gold, an Marcus weiter.
„Du meine Güte, den hast du ja ganz schön ins Schwitzen gebracht“, lachte er
Tarja schnickte ihre Haare mit ihrer Hand nach hinten und schaute ihn spitzbübisch an.
„Komm lass uns nach Hause gehen“, sagte sie
Als sie die Tür zum Gildenhaus aufmachten, schlug ihnen ein leckerer Duft um die Nase und sie hörten wie Korst in der Küche mit jemanden sprach.
Tarja wurde hellhörig, sie ließ Marcus Hand los und rannte in die Küche, wie vom Donner gerührt blieb sie im Türrahmen stehen, fing an zu schluchzen „Du…bist…hier?“
Sie schaute ihn an und er lächelte und öffnete seine Arme für sie. Tarja rannte ihm in die Arme und klammerte sich an ihm fest.
Marcus der nun sehr neugierig wurde, ging auch in Richtung Küche. Dann sah er den Grund für Tarja´s Gefühlsausdruck, in der Küche stand ein Dunmer, eine imposante Persönlichkeit.
Marcus schluckte, plötzlich fühlte er sich wie ein Tier kurz vor der Schlachtbank, gleich würde ihr Ziehvater über ihn richten.
„Meine Kleine ich bin so froh, dich zu sehen“, sagte der Dunmer mit tiefer aber sanfter Stimme.
„Vater“, schluchzte Tarja nur
Korst war ganz gerührt, dann drehte er sich zu Marcus.
„Felen, das ist Marcus“ Marcus schluckte schwer, als Felen ihn anschaute. Dann sagte er zu Marcus“ Komm her, mein Sohn“
Marcus zögerte, aber Felen lächelte ihn freundlich an, also ging Marcus zu ihm rüber und reichte ihm die Hand und drückte sie fest und herzlich, das Eis war gebrochen.
„Ach herrje das Esssen“, rief Felen aus
„Kommt ihr Zwei, wir decken den Tisch, sonst lenken wir Felen vom Kochen ab“, sagte Korst
Als sie im Esszimmer standen, fragte Tarja“ Wann ist er angekommen?“
„Heute morgen stand er plötzlich vor der Tür?“
„Wo schläft er?“
„Er wollte in der grauen Stute schlafen, aber ich habe ihm ein Zimmer hier im Haus gegeben.“
„Wie lange will er bleiben“
„So 2-3 Tage“, gab ihr Korst zur Antwort
Tarja fiel Marcus um den Hals und sagte „Ich freu mich so das er hier ist“
„Hat er gesagt, warum er hier ist“
Korst lachte“ Väterliche Angst, Fürsorge und Neugierde“
„Bei allen Heiligen, ich bin so aufgeregt“, japste sie
„Schatz beruhige dich doch“
„Ich freu mich nur so, das musst du doch verstehen“, sagte sie
„Ja, das versteh ich“, sagte Marcus und schloss sie in seine Arme
Als sie später beim essen sassen, starrte Tarja, Felen an.
„Ich fühle mich beobachtet“, sagte er ohne vom Essen aufzusehen
„Ich kann es nicht glauben, das du wirklich hier bist“, sagte Tarja
Jetzt schaute er auf und blickte ihr in die Augen“ Es ist schön zu sehen, das
es dir gut geht“
Sie legte ihre Hand auf Marcus Arm und lächelte ihren Vater an“ Ja es geht mir gut“
„Gut, dann erlaubst du das ich weiter esse ohne das du mich beobachtest?
„Na gut ausnahmsweise“, lachte Tarja
Nachdem Essen, fragte Marcus“ Bist du mit dem gescheckten Pferd gekommen?“
„Ja das ist mein Flecki“, sagte Felen
„Aber ich dachte, ihr Magier dürft keine Pferde oder Kutschen benutzen“, bemerkte Korst
„Ach pöh, Pferde sind keine Teufelswesen, nur weil andere Magier Angst vor diesen edlen Tieren haben, gab es irgendwann mal diese Regel, das man keine Pferde nutzen soll, aber Regeln sind auch manchmal da um gebrochen zu werden und hier gibt es keine Teleporter wie in Morrowind, irgendwie muss man ja durch das schöne Land kommen und deswegen habe ich mir Flecki gekauft“
„ Ach hätte ich das gewusst, hätte ich mir damals auch ein Pferd an den Ställen gemietet“, sagte Tarja „Marcus musste mir die Angst vor dem Reiten erst nehmen, aber mittlerweile bin ich daran gewöhnt“
Sie sassen noch etwas zusammen und redeten über alles mögliche, bis Felen meinte “Es tut mir leid, aber ich würde gern zu Bett gehen, die Reise war lang und ich möchte meinen alten Körper jetzt auf eine weiche Matratze legen“, er lachte
Tarja stand mit ihm auf und begleitete ihn nach oben, vor seinem Zimmer blieben sie stehen.
„Wäre es möglich wenn wir beide morgen etwas bereden könnten? Es ist wichtig für mich“, sagte er
„Aber natürlich Vater, soll ich dich morgen früh wecken? Dann können wir reden“
„Wann ist bei euch morgen früh?“, fragte er
„Bei uns ist morgen früh so zur 9 Morgenstunde“, gab sie ihm zur Antwort
„Ach nein, weißt du warum ich Gildenmeister wurde? Damit ich lange schlafen kann“, er gluckste laut, Tarja lachte mit.
„Weißt du was, dann such mich auf, sobald du wach bist“
„Ja das werde ich tun, schlaf gut mein Kind“, sagte er sanft und gab ihr einen Kuss auf die Wange
Tarja lächelte, sie erinnerte sich als sie noch ein Kind war und er sie immer ins Bett brachte.
„Schlaf du auch gut Vater, ich habe dich lieb“
„Ich habe dich auch lieb und jetzt seh zu das du zu Marcus kommst, den du sehr gut gewählt hast“
„Danke für deine Zustimmung, bis morgen“
Felen betrat das Zimmer und machte sich bettfertig.
Tarja lief schnell in den anderen Flügel und fand Marcus schon im Zimmer vor.
„Du strahlst ja so, ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte Marcus
„Ja ich bin sehr glücklich im Moment“
Sie kuschelte sich in Marcus Arme und seufzte auf, ja das Leben ist wunderschön im Moment.
„Na komm Kleines der Tag war lang und wir sollten schlafen gehen“, sagte Marcus
Beide machten sich bettfertig und schlüpften unter die Felle.