Teil 026
Teil 026 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:18 Uhr

Die Tage zogen sich hin, die erste Saat war gekommen, schon früh kam der Kurier ins Gildenhaus, aber immer noch kein Brief für Tarja. Dafür brachte Korst schlechte Nachrichten für die Gilde, so versammelte er die Gildenbrüder und Schwestern und sagte zu ihnen“ Ich habe leider schlechte Nachrichten für euch, ich wurde abkommandiert, ich wusste der Tag würde kommen, ich muss zurück nach Himmelsrand, ein Ersatz gibt es schon, er kommt aus Leyawiin und Marcus ich möchte das du ihn hier in die Arbeit einführst, euch bleibt es natürlich frei gestellt, ob ihr mit dem neuen Gildenleiter zusammen arbeiten wollt oder nicht, wenn nicht, dann soll Marcus euch ausbezahlen“
„Warum ich?“, fragte Marcus
„Ganz einfach du bist am längsten hier und kennst dich aus“, sagte Korst
„Wann gehst du?“, fragte Farmin
„Ich packe meine Sachen und dann verschwinde ich“, sagte Korst
„Aber Tarja wird vielleicht auch bald gehen“, sagte Marcus
„Marcus auch dir bleibt es offen, ob du hier bleiben willst oder wieder nach Hause gehen willst, keiner von euch ist hier gebunden, ihr seit freiwillig hier“, sagte er
Dann drehte er sich um und stieg die Treppen nach oben.
Geschockt setzten sich die restlichen Mitglieder an den Tisch.
Adding ergriff zu erst das Wort“ Ein neuer Gildenmeister? Ich weiß nicht, ich bin jetzt fast 50 Jahre alt, ich denke es wird Zeit, das Schwert an den Nagel zu hängen“
Farmin schaute Branwen an und meinte“ Wollen wir uns den neuen Gildenmeister erstmal antun und hier bleiben?“
„Was bleibt mir anders übrig? Ich kann ja nirgends hin“, sagte sie traurig
„Na du bleibst bei mir und wir werden schon etwas zum wohnen finden“, sagte Farmin und legte seine Hand auf ihren Arm
Marcus schaute Tarja an und fragte“ Sehen wir uns dann in Rifton? Ich meine wenn du eh in Himmelsrand bist, kannst du dir den Rückweg auch sparen“, sagte Marcus
„Willst du nicht hier bleiben?“, fragte sie
„Eine Kriegergilde ohne Korst? Korst kann man nicht ersetzen, ich bleibe auf keinen Fall, ich zeig dem Neuen alles und dann hau ich ab“, sagte er motzig und stand so schnell auf, das sein Stuhl umkippte und er rannte Richtung Keller.
Tarja wollte hinterher, aber Farmin hielt sie fest“ Lass ihn, er ist jetzt sauer, er beruhigt sich wieder“
„Dann lasst uns das beste aus der Situation machen“, sagte Adding
Tarja stand auf und ging nach oben, da es sie auch jeden Tag treffen konnte, fing sie schon mal an, ihre Sachen zu verstauen. Sie legte die Bücher zusammen die nach Rifton gehen sollten, auf einen Zettel schrie sie Rifton, die Alchemiezutaten verstaute sie in einer extra Kiste, die sollte Branwen bekommen.
Eine Kladde mit Schreibfeder und Tinte liess sie auf dem Tisch, das sollte ins Reisegepäck.
Ihr Reisemantel lag noch im Arbeitszimmer, dann ging sie rüber ins Schlafzimmer und öffnete den Kleiderschrank, viel besass sie an Kleidung nicht und so nahm sie alles heraus und legte sie zusammen und brachte sie ins Arbeitszimmer und legte die Sachen auf das Bett.
„Schatz was machst du?“, fragte Marcus
Tarja drehte sich herum“ Ich packe“, sagte sie traurig
Marcus nahm sie in die Arme“ Sei nicht traurig, wir sehen uns in Rifton, so lange wird es nicht dauern, ich werde dir eine Karte zeichnen. Ich nehme an das ihr über den Fahlen Pass, nach Falkenring reisen werdet und dann weiter nach Helgen und ab Helgen werde ich dir eine Karte zeichnen“, sagte er
„Wie kommst du darauf?“, fragte Tarja
„Weil damals noch kleine Kutschen von Helgen abfuhren, ich nehme an das ist heute auch noch so, Felen wird zuerst nach Weisslauf wollen, dass ist die erste grosse Stadt in Himmelsrand und ein Handelsknoten in Himmelsrand, von dort kommst du in jede grosse Stadt“
„Woher weißt du das Felen nicht nach Rifton reist“, fragte sie
„Ganz einfach, weil keine Kutsche von Helgen nach Rifton fährt, der Weg ist nur zu Fuss oder Pferd gut zu erreichen, das Gelände ist nichts für Kutschen“, sagte er und stupste ihre Nase sanft mit seinem Finger
„Hast du eine Kiste für mich? Ich habe ja nicht viel, aber das was ich habe sollte auch nach Rifton“
„Mach dir keine Gedanken, ich werde deine Sachen verpacken, wenn es soweit ist, dieses mal werden sie nicht per Schiff transportiert, das dauert zu lange“, sagte Marcus
„Wie denn sonst?“, fragte Tarja
„Offenbar gibt es eine Khajiitikarawane, die eine neue Art gefunden haben Waren zu transportieren. Weißt du was Levitieren ist?“, fragte Marcus
„Ja, es gehört zur Schule der Veränderung, aber soviel wie ich weiss ist es verboten, diese Fähigkeit zu lehren. Aber das war ja nicht deine Frage. Mit der Levitation kannst du durch die Luft laufen“
„Ist das so was ähnliches wie teleportieren?“, fragte Marcus
„Es gehört zwar zur selben Schule, wird aber hier auch nicht gelehrt. Zur Teleportation brauchst du Plattformen in Häusern und so etwas gibt es nur in Morrowind“, sagte Tarja
„ Aber warum wird beides nicht mehr unterrichtet, das ist doch nützlich“, sagte Marcus
„Ja, das schon, aber in Kriegszeiten, wäre es ein einfaches für Gegner überall hinzukommen, wenn sie diese Magie beherrschen würden und es gibt immer finstere Gestalten die es für Geld lehren würden“, sagte Tarja
„Ja stimmt auch wieder, aber es ist egal, also die Khajiit haben wohl eine Art Fahrzeug was in durch die Luft fährt und so Waren schneller über die Berge befördern kann“
„Ach haben sie endlich doch geschafft?“, fragte Tarja
„Du weißt etwas darüber?“, fragte Marcus
„Na in der Kaiserstadt gibt es doch den Rappen-Kurier, der schon seit 100 von Jahren von Khajiit geleitet wird. Und sie haben bei uns immer wieder ausprobiert das Ding in die Luft zu bekommen.“
„Wie bei euch? In der Magiergilde? Ich denke ihr lehrt nur Magie“, sagte Marcus
Tarja lachte“ Oh nein, wir beherbergten auch Forscher und Geologen, die eng mit den Waffenschmied des Kaisers zusammen arbeiten“
„Oh das wusste ich nicht. Aber warum durften die das Fahrzeug bei euch bauen“, sagte Marcus
„Ganz einfach unser Erzmagier hat eine Schwäche für erlesene Sachen von den anderen Kontinenten und daher hat er die Sache unterstützt, damit die Sachen schneller zu ihm kommen. Aber das alle etwas davon haben würden, hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich dachte dieser Luxus bleibt den Erzmagier vorbehalten, aber umso besser für uns alle“, sagte Tarja
„So werden unsere Sachen schneller in Rifton sein, als wir, oha dann muss ich noch ein Brief schreiben, damit meine Eltern auch bescheid wissen, das wir kommen“, sagte Marcus
Es klopfte an die Tür, Marcus und Tarja riefen wie aus einem Mund „Herein“, dann lachten sie beide. Korst kam rein“ Ich wollte mich verabschieden“
„Sollen wir dich nicht zu den Ställen begleiten?“, fragte Marcus
„Marcus, das hier ist schon alles schwer genug für mich, nein ich möchte mich hier von euch verabschieden. Marcus, ich durfte dich hier wachsen sehen, du warst ein guter Lehrer, für alle die hier ein und ausgingen, du hast sehr viel für die Gilde geopfert, es war mir eine Freude dein Vorgesetzter zu sein“
Dann wandte er sich an Tarja, der schon die Tränen von den Wangen liefen
„Tarja, mein Mädchen, du weißt was ich für dich empfinde, du hast hier soviel gelernt, uns zum lachen gebracht, wir haben über dich gestaunt, zu was du fähig sein kannst und welche Kraft du aufbringen kannst, deine Freundlichkeit gegenüber anderen Menschen, aber du kannst auch anders, wenn du musst. Und immer wenn ich mal traurig bin, werde ich an den Sommertag im Garten denken, als wir Frauenbesuch hatten. Ich hab dich lieb und pass auf Marcus auf und du Marcus, pass auf mein Mädchen auf, vielleicht treffen wir uns irgendwo und irgendwann mal wieder, lebt wohl ihr Zwei“, er drückte beide zum Abschied fest und verliess das Zimmer schnell. Das war zuviel für Tarja, sie konnte die Tränen nicht mehr halten, nahm sie in die Arme und hielt sie fest, bis sie sich beruhigt hatte.
Unten war die Stimmung auch nicht besser, Adding, Branwen und Farmin sassen am Tisch und waren in Gedanken vertieft, Marcus und Tarja setzten sich zu ihnen.
Irgendwann stand Branwen auf und sagte“ Ich kann hier nicht sitzen bleiben, ich muss was tun“ und sie verschwand in die Küche.
Etwas später klopfte es an der Tür, Marcus ging zur Tür und öffnete sie, vor ihm stand ein Altmer. Mit geschwollener Stimme sagte er“ Mein Name ist Itermel, ich bin euer Gildenmeister“
Tarja verschluckte sich an ihrem Apfelsaft, schon am Tonfall wusste sie wer gleich den Raum betreten würde, leise sagte sie „Ich wette es ist ein Altmer, zum Glück bin ich nicht mehr lange hier“
Marcus trat einen Schritt zur Seite und sagte höflich“ Bitte tretet ein“
„Ich danke euch“, sagte der Altmer und ging in die Halle und blieb vor dem Tisch stehen.
„Du meine Güte, seid ihr ein armseliger Haufen, da werde ich wohl noch ein paar Leute aus Leyawiin kommen lassen.. Was haben wir den da? Ein alternder Nord, 2 wilde Wüstenleute und ein kleines Mädchen“
Tarja´s Augen verengten sich zu Schlitzen und sie wollte etwas sagen, aber Adding schüttelte mit dem Kopf.
Dann drehte er sich zu Marcus und schaute ihn an“ Wie war nochmal euer Name? Ach egal“ Wo ist mein Zimmer?“
Marcus kochte innerlich über diese Behandlung des Elfen, gegenüber seiner Gildenbrüder und Schwestern, so lief er wortlos vorne weg und zeigte dem Elfen an, das er ihm folgen sollte.
Als beide außer Hörweite waren, sagte Tarja“ Adding warum hast du mich so abgewürgt?“
„Thalmor. Ich erkenne einen Thalmor am Geruch, er stinkt 20 m gegen den Wind“
Farmin schaute ihn an“ Was sollte ein Thalmor hier?“
„Wahrscheinlich sucht er nach Talos-Anbeter“, sagte Adding
„Ach ja dieses Weissgoldkonkordat“, sagte Tarja
„Oh mann, verfluchter N´Wah“, hörte am Marcus, der gerade die Treppe runter kam
„Du fluchst dunmerisch?, fragte Tarja
„Ich würde auch in anderen Sprachen fluchen, wenn ich es könnte, Leute entschuldigt bitte, aber ich werde nicht mit einem Thalmor unter einem Dach leben, ich werde euch ausbezahlen, Tarja ich möchte das du heute noch nach Bruma aufbrichst und das ist keine Bitte, das ist ein Befehl, Adding, Farmin und Branwen, als ich hier her kam, hatte ich eine kleine Hütte gekauft, sie ist nicht gross oder ihr könnt in die Priorei gehen, bis ich euch entschieden habt, wo ihr hinwollt“
Dann ging er in Korst Arbeitszimmer, er holte den Schlüssel zum Safe und schloss ihn auf, darin waren die Goldsäcke, für jeden einen, wo Korst jeden Monat das Gold unter den Gildenmitglieder aufteilte. Die Säcke waren gut gefüllt und dann stand da noch Tarja´s Erbe.
Er trat in den Flur und rief nach ihr, als Tarja bei im war, schloss er die Tür und sagte“ Schatz, hier ist noch dein Erbe, möchtest du es mitnehmen oder soll ich es an mich nehmen?“
„Gib mir bitte etwas davon, damit ich mich in Himmelsrand mit einigen Sachen eindecken kann, damit ich auch nach Rifton komme.“
„Gut dann zeichne ich dir schnell die Karte und gebe dir Münzen mit, gehst du bitte deine Sachen packen!“
Sie nickte still, verliess das Zimmer, verabschiedete sich von Adding, Farmin und Branwen und rannte nach oben um ihren Rucksack zu packen.
Etwas später kam Marcus nach oben, reichte ihr die Karte und ein kleines Säckchen Gold „Hast du alles?“, fragte er
„Ja, alles bis auf dich“, sagte sie traurig
„Du hast doch die Kette meiner Mutter und mein Lederband, du bist nicht allein“, sagte er
„Wir sehen uns dann in Rifton?“, fragte sie
„Ja da sehen wir uns wieder, das Haus meiner Eltern ist auf der Karte verzeichnet, nimm bitte mein Pferd und stelle es in Bruma bei den Ställen ab, die Gildenpferde werden umsonst versorgt, wenn du das Gildenabzeichen vorzeigst“
„Kommst du nicht mit?“, fragte sie
„Nein ich muss noch packen und mich mit dem Karawanenführer in Verbindung setzen, ich werde versuchen so schnell wie möglich nach zukommen“, sagte er
Tarja kuschelte sich nochmal in seine Arme und küsste ihn zum Abschied“ Wir sehen uns in ein paar Wochen, du wirst mir fehlen“
„Du wirst mir auch fehlen, aber los jetzt damit du noch bei Helligkeit loskommst.“
Beide verließen das Zimmer, als ihnen der neue Gildenmeister über den Weg lief und fragte“ Was ist hier los? Kleines Mädchen, wo wollt ihr hin?“
Um Ärger zu vermeiden, sagte Marcus „Sie hat einen Auftrag zu dem sie aufbrechen muss“
Der Elf legte den Kopf schief“ Ist das so? Spricht das kleine Mädchen nicht“
„Doch sie kann sprechen, aber sie muss jetzt los“, sagte Marcus und wies Tarja an zu gehen und sie ging.