Teil 030 Fürstentum Falkenring/Bruma/Elternhaus von Marcus am Honrichsee
Teil 030 Fürstentum Falkenring/Bruma/Elternhaus von Marcus am Honrichsee PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:20 Uhr

„Willkommen in Himmelsrand“, sagte Felen als sie durch das grosse Tor hinter dem fahlen Pass ritten.
Sie hatten links und rechts die Jerallberge, aber die Strasse war gut befestigt.
„Ich dachte die Reise würde länger dauern“, sagte Tarja
„Ja, sie war auch mal länger, bevor die Karawanen diesen kleinen Weg durch die Berge für sich entdeckten, ich war damals fast 20 Tage unterwegs, aber ich habe mich auch ein paar Mal verlaufen“, lachte Felen
„Ich seh nur Berge, ich glaube ich werde bald von Bergen träumen, wenn das so weiter geht“
Felen lachte“ Ja, Himmelsrand ist kein Flachland, Berge hast du hier überall, der höchste Berg heisst Hoher Hrothgar, angeblich sollen es 7000 Stufen bis hoch sein, aber das glaube ich nicht.“
„Warst du schon da oben?“, fragte Tarja
„Ich bin ein Dunmer, was soll ich da oben, ich war sehr oft an Schrein von Azura, hoch in den Bergen von Winterfeste“, sagte er etwas schwermütig, als wollte er was verdrängen.
„Was denkst du, wie lange brauchen wir bis Helgen?“, fragte Tarja
„Naja hier ist das Wetter immer noch sehr unbeständig, es kann sein das plötzlich Nebel aufkommt und wir rasten müssen, lass uns einfach schauen, wie weit wir kommen“, sagte Felen
„Gibt es noch andere Wege nach Himmelsrand?“, frage Tarja, während sie weiter ritten
„Von Cyrodiil aus? Nur noch über den Schrein von Hermaeus Mora. Da geht kurz unterhalb des Schreines ein Weg nach Falkenring, das früher zu Cyrodiil gehörte, des wegen gab es dort öfters mal Krieg, später wurde Falkenring ein Teil von Himmelsrand.“
„Warum haben wir nicht diesen Weg gewählt?“, fragte Tarja
„Weißt du wie viele Leute zu dem Schrein unterwegs sind um nach Wissen und Erleuchtung zu suchen? Manche sind auch etwas zu Erleuchtet. Würde man da ein Taverne hinbauen, hätten die Betreiber ihr Leben lang ausgesorgt, nein lass mal.“, sagte Felen
„Aber du besuchst doch auch den Schrein von Azura? Was ist an Azura so anders“, fragte Tarja, die gerade versuchte einen Apfel aus der Tasche zu holen.
„Azura ist für uns Dunmer, die Göttin schlechthin, wenn du irgendwann mal nach Winterfeste kommst und ihren Schrein besuchst, wirst du verstehen was ich meine“, sagte Felen und biss in sein Brot.


Derweil in Bruma
Marcus hatte es innerhalb von zwei Tagen auch nach Bruma geschafft, nun stand er an den Ställen und versuchte mit dem Bosmer an den Ställen zu verhandeln, er wollte sein Pferd verkaufen und ein Brumapferd kaufen.
„Wie bitte 1000 Goldstücke? Ist das nicht etwas übertrieben?“
„Nein der Preis, ist gerecht“, sagte der Bosmer
„Gut, ich überlege es mir, bis später“, sagte Marcus
Er betrat Bruma durch das Stadttor und sah dass die Stadt Treppenartig gebaut war.
Unten war das einfache Viertel mit einfachen Holzhäusern und einer billigen Taverne und einer Kapelle, auf der 2. Ebenen mussten sich die Geschäfte, die Gilden und Wohnhäuser der Mittelschicht befinden und ganz oben war das Schloss.
Er stieg die Stufen zum Gildenplatz hoch und neben der Kriegergilde befand sich auch die Magiergilde, er hoffte das noch jemand da war, er klopfte an die Tür und eine Waldelfe öffnete ihm“ Ah ihr müsst Marcus sein, kommt doch rein, euch ist doch bestimmt kalt, ich habe gerade den Tee fertig, seid ihr hungrig? Mein Name ist übrigens Belwen“, sagte sie
„Seid gegrüsst Belwen, ja es ist sehr kalt draussen, ich nehm gern einen Tee und etwas Brot“
„Dann kommt rein und lasst die Kälte draussen“ und sie führte Marcus in den ehemaligen Speisesaal.
Marcus sah gleich, das ihr sonst keiner mehr wohnte, er seufzte und hatte gehofft, das er Tarja noch sehen würde, aber offenbar hielt sie sich nicht lange hier auf.
„So hier ein spätes Frühstück, es ist nicht viel, aber wie Ihr seht bin ich allein hier“, sagte Belwen
Marcus reichte ihr die Hand und sagte „Bitte nicht so förmlich“
„Na gut dann stärke dich und ich habe noch etwas für dich, solltest du müde sein, kannst du dich auch oben etwas hinlegen“, sagte Belwen und legte ihm ein Brief hin
„Ach ich weiss nicht, ich muss noch mit dem Stallmeister wegen einem Pferd feilschen“, sagte Marcus
„Das lass mal meine Sorge sein, ich klär das für dich, willst du es kaufen?“
„Ja ich wollte meins verkaufen und ein neues kaufen, ich brauche ein sicheres Pferd durch die Berge nach Himmelsrand“, sagte Marcus
„Ich kümmere mich gleich darum“, sagte sie, stand auf, nahm ihren Mantel und verschwand in die Kälte, wieder war Marcus allein, er war 2 Tage allein und hätte sich jetzt einen Menschen gewünscht der sich mit ihm unterhielt, er seufzte und trank einen Schluck Tee und biss in das Brot. Dann nahm er den Brief und öffnete ihn
„Mein geliebter Marcus,
ich bin ohne Probleme in Bruma angekommen, ich hoffe es geht dir gut.
Das Bett hier ist so klein, ich wünschte ich könnte in unserem Bett liegen mit dir.
über mir brennt das permanente Magierlicht, das habe ich gar nicht vermisst.
Felen und ich werden sofort am nächsten Tag aufbrechen. Ich habe den Brief geschrieben in
der Hoffung, dass du in der Gilde halt machst. Ich werde meine Erlebnisse alle aufschreiben, ich bin schon ganz aufgeregt. Wir sehen uns bald wieder.
In Liebe deine Tarja“
Es waren nur wenige Zeilen, aber sie taten ihm gut.

Elternhaus von Marcus am Honrichsee
Ingvarr Tjelvar traute seinen Augen nicht, als in der Nähe des Anwesens ein grosses
Flugschiff landete und ein Khajiit mit Schwung von Deck sprang.
Er eilte zu den grossen Nord rüber und stellte sich als J'Zhirr vor und er reichte dem Nord einen Brief. Erja, Marcus Mutter wollte ihrem Mann gerade einen Met bringen, stand wie vom Donner gerührt am Zaun.
„Mein Liebling gib doch dem werten Herr, etwas zu trinken“, sagte er zu seiner Frau und öffnete den Brief
„Liebe Eltern,
wenn ihr diesen Brief in den Händen habt, werde ich in Bruma sein und Tarja ist vielleicht schon im Himmelsrand, da sie ihren Vater begleitet.
Es ist viel passiert, was ich euch erzähle, wenn ich bei euch bin.
J'Zhirr bringt unsere Sachen, wäre schön, wenn ich sie bei euch lagern könnte, bis ich Honigheim für uns bewohnbar gemacht habe
Wir sehen uns bald
Liebe Grüsse von euerem Sohn“
Ingvarr strahlte vor Freude und nahm seine Frau fest in die Arme, die gar nicht wusste was los war und wie ihr geschah, als ihr Mann sie fest an sich drückte.
„Mein Liebling, Marcus kommt nach Hause und Tarja kommt auch, sie scheint schon in Himmelsrand zu sein und Marcus ist noch in Bruma“
Erja strahlte ihren Mann an und sagte “Endlich haben wir unsere Kinder alle hier in Himmelsrand, wo sie auch hingehören, ich bin so gespannt auf Tarja und natürlich auch auf ihn, es ist so lange her, jetzt ist er schon 31 Jahre alt, wie er sich wohl verändert hat, hach ich bin so aufgeregt“
„Ich werde dem Khajiit erstmal helfen, die Sachen abzuladen“, sagte Ingvarr
„Ich schicke dir nach Lokir, er kann dir zu Hand gehen“, sagte Erja

Fürstentum Falkenring
Und plötzlich war er da, dieser Nebel, von dem Felen sprach, sie waren gezwungen eine Pause einzulegen, bis der Nebel sich verzogen hatte.
Tarja sass im Zelt auf ihrem Schlafsack und starrte gelangweilt auf ihre Stiefel.
Felen kramte in seinem Rucksack und zog ein Buch heraus und hielt es ihr hin“ Damit du auf andere Ideen kommst“
„Danke Vater“, dankbar griff sich nach der Beschäftigung und steckte ihre Nase in das Buch.
Da es nicht allzu dick war, hatte sie es recht schnell gelesen, sie klappte das Buch zu und schaute nach draussen, heute würde es nichts mehr mit weiterreiten, sie stand auf und verliess das Zelt, sie musste sich etwas bewegen.
Als sie wieder kam hatte sie in der rechten Hand einen Hasen und in der linken einen Fasan.
Felen hatte ein Feuer hinbekommen und Tarja begann die Tiere auszunehmen, wie sie es gelernt hatte. Felen schaute ihr zu und fragte“ Du hast auch jagen gelernt?“
„Ja ein alter Bosmer hat es mir gezeigt, als wir unser Manöver hatten.“, gab sie ihm zur Antwort
„Aber du tötest keine Tiere, aus Spass?“, fragte er
„Bei allen Göttern nein, natürlich nicht, nur wenn ich angegriffen werde und als Nahrungsquelle nur wenn es wirklich sein muss“, sagte sie
Nachdem essen legten sie sich schlafen in der Hoffung, das es morgen weitergehen konnte.
Das Wetter war ihnen wohl gesonnen also ritten sie weiter.
„Du meine Güte, sogar die Festungen hier sind riesig“, sagte Tarja
Felen schaute auf seine Karte und meinte “ Das müsste Festung Neugrad sein, in den meisten Festungen treiben sich nur noch Banditen und oder Tiere rum, ganz imposant sie die alten Nordischen Gräber, vielleicht bekommst du ja mal eins zu Gesicht, sie sollen riesig sein, ich war in noch keinem, aber von außen habe ich schon welche gesehen, ich schätze wir schaffen es bis Sonnenuntergang nach Helgen, Helgen ist nur ein kleines Dorf, aber es hat Charme, ich hoffe Vilod betreibt noch die Taverne, er macht einen guten Wachholderbeerenschnaps“
„Wirst du keine Probleme haben, weil du ein Dunmer bist“, fragte Tarja
„Nein, hier noch nicht, die Probleme gibt es erst in Windhelm, Savos meinte der Jarl von Windhelm hätte gegen jeden etwas der nicht Nord nicht“
„Das ist aber keine gute Einstellung“, sagte Tarja
„Ach Windhelm ist weit und ich habe mit dem Jarl ja nichts zu schaffen“ ,lachte Felen
„Muss ich noch etwas wissen, weil ich will es mir mit den Menschen hier ja nicht gleich verscherzen“, fragte Tarja
„Leider haben sie, aus welchen Gründen auch immer, etwas gegen Magie, viele nutzen es, aber es würde keiner zu geben“
Aus dem Weg wurde eine Strasse, viele Menschen waren unterwegs, sie hielten kurz und Felen sagte“ Wenn du jetzt nach rechts reitest, kommst du nach Rifton. Möchtest du?“
„Nein Vater, ich begleite dich nach Helgen und dann sehen wir mal weiter, ich möchte gern etwas dort bleiben und mir alles ansehen, ich habe es nicht eilig, Marcus braucht noch ein paar Tage bis er hier ist, ich bleib jetzt mal ganz entspannt und ruhig“

Bruma
Marcus war müde, aber erhielt sich tapfer bis Belwen wieder kam.
„Das mit dem Pferd ist geklärt, du musst jetzt nur noch 200 Septime bezahlen“, sagte Belwen
„Wie hast du das gemacht?“, fragte Marcus
„Ach weißt du Bosmer wissen wie sie miteinander reden müssen. Ich habe ihm gesagt ich würde dein Pferd nehmen und du bekommst im Gegenzug ein Brumapferd, das Brumapferd eignet sich für meine Reise nicht, deins ist besser“, sagte Belwen
„Na dann ist es ja in guten Händen“, gab ihr Marcus zur Antwort
„Ich werde gut darauf aufpassen. Aber sag mal du siehst ja müde aus, such dir doch oben ein Zimmer aus und leg dich hin“
Marcus bedankte sich und ging nach oben und schlief sofort ein.
Als Marcus am nächsten Tag nicht runterkam, ging Belwen nach oben um nach ihm zu schauen, er schlief noch immer tief und fest.
Belwen verliess die Gildenhalle um etwas Essen einzukaufen, vielleicht würde er zum Abendessen aufwachen und dann sollte er wenigstens etwas essen.
Marcus wurde erst am Folgetag wieder wach, die Packerei und der Stress hatten seinen Tribut gezollt, aber nun war er wach und ausgeruht, trotz des zu kurzen Bettes. Jetzt konnte er auch verstehen, warum sich Tarja damals so auf das grosse Bett in der Gilde gefreut hatte.
Er fühlte sich in diesem Zimmer irgendwie wohl, ein warmes Gefühl durchzog seinen Körper und er hatte das Gefühl, als würde er das Lachen eins Kindes hören.
Er wischte sich über die Augen und schalt sich selber“ Was bildest du dir hier ein?“
Dann stand er auf, wusch sein Gesicht, nahm die Kladde und setzte sich an den Tisch und begann zu schreiben, als er geendet hatte, klappte er die Kladde wieder zu und dann spürte er etwas auf der Tischplatte. Er schob die Kladde zur Seite und da sah er das etwas in die Tischplatte geritzt war, er fuhr mit dem Finger drüber und wischte den Staub weg und las die Inschrift, es war etwas undeutlich, da es wohl Kinderschrift war, sie hatte wohl als Kind ihren Namen in den Tisch geritzt, er schaute sich um und dann sah er das es wohl ihr Kinderzimmer war, in einem Regal sass ein Fellbär, er war alt und das Fell war abgegriffen, zerliebt, wie Kinder ihr Spielzeug halt lieben. Er stand auf und ging zu dem Regal und nahm den Fellbär in die Hand, er schaute ihn an und fragte ihn“ Willst du mitkommen?“
Marcus schüttelte mit dem Kopf „Jetzt rede ich schon mit Spielzeugbären“ Vorsichtig steckte er den Bären in den Rucksack, setzte sich wieder an den Tisch, nahm wieder die Kladde und riss eine Seite heraus und machte einen Abrieb von der Schrift im Tisch, sorgfältig packte er das Papier wieder in die Kladde und packte alles in den Rucksack.
Nun spürte er auch Hunger, also nahm er seinen Rucksack und ging nach unten, dort wuselte Belwen durch die Gegend, sie war wohl auch mit packen beschäftigt, als sie ihn bemerkte hielt sie inne und lachte“ Ach schau, wer von den Toten auferstanden ist“ Ich hatte mir schon Gedanken gemacht“
„Ja, der Stress den ich hatte, machte sich nun bemerkbar, ich brauchte den Schlaf, aber ich sehe ich halte dich vom packen ab, nein ich wollte eh eine Pause machen, du hast doch bestimmt Hunger“
„ Ja wie ein Troll“, lachte Marcus
„Dann wollten wir den Hunger, doch mal stiellen“, sagte Belwen und lief in die Küche,
als sie wieder kam, hatte sie einen grossen Teller mit Köstlichkeiten mitgebracht und stellte ihn vor Marcus auf den Tisch, er bedankte sich und machte sich an das leckere Essen ran, Belwen stellte noch eine Kanne Tee dazu.
„Marcus willst du heute noch los?“
„Ja, Belwen ich denke es wird Zeit“
„Nimmst du auch den Weg durch den Schlangenpfad, wie Felen und Tarja?“
„Sie sind durch den Schlangenpfadpass? Nein ich nehme den Weg der nach Falkenring führt“
„Ja das ist wohl der sicherste Weg, auch wenn es länger dauert, dann pack ich dir mal etwas zum essen ein“
„Das ist lieb von dir, ich würde dir gern etwas Gold geben, das du mich hier versorgt hast“, sagte Marcus
„Nein das möchte ich nicht, es reicht mir, wenn du Felen, solltest du ihn mal wiedersehen, einen Gruss von mir ausrichtest“
Ja das werde ich tun, wenn ich ihn wieder sehe“, sagte Marcus
Nachdem Belwen ihm ein Kehrpaket fertig gemacht hatte, brachte sie ihn noch zu den Ställen, damit sie sehen konnte, ob der Stallbesitzer auch sein Wort hielt.
Marcus gab ihm 200 Goldstücke, nahm den Sattel und das Zelt und belud das Brumapferd, danach bedankte er sich bei Belwen und ritt los.