Teil 004
Teil 004 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 12:46 Uhr
Einige Tage später....
Tarja war nun ein fester Bestandteil in der Trainingsgruppe, sie lernte viel von den Männern und hatte es durch ihre mittlerweile lockere und nette Art geschafft, Freundschaften zu schließen. Marcus hingegen lief immer öfters mit finsterem Blick durch die Gegend, was auch Korst auffiel.
So zitierte Korst ihn in sein Besprechungszimmer.
"Marcus ich muss mit dir sprechen, es ist sehr wichtig"
Mit traurigem Blick stand Marcus auf und folgte Korst ins Besprechungszimmer.
"Bitte schließ die Tür", sagte Korst
Marcus schloss die Tür und setzte sich auf den Stuhl.
"Marcus was ist los mit dir? Du wirst ja immer stiller! Ist etwas passiert?"
"Tarja hat sie kaum noch Augen für mich", sagte er leise
"Marcus leider muss ich dir sagen, das du arg verkrampft bist"
"Aber....", begann Marcus
"Nein kein Aber, ich sehe wie Tarja dich anschaut, aber sie kommt nicht zu dir durch und du machst es hier auch nicht wirklich leicht"
"Ich mag sie wirklich, ich würde sogar versuchen mich für sie zu ändern, aber ich will nicht, wieder diesen Schmerz des Verlassens spüren"
"Marcus du nimmst das Leben viel zu ernst, fang an und lebe und zieh endlich den Ehering aus, deine Ehe ist gescheitert und es war NICHT deine Schuld, akzeptier das endlich, deine ehemalige Frau ist Geschichte, sie liegt in einem Bett mit einem anderen Mann"
Marcus wusste das Korst Recht hatte, deshalb rechtfertigte er sich nicht weiter.
"So jetzt trinken wir erstmal einen Met zusammen, da ich noch Neuigkeiten für dich habe"
Marcus nahm den Met, den ersten seit 3 Jahren und nahm einen großen Schluck.
Korst zog eine Schublade auf und holte einen Brief heraus und hielt ihn Marcus hin, Marcus nahm ihn und begann zu lesen
"Betreff Thorald und Freya HårdVind
"Sehr geehrter General Ylgar..."

Marcus schaute Korst an "General???"
"Unwichtig lies weiter", sagte Korst
"Gemäß Ihrer Erkundigung nach der oben genannten Familie
konnten wir folgendes in Erfahrung bringen
Thorald HårdVind geboren in Bruma
Freya Weißmähne geboren in Weißlauf (Himmelsrand)
Tochter Tarja HårdVind geboren am 21. Sonnenhöhe 4Ä 179
Thorald HårdVind befehligte in der 4Ä 171 bis 4Ä 175 einen Großtrupp von Bogenschützen und Schwertkämpfern im großen Krieg vor der Kaiserstadt. Thorald selbst war ein exzellenter Bogenschütze, Schwertmeister und Nahkämpfer.
4Ä 169 Hochzeit mit Freya Weißmähne, lebten in Bruma
Freya war ausgebildete Alchemistin und Heilerin, arbeitete in der Magiergilde und war Heilerin in der Kapelle zu Bruma.
Thorald HårdVind fiel 4Ä 180 bei einem Manöver, Freya HårdVind starb 2 Jahre später an einer Lungenentzündung. Die Obhut von Tarja HårdVind fällt fortan an Felen Fyr, ein Dunmer und Gildenmeister der Magiergilde in Bruma, zur Zeit ist Tarja HårdVind sesshaft in Choroll, Kriegergilde
Hochachtungsvoll Lordkanzler
Kaiserstadt 4Ä 200"
Marcus schaute Korst an, nahm noch einen Schluck Met und sagte dann" Das erklärt ja viel. Sie haben ihrer Tochter das Beste von ihnen mit auf den Weg gegeben."Ja allerdings, kein Wunder das sie so schnell lernt, wir müssen das unbedingt weiter fördern", sagte Korst
"Ja das werden wir, aber warum spricht man dich mit General an?"
"Marcus das ist eine lange Geschichte und wird irgendwann erzählt werden, noch ist die Zeit dafür nicht reif und dabei belassen wir es bitte, ja?"
Marcus schaute ihn an" Ja lassen wir es dabei, alles hat seine Zeit"
"Gehst du jetzt nach oben?", fragte Korst
"Ja warum?"
"Es ist etwas für Tarja angekommen, würdest du ihr das geben?", fragte Korst
"Ja das mach ich gern"
Korst stellte eine Kiste auf den Tisch und legte einen Brief dazu.
"Das ist von ihrem Ziehvater"
"Da wird sie sich bestimmt freuen", sagte Marcus nahm die Kiste und den Brief, verabschiedete sich von Korst, verließ das Besprechungszimmer und ging die Treppe nach oben.
Seit langem klopfte er mal wieder an Tarja´s Tür
"Es ist offen", hörte er ihre Stimme und da war wieder das Gefühl in seinem Bauch, was er immer hatte, wenn sie sprach.
Er öffnete die Tür und sagte" Tarja hier ist Post für dich"
Tarja saß am Tisch und schrieb gerade etwas in ein Buch "Komm doch rein und stell es mir auf den Tisch, das wäre lieb von dir"
Marcus trat an ihren Tisch und sah dass sie Blumen malte und daneben standen Sachen geschrieben.
Er schaute sich die Blumen näher an und offenbar waren es Heilpflanzen und Alchemiezutaten und wie sie wirkten
"Du meine Güte, malst du einen Almanach?", fragte er
"Ja so was ähnliches. ", sie lachte
Tarja schaute ihn an" Hast du getrunken?"
"Ja den ersten Met seit 3 Jahren", sagte er etwas betreten
"Klasse, gibt es einen Anlass?", lachte sie
"Weiss nicht, der Tag ist ja noch lang, aber ich bin wegen deiner Post zu dir gekommen", sagte Marcus
Tarja nickte und sagte" Danke das du mir die Sachen gebrachst hast und für deinen Besuch, bis später"
"Ja bis später "erwiderte Marcus und ging in sein Zimmer rüber, er setzte sich an seinen Tisch und drehte an seinem Ehering, Korst Worte klangen ihm noch in den Ohren, nein es war nicht seine Schuld dass seine Ehe gescheitert war, seine ehemalige Frau wollte einen Mann mit Geld, er hatte ihr damals gesagt das er nicht soviel besaß, da war es ihr egal, erst ein Zyklus später, bemerkte er gewisse Veränderungen an ihr und im 2 Zyklus ihrer Ehe erwischte er sie öfters mit Männern im Ehebett, aber erst im 3 Zyklus verließ sie ihn, natürlich ging sie nicht ohne Schuldzuweisungen, so dachte Marcus immer es wäre seine Schuld gewesen, aber so war es nicht, er war ihr immer treu, aber sie wollte nur Gold und nichts dafür tun.
Marcus öffnete die Schublade seines Schreibtisches und zog ein dickes Bündel Briefe raus, alles Briefe an seine Frau, darunter auch einige Zeichnungen die er von ihr gemacht hatte und diverse Gedichte und Lieder, dann nahm er den Ring von seinem Finger und legte ihn zu den Briefen. Er hatte einen Entschluss gefasst, er nahm die Sachen, stand auf, verließ sein Zimmer und klopfte erneut an Tarja´s Tür.
"Ja ist offen", sagte sie wieder
"Tarja hast du etwas Zeit? Ich könnte deine Hilfe gebrauchen, es ist wichtig für mich"
Tarja drehte sich zu ihm rum und starrte ihn an fragend an.
„Dazu müssen wir Choroll aber verlassen, es ist nicht weit"
"Ja natürlich helfe ich dir, wenn es dir wichtig ist, ich zieh nur schnell ein paar Stiefel an und komm dann zu dir"
"Ich warte vor der Tür", sagte Marcus und machte die Tür wieder zu.
Tarja schüttelte mit dem Kopf, sie zog ein paar bequeme Stiefel und ging in den Flur, wo Marcus auf sie wartete.
"Sagst du mir was los ist?", fragte Tarja
"Ja wenn wir da sind", sagte Marcus etwas geheimnisvoll
Unten lief ihnen Korst über den Weg, er schaute Marcus an und nickte ihn strahlend an.
"Korst, Tarja und ich machen einen Spaziergang zur alten Priorei"
"Ja ihr 2 macht euch einen schönen Mittag"
Beide verließen die Gilde und liefen Richtung Südtor
"Was ist den eine Priorei?", fragte Tarja
"Da lebten damals Mönche, es hieß der Obermönch, war der einigste der wusste wo sich der Sohn von Uriel Septim aufhielt"
"Martin Septim? Dessen Abbild als Drache in der Kaiserstadt steht"
"Ja es ist schön zu sehen dass das Abbild wieder hergestellt wurde. Die Priorei stand sehr lange leer und daher wurde sie damals von der Gilde auf gekauft, genauso wie das Gelände Dreckhack, was du bald kennen lernen wirst, ach reiten kannst du zufälligerweise nicht"
"Nein Reiten kann ich nicht, du weißt doch das spartanische Leben"
"Na dann wirst du es lernen müssen, das kriegen wir auch noch hin", sagte Marcus
Sie verließen Choroll und Marcus atmete tief ein, die Frühlingsluft war angenehm warm, obwohl es erst die Erste Saat war, lange ist es her, das er Choroll verlassen hatte.
"Hier sind die Ställe, hier stehen die Pferde, wovon wir 4 besitzen, der Rest gehört dem Schloss, den Kurieren oder Reisende"
"Es duftet hier so toll nach Heu", Tarja schnupperte in die Luft und ihre Nase zog sich kraus, Marcus lächelte, es sah so hübsch aus.
Sie liefen weiter und dann sagte er" Siehst du da vorne den Turm? Das ist die Priorei, wie fit bist du?"
Tarja starrte ihn an" Willst du jetzt ein Wettrennen machen?"
"Warum nicht? Lust dazu?", lachte er
Tarja starrte auf ihre Stiefel und überlegte ob sie darin rennen konnte, ein Versuch ist es wert.
"Na dann los", sagte sie, raffte den langen Rock und rannte los, Marcus blieb verdutzt zurück, aber dann fing er sich und rannte ebenfalls los, schnell war sie das musste man ihr lassen, aber sie hatte auch jede Menge Energie, die raus wollte.
Er rannte schneller damit er aufholen konnte, aber sie war schneller, sie saß schon auf der Mauer der Priorei als er an kam, sie war kaum außer Atem, während er ganz schön schnaufte
Sie schaute ihn herausfordernd an" Na auch schon da?"
"Na hör mal du bist 8 Jahre jünger als ich", schnaufte er
" Und jetzt?" ,fragte sie
"Wir gehen auf den Hinterhof, da ist eine Feuerstelle.“
Sie betraten den Hinterhof, hier standen Tische und Bänke, in der Mitte war eine große Feuerstelle
"Oh hier ist es aber schön und das alles gehört der Gilde?"
"Ja das Haus dient als Rückzug, wenn das Wetter schlecht wird, es hat 3 grosse Schlafräume, eine Küche und die alte Kirche nutzen wir als Kühlraum, dort ist es nämlich immer sehr kühl."
Tarja setzte sich an die Feuerstelle
"Möchtest du vorher etwas trinken?"
"Ja das wäre nett, aber nichts mit Alkohol ist noch zu früh"
"Wie wäre Traubensaft?"
"Ja das wäre nett von dir", sagte Tarja
"Ich hol schnell was aus dem Kühlraum"
Es dauerte nicht lange bis er wieder zurück kam und Tarja eine Flasche Saft brachte und sich neben sie an die Feuerstelle setze
"In Bruma alles in Ordnung", fragte er
Tarja strahlte ihn an" Ja Felen geht es gut und er freut sich das ich bei euch sein kann, ich werde ihm später noch einen Brief zurück schreiben "
Dann schaute sie ihn an und fragte ihn "Es hat doch einen Grund warum wir hier sind, soll ich dir bei etwas helfen?"
"Ja du sollst mir den Feuerball zeigen, beziehungsweise wie ich ihn hinbekomme, wenn ich nicht im Kampf bin"
Tarja starrte ihn an" Du kannst Feuerball?"
"Ja aber auch Blitz und Eiszauber"
Fassungslos schaute sie ihn an " Mir fehlen die Worte"
Er griff nach ihrer Hand und sagte "Nur du kannst mir helfen, ich möchte nicht so weiter machen, ich will diese Erinnerung an Najdina endlich los werden“
Sie nahm seine Hand und drückte sie "Willst du das wirklich?"
"Ja ich möchte es, die letzten 3 Zyklen waren für mich Qual, Schmerz und Pein, aber das Leben kann auch schön sein und ich möchte wieder ein schönes Leben", sagte Marcus
"Aber warum jetzt? Was ist passiert, das du deine Meinung geändert hast?", fragte Tarja
"Na ja Ausschlag gebend war das Gespräch mit Korst heute morgen und dann ist da diese feine Frau die ich sehr mag", sagte er und schaute Tarja an, die prompt rot im Gesicht wurde.
"Dir scheint es wirklich ernst zu sein und dein Ring ist ja auch schon weg", sie strich über die grünliche Stelle, wo der Ring war
"Es ist ein Goldring, der bringt bestimmt noch eine schöne Summe", sagte er
Tarja schaute ihn etwas seltsam an und sagte dann "Hast du ihn dabei? Darf ich ihn mal sehen?"
Marcus zog den Ring aus der Tasche und reichte ihn Tarja, die schaute ihn an und fragte " Er ist dir wirklich nicht mehr wichtig?"
"Nein ist er nicht"
Tarja stand auf und holte einen Stein, dann nahm sie den Ring und zog ihn fest über den Stein und nickte dann wissend.
"Hast du die Ringe gekauft?"
"Nein meine Frau hatte sie besorgt"
Sie gab ihm den Ring wieder und sagte "Der ist nicht viel wert"
"Wie meinst du das jetzt?"
"Schau der ist nur mit Gold überzogen, der Ring unter dem Gold ist ganz billiges Material, deswegen ist dein Finger an der Stelle auch verfärbt" Sie reichte ihm den Stein und er sah die Goldfarbe an dem Stein, vor Wut warf er den Ring ins nächste Gebüsch und fluchte "Verdammt"
"Böse?", fragte Tarja
"Das ist kein Ausdruck ist bin wütend"
"Gut dann halte das Gefühl, steh auf und komm ans Feuerbecken und werfe deinen Ballast hinein"
Marcus zog das Bündel Papier aus der Tasche und warf es ins Feuerbecken.
Tarja stand ganz entspannt neben ihm und hatte einen Feuerball in ihrer Hand der sanft schwebte und ganz leise sprach sie zu ihm " Erinnere dich an die Zeit mit deiner Frau, wie sehr sie dir wehgetan hat und wie sehr du die letzten Jahre gelitten hast, rufe dir schlechte Erinnerungen auf, auch wenn es weh tut, hinterher tut es nicht mehr weh"
Marcus schloss die Augen und rief sich 6 Zyklen mit Erinnerungen auf und während er da stand und seine Erinnerungen leerte. Mit einem lauten und befreienden Schrei warf Marcus, den Feuerball auf das Bündel Papier, dann sank er zurück auf die Bank, Tarja setzte sich neben ihn und der Feuerball verpuffte in ihrer Hand
"Das geht auch?" fragte Marcus
"Ja das geht auch, ist aber für ungeübte sehr schmerzhaft"
Marcus stand auf und holte sich eine Flasche Saft und trank sie in einem Schluck aus, dann stellte er sich vor Tarja und fragte "Darf ich dich jetzt etwas länger umarmen als Dankeschön?"
Tarja stand auf und ging einen Schritt auf ihn zu "Ja darfst du"
Er schloss sie in seine Arme und flüsterte ihr ins Ohr "Danke für deine Hilfe"
"Freut mich das ich dir helfen konnte"
"Tarja ich mag dich" sagte er leise
Sie schaute ihm in die dunkelbraunen Augen " Ich mag dich auch sehr, Marcus"
Nachdem sie sich los gelassen hatten, setzten sie sich eng zusammen an das Feuerbecken, Marcus schaute dem Rauch des brennendes Papier nach, das von Frühlingswind davon getragen wurde, kaum hörbar seufzte er, zufrieden schloss er die Augen.
Tarja schaut ihn an, Marcus sah zufrieden aus, sie war froh das sie ihm helfen konnte.
Sie blieben noch einige Zeit sitzen, aber als die Sonne von dem Platz verschwand wurde es kühl.
"Wir sollten langsam mal wieder zurück laufen, es wird kühl", sagte Marcus
"Oh das ist aber schade, es war gerade so schön, mit dir allein zu sein und zu reden"
Er schaute sie an und sagte mit liebevoller Stimme " Ja ich habe es auch sehr genossen"
" Was machen wir jetzt mit der Glut?", fragte Tarja
"Ach die geht von allein aus", sagte Marcus
Dann machten sie sich auf den Rückweg nach Choroll.
Als sie endlich wieder in der Gilde waren, war schon das Essen aufgetragen, beide setzten sich an den Tisch und bedienten sich.
Korst schaute Marcus an " Wie sieht es aus, geht ihr heute mit in die Eiche und Krummstab, da gibt es heute Musik"
Tarja schaute Marcus an, Marcus schaute Korst an" Ja sehr gern"
"Wann gehen wir? Bleibt noch Zeit zum Umziehen`", fragte Tarja
"Ja natürlich hast du noch Zeit", sagte Korst, schnell sprang Tarja auf und rannte nach oben
“Und habt ihr den Mittag genutzt?“, fragte Korst
Marcus schaute ihn an "Ja , das haben wir, es war schön“
"Ja das glaub ich dir", erwiderte Korst
"Ich bin froh das du mir die Augen geöffnet hast, danke mein Freund"
"Ja schon gut und jetzt geh"
Tarja stand vor ihrem Schrank und überlegte was sie anziehen sollte, sie entschied sich für den schwarzen Rock, die rote Bluse und ein paar schöne Stiefel, sie öffnete ihren Pferdeschwanz und ihre rotbraunen Haare, fielen bis tief in den Rücken, sie schüttelte die Haare durch, ein Teil der Haare zog sie nach vorne, lang war es her das sie ihr Haar offen trug.
Marcus stand vor dem Schrank und überlegte was er anziehen sollte, er entschied sich für eine schwarze Wildlederhose und ein weißes Schnürhemd und dazu ein paar schwarze Stiefel.
Als er fertig war ging er nach unten, setzte sich an den Tisch und wartete auf die anderen, Farmin, Adding und Korst hatten sich auch herausgeputzt und nun warteten alle nur noch auf Tarja.
Diese kam etwas später die Treppe runter und den Männern blieb vor Bewunderung der Mund offen stehen, Marcus starrte sie an und dachte" Wenn es Engel gibt, dann muss sie einer sein"
Tarja kam die letzte Stufe runter und drehte sich einmal im Kreis und fragte" Darf ich so mitkommen?"
"Wenn du mir einen Tanz schenkst, natürlich", scherzte Korst
"Ich werde tanzen?", fragte Tarja
"Ja natürlich wird da getanzt, also tanzt du auch", sagte Adding
Tarja schaute Marcus an " Sieh dich an, wie hübsch du aussiehst"
"Dankeschön Tarja, aber neben dir bin ich nur ein alter Mann"
"Denk daran, ich bin ja auch 8 Jahre jünger als du", sie zwinkerte ihm zu
"Na dann los, Kriegergilde, raus zum Spaß fassen", sagte Korst und schob seine Jungs und sein Mädel zur Tür raus
"Na hoffentlich übertreibe ich es nicht", sagte Tarja
"Hast du schon mal gefeiert?", fragte Marcus
"Ja natürlich der letzte Tag des Jahres und Neujahr, waren immer Festlichkeiten in der Gilde und wir haben gefeiert, wie Oblivion ,lachte sie
"Mach dir keine Gedanken, der letzte des Monats, wird bei uns auch immer gefeiert und da ist der nächste Tag dann auch frei", sagte Marcus
"Oh das ist ja klasse, ein Tag zum Fit werden reicht", lachte sie
Die Eiche und Krummstab sah von außen schon urig aus, es war ein Fachwerkhaus, so wie sie in Choroll vorherrschten, nur die Gilden oder besser gestellte Leute hatten Steinhäuser, Tarja hatte ja mehr über für Holzhäuser, da war noch Leben drin, sie schaute das schöne Schild des Wirthauses an, während sie über die Bedeutung nach dachte, fühlte sie eine Hand auf ihrem Rücken, die anderen waren schon rein gegangen, sie hatte es gar nicht mitbekommen.
Es war die Hand von Marcus, ein wolliger Schauer lief durch ihren Körper, er schaute sie an und fragte " Wollen wir auch rein?"
Zuletzt aktualisiert am 18.03.19 um 20:23 Uhr