Teil 49 Rifton
Teil 49 Rifton PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:29 Uhr

Marcus hatte seinem Pferd keine Pause gegönnt, am Abend des zweiten Tages, nach Helgen, traf er am Haus seiner Eltern an.
Er stieg von Pferd, er sah im Garten einen großen Mann stehen und er rief“ Vater?“
Der Mann drehte sich rum und schaute Marcus an“ Sohn?“, rief er
Der Mann rannte los und öffnete Marcus das Tor. Marcus führte das Pferd auf das Anwesen.
Ingvarr schaute seinen Sohn an, er spürte den Schmerz, der von seinem Sohn ausging
„Tarja?“, fragte Marcus
„Nein, sie ist nicht hier angekommen“, sagte Ingvarr
Marcus ballte seine Hände zu Fäusten, seine Augen wurden feucht
Ingvarr nahm seinen Sohn fest in die Arme „Was ist passiert?“
„Helgen….Helgen wurde…zerstört…alle…tot“, schluckte Marcus
Ingvarr führte seinen geschockten Sohn ins Haus und setzte sich mit ihm hin.
„Möchtest du was trinken?“, fragte sein Vater und Marcus nickte nur stumm.
Ingvarr stand auf und ging in die Küche, wo Erja am Herd stand.
„ Mein Liebling, Marcus ist da“, sagt er zu ihr
Erja´s Augen begannen zu leuchten „Hat er Tarja dabei?“
Ingvarr nahm seine Frau bei den Händen „Liebling, nein er ist ohne sie gekommen. In Helgen gab es eine Tragödie. Helgen ist zerstört und alle Menschen dort sind tot“
„Aber vielleicht hat sie es geschafft und ist wo anders“, sagte Erja hoffnungsvoll
„Komm, begrüße deinen Sohn“, sagte ihr Mann
Erja ging in das Wohnzimmer „Mein Junge, endlich bist du wieder da“
Marcus stand auf und ging zu seiner Mutter und nahm sie in die Arme.
„Du weißt bescheid über Helgen?“, fragte er sie traurig
„Ach mein Kind, sie hat es bestimmt geschafft und ist bestimmt auf dem Weg hier her“, sagte sie und strich ihrem Sohn über die Wange „Du musst nur daran glauben, sie lebt“
Marcus liess sich auf einen Stuhl fallen und fing an zu weinen „Ich glaube gerade gar nichts, es tut mir leid Mutter“, er stürzte den Met in einem Zug runter
„Sind unsere Sachen noch hier?“, fragte Marcus
„Nein, ich habe sie ins Honigheim bringen lassen.“, sagte Ingvarr
„Danke Vater, ich werde mich dorthin zurückziehen, ich glaube
ich brauche Zeit um diesen Schock zu verarbeiten“, sagte Marcus leise
„Ist schon in Ordnung, mein Sohn. Wir sind hier, wenn du Hilfe brauchst“
„Danke Vater, das weiß ich sehr zu schätzen, ich hatte nur gehofft das unser Wiedersehen fröhlicher ausgefallen wäre“, Marcus seufzte
„Komm stärke dich erstmal“, sagte Erja
„Danke, Mutter, aber ich habe jetzt keinen Hunger. Ich gehe erstmal in die Stadt“, sagte Marcus
„Warte, hier ist der Schlüssel von Honigheim“, sagte Ingvarr und überreicht Marcus den Schlüssel
„Danke, Vater.“, sagte er und stand auf, nahm seinen Rucksack und verliess das Haus wieder.
Erja schaute ihrem Sohn nach und seufzte „Kaum ist er da und schon verlässt er uns schon wieder“
Ingvarr nahm seine Frau in die Arme“ Er braucht jetzt erstmal Ruhe. Wenn er sich beruhigt hat kommt er schon wieder“
„Ich hoffe so das Tarja es doch geschafft hat“, sagte Erja leise

Es war dunkel als Marcus an der Treppe zum Honigheim ankam, er hatte bewusst diesen Weg gewählt, er wollte jetzt keinem über den Weg laufen, ihm war jetzt nicht nach Menschen.
Schwerfällig ging er die Treppe nach oben und schloss die Tür auf und betrat Honigheim.
Es roch frisch geputzt, er zündete ein paar Kerzen an und setzte sich auf das Bett, er fühlte sich leer, als hätte man ihm das Leben ausgesaugt.
Dann stand er auf und schaute in die Schränke, vielleicht hatte seine Mutter etwas Verpflegung hier gelassen, als sie hier sauber gemacht hatte und tatsächlich in einem Regal standen ein paar Flaschen Wein und Met.
Er entkorkte die Weinflasche, er machte sich nicht die Mühe einen Becher dafür zu nehmen, er trank den Wein aus der Flasche. Danach liess er die Flasche achtlos zu Boden fallen. Er legte sich auf das Bett und wollte etwas schlafen. Aber sobald er die Augen schloss, sah er Helgen. Er wälzte sich von einer auf die nächste Seite, dann stand er wieder auf. Nahm sich noch eine Flasche Met und versuchte die Erinnerungen an Helgen wegzuspülen.
Er nahm Tarja´s Buch aus seinem Rucksack und blätterte darin herum.
Dann fand er den Tagebucheintrag, von damals als beide an der Priorei waren, als er sich ihr offenbarte. Er schluckte schwer und trank noch einen Met, die Erinnerungen taten weh und irgendwann schlief er über dem Buch ein.
Am nächsten Morgen oder war es schon Mittag, wurde er wach, sein Kopf tat weh und ihm war schlecht.
Er musste jetzt erstmal etwas essen und so verließ er Honigheim, er schloss die Augen, die Sonne schmerzte in seinen Augen und so ging er ins Bienenstich. Er war allein, die Bürger von Rifton gingen ihrem Tageswerk nach und so bestellte er sich ein großes Stück Fleisch mit Kartoffeln und einen großen Krug Met, den er wieder fast auf einen Zug leerte, er merkte nicht das er beobachtet wurde.
Das Fleisch war zäh, aber es war ihm egal, er spülte das Fleisch mit einem weiteren Krug runter.
Plötzlich setzte sich eine Frau auf den Stuhl, der noch an seinem Tisch frei war.
Sie lächelte ihn an“ Ihr seid wohl neu hier?“
„Nein, ich war nur sehr lange weg“, sagte Marcus
„Oh, wollt Ihr euch dem Bürgerkrieg anschließen?“, fragte sie
„Nein, ich kämpfe gerade mit mir selbst“, sagte Marcus und trank einen Schluck Met
„Möchtet Ihr auch einen?“, fragte er
Sie lächelte ihn an“ Aber gern. Aber ich weiß gar nicht, mit wem ich hier trinke“
„Mein Name ist Marcus. Und Ihr seid?“, fragte er
„Ich bin Healga, mir gehört die Herberge. Ihr könnt ja mal vorbeikommen“, sagte sie
„Später vielleicht, ich muss noch einkaufen.“, sagt er
Die argonische Wirtin brachte zwei Met an den Tisch.
„Prost Healga“
„Prost Marcus“
Nachdem sie den Met ausgetrunken hatten, verließen beide den Bienenstich, Marcus ging in Richtung Markt und Healga ging zu ihrer Taverne.
Marcus kaufte Lebensmittel, Met und Wein ein und brachte alles ins Honigheim.
Er sah die Flaschen rum stehen und wollte sie erst wegräumen, aber für wenn? Ihn störten sie nicht. Er nahm sich einen Met und ging auf die Terrasse und schaute auf den See, viele Fischerboote waren auf dem See unterwegs. Er öffnete die Met Flasche die 4 und der Tag war noch jung. Er sollte damit aufhören, er seufzte und trank die Flasche leer.
Dann verließ er Honigheim und ging zu der Herberge.
Er öffnete die Tür und ihn traf ein starker Lavendelgeruch.
„Oh da seid ihr ja wieder. Einsam?“, fragte sie
„Ja, irgendwie schon“, sagte Marcus
„Habt ihr keine Frau?“, fragte sie und reichte ihm ein Glas roten Wein
„Ich hatte“, sagte er knapp und nahm einen Schluck von dem roten Wein, er war süss und schwer und stieg ihm zu Kopf. Er hörte Healga lachen“ Komm, ich vertreibe deinen Kummer“
Sie nahm ihn bei der Hand und führte ihn in ihr Schlafzimmer, er liess geschehen was passierte, seine geliebte Tarja war tot, sie hätte nichts dagegen.
Etwas später brach er mit einem lauten Aufstöhnen über ihr zusammen. Sie küsste ihn und lächelte ihn an und drückte ihm einen blauen Saphir in die Hand und sagte „Für dich mein Liebster, sehen wir uns wieder?“
Marcus zog sich an und sagte“ Du kannst mich ja mal im Honigheim besuchen“
„Das werde ich gern machen“ und küsste ihn zum Abschied liebevoll
Marcus verliess die Herberge, aber nun fühlte er sich noch leerer, er ging zurück ins Honigheim und legte sich auf das Bett und schlief ein.
Er träumte, er stand in Helgen, er hörte das Flüstern seines Namens “Marcus, ich bin hier“
Er lauschte und lief in die Richtung woher das Flüstern kam. Dann sah er eine Frau, die schwer verletzt am Boden lag. Er schaute der Frau ins Gesicht, es war Tarja, sie streckte ihre verbrannte Hand in seine Richtung. „So schnell hast du mich vergessen und ersetzt“, sie hustete Blut Ihre Stimme wurde schriller “Warum? Warum Marcus?“
Er stand da hilflos und konnte nichts sagen.
„Ich dachte, du liebst mich“, sagte sie hustend und dann war es vorbei
Marcus schreckte auf und er rieb sich durch´s Gesicht, er stand auf und holte sich einen Met, er setzte sich an den Tisch, nahm sein Buch und schrieb.
Er schrieb über Tarja´s Tod, so versuchte er damit klar zukommen, was ihm nicht gelang, nur der Met, war sein Freund, er half ihm für kurze Zeit zu vergessen und er brachte ihm Schlaf.
Am nächsten Morgen klopfte es an der Tür, Marcus schlurfte zur Tür und öffnete sie, Healga stand vor der Tür „Darf ich reinkommen? Ich habe uns Frühstück mitgebracht“
„Komm rein“, sagte er noch verschlafen
„Oh ein schönes Haus und du hast Seeblick wie schön, können wir auf der Terrasse frühstücken?“
„Ja gern, ich zieh mich nur schnell um“, sagte er und Healga öffnete die Tür und deckte den kleinen Tisch auf der Terrasse. Als Marcus nach draussen kam, stand Healga über den Tisch gebeugt. Marcus umarmte sie und küsste sie auf die Wange und er nahm sich was er jetzt brauchte, es war keine Liebe dahinter, nur Verlangen.
„Ein gutes Frühstück hast du da mit gebracht“ sagte Marcus und zog sich wieder an
„Ja, nur das beste für meinen grossen Krieger“, lachte sie
„Hast du heute Abend Zeit?“, fragte er
„Mal sehen, was heute los ist, ansonsten habe ich die nächsten drei Tage frei, wie wäre das drei Tage, nur wir beide?“
„Das wäre schön“, sagte Marcus
„Bis dahin habe ich auch wieder diesen süssen roten Wein“, sie lachte
Sie frühstückten zusammen und dann ging Healga wieder.
Wenn er allein war, gab er sich wieder dem Alkohol hin, er hatte sich nicht rasiert und nicht gewaschen, es war ihm egal wie er aussah, er trank nur noch, essen tat er nur, wenn Healga ihm was brachte.
Am nächsten Tag, kam sie wieder, sie hatte ein paar Flaschen des roten Weines dabei und sagte“ Ich habe auch noch eine Überraschung, aber die kommt erst morgen.

Es war noch früh, als Tarja in Rifton ankam, der Nebel lag noch über dem See, aber sie hatte das Haus von Marcus Eltern sofort gefunden, sie pfiff durch die Zähne, ein grosser Garten, davor ein See, der durch den Honrichsee gespeist wurde und oben am Hang stand ein grosses Haus.
Eine ältere Frau lief durch den Garten.
„Hallo?“, rief Tarja
Die Frau drehte sich herum und schaute sie an, dann schlug sie die Hände vor ihren Mund „Du lebst?“
„Ja, ich lebe. Ich hatte nur etwas Pech“, sagte Tarja
Sie öffnete das Tor und Tarja führte ihr Pferd in den Garten.
Die Frau nahm Tarja in die Arme. „Es ist so schön das du da bist. Ich bin Erja. Komm mit ins Haus“
„Ist Marcus auch hier?“, fragte sie
„Nein er ist in Rifton, er denkt du bist tot“
„Aber warum?“, fragte sie
„Er war in Helgen und da sah er nur Leichen“
Helgen- unweigerlich griff Tarja an ihren Unterleib.
„Ja ich war dabei, aber ich wurde gerettet“, sagte sie
Sie waren am Haus angelangt, Erja schob sie in das Haus und rief“ Schatz, schau mal, wer hier ist“
„Ist es Yrsa?“, fragte ein Mann mit tiefer Stimme, Tarja bekam eine Gänsehaut, die Stimme klang wie die von Marcus
„Nein viel besser. Jetzt komm doch mal her“, sagte sie lachend
Ein grosser Mann kam aus der Küche und er sah wie eine ältere Ausgabe von Marcus, nur das er noch gut 2 Köpfe grösser als Marcus war.
Der Mann riss die Augen auf“ Bist du es wirklich? Das ist ja unfassbar. Marcus hat dich gut getroffen, gut die Haare sind kürzer.“ Er ging auf Tarja zu und nahm sie in die Arme „Willkommen in der Familie, jetzt wird wieder alles gut. Soll ich Marcus holen?“
„Nein, ich würde mich gern etwas frisch machen und etwas schlafen. Ich werde ihn morgen in Rifton aufsuchen“, sagte Tarja
„Du hast doch bestimmt Hunger? Was magst du gern essen?“, fragte Erja
„Eigentlich alles, nur kein Fleisch, ausser es ist ganz mager“, sagte Tarja
„Na dann mach ich dir mal ein kräftiges Frühstück. Ingvarr zeig ihr doch mal den Baderaum, dann kann sie sich säubern“, sagte Erja
„Na dann folgt mir mal mein Kind. Wir sind so froh das du lebst und Marcus wird sich bestimmt sehr freuen, wenn er dich sieht. So da ist das Badezimmer“
„Ich danke dir Ingvarr“, sagte Tarja
Tarja zog die Sturmmanteluniform aus, die Wunden sahen schlimm aus, da der Stoff an ihrem Körper rieb. Sie wusch sich vorsichtig, trocknete sich ab und salbte die Wunden. Dann wusch sie ihre Haare, trocknete sie mit einen Handtuch und band es mit dem Lederband wieder zusammen. Im Bad gab es eine Wäscheleine, also hing sie das Handtuch dort auf.
Als sie wieder in die Küche kam, hatte Erja ihr ein üppiges Frühstück gemacht, frisches Brot, Eier, Käse, magere Wurst, Butter und Marmelade und zum trinken Tee und Apfelsaft.
Tarja langte kräftig zu, es schmeckte so lecker und Erja freute sich über den guten Appetit von Tarja.
Nachdem guten Frühstück, zeigte Erja ihr ein Zimmer, wo sie sich hinlegen konnte und sagte zu ihr „Ruh dich aus und schlafe solange du Schlaf brauchst“
„Danke Erja, den kann ich gut gebrauchen“, sagte Tarja und schloss die Tür.
Sie stellte ihren Rucksack ab und legte ihre Waffen beiseite.
Sie befühlte das Bett, es war weich und fühlte sich bequem an, wie das was sie in der Kriegergilde hatten, sie seufzte. Noch ein paar Stunden, dann würden sie sich wiedersehen.
Sie gähnte und liess sich auf das Bett fallen und schlief sofort ein.

„Hey, trinkt nicht den ganzen roten Wein, denn werden wir heute noch brauchen“, sagte Healga lachend
„So? Dann halte mich doch davon ab“, lachte Marcus
„Schon wieder? Du bist ja unersättlich“
„Na du vertreibst meine grauen Gedanken, dafür bist du doch hier“, sagte er und packte sie bei den Hüften
„Aber auch eine Anhängerin von Dibella, braucht mal eine Pause“, sie küsste ihn, dann löste sie sich von ihm und kochte ein opulentes Mahl.
Marcus schaute ihr über die Schulter „Sag mal für wie viele Leute kochst du da?“
„Na für vier“, lachte sie geheimnisvoll
„Also erwartest du zwei Gäste“, frage er
„Na das hast du aber schnell erraten“, lachte sie
Er umarmte sie und schob seine Hände unter ihre Bluse und streichelte ihren Bauch und küsste ihren Hals und trug sie zum Bett.
„Du vermisst sie?“, fragte Healga als Marcus wieder sich neben sie legte
„Wenn?“, fragte Marcus
„Du hast eben ihren Namen geschrieen“
„Sie ist tot“, sagte er knapp, zog sich wieder an, nahm sich einen Met und ging auf die Terrasse. Er setzte sich auf einen der Stühle, legte die Füsse auf die Brüstung und sein Blick schweifte über den See. Er trank einen Schluck und dachte „Tarja sollte hier mit mir sein, aber sie ist tot und ich vergnüge mich hier mit einer Hure.“ Er sehnte sich aber nach mehr, er schloss die Augen und dachte an Choroll.
Nachdem er sich wieder beruhigt hatte und sein Met auch leer war, ging er wieder nach innen und entschuldigte sich bei Healga.
„Ist schon in Ordnung, Marcus“, sagte sie „Magst du vielleicht den Tisch decken? Unser Besuch kommt bestimmt bald“
Und während er den Tisch deckte, klopfte es an der Tür, Healga lief zur Tür und begrüßte die zwei Frauen, die eine Frau reichte ihr ein kleines Fläschchen, welches Healga schnell in ihrer Tasche verschwinden ließ.
„Marcus, das sind meine zwei Freundinnen“, sagte Healga
Er schaute die beiden Frauen an, es waren eine Kaiserliche und eine Dunkelelfin, die sich so gleich an seine Arme hingen und kicherten.
Die Kaiserliche drehte sich zu Healga um und nickte, dann sagte sie zu Marcus „Zeigt uns doch mal die Aussicht über den See“
Marcus öffnete die Tür und die drei gingen auf die Terrasse, währenddessen zog Healga das Fläschchen aus ihrer Tasche 100% Histsaft stand darauf, sie öffnete es und schüttete den Inhalt in die Weinflasche. Heute Nacht sollte er die Nacht seines Lebens haben, eine Nacht die ihn für immer an Dibella binden sollte.
Als sie alles gerichtet hatte, zog sie sich um, öffnete ihre Haare und schüttelte sie durch, dann holte sie die Gesellschaft wieder rein.
„Bitte setzt euch doch, Eydis und Huurwen“, sagte sie und schenkte jedem ein Becher Wein, noch ohne Zusatz ein.
„Wie geht es unseren Schwestern in Markarth“, erkundigte sich Healga
„Oh seit dem Bürgerkrieg und den ganzen kaiserlichen Soldaten in der Stadt, läuft es gut, wir konnten sogar ein Haus anmieten“, lachte Huurwen
„Nur haben wir Problem an Tempelpriesterinnen zu kommen“, sagte Eydis
„Aber wir haben viel versprechende Objekte im Auge“, sagte Huurwen „Aber genug von uns, wo hast du den dieses stattliche Mannsbild gefunden“
„Hier im Bienenstich“, lachte Healga und legte ihre Hand auf seine und lächelte ihn an.
Nachdem Essen standen die drei Frauen auf und gingen runter in den Keller, Marcus blieb am Tisch sitzen, er hörte die Frauen kicherten. Es dauerte nicht lange und sie kamen wieder nach oben. Er starrte die drei Frauen an, er hatte noch nie so knappe Kleidung gesehen, ging das was sie anhatten, überhaupt noch als Kleider durch.
Healga nahm den Wein mit Zusatz und schenkte Marcus von dem Wein ein, sie lächelte und hielt ihm den Wein hin. Er nahm einen großen Schluck, dann zog sie ihn hoch und zu dem Bett, wo die zwei anderen Frauen schon warteten.
Seine Sinne waren vernebelt und er wusste gar nicht wie ihm geschah und diese drei Frauen umgarnten ihn nach allen Künsten.
Er konnte sich nicht wehren und Healga gab ihm ein Becher Wein nach dem anderen.
Marcus gab sich ihrem Spiel einfach hin.

Tarja war ganz aufgeregt, als sie Rifton betrat. Ingvarr hatte ihr erklärt, wie sie zum Honigheim kam. Aber sie konnte noch nicht dort hingehen, sie brauchte einen Met, der ihre Aufregung auflöste, die Dämmerung hatte schon eingesetzt und so betrat sie den Bienenstich.
Sie war überrascht, die Taverne wurde von Argonier geleitet, sie bestellte sich einen Met und setzte sich an einen der Tische und beobachtete die Menschen in der Taverne.
Als die Wirtin ihr den Met brachte, bezahlte Tarja ihn auch gleich, als sie ausgetrunken hatte, stand sie auf und verliess die Taverne, langsam ging sie über den Steg zurück und dann den Weg zum Honigheim. Vor der Tür richtete sie noch einmal ihr Kleid und zog ihren Zopf zurecht, der mit Marcus Lederband zusammen gebunden war, ihre Hand legte sich auf den Türgriff und drückten ihn langsam nach unten. Sie betrat Honigheim und hörte Geräusche von Liebenden, sie ging in den Schlafraum und da sah sie ihn mit drei anderen Frauen, sein Atem ging schnell
„Marcus?“
Marcus schreckte auf, das Gefühl von Nebel in seinem Kopf war sofort verschwunden, er erkannte ihre Stimme, er schaute sie schockiert an und schubste die Frauen von sich.
Tarja kam an das Bett, sie zog an dem Lederband liess es auf das Bett fallen, dann zog sie die Kette seiner Mutter aus und liess sie auf auch auf das Bett fallen, dann drehte sie sich um und verliess Honigheim, sie rannte weinend aus Rifton.
Marcus schrie die drei Frauen an „Macht das ihr wegkommt. Und du Healga, sehe ja zu das du mir nicht mehr über den Weg läufst“
Die Frauen nahmen ihre Sachen und verliessen Honigheim sofort.
Marcus nahm das Lederband und die Kette in seine Hände „Bei Talos, sie lebt“, dachte er, dann wurde ihm schlecht.

„Du bist schon wieder da?“, fragte Erja
Tarja hatte den Blick gesenkt und ging nach oben in das Zimmer
Erja spürte das etwas passiert sein musste, aber sie wollte jetzt nicht nachfragen.
Sie machte sich bettfertig, es war schon spät, morgen früh musste sie früh aufstehen, weil ihr Mann nach Shor´s Stein wollte, vielleicht war Tarja morgen nachdem wach werden wieder gesprächiger.
Tarja setzte sich an den Tisch, riss eine Seite aus ihrem Buch, nahm Feder und Tusche
und begann zu schreiben
„An Marcus
Du warst mein erster Mann, du gabst mir Wärme und Zärtlichkeit.
Ich fühlte Liebe für dich und wir wuchsen zusammen. Ich heilte deine Wunden
und du meine, ich dachte es würde immer so weiter gehen. Aber nun wird es besser
sein, getrennte Wege zu gehen.
Leb wohl“
Sie faltete den Brief zusammen und legte sich ins Bett, um etwas Schlaf zu finden, aber sie fand nur Bilder von Marcus und den drei Frauen in ihrem Kopf.

Seit Tarja gegangen war, hatte er schon wieder vier Met getrunken, fassungslos hielt er das Lederband in der Hand. Ihm war bewusst was das bedeutete, aber er lag auf dem Boden und war zu feige, ihr zu folgen und es wieder hinzubiegen, was er verbockt hatte.
Er zog sich am Tisch hoch und schaute aus dem Fenster, die Taverne hatte noch offen, er nahm sich ein paar Goldstücke und ging rüber.
Spät in der Nacht warf die Wirtin ihn raus, er stolperte zurück ins Honigheim und fiel auf´s Bett und schlief ein.
Als er am nächsten Tag wach wurde, nahm er sich eine Blatt und Feder und Tusche und begann zu schreiben

„Geliebte Tarja
Du schautest mich an
War es schwer nicht weg zu schauen?
Könnte ich nur wieder alles rückgängig machen
und wir könnten wieder gemeinsame Zeiten erleben
Ich habe noch den Traum, ein Traum von dir und mir
Du bist gegangen, hast nichts gesagt, ausser meinen Namen,
du hast dich umgedreht und bist gegangen.
Wie gern würde ich in deinen Armen liegen und deinen Herzschlag hören.
In deinen Armen fühlte ich mich wohl und geborgen. Aber nun wurde meine
Welt zerrissen, weil du mich verlassen hast. Wie kann ich das nur alles wieder rückgängig machen?“

Er brauchte Nachschub, also ging er in die Brauerei und kaufte sich Met und Bier, das Geld was er in Falkenring verdient hatte, war bald aufgebraucht. Er hatte noch Tarja´s Gold! Nein! Das konnte er nicht tun.