Teil 005
Teil 005 PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 12:46 Uhr

Tarja war ja noch nie in einer Taverne in der so ausgelassen gefeiert wurde, es wurde gelacht, getrunken, gesungen und getanzt.
Korst kam mit 2 Flaschen Met auf Marcus und Tarja zu "Hier trinkt, heute geht alles auf mich"
Tarja nahm Korst die Flasche ab, prostete ihm zu, dann Marcus und nahm einen großen Schluck.
"Kommt ihr beiden, wir sitzen hinten beim Kamin, das ist unser Stammplatz"
Tarja und Marcus folgten Korst zu dem Tisch, wo auch einige aus der Stadtwache und der Gilde saßen, die hier in Choroll wohnten.
Die Männer stellten Tarja ihren Frauen vor und Tarja unterhielt sich ganz angeregt mit ihnen, Marcus der ganz entspannt war, setzte sich an den Tisch, als er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter spürte, es war Korst der seine Hand auf seine Schulter gelegt hatte, erwartungsvoll schaute er Marcus an "Und?"
Marcus lachte " Was und?"
"Lass doch einen alten Mann nicht so zappeln", lachte Korst
"Ich sitze doch hier, das wolltest du doch"
"Ich will wissen was an der Priorei passiert ist? Habt ihr geredet? Wie geht es mit euch weiter" Korst platze bald vor Neugier
Marcus lachte" Neugierig bist du gar nicht?"
"Nein ich bin nur zufrieden, wenn ich alles weiß", lachte Korst
" Erst hab ich ihr die Ställe gezeigt, dann habe ich sie zu einem Wettlauf herausgefordert, natürlich hab ich verloren, sie hat mir dann gezeigt wie man einen Feuerball wirkt, wenn man nicht im Kampf ist, da ich sauer war, ging es dann auch, danach habe ich sie gefragt ob sie sich eine Zukunft mit mir vorstellen könnte"
Korst pfiff durch die Zähne "Und?"
"Na ja erst ließ sie mich etwas doof da stehen, sie antwortete nämlich nicht gleich, dann meinte sie, sie wüsste nicht wie sich Liebe anfühlt, aber wenn sie es spüren würde, würde sie die Liebe mit mir teilen wollen, aber jetzt sind wir erstmal gute Freunde"
"Glückwunsch mein Lieber, ich wusste doch das du es kannst und du wirst der erste Mann in ihrem Leben sein, so etwas findet man heute auch noch selten, weil die meisten Frauen in dem Alter sind ja schon verheiratet"
"Fragt sich nur, ob ihr bei ihr noch mithalten kann, sie ist ja so Energie geladen, da schau dir doch an, wie sie mit den anderen Frauen tanzt", sagte Marcus
"Ja und offenbar zieht das auch andere Männer an", sagte Korst
Marcus Augen verengten sich zu Schlitzen und er beobachtete die Männer ganz genau, aber sobald sich einer näherte, ging sie zurück, dann sah er wie eine der Frauen sie offenbar etwas fragte, Tarja lachte und zeigte dann in seine Richtung, Marcus schnappte nach Luft, was die Frau wohl gefragt hat? Die Frau schaute ihn an und dann wieder Tarja und nickte dann zufrieden, Marcus war ganz neben der Spur, weil er nicht mitbekommen hatte um was es da gerade ging.
Farmin kam gerade mit neuen Flaschen Met, er reichte Marcus eine und sagte " Es ist schön, wenn die Gilde zusammen sitzt"
Marcus nickte und wenn er ehrlich ist, hat ihm das ungezwungene Zusammensitzen gefehlt, aber da er sich jetzt von seinem alten Leben getrennt hat, konnte er das jetzt genießen.
"Prost Farmin"
"Prost Marcus"
Etwas später klopfte ihm wieder jemand auf die Schulter, aber dieses mal eher zaghaft
Er drehte sich herum und hinter ihm stand die Frau mit der Tarja vorhin gesprochen hatte.
"Wisst Ihr das ihr ein Glückspilz seit?", fragte die Frau
"Ich ein Glückspilz? Wie kommt ihr den darauf?"
"Na ihr habt eine wunderschöne, kluge und sehr nette Freundin"
"Ist das so?"
"Ja so wie sie von Euch geschwärmt hat", sagte die Frau und ging wieder
Jetzt war Marcus vollkommen neben der Spur, er musste wissen was da los ist, er stand auf und sagte zu Korst "Ihr entschuldigt mich?"
"Aber natürlich", sagte Korst schmunzelnd
Tarja stand immer noch da und wiegte sich im Takt der Musik, Marcus ging auf sie zu und fragte "Darf ich bitten?"
Tarja schaute ihn an "Aber ich kann nicht gut tanzen"
"Dann lass dich führen", sagte Marcus und hielt ihr seine Hände hin, Tarja liess sich von ihm auf den Platz führen, wo man tanzen konnte.
Zum Glück war der Tanz nicht so schwer, das Tarja gut mitkam, ein paar Schritte vor und zurück und ein paar Sprünge, das sie anfangs allein tanzten machte Tarja etwas unsicher, aber nach und nach fanden sich noch Paare zum tanzen ein, Marcus konnte zwar sehr gut tanzen, aber Tarja musste da noch einiges dazulernen, also tanzte er mit ihr zum Rand, dass die andern Paare besser tanzen konnten, er sah sogar Korst mit einer Frau tanzen.
"Tarja vorhin ist etwas seltsames passiert", sagte Marcus
"So was denn?", fragte Tarja
"Eine Frau kam zu mir und sagte das ich ein Glückspilz bin, weil ich so eine tolle Freundin habe", trotz dem schummrigen Licht, konnte Marcus sehen, das Tarja leicht rot im Gesicht wurde
"Ähm ja, sie fragte nur ob ich mit einem Mann hier bin, da sagte ich ihr das ich zur Kriegergilde gehöre und das du ein Freund von mir bist, mehr habe ich nicht gesagt"
"Na dann wird sie es wohl falsch verstanden haben", sagte Marcus
" Das kann sein, sag mal, mir wird es hier langsam zu voll, gehst du mal mit mir an die frische Luft", fragte Tarja
"Ja natürlich", sagte Marcus
Sie verließen die Taverne und traten nach draußen in die Nacht, draußen standen einige junge Pärchen im Schein der Fackeln, die sich unterhielten oder am rumschmusen waren, Tarja seufzte, was Marcus natürlich nicht entgangen war.
Tarja schaute immer noch zu dem schmusenden Pärchen und Marcus wusste was in ihr los war, sie kannte das Wort Liebe zwar und in ihr gab es auch Gefühle, er hatte sie gespürt, jedes Mal wenn er ihr Nahe war, aber Tarja war zu unwissend ihren Gefühlen gegenüber.
Er nahm Tarja an der Hand und zusammen liefen sie ein Stück durch Choroll.
An einem Platz, wo man Secunda und Massa gut sehen konnte, blieb er stehen.


"Schön oder?", fragte Tarja
"Ja aber nicht so schön wie du.", sagte er und hielt Tarja´s Hände fest, mit erwartungsvollen Blick schaute sie ihn an
"Schließ deine Augen, vertrau mir", sagte Marcus sanft zu ihr
Tarja schloss ihre Augen, dann spürte sie Marcus Hand an ihrer Wange, sie begann zu zittern, mit der anderen Hand zog er sie näher zu sich und legte seinen Arm um sie. Die andere Hand zog ihr Kinn ganz sanft nach oben und obwohl sie schon groß war, stellte sie sich automatisch auf die Zehenspitzen, sie spürte Marcus Atmen in ihrem Gesicht, dann spürte sie seine vollen Lippen auf ihren, sie zitterte noch mehr, noch unsicher und zögerlich erwiderte sie seinen Kuss.
Ganz sachte streichelte Marcus ihren Rücken, ein Seufzer entfuhr ihr, nun suchten ihre Lippen die seinigen und sie drückte sich ganz fest an ihn, sie legte ihre Arme um seinen Hals und genoss diesen langen Kuss, ihr ganzer Körper kribbelte und sie dachte das ihr der Boden unter den Füssen weggerissen wird, sie stöhnte leise auf, als Marcus ihr sanft in die Unterlippe biss.
Dann löste sie sich von ihm, sie schwankte etwas dabei und schaute ihn an, sie wollte etwas sagen, aber ihr fehlten gerade die Worte.
" War ich zu heftig?", fragte Marcus
Tarja schüttelte den Kopf, immer noch unfähig etwas zu sagen, sie hatte das Gefühl von Wärme noch immer in ihrem Körper, das kribbeln ließ langsam nach.
"Was fühlst du?, fragte Marcus
"Es ist warm, kribbelt in meinem Bauch und ich dachte mir wird der Boden unten den Füssen weggezogen, ein schönes Gefühl ist diese Liebe", sagte sie leise
Marcus fühlte so ähnlich, dieses Kribbeln im Bauch, hatte er ja öfters, wenn er mit ihr zusammen war, aber nun hatte es sich noch verstärkt und er hatte dieses Gefühl sehr vermisst.
"Willst du wieder zurück", fragte Marcus
"Nein du?"
"Ich mein ja nur, du hast keinen Umhang um", sagte Marcus
"Ich bin in Bruma aufgewachsen, da hat man kein richtiges Kältegefühl"
"Dann lass uns doch zur großen Eiche gehen, da kann man sich wenigstens setzten", sagte Marcus
Tarja nickte und Hand in Hand liefen sie zur alten Eiche, dort angekommen, setzten sie sich auf die Sitzbretter die man extra dort angebracht hatte, der Stein war den Leuten zu kalt, deshalb hatte ein Tischler, ein paar Bretter dort angebracht.
"Tarja darf ich dich etwas fragen?"
"Du darfst mich doch alles fragen", sagte Tarja zu ihm
"Wenn Partnerschaften in den Gilden erlaubt gewesen wären, dann hättest du doch bestimmt schon einen Mann gehabt, ich meine an Gelegenheiten hätte es ja bestimmt nicht gemangelt"
" Ich und ein Mann aus der Magiergilde? Bei allen Göttern nein bloß nicht, meist waren sie zu kindisch, eingebildet oder zu hochnäsig oder Hochelfen oder zu jung"
"Zu jung?"
"Ja ich mag eher ältere Männer, aber ein Dunmer ging dann auch wieder zu weit, aber nachdem was ich jetzt fühle, scheint meine Suche vorbei zu sein", lächelte sie und legte ihren Kopf an Marcus Schulter
"Du möchtest also mit mir zusammen sein?", fragte Marcus aufgeregt, sein Herz schlug bis zum Hals
"Ja möchte ich, außer ich bin dir jetzt doch zu jung"
"Nein auf keinen Fall", sagte Marcus und zog sie näher zu sich ran, Tarja seufzte erleichtert auf und Marcus hätte am liebsten einen Freudentanz vollführt.
"Und Korst hat da auch nichts dagegen, wenn wir jetzt zusammen sind?"
Marcus lachte "Korst? Oh so wie ich ihn kenne, wird er sich sehr darüber freuen, aber wir sollten trotzdem erstmal unsere Zimmer behalten, weil Freiraum auch wichtig ist".
"Das ist in Ordnung für mich, wenn ich schreibe, brauch ich sowieso Ruhe, aber für dich steht meine Tür jederzeit offen"
"Na das ist ja nett von dir", grinste Marcus sie an
"Komm lass uns zurück in die Taverne gehen, mir ist jetzt nach einem Met", lachte Marcus
"Mir wäre eher nach einem Glas Wein"
"Na dann los", sagte Marcus und zusammen liefen sie Arm in Arm zurück zur Taverne
"Ach herrje ist es hier noch voller geworden", fragte Tarja
"Siehst du die anderen?", fragte Marcus
"Nein ich kann sie nicht sehen"
"Marcus, Tarja hier oben", rief Adding ihnen zu
Marcus nickte und zusammen gingen sie nach oben, leider war nur noch ein Stuhl frei, also setzte sich Marcus auf den Stuhl und zog Tarja auf seinen Schoss.
Farmin schaute ihn mit großen Augen an und auch Adding blieb der Mund offen stehen.
"Wo steckt den Korst?", fragte Tarja
"Der holt noch Getränke und eine Kleinigkeit zum Essen", sagte Farmin
"Kann aber noch etwas dauern, ihr seht ja was hier los ist", sagte Adding
"Ach das ist schon in Ordnung", sagte Marcus
Als Korst nach oben kam und sah das Marcus, Tarja auf seinem Schoss hatte und seine Arme um sie geschlungen hatte, musste er schwer schlucken, nein nicht aus Wut, sondern aus Freude. Er stellte das Tablett auf den Tisch, stellte sich breit grinsend vor Marcus und Tarja und sagte " Was sehen meine entzündeten Augen da? Marcus du hast mein Mädel jetzt doch nicht zu sehr überrumpelt?"
Tarja strahlte ihn an" Nein ich habe eher deinen Jungen überrumpelt" und schmiegte sich an Marcus
"Du alter Hausdegen", Korst klopfte Marcus auf die Schulter "Ich freu mich sehr für dich"
"Dann hast du nichts dagegen?", fragte Tarja etwas unsicher
Korst zog Tarja von Marcus Schoss, schaute Marcus an "Du hast doch nichts dagegen" Die Antwort von Marcus wartete er gar nicht mehr ab, sondern drückte Tarja fest an sich und flüsterte ihr ins Ohr" Ich danke dir und pass gut auf ihn auf"
"Ja ich werde mein bestes geben", flüsterte Tarja zurück
"Ach mein Mädel, ich bin so froh das du bei uns bist"
Jetzt war Tarja ganz gerührt, über die Worte des Mannes, der mit dem Zweihänder so grobschlächtig war, aber menschlich so weich wie ein Kuchen.
"Ich bin auch froh bei euch zu sein, ihr seid alle so lieb zu mir", sagte Tarja als sie sich von ihm löste, sah sie wie Korst sich schnell über die Augen wischte und sich kurz wegdrehte.
Dann fing er sich wieder und meinte" Darauf trinken wir erstmal einen"
"Ja und außerdem ist Tarja uns noch ein Tanz schuldig", sagte Farmin
"Ich glaub aus der Situation komm ich nicht mehr raus, oder?", fragte Tarja
"So wie es aussieht nicht", sagte Korst
Also wurde sich gestärkt und danach getanzt und alle hatten ihren Spaß.
Der Morgen graute schon, als die Kriegergilde singend durch Choroll zog.
(Schandmaul-Kasper)
Zurück in der Gilde wünschte Korst jedem noch einen schönen Restschlaf und fügte hinzu " Wenn ich später nicht da sein sollte, bin ich beim Kommandanten der Stadtwache"
Marcus und Tarja gingen die Treppe hoch, während die anderen 3 in den anderen Flügel des Gildenhauses gingen.
Oben blieben Marcus und Tarja vor ihren Zimmertüren stehen, beide starrten sich an, dann fragte Tarja "Ähm...möchtest...du...vielleicht...na du weißt schon"
"Bei dir schlafen?"
"Mhhh...äh ...natürlich nur wenn....du....willst", stammelte Tarja
"Willst du das denn überhaupt?", fragte Marcus
"Ja irgendwie möchte ich jetzt nicht allein sein, aber du musst dir ein Kissen und eine Decke mitbringen"
"Na das ist doch kein Problem", sagte Marcus
"Dann bis gleich, ich muss mich ja erst Bettfertig machen", sie verschwand in ihren Zimmer und zog sich flink um, als Marcus rein kam und die Tür schloss, saß Tarja da und wollte sich gerade die Haare zu einem Zopf flechten.
"Nein lass sie offen, sie sind so hübsch, wenn du sie offen trägst"
Sie lächelte ihn an und fragte" Welche Seite vom Bett magst du haben?"
"Ach das ist mir egal, auf welcher schläfst du?", fragte Marcus
Sie lachte" Auf keiner ich liege immer längs im Bett"
"Gut zu wissen, dann werd ich also später deine Füße in meinem Gesicht haben?"
"Ich gebe mir Mühe, dass das nicht passiert", erst jetzt bemerkte sie, das Marcus nur eine Leinenhose trug, sein Oberkörper war komplett unbekleidet, sehr muskulös, durchtrainiert und behaart, sie schluckte und da war es wieder diese Kribbeln im Bauch, das jetzt aber auch runter zu ihrem Unterleib zog und sie fragte sich, wie es ist ihn zu berühren oder seinen Kopf darauf zu legen.
Marcus schaute sie an "Fuchsie? Alles in Ordnung?"
Ihr Blick wurde wieder klar "Äh....j..ja... alles...in Ordnung"
"Na dann komm, damit wir noch etwas Schlaf bekommen"
Sie nickte und schlüpfte ins Bett, Marcus zog sie zu sich rüber, küsste ihre Wange und sagte "Schlaf schön bis später"
Tarja kuschelte sich an ihn, gähnte noch mal und wünschte ihm auch noch einen angenehmen Schlaf.

Zuletzt aktualisiert am 30.12.15 um 13:08 Uhr