Teil 56 Falkenring
Teil 56 Falkenring PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:31 Uhr

Als beide die Stadttore von Falkenring von den Pferden stiegen, krümmte sich Tarja vor Schmerzen. Marcus stürzte zu ihr, er wollte sie in die Arme nehmen, aber sie stieß ihn mit den Worten weg “Fass mich ja nicht an“ Marcus war erschrocken über ihre Wut und er machte einen Schritt zurück. „Geh in den Totmannstrunk und schau ob dieser Marcus Jannus da ist und sag ihm ich komme gleich“, herrschte sie ihn an.
„Tarja was….“
„Geh…jetzt“, sagte sie voller Zorn
Marcus drehte sich rum und machte sich auf den Weg Richtung Taverne. Tarja öffnete ihren Rucksack und holte einen Heiltrank heraus und trank ihn, die Schmerzen ließen sofort nach, aber sie fühlte sich seltsam.
Nachdem das seltsame Gefühl etwas verschwunden war, machte sie sich auf zur Taverne.
Es war nicht viel los, obwohl Falkenring recht groß wirkte.
Tarja schaute sich um und dann rief ihr Marcus zu“ Er sitzt dort hinten im Raum.“
Tarja ging zu dem Raum schob sich wortlos an Marcus vorbei in den Raum.
Dort fand sie einen Mann, einen Nord, so um die 45 Jahre alt, mit grauen Haaren und einen Bart, er wirkte sehr gepflegt.
„Guten Tag, seid Ihr Marcus Jannus? Der mich wegen Helgen sehen wollte?“
Der Mann schaute sie an „ Ja das bin ich. Wer ist euer Begleiter?“
Jetzt war Marcus gespannt, wie sie ihn vorstellen würde.
Tarja schluckte, sie suchte die passenden Worte“ Das ist Marcus, er war… er ist… ist mein Begleiter“
„Ach so, na dann ich bin froh das Ihr gekommen seid. Wir haben viel zu besprechen, erzählt mir was in Helgen passiert ist“
„Bevor der Drache angriff oder danach?“
„Die Vergangenheit interessiert mich nicht, aber euer Überleben sehr wohl.“, gab ihr Marcus zur Antwort
„Habt ihr gesehen, ob es noch jemand geschafft hat? Wo sind die Familien? Die Kinder?“
„Keiner der Zivilisten hat es geschafft, das Ort wurde vollkommen zerstört“, erzählte Tarja
„Dann ist es so wie ich es befürchtet habe. Mein Bruder, meine Familie- alles verloren. Verdammt, ich hatte auf bessere Nachrichten gehofft“, sagte er traurig
„Selbst wenn sie den Angriff überlebt hätten, jetzt hausen dort bestimmt Banditen, die hätten sie wohl umgebracht“
„Ja, die Banditen, ich hörte das einige dort hausen sollen. Aber der Schein trügt manchmal. Wenn ich recht habe, dann sind das gar keine „Banditen. Ich habe aus guten Quellen erfahren, das ein Mann nur als „Val“ in dem Burgfried steckt Er ist ein Anführer einer kleinen Gruppe von „Söldnern“, ein anderes Wort fällt mir nicht ein und sie haben nur ein Ziel, die Thalmor zu töten, egal wo sie sind. Das sie aus ihrem Versteck kamen, ist mehr als mysteriös. Sie sind Aufständische. Eine Widerstandsbewegung, wenn Ihr wollt. Ja sie sind Aufrührer“, sagte Marcus Jannus
„Aufrührer?“ Kennt Ihr diesen Mann?“, fragte Tarja
„Ja, er heisst Valerius Tiberius Artoria. Wir dienten im grossen Krieg viele Jahre zusammen in der kaiserlichen Legion als Hauptmänner unter Titus Mede, dem Zweiten. Er war ein guter Mann. Ein ehrenwerter Mann. Doch dann drangen die Aldmeri vor und töteten seine Frau, seinen Sohn und seine Tochter “
„Sie haben seine Familie getötet? Erzählt mir mehr davon?“, bat Tarja
„Sie liessen sie über die Strassen der Kaiserstadt marschieren und folterten sie zu Tode. Sie sagten „Macht bekannt, das jedes Familienmitglied eines kaiserlichen Offiziers, das man irgendwo in der Provinz findet, das selbe Schicksal ereilen sollte. Es gab viele solcher Grausamkeiten innerhalb der Mauern der Kaiserstadt und noch mehr unaussprechliche Tragödien im restlichen Cyrodiil. Wir hatten Befehl die Stadt zu verlassen und nach Himmelsrand zu fliehen. Wir liessen unsere Leute, unsere Familien zurück. Die meisten haben nicht überlebt. Wir wollten uns hier neu gruppieren, zu rasten und neue Kräfte zusammeln und wieder in die Kaiserstadt einzumarschieren und sie wieder einzunehmen. Das hat fast ein Jahr gedauert. Kennt ihr die Geschichte?“
„Was ist mit der Stadt passiert?“, fragte Tarja
„Als wir zurückkamen war von der Stadt nicht mehr viel übrig. Wir teilten unsere Truppen und marschierten von zwei Richtungen in die Stadt“ Marschiert direkt zum Haupttor und klopft“ sagte er. Dieser Mann hatte Mumm, soviel steht fest. Nachdem wir die Stadt eingenommen hatten. begann er sich zu verändern. Er wusste das seine Familie tot war, aber als er erfuhr das sie zu Tode gefoltert wurden…er drehte durch und schwor, ihren Tod zu rächen. Er fing an verdeckte Operationen durchzuführen, die selbst mir, als seinem engsten Freund, verborgen blieben. Er nahm eine Handvoll seiner ergebensten Männer und begann überall Aldmerioffiziere und -Diplomaten zu meucheln, wo immer er sie auch fand. Natürlich alles ohne das Wissen und Zustimmung unserer Vorgesetzen. Wenn man sie gefasst hätte- nun sagen wir, die Gerechtigkeit arbeitet flink. Aber die Aldmeri fürchtete, einen Märtyrer aus ihm zu machen, wenn sie ihn hätten töten lassen, den jeder wusste, dass die Thalmor seine Familie zu Tode gefoltert hatten.“
“Sie haben ihn also nicht hingerichtet“, fragte Tarja
„Nein, aber auf den Druck der Thalmor schloss Titus Mede ihn und seine Männer für den Rest seines Lebens im Kerker ein. Bald danach beschloss ich das mein Dienst beendet war und bin aus der Legion ausgetreten. Aber man ist kein Hauptmann ohne ein paar Vergünstigen zu erhalten.“
„Lasst mich raten, Ihr habt ihn befreit“, sagte Tarja
„Ja und nein. Ich war nicht wirklich in die Operation verwickelt. Aber ein junger Leutnant, der mit mir diente, war nach meinem Ausscheiden, dort stationiert. Er fand einen alten Durchgang, der aus dem Gefängnis führte und lange vergessen war. Wir hörten Geschichten über diesen Durchgang. Wir dachten es wäre ein Märchen, niemand glaubte das sie wahr waren. Aber sie waren wahr und dieser junge Leutnant fand den Durchgang. Also schob dieser Leutnant, einen Schlüssel in Val´s Zelle, sorgte für Ablenkung und er hatte genug Zeit für seine Flucht.“
„Was passierte mit Val und seinen Männern“, fragte Tarja
“Sie gingen nach Hammerfell um sich den Rothwardonen anzuschließen, die gegen die Aldmeri kämpften. Man munkelte über eine geheime Bruderschaft, die sich selbst „Wächter von Hattu“ nannten. Alle hielten es für Geschwätz, aber mich faszinierte der Begriff „Hattu“
„Was ist so besonders an Hattu?“, fragte Tarja
„ Hattu war ein Berg, dort gab es die blutigste Schlacht der Rothwardonen, aber ihr Sieg führte sie in ein neues Land, was sie Hammerfell nannten. Hier habe ich einige Bücher mitgebracht, ich musste erstmal selbst die Erinnerungen auffrischen, ihr könnt sie lesen, wenn Ihr euch für ihre Geschichte interessiert. Ihr könnt sie in eurer Freizeit lesen“
„Ja, das werde ich, danke“, sagte Tarja und nahm die Bücher entgegen.
„Wo waren wir? Ah ja, der Begriff ist eine Metapher, der ein letztes Aufgebot andeuten soll.
Es ist auch bekannt, dass sich diese Bruderschaft aus allen Rassen zusammensetzt, verbunden unter dem Zeichen von Hammer und Amboss“
„Mit dem Ziel die Thalmor zu besiegen. Richtig?“, fragte Tarja
„Ja, ich sehe Ihr habt zugehört. Aber sie nur zu besiegen, das reicht nicht aus. Sondern Tamriel auf immer von den Thalmor und ihren Ansichten zu säubern.“
„Und Ihr glaubt, das Valerius in diese Gruppe verwickelt ist“, fragte Tarja
„Oh ja, interessant, nicht? Ich habe den Namen Valerius Tiberius mehr als einmal in diesem Zusammenhang gehört. Wer wäre wohl besser geeignet, eine solche Organisation zu leiten als so ein exzellenter und erfahrenen Kriegsherr? Zweitens, wer könnte den Feind besser einschüchtern als ein legender Meuchelmörder von Ihresgleichen, selbst wenn er tot wäre. Und wenn er und seine Männer noch leben, dann ist doch klar, das sie mit den Thalmor nach Himmelsrand kommen.“
„Und wie kann ich nun behilflich sein?“, fragte Tarja
Ihr solltet nach Helgen gehen, ihn suchen und ihn zu überreden, das er sich mit mir treffen soll. Sagt ihm ich käme allein zur Festung- Anwesende natürlich ausgeschlossen. Wenn einer seiner Männer Euch anpöppeln sollte, dann zeigt ihm das und sagt, es sei ein Zeichen guter Absichten meinerseits. Sie werden Euch Quartier geben, wenn sie wissen, das ich Euch geschickt habe. Nähert euch den Wachen und zeigt Ihnen diesen Ring. Sagt Ihnen Marcus Jannus hat Euch geschickt um Valerius Tiberius Artoria in dringender Angelegenheit zu sprechen. Zeigt Ihnen diesen Brief mit meinem Siegel, aber sagt das er nur für Valerius bestimmt ist. Kommt schnell zu mir zurück. Ich mache mich bereit für den Aufbruch, damit ich fertig bin, wenn Ihr wieder kommt. Macht schnell Jungblut und möge das Glück den Narren hold sein“ (Helgen Reborn by Mike Hancho)
Tarja nahm ein kleines Säckchen und den Brief entgegen.
Sie drückte sich erneut an Marcus vorbei, doch er hielt sie am Arm fest, Tarja funkelte ihn böse an „Was ist los?“
„Willst du allein, da hoch?“, fragte Marcus
„Ja, was sonst. Du warst beim ersten Mal nicht da, was sollst du jetzt da?“ ,fragte sie zornig
„Tarja ich…“
„NEIN! Ich reite allein, du kannst hier bleiben“, sprach sie, riss sich los und verliess die Taverne.
Marcus schaute ihr fassungslos nach, als er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter spürte, es war die von Marcus Jannus.
„Kommt Ihr habt offenbar, einen Trink nötig. Ich lade euch ein“, sagte er
Marcus seufzt und starrte noch immer auf die Tür.
Marcus Jannus rief Valga zu“ Euren besten Met, bitte“
Die Männer setzten sich an einen Tisch.
Marcus Jannus schaute Marcus an“ So Ihr seid also der Begleiter. Sieht nicht aus, als hätte sie euch gern um sich“
„Ja, ich war mal mehr für Tarja. Bevor wir nach Himmelsrand kamen, waren wir ein Paar“, sagte Marcus leise
„In Ungnade gefallen? Wo ward ihr als sie in Helgen war?“, fragte Marcus Jannus
„Nicht da, ich weiss auch nicht was ihr passiert ist, sie erzählt mir ja nichts“, gab ihm Marcus zur Antwort
„Aber trotzdem begleitet ihr sie?“
„Ich hoffe ich kann meinen Fehler wieder gut machen“ ,sagte Marcus und trank einen Schluck Met
„Ihr seid sehr beharrlich“, sagte Marcus Jannus
„Auch wenn sie mich im Moment hasst, gebe ich die Hoffung noch nicht auf. Und wenn nicht, will ich mich nicht im Streit von ihr trennen“, sagte Marcus
„Ihr werdet Euch ein dickes Fell zulegen müssen. Meine Frau, Talos schütze sie, war auch mal einen Zyklus auf mich sehr böse, aber letztendlich haben wir doch wieder zueinander gefunden. Das wird schon wieder“