Teil 58 Totmannstrunk
Teil 58 Totmannstrunk PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:32 Uhr

Marcus Jannus hatte sich zur Ruhe gelegt, nur ein Jäger und er sassen im Schankraum, eine furchtbar nervige Frau Narri, hatte die Schenke nach Valga´s Dienst übernommen.
Dem Jäger gefiel es von ihr und ihrem tiefen Ausschnitt umgarnt zu werden, sie sass bei ihm auf dem Schoss und Marcus konnte die beiden kichern und flüstern hören.
Nur leider hatte der Jäger irgendwann genug getrunken und schlief mit dem Kopf auf dem Tisch ein.
Marcus hoffte das sie ihn Ruhe lassen würde. Zuerst war sie noch beschäftigt, räumte Krüge und Teller weg, wischte die Tische ab und fegte den Boden.
Als sie bemerkte dass der Jäger noch immer schlief, kam sie zu ihm herüber.
„Na, mein Hübscher, ihr seid ja noch wach. Kann ich euch was Gutes tun?“, fragte sie säuselnd
„Ja, Ihr könntet mich in Ruhe lassen“, sagte Marcus
„Na, was ist meinem Hübschen über die Leber gelaufen?“ Ohne zu fragen, setzte sie sich an seinen Tisch „Ihr seht einsam aus“, ihre Hand legte sich auf Marcus Wange.
Marcus griff nach der Hand und sagte“ Hört auf damit“
Keiner bekam mit das sich die Tür zur Taverne öffnete und jemand hereinkam.
Tarja sah die Frau neben Marcus und dachte“ Nicht schon wieder“, aber sie blieb ruhig und schaute sich die Situation an.
„Kommt doch mit in mein Zimmer, dann kann ich dich fröhlicher machen“
Marcus fuhr sie an“ Ich habe kein Interesse an Euch“
„Nein, nein das kann nicht sein, jeder Mann in Falkenring hat Interesse an mir“, säuselte sie und strich ihm über die Haare, Marcus zog den Kopf weg.
„Ich habe gesagt ihr sollt mich in Ruhe lassen“, sagte Marcus laut
„Weckt euren Jäger und geht dem auf die Nerven“
„ Ich bin wach und Ihr seid wach, lasst uns doch etwas Spass haben“, schnurrte Narri noch immer
„Sagt mal was an dem Wort „Nein“ versteht ihr nicht, Weib?“, fragte Marcus
„Bisher habe ich noch jeden Mann rumgekriegt“, sagte Narri
„Dann bin ich der erste bei dem Ihr es nicht schafft und jetzt lasst mich in Ruhe“
Tarja sah das sie nicht locker liess, sie ging leise zu dem Tisch rüber und mit einem Ruck zog Narri sie von der Bank. Narri schrie auf als sie in zwei böse funkelnde Augen schaute.
„Macht eure Arbeit und bringt uns zwei Met, dieser Mann hat wirklich keine Interesse an euch“
„Doch das hat er, aber Ihr Weibsstück musstest euch ja einmischen“
Narri wollte sich wieder neben Marcus setzen, aber Tarja zog sie wieder zurück.
„Ihr habt euren Verstand wohl in irgendeinem Bett verloren, oder?“, fragte Tarja
„Stellt ihr mich hier als Hure hin?“, fragte Narri und versuchte nach Tarja zugreifen, die aber blitzschnell reagierte
„Ja, ihr seid offensichtlich eine Hure“, sagte Tarja ruhig
„Das nehmt Ihr zurück“, kreischte Narri
„Warum sollte ich? Was wahr ist, sollte auch wahr bleiben und nun bringt bitte den Met“
Narri drehte sich eingeschnappt um und holte den Met und knallte den Krug und zwei Becher auf den Tisch und verzog sich wieder.
Tarja nahm den Krug und füllte die beiden Becher, einen davon reichte sie Marcus
Er schaute sie an, ihr Augen wirkten sehr traurig, er bedankte sich für den Met, Tarja nickte.
„Ist er oben?“, fragte Marcus
„Ja, er will Marcus Jannus sehen. Schläft er?“
„Ja, er schläft und vielleicht solltest du dich auch noch etwas hinlegen“, sagte Marcus
„Aber ich habe gar kein Zimmer gemietet.“, sagte Tarja
„Er hat uns zwei Schlafsäcke in sein Zimmer gelegt, da können wir uns hinlegen“, sagte Marcus
„Ja, ein wenig Schlaf sollte uns gut tun“, sagte sie und stand auf, Marcus folgte ihr und beide legten sich in die Schlafsäcke.
„Schlaf gut, Marcus“
„Du auch“ Aber Marcus konnte nicht schlafen, er fragte sich warum ihr Zustand so seltsam ist. Am Stadttor wollte sie ihm vor die Wut am liebsten die Augen auskratzen, dann wirkte sie traurig und nun fast normal. Er sah sie an, ihre Haaren waren kürzer, im Mundwinkel hatte sie nun eine Narbe. Er fragte sich was ihr passiert war. Er lauschte, sie schlief unruhig, sie wimmerte und warf sich hin und her. Er legte seine Hand auf ihren Arm, sie wurde ruhiger und etwas später ging ihr Atem ruhig und so schlief auch er ein.
Als Tarja wieder wach wurde, fühlte sie sich ausgeruht und ihr tat nichts weh, leise stand sie auf um die beiden Männer nicht zu wecken. Sie schaute in den Schankraum, Valga hatte wieder Dienst und sie bestellte bei ihr ein kräftiges Frühstück.
„Ich hoffe Narri, war nicht allzu nervig“, sagte sie zu Tarja
„Valga, wenn ihr die Chance bekommt eine andere Hilfe zubekommen, dann nutzt sie. Narri taugt nichts“, sagte Tarja
„Ja, ich weiss sie kann einfach die Hände nicht von den Männern lassen“, sagte Valga
„Sagt mal kann ich mich hier irgendwo frisch machen?“, fragte Tarja
„Wir haben nur den kleinen Teich auf der Anhöhe der Mühle“, sagte Valga
„ Ich danke euch“, sagte Tarja und verliess die Taverne
Als nächstes wurde Marcus wach, er drehte sich rum und sah das Tarja´s Schlafsack leer war, stand er auf und schaute in den Schankraum.
„Eure Begleiterin ist hoch zum Teich“, sagte Valga
„Ich danke euch für die Auskunft“, sagte Marcus dankbar
„Oh ihr seid ja schon alle wach“, lachte Marcus Jannus
„Euer Frühstück ist fertig“, sagte Valga
„Wir sollten auf Tarja warten, oder mein Freund“, fragte Marcus Jannus
„Ja, sie hat bestimmt Neuigkeiten für Euch“, sagte Marcus
„Na, das hoffe ich doch“, Marcus Jannus lachte
Erfrischt betrat Tarja die Taverne wieder und sah die zwei Männer am Tisch sitzen, sie lächelte und setzte sich dazu, sie nahmen zu dritt das Frühstück ein und nachdem Frühstück sagte Tarja“ Ich habe mit Val gesprochen und er will sich mit euch treffen.“
„Ausgezeichnet. Ich wäre auch bereit, aber das wäre noch etwas. Ich werde zum alt zum kämpfen. Ich hoffte Ihr könntet mich begleiten. Wenn ihr zustimmt, gebe ich euch nochmal 250 Goldstücke“
„Bitte lasst doch die Förmlichkeiten.“ Tarja schaute Marcus an und sagte“ Ich beziehungsweise wir begleiten euch nach Helgen, oder Marcus?“
„Ja, wir begleiten euch sehr gern“, sagte Marcus
„Gut, das wäre geklärt, aber eine Bitte habe ich noch, sagt doch bitte „Du“ sowie es Freunde untereinander machen“
Marcus Jannus lachte“ In Ordnung aber bitte lauft nicht zu schnell, da ich mit euch Jungen nicht mehr richtig mithalten kann“
„Das lässt sich einrichten“, sagte Tarja
„Das freut mich“, lächelte Marcus Jannus
„Marcus würdest du mit den Pferden vorne weg reiten? Oder willst du auf einem der Pferde reiten Marcus Jannus? Ich würde dann nach hinten absichern“
„Oh nein ich würde lieber laufen. Aber vielleicht können wir dein Pferd als Packpferd nutzen, da ich meine Sachen ja mitnehmen muss“
„Das ist kein Problem“, Tarja war erleichtert, das sie nicht reiten musste.