Teil 59 Helgen
Teil 59 Helgen PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:32 Uhr

Marcus Jannus war erschüttert als er den Zustand, des kleines Dorfes sah und Tarja fühlte sich immer noch unwohl, obwohl es in der Begleitung der zwei Männer weniger schlimm war.
Sie fragte sich ob sie die Erinnerungen an das Erlebte je vergessen konnte.
Zusammen betraten sie die alte Festung, Tarja ging voran.
„Valerius, ich habe euch jemand mitgebracht“, sagte Tarja
Marcus Jannus lief an ihr vorbei und rief“ Valerius, du alter Haudegen. Komm her, lass dich ansehen“
„Marcus, warum bist du hier her gekommen?“ ,fragte Val
„Ich weiss für dich kommt es schnell und es muss ein Schock sein, mich wieder zusehen. Ich kam hierher um etwas über meine Familie zu erfahren, aber es hat niemand überlebt“ Als ich bemerkte das du hier bist, habe ich beschlossen, es wäre in unser beide Interesse, wenn wir uns wiedersehen.“
„Oh ja dein Bruder, es tut mir leid. Aber es ist schön dich wiederzusehen.“, sagte Val
„Also sind die Wächter von Hattu- endlich in Himmelsrand angekommen? Wer hätte das je gedacht“
„Gut Marcus, was willst du wirklich? Vergiss nicht keiner kennt sich so wie ich, als raus mit der Sprache““, sagte Val
„Ja, du kennst mich, besser als die meisten. Also gut, ich will dieses Dorf wieder aufbauen und es zu meiner Heimat machen“
„Wiederaufbau? Ich habe nicht vor das Dorf wieder aufzubauen. Ich bin… in anderer Mission hier“, antwortete Val
„Ja ich weiss, aber wir könnten uns gegenseitig helfen. Ich will nur deine Meinung hören und wenn es für dich nicht stimmig ist, dann gehe ich und du siehst mich nie wieder. Aber Val, dafür haben wir noch genug Zeit, jetzt lass uns die alten Zeiten nachholen“
„Nun gut Marcus, wir haben unten einen Wein gefunden und ich brauche nun dringend einen Schluck“, sagte Val
„Ja, den könnte ich auch gebrauchen. Ich möchte mich nur schnell von Tarja und Marcus verabschieden und dann begleite ich dich“
„Marcus, warum hast du uns nichts von einem Wiederaufbau erzählt?“, fragte Tarja
„Ich entschuldige mich für die Heimlichkeiten. Ich wollte mich erst mit Val treffen, bevor ich es zur Sprache bringe. Ja, ich will Helgen zu meiner Heimat machen. Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an den Ort. Meine Bruder würde es so wollen. Ich mache Helgen zu dem Dorf, wie es in meiner Erinnerung war. Es wird viel Arbeit werden, aber wir schaffen es. Und es wird bestimmt auch Arbeit für euch geben, wenn ihr beiden dazu Lust habt. Warum schlaft ihr nicht drüber . Val und ich reden über alte Zeiten und machen einen Plan. Könnt ihr zwei Morgen wiederkommen?“
„Gut dann bis morgen“, sagte Tarja
„Ich danke euch beiden, bis morgen dann“
Marcus und Tarja verliessen die Festung, es war eigentlich ein recht schöner Tag.
„Was machen wir nun bis morgen?“, fragte Marcus
„Gute Frage“, sagte Tarja sie fühlte sich etwas unwohl, das sie nun mit Marcus allein war, er spürte es, also sagte er“ Wie wäre es, wenn ich uns was zum Essen besorge und du richtest uns hier irgendwo ein Lager? Wäre das in Ordnung für dich?“
„Stimmt, wir haben ja gar keine Verpflegung“, sagte Tarja „Dann mach das doch bitte“ Sie reichte ihm das Gold von Marcus Jannus
„Ist Flusswald näher?“, fragte Marcus
„Es gibt sich nicht viel“, sagte Tarja „ Aber es ist ungefährlicher“
„Brauchst du was bestimmtes?“, fragte Marcus
„Kannst du mir noch ein paar Pfeile, bei Alvor dem Schmied besorgen?“, fragte sie
„Ja, kann ich mitbringen“, sagte er
Und er machte sich auf den Weg. Tarja suchte inzwischen ein Plätzchen zum Übernachten und entschied sich für den Turm neben dem Gasthaus, der Turm in dem sich Ulfric mit seinen Leute zurückgezogen hatte, unweigerlich bekam sie eine Gänsehaut.
Sie ging vor die Stadt und sammelte etwas Holz, damit sie nachher ein Lagerfeuer machen könnten. Innerhalb des Dorfes suchte sie Steine um einen Steinkreis zulegen, wo sich dann das Holz reinlegen könnte.
Als sie fertig war, fühlte sie sich wieder unwohl, da sie wieder Zeit zum Nachdenken hatte.
Sie setzte sich auf eine Treppe und zog die Knie an, schlang ihre Arme um die Knie und legte ihren Kopf auf die Knie, am meisten wünschte sie sich, dass die Schmerzen endlich aufhörten, sie konnte ja nicht ewig durch dieses große Land laufen, hier braucht man ein Pferd um vorwärts zukommen, aber das Reiten auf dem Pferd bereitete ihr besonders große Schmerzen.
Schlafen war mehr als schlecht, auf dem Rücken konnte sie wegen den Unterleibsschmerzen nicht schlafen, auf dem Bauch ging es wegen den Peitschenhieben auch nicht wirklich gut, sie fühlte sich elendig und hilflos, weil nichts richtig abheilte. Die Salbe von Britte war aufgebraucht und sie konnte sich nichts beschaffen und wenn sie die Zutaten gehabt hätte, hatte sie keinen Alchemietisch um was herzustellen, ihr blieb nur der Heiltrank mit der geheimnisvollen Zutat, aber diese brachte starke Stimmungsschwankungen mit sich, was sie zusätzlich beunruhigte.
Auch die Sache mit Marcus machte ihr zu schaffen, konnte sie ihm je wieder vertrauen?
Offenbar lag ihm noch was an ihr, aber sie konnte das in Rifton nicht vergessen- noch nicht, es tat einfach zu weh. Aber irgendwann wird er reden wollen und irgendwann mussten sie über die Vorfälle hier in Helgen reden- sie konnte sich noch nicht vorstellen, was sie ihm sagen sollte oder wie sie reagieren sollte, wenn der Tag kommen sollte.
Sie grübelte weiter vor sich, als sie plötzlich ihren Namen hörte“ Tarja wo steckst du?“
Marcus war wieder zurückgekommen. Sie stand auf, ging aus dem Turm und rief“ Ich bin hier“
Marcus kam zu dem Turm und stellte seinen Rucksack ab, er reichte Tarja das restliche Gold und sagte“ Dieser Lucan ist ja völlig durch den Wind, seine Preise sind ja mehr als unverschämt“
Tarja musste grinsen“ Du warst noch nicht in Belethor´s Laden in Weisslauf. Die zwei müssen ihre Ausbildung beim selben Kaufmann gemacht haben“
„Dafür war Alvor ganz nett“, sagte Marcus und reichte Tarja einen Köcher mit Pfeilen“ Er hatte leider nur Stahlpfeile“
„Das ist in Ordnung, besser als Eisenpfeile, dankeschön Scha… äh Marcus“, schnell drehte sie sich um, es war ihr peinlich. Sie rannte in den Turm und die Treppe hoch, oben angekommen fing sie an zuweinen, sie wünschte sich zurück nach Choroll, dahin wo ihre Welt noch in Ordnung war. Sie vermisste die Gilde und sie vermisste wie glücklich sie dort war.
„Tarja“, sprach Marcus sie an, sie drehte sich zu ihm herum und schaute ihn mit verweinten Augen an, er blieb auf Abstand, hielt ihr aber ein Tuch hin, damit sie ihre Tränen trocknen konnte, sie griff nachdem Tuch und wischte sich die Tränen weg.
Er sah und spürte ihren Schmerz, aber da war noch mehr, was er sich nicht erklären konnte, sie versuchte es zu verheimlichen, etwas quälte sie, etwas was über ihre Traurigkeit weit hinaus ging.
„Warum bist du einfach gegangen? Warum hast du nichts gesagt?“, fragte Marcus
„Was hätte ich deiner Meinung nach sagen sollen?“, fragte Tarja
„Ich weiss nicht, ich hätte eine Gefühlsregung erwartet“, gab Marcus ihr zur Antwort
„Gefühle? Marcus, es waren zu viele….zu viele…es tat weh…sehr weh, dich so zu sehen mit den anderen Frauen“, sagte sie leise
„Dann lass mich für mein Verhalten büßen“, sagte Marcus
„Nein, das ist nicht meine Absicht. Ich dachte es wird hier werden, wie in Choroll, aber nun ist keiner mehr da der mich liebt“
„Tarja, ich bitte dich mach deine Augen auf“
„Meine Augen sind offen, Marcus!“
„Offenbar nicht- sonst würdest du eine Person sehen“
„Die Person, die ich sehe hat mich sehr schnell vergessen, oder?“, fragte sie
„Nein, ich habe dich nicht vergessen, ich habe immer zu an dich gedacht“, sagte er
„Aber du hast mich schnell ersetzt“
„Ja, ich weiss“, gab er zu
„Mehr als das, hast du nicht als Entschuldigung? Ist etwas schwach, oder?“
„Sag mir doch einfach, was du von mir verlangst“, sagte Marcus
„Marcus, ich weiss es nicht- jetzt noch nicht“
„Tarja, ich bin hier- hier um dir zu beweisen, das mir noch immer etwas an dir liegt, Kampflos werde ich nicht aufgeben und sollte es keinen gemeinsamen Weg mehr für uns geben, dann werde ich gehen und du siehst mich nicht wie wieder. Aber kampflos ergebe ich mich nicht“
Tarja war etwas gerührt von seinen Worten und sagte „Marcus, versprich mir eins“
„Ich verspreche dir alles, was du willst“, sagte er
„Ich kann das was ich Rifton gesehen habe, nicht so schnell vergessen, du wirst also Geduld mit mir haben müssen“
Marcus nickte, er wusste mehr konnte er in seiner Position nicht verlangen, er hatte einen Fehler gemacht, nicht sie. Er konnte froh sein, überhaupt in ihrer Nähe sein zu dürfen.
„Ich geh dann wieder runter, heiz mal das Feuer an und mach uns etwas zu essen“, sagte er
Tarja nickte nur, sie sah ihm nach als er den Turm wieder runter stieg, sie atmete scharf aus. Das Gespräch war aber jetzt schnell da und wurde auf beiden Seiten gut gemeistert, sie war etwas erleichtert, wobei dieses Gespräch ja nur der Anfang war