Teil 66 Rorikstatt -Räuberschlucht
Teil 66 Rorikstatt -Räuberschlucht PDF 
Geschrieben von: Bianca   
30.12.15 um 13:35 Uhr

An diesem Kapitel hätte ich noch ewig schreiben können, aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein embarassed


Es war schon spät und dunkel als sie in Rorikstatt ankamen und sich in der Taverne einquartieren, Marcus setzte sich von ihr weg und als er gegessen und zwei Met getrunken hatte, ging er sofort ins Bett, er konnte ihre Anwesenheit heute nicht mehr ertragen.
Tarja hingegen blieb noch im Schankraum sitzen und unterhielt sich mit den paar Einwohnern die in die Schenke gekommen waren, hier lebten offenbar nur Männer, was sie nicht störte, den sie waren alle sehr nett, es wurde sehr spät als sie sich endlich ins Bett legte und sofort einschlief.
Am nächsten Morgen war die Stimmung immer noch zum zerbersten und die Laune wurde auch nicht besser, als Marcus zum Himmel schaute, es sah nach Regen aus und er konnte sich jetzt nichts schlimmeres vorstellen, als mit ihr irgendwo Schutz zu suchen. Also stieg man auf die Pferde und ritt weiter. Marcus behielt weiter den Himmel im Blick, nachdem sie Rorikstatt hinter sich gelassen hatten, ging die Strasse leicht ins Gefälle. Die Strasse war zum Glück trocken, auf diesen Steinen könnten die Pferde sonst ins rutschen kommen.
Als sie an einer Kreuzung ankamen, stand dort ein alter Karren auf der Strasse und ein toter Bandit lag davor. Marcus schaute auf die Wegweiser, nach Einsamkeit mussten sie gerade aus weiter reiten.
„Hey da! Absteigen!“, hörte er eine brummige Stimme
„He, wieder ist einer auf unsere Falle reingefallen“, sagte eine andere Stimme und plötzlich waren sie von 6 Banditen umgeben, beide waren gezwungen von den Pferden zu steigen
„Also Gold her“, sagte der eine
Marcus überlegte noch, wie sie aus der Situation wieder rauskommen sollten, sagte Tarja“ Ihr wollt Gold?“ Sie griff in ihre Tasche und warf etwas nach oben, die Banditen schauten alle nach oben, aber es waren nur Haferkörner die sie in die Luft geworfen hatte, die Banditen bekamen die Haferkörner in die Augen und fluchten laut, Marcus sah wie sie aus Reflex ihre Hand hob um einen Zauber zu wirken, was aber nicht klappte und wieder sah er den Zorn in ihren Augen, sie zog ihr Schwert und rammte es dem ersten Bandit zwischen die Rippen, Marcus unterließ es einen Zauber zu wirken, er wollte sie nicht noch zorniger machen, also kämpfte auch er mit seinem Schwert, der Kampf dauerte nicht allzu lange. Tarja sammelte die guten Pfeile ein und Marcus schaute nach Gold und er konnte einige Münzen zusammentragen.
Aber keiner konnte ahnen dass der nächste Kampf bald auf sie zukommen würde- ein körperlicher wie seelischer Kampf. Tarja bestaunte still die Gegend, die grünen Wiesen mit den Blumen und ein Fluss der über ein Wasserfall nach unten rauschte.
Sie überquerten eine steinerne Brücke und sahen sich wieder Banditen gegenüber.
„Hey da, der Wegezoll kostet hier 200 Goldmünzen“, lachte der Bandit
Marcus der eh schon mehr als wütend war, schrie dem Bandit zu “Komm runter, dann schiebe ich dir die Goldmünzen dahin, wo keine Sonne scheint“
„Hö, hö ganz schön mutig für einen Mann der gleich stirbt“, lachte der Bandit
„Es wird jemand sterben, aber nicht ich“, schrie er dem Banditen zu und wirkte einen Lähmungszauber auf ihn, der Bandit knallte auf den Boden, Tarja holte den nächsten Banditen mit einem gezielten Schuss von der Brücke. Sie trieb ihr Pferd zum Galopp an und preschte in das Lager, der Ork der vor dem Tor auf Patrouille war, hatte keine Chance, Tarja´s Pferd ritt ihn zu Boden.
Marcus folgte und sprang im Lager angekommen vom Pferd und machte sich zu Fuss durch das Lager.
Er konnte Tarja nirgends sehen, aber er hörte Kampfgeräusche vom nördlichen Zugang, dann kam sie angerannt. Aus einer Ecke kamen dann noch drei Banditen, die aber gegen den Lähmungszauber keine Chance hatten, Tarja setzte den zweien ein rasches Ende, aber der dritte, das war sein Fehler, hatte eine geklaute kaiserliche Rüstung an. Mit einem Schrei ging sie auf ihn los, sie zerkratzte sein Gesicht, riss seinen Kopf an den Haaren runter und boxte ihm ins Gesicht. Dann nahm sie eins der Schwerter und rammte es ihm zwischen die Rippen, mit dem zweiten zerschnitt sie voller Zorn und Wut die Rüstung, dann warf Tarja die beiden Schwerter , auf die Leiche und lief schnell an Marcus vorbei. Marcus der jetzt genug hatte, rief mit scharfer Stimme“ Verdammt Frau, bleib sofort stehen!“
Tarja die sich vor dem scharfen Ton erschreckt hatte, fragte motzig“ Warum sollte ich?“
„Ich habe keine Lust mehr, wie ein räudiger Hund hinter dir herzulaufen“, schrie er sie an
Tarja drehte sich zu ihm rum, ging einige Schritte auf ihn zu, ihre Augen funkelten böse und sie schrie ihn an“ Dann geh doch, keiner zwingt dich hier zu sein. Du hättest ja in Rifton bei deinen Huren bleiben können“
Sie wollte sich gerade wieder wegdrehen, als er sie unsanft bei den Schultern packte, dann passierte etwas was Marcus nur wie in Trance wahrnahm, aber doch verdammt schnell ging, er hob seine Hand und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige, erschrocken von der Wucht des Schlages zuckte sie zusammen und geriet ins taumeln und er schrie sie an „Ich habe es im Guten versucht, ich war geduldig mit dir, habe dir Zeit und Freiraum gelassen, aber jetzt reicht es mir. Vielleicht hätte ich in Rifton bleiben sollen, aber ich wollte bei dir sein“
Sie schlug seine Hände weg und wollte davonrennen, aber Marcus war schneller und riss sie zu Boden, sie schrie auf und versuchte noch weg zu kriechen, Marcus versuchte sie festzuhalten, aber sie begann nach ihm zu treten. Da sie nicht aufhörte, packte er ihre Beine und setzte er sich auf sie drauf, was dazu führte, das sie nach ihm schlug, aber mit Leichtigkeit hielt er ihre Handgelenke fest. Er schaute ihr fest in die Augen und sagte mit scharfer Stimme“ So Frau, jetzt reden wir“
Tarja schaute zur Seite und sagte „Ich habe keinen Grund zu reden“
„So? Das sehe ich anders! Reden wir doch mal über Helgen und deine Narben“, seine Augen funkelten wütend.
Er sah ihren verzweifelnden Blick, aber er liess sich nicht davon erweichen, dieses Mal nicht, das alles wird hier und heute enden.
„Erzähl“, herrschte er sie an
Sie hatte Tränen in den Augen und ihre Wange war tief gerötet, sie kämpfte mit sich und dann begann sie zu sprechen“ Ich wurde in Helgen, während des Drachenangriffes, von hinten niedergeschlagen, als ich zu mir kam, war ich gefesselt und zwei Soldaten beschimpften mich als Verräterin. Es wurde der Befehlshaber gerufen, der mich verhörte, da ich nicht sagte, was er hören wollte schlug er mir ins Gesicht, durch die Wucht, kamen meine Haare in die Kerze und brannten ein Stück ab, er löschte sie in dem er mir einen Eimer mit Brackwasser über den Kopf kippte.
Dann zog er mich an den Haaren, durch den Raum, wo wir uns umgezogen hatten, bis zu den Zellen dort sperrte er mich ein. Er übergab den Schlüssel den beiden Soldaten, die dann auch zu der Zelle kamen. Hast du eine Ahnung was Männer mit einer Frau anstellen können? Weißt du wie man es schafft, das Frauen nicht schwanger werden? Und kannst du dir vorstellen, wie schmerzhaft diese Erfahrung für mich war? Irgendwann hatten sie genug, aber dann kam der Befehlshaber, erst hatte ich Peitschenhiebe zu ertragen, dann wieder körperliche Übergriffe und ihm war es egal ob ich von seiner „Behandlung“ schwanger werden würde, dabei ist bei mir etwas gerissen, laut Cienna.
Es waren die Sturmmäntel und Jarl Ulfric die mich gerettet hatten, es war Britte die sich die Mühe gemacht hat mich zu versorgen, damit ich weiterreisen konnte“
Nachdem sie ihre Erlebnisse erzählt hatte, lockerte Marcus seinen Griff und stieg von ihren Beinen runter. Er sagte“ Wir bleiben heute Nacht hier, es bringt nichts jetzt weiter zureiten“
Er hörte wie sie ein schluchzendes Ja von sich gab.
Und während er ein Feuer machte, gingen ihm Tarja´s Erzählungen durch den Kopf, ja er wusste was Männer tun, damit Frauen nicht schwanger werden, er stellte sich die Schmerzen vor, die sie zu erleiden hatte und er lag in Rifton mit anderen Frauen im Bett und vergnügte sich, während die Frau die er liebte, das schlimmste erlebte, was eine Frau erleben konnte, vergewaltigt von drei Männern und er unterstellte ihr ein Verhältnis mit Jarl Ulfric, der ihr geholfen hatte und er hat nicht richtig zugehört. Sie hatte wirklich einen Grund sauer zu sein, all die Zeit war er der Trottel, der die Wahrheit nicht erkannt hatte oder nicht erkennen wollte.
Sie hätte nie etwas getan um ihn zu verärgern, sie ertrug das Erlebte mit stiller Wut, während er seine Wut mit voller Wucht an ihr ausließ. Jetzt verstand er auch ihre Behandlung der Banditen in kaiserlichen Rüstungen, jetzt machte alles Sinn.
Und während er Fleisch und Gemüse anbriet, überlegte er wie es nun weitergehen sollte.
Tarja lag zusammengerollt auf dem Boden, sie fühlte sich leer aber erleichtert. Sie hegte keinen Groll mehr gegen Marcus, sie spürte wie er unter ihr zu leiden hatte und das tat ihr nun sehr leid.
Vergessen waren die Ereignisse der letzten Zeit, es war Zeit nach vorne zu schauen und nicht zurück.
Sie stand auf, ihre Beine kribbelten, sie schüttelte kurz , rieb sich die Handgelenke und ihre Wange.
Dann ging sie rüber zur Feuerstelle und fragte leise “Darf ich mich setzen?“
Marcus nickte, sagte aber nichts und so setzte sie sich ans Feuer. Ohne Worte reichte er ihr eine Schale mit Gemüse und Kartoffeln.
„Danke Marcus“, sagte sie, aber er nickte nur.
Schweigend nahmen sie das Essen ein, hin und wieder schaute Tarja zu Marcus rüber, aber er starrte nur auf seinen Teller.
Als es langsam dunkel wurde sprach sie ihn an “Marcus?“ Wieder keine Reaktion, sie seufzte leise und fragte “Willst du den Rest der Reise schweigend verbringen?“ Er schwieg und starrte in die Flammen, aber Tarja liess nicht locker „Marcus, bitte sprich mit mir“
Dann reagierte er, aber heftiger als sie erwartet hatte. Er sprang auf und schrie sie an“ Verstehst du nicht, das ich mich erst über einiges klar werden muss“. Er ging rüber zu seinem Schlafsack und liess Tarja allein am Feuer zurück.
Da es keinen Sinn mehr hatte sich jetzt den Kopf zu zermartern ging auch Tarja zu ihrem Schlafsack und versuchte etwas Schlaf zu finden.
Marcus schlief tief, aber er träumte schlecht, als er wach wurde, war es früh am morgen. Er setzte sich auf und schaute rüber zu Tarja´s Schlafsack, aber er sah verlassen aus. Er stand auf und ging rüber, er war tatsächlich leer, Panik breite sich in ihm aus und er dachte“ Ich bin wirklich ein Trottel“
Er suchte sie im ganzen Lager, dann sah er sie am Ufer des Flusses stehen, leise ging er auch dort hin, als er nah genug war, sah er das sie immer wieder versuchte, einen Zauber zu wirken, als sie es nicht hinbekam, fiel sie auf die Knie und fing bitterlich an zuweinen.
Marcus ging auf sie zu und sprach sie leise an “Tarja“
Sie schaute ihn an und schniefte, er hielt ihr die Hand hin, sie griff nach der Hand und stand auf, für einen Moment blieben sie so stehen und schauten sich an, dann lächelte sie ihn an und ihre Augen begannen wieder zu leuchten, da war es wieder, das blau in ihren Augen, was er so liebte.
„Gib mir deine andere Hand“, sagte Marcus, Tarja hielt ihm die Hand hin und er legte ihr einen Feuerball in die Hand. Sie schaute auf den Feuerball, ihre Hand zitterte.
„Wirf ihn“, sagte Marcus, Tarja warf ihn auf einen Schlammkrabbe auf der anderen Uferseite.
„Das tat gut“, sie lächelte ihn an
Er hob seine Hand und legte sie an ihre Wange“ Es tut mir leid, das ich dich geschlagen habe“
Sie schaute ihn an und sagte“ Offenbar, was es der Weckruf, den ich brauchte. Mir war bewusst, das du irgendwann aus meinem Leben verschwunden wärst, ich brauche dich, ich liebe dich doch. Können wir die schlimmen Zeiten nicht vergessen und von vorne beginnen?“
Marcus nahm sie fest in seine Arme und flüsterte“ Nichts würde ich lieber! Komm wir gehen zurück ins Lager, es ist noch früh“
Im Lager angekommen, legten sie die Schlafsäcke zusammen und kuschelten sich aneinander. Marcus spürte das Tarja zitterte und er nahm sie fest in seine Arme.
„Ist dir kalt?“, fragte er, obwohl er genau wusste, warum sie zitterte. „Nein, mir ist nicht kalt“
Er küsste ihren Hals und sie zitterte noch mehr. Sanft schob er seine Hand unter ihre Bluse, er fuhr sanft über die Narben, Tarja seufzte auf, als sie seine Hand auf ihrer Haut spürte.
Tarja schaute ihn an und ihre Lippen trafen sich zu einem Kuss, der erste nachdem sie Choroll verlassen hatte, nun waren sie wieder zusammen.
Tarja kuschelte sich an Marcus und schlief wieder sehr schnell ein, Marcus hielt sie einfach in den Armen.
Als sie wach wurde, verspürte sie Hunger, sie streckte sich ausgiebig und als sie den Geruch von Gemüsesuppe wahrnahm, knurrte ihr Magen sehr laut. Sie schälte sich aus dem Schlafsack und ging zur Feuerstelle rüber, wo Marcus im Topf rührte, sie setzte sich zu ihm und wieder knurrte ihr Magen.
Marcus lächelte sie an“ Na ausgeschlafen? Hungrig?“
„ Na ja eher aufgehört und ja ich habe Hunger“, lachte sie
„Suppe ist gleich fertig“, sagte er
Dann schaute sie ihn ernst an und fragte“ Wie lange hättest du mich noch ertragen?“
„Bis Rifton hätte ich dich begleitet und wäre dann da geblieben“, gab er ihr zur Antwort
„Du bist sehr geduldig“, sagte sie
„Ja, aber zum Glück hat es sich gelohnt, Geduld zu haben“
„ Es tut mir sehr leid, das ich so böse zu dir war.“
„Tarja, ich bitte dich, dir ist so etwas schlimmes passiert, das schluckt man nicht so leicht runter. Ich hätte bei dir sein sollen, aber ich habe dich fortgeschickt, das wird mir nie wieder passieren.“ Er griff nach ihrer Hand „ Ich werde versuchen auf dich aufzupassen“
„Das weiss ich doch. Sag mal reicht das Essen für heute noch?“
„Warum fragst du?“
„ Ich finde es hier sehr schön, hier gibt es Flüsse und ich sehne mich nach Wasser“, sagte sie
„Vielleicht liegt hier noch was von den Banditen rum und im Fluss gibt es bestimmt auch Fische, die wir braten könnten“
„Gut, dann bleiben wir heute noch hier und reiten morgen weiter nach…, wie heisst das Ort?“
„Nach Drachenbrügge, es ist nur ein kleiner Ort, aber sie haben eine eindrucksvolle Brücke und in der Taverne Vier Schilde können wir rasten, dann ist es auch nicht mehr weit bis Einsamkeit“, sagte Marcus
„Das ist eure Hauptstadt, oder?“
„Ja, die Stadt ist sehr groß, teuer und weitläufig, aber sie wird dir bestimmt gefallen“, gab ihr Marcus zur Antwort
„Teuer? Das ist aber nicht gut, haben wir noch viel Gold?“
„Ja, Marcus Jannus hat mich für die Arbeit in Helgen bezahlt“
„Ich habe auch noch etwas übrig“
Marcus rührte wieder im Topf herum und sagte dann“ Dann wollen wir deinen Hunger doch mal stillen“
„Oh ja bitte“, lachte sie und er reichte ihr einen Teller mit Suppe und sie bedankte sich bei ihm.
„ Besuchen wir deine Eltern, wenn wir in Rifton sind“, fragte Tarja
„Möchtest du sie besuchen?“, fragte Marcus
„Ja gern, sie waren sehr nett zu mir, ich mag sie und du siehst deinem Vater sehr ähnlich, er ist ein sehr hübscher Mann für sein Alter“, sagte sie
„ Er hat eine unheimliche Ausstrahlung und Anziehungskraft auf Frauen, aber er wollte nur meine Mutter“
„ Eine Familie zu haben, ist schon was schönes und sie haben mich behandelt, als würde ich dazugehören.“, sie seufzte leise
„Du gehörst dazu“, sagte Marcus „Mein Vater war etwas traurig, das ich allein kam und meine Mutter glaubte nicht, im Gegensatz zu mir, das du tot sein könntest und sie war felsenfest davon überzeugt, das wir uns wieder zusammenraufen“
„Sie hatte doch recht“, lächelte Tarja
„ Balimund und meine Schwester waren auch dieser Meinung, aber ich hatte schwere Zweifel“, sagte Marcus
„Auch wenn ich mehr als eklig zu dir war, ich war doch froh, das du in meiner Nähe warst.“, sagte sie zu ihm und schabte mit dem Fuß über den Boden.
Er beugte sich zu ihr rüber und küsste sie auf die Wange und sagte“ Das ist schön zu hören“
„Komm dann lass uns doch mal das Lager nach Sachen absuchen, die wir gebrauchen können“, sagte Tarja
„Gute Idee“, sagte Marcus
Also machten sie sich getrennt auf, den Weg durch das Lager und suchten zusammen was sie gebrauchen konnten. Etwas später trafen sie sich wieder in dem Haus des Banditenanführer.
Marcus hatte die Leichen bei Seite geschafft und noch etwas Gold und Pfeile gefunden, während sich Tarja auf die Lebensmittelsuche gemacht hatte, in der Hütte hatte sie noch ein Buch und einen Schlüssel gefunden, aber keine Truhe.
„Wirklich keine Truhe?“, fragte Marcus
„Nein, ich habe keine gefunden“, gab Tarja ihm zur Antwort
„Vielleicht gibt es irgendwo eine Falltür?“ überlegte Marcus
„Das könnte sein“, sagte Tarja, nahm den Schlüssel und machte sich auf die Suche und in einer Ecke, fand sie einige leere Säcke, sie räumte die Säcke zur Seite und entdeckte die Falltür.
„Marcus, hier ist die Falltür“, rief sie
Marcus bückte sich vor der Falltür und klappte sie nach oben „Oh eine Höhle, wollen wir runter?“
„ Ja, gehst du vor? Ich leuchte dir den Weg“, sie ging zum Tisch und holte die Laterne , sie legte sich auf den Boden und hielt die Laterne in das Loch, während Marcus die Leiter runter stieg.
„Ich bin unten, du kannst nachkommen“, rief Marcus von unten hoch
Also machte sich Tarja auch auf den Weg nach unten.
„Schau mal sieht aus, als hätte sich hier jemand aufgehalten“, bemerkte Marcus
„Ja, schau mal die ganzen Fässer“, sagte Tarja
„Meinst du der Anführer wollte sich aus dem Staub machen?“, fragte Marcus
„Ja, dieser Brief hier besagt das. Der Anführer muss auf einer kleinen Insel, hinter der Schlucht einen Schatz haben“, sagte Tarja
„Den schauen wir uns doch mal an“, sagte Marcus
„Weißt du was, ich schwimm raus, dann nimmst du meine Kleidung und bringst sie mit“, sagte Tarja
„Gut, dann machen wir es so, ich schau nochmal in die Fässer und komme dann nach“
„Ja so machen wir es“, sagte Tarja und begann ihre Kleidung auszuziehen, sie legte ihre Sachen zusammen, steckte den Schlüssel in ihren BH und legte die Kleidung auf den Tisch.
Sie lief an Marcus vorbei nur noch in ihrer Unterwäsche und sprang ins Wasser, Marcus blieb bei diesem Anblick kurz die Luft weg, er starrte ins Wasser, dann tauchte sie wieder auf und rief“ Schau mal!“ und warf ihm etwas zu, Marcus fing das Säckchen auf, wog es in seiner Hand „Gut gefüllt“, dachte er
Vor dem Höhlenaufgang tauchte sie wieder auf und rief“ Ich schwimm jetzt raus“
„ In Ordnung bis gleich“ rief er ihr zu und dann verschwand sie wieder.
Marcus nahm sich einen Sack und packte alles nützlich rein, nahm Tarja´s Kleider und stieg die Leiter wieder nach oben, der schloss die Falltür und stellte den Sack auf den Tisch.
Er eilte zum Fluss runter, stellte sich ans Ufer und rief “Wo bist du?“ er schaute zu der kleinen Insel in der Mitte des Flusses, dann sah er sie, sie war auf gestanden und winkte ihm zu „Ich komme gleich“ rief sie ihm zu.
Sie packte alles was in der Truhe war, in das kleine Boot, was an der Insel lag.
Sie schob das Boot ins Wasser, setzte sich rein und ruderte wieder zurück.
Marcus hatte seine Stiefel und sein Hemd ausgezogen, seine Hosenbeine hochgekrempelt und half das Boot ans Ufer zubringen.
„Hat es sich gelohnt?“, fragte Marcus
„Oh ja, auf alle Fälle“, lachte Tarja und liess sich in Marcus Arme fallen
Mit den Worten bei Talos du bist kalt fing er sie auf, sie lachte „Das Wasser ist aber herrlich“
Marcus nahm die Sachen aus dem Boot, die Goldstücke und die Schmucksteine packte er in seine Stiefel, dann hielt einen Seltsamen Stein in der Hand „Was ist das den für ein Stein?“, fragte er
„Das ist ein grosser normaler Seelenstein“, sagte Tarja und nahm ihn in die Hand, sie verhaarte und dann meinte sie „Oh er ist gefüllt, den kann man gut verkaufen“
„Ein normaler? Gibt es auch andere?“, fragte Marcus
„Ja, schwarze Seelensteine, mit ihnen fängt man menschliche Seelen, scheußlich“, sie schüttelte sich.
„Gehen wir zurück ins Lager“, fragte Marcus
„Ach nein ich schwimm noch etwas“, sagte sie und stürzte sich wieder ins Wasser.
Marcus hatte sich ins Gras gesetzt und ihr zugeschaut, plötzlich tauchte sie vor ihm auf und spritze ihn nass.
„Hör auf, du Biest“, lachte Marcus
„Nö, keine Lust“, lachte sie und spritze ihn wieder nass „Halt mich doch davon ab“
Marcus stand auf und zog seine Hose aus und ging ins Wasser, er wollte sie packen, aber sie war im Wasser flink wie ein Fisch, so entglitt sie ihm, sie tauchte ab und glitt lautlos durch das Wasser, sie wollte zwischen Marcus Beine durchtauchen, dann spürte sie wie sie gepackt wurde und aus dem Wasser gezogen wurde „Hab dich“, sagte Marcus und lachte
„Spielverderber“, lachte sie
„Du bist aber ein komischer Fisch ,du musst eine Meerjungfrau sein“, lachte Marcus
„Immerhin noch besser als ein Dreugh“, lachte Tarja
„Das muss ich aber überprüfen“, lachte Marcus, er griff unter ihre Beine und hob sie aus dem Wasser, Tarja quietschte vor Vergnügen.
„ Keine Schwanzflossen und keine Fangarme“, lachte Marcus und liess sie ins Wasser fallen
Tarja lachte als ich wieder auftauchte „ Was bin ich den nun?“
Marcus nahm sie in die Arme“ Ich weiss nicht, aber du bist wunderschön, vielleicht sollte ich deinem Geheimnis mal auf die Schliche kommen“ Er hob sie aus dem Wasser und trug sie an Land, er legte sie ins warme Gras und legte sich neben sie, sie hatten viel nachzuholen.Etwas später standen sie in der Hütte am Tisch und sortierten die gefunden Sachen.
Was sie verkauften wollten, packen sie in Tarja´s Rucksack, die guten Pfeile nahm Tarja an sich und Marcus packte die Goldstücke ein, die Nahrungsmittel würden für ein Abendessen und ein Frühstück noch reichen.
Und während Marcus das Abendessen vorbereitete, nahm Tarja die Eisenpfeil und machte ein paar Schussübungen. Schiessen und treffen konnte sie, aber es fehlte ihr noch immer an Kraft für längere Kämpfe, was sie auch bemerkte, wenn sie das Schwert benutze. Und im Moment konnte sie sich nur auf ihre Kampfkraft verlassen.
Marcus war die körperliche Verfassung auch aufgefallen, sie war immer noch zu dünn, zwar nicht mehr so schlimm, als die damals zusammen gebrochen war, aber ihre Knochen waren noch immer spürbar, sie musste dringend wieder mehr Speck auf die Knochen bekommen.
Daher suchte er ein Stück Fleisch, was sie auch essen würde. Er schnitt sorgfältig alles an Fett und Sehnen weg, nur so würde sie es essen.
Dann sah er wie sie wieder übte einen Feuerball zu bilden, immer und immer wieder, aber nichts passierte, dann fiel ihm ein das er doch noch die Tränke aus Falkenring hatte, er rief Tarja zu sich. Traurig setzte sie sich zum ihm und legte ihren Kopf an seine Schulter.
Er griff in seinen Rucksack und reichte ihr eine grosse blaue-grüne Flasche.
Tarja schaute die Flasche an und fragte“ Wo hast du die her?“
„Die habe ich in Falkenring mischen lassen, für mich. Aber ich glaube du brauchst sie eher als ich“, sagte Marcus
„Aber du brauchst doch die Tränke auch“, sagte Tarja
„Ja, aber du bist die Kampfmagierin von uns, mir reicht was ich kann. Aber deine Magiefähigkeiten müssen wieder hergestellt werden. Kann uns Felen nicht helfen?“
„Wie denn?“, fragte Tarja
„Naja wir sind eh in Dämmerstern und wenn wir am Geistermeer entlang reiten, kommen wir automatisch nach Winterfeste und von da aus nach Windhelm und von Windhelm können wir entweder wieder reiten oder mit der Kutsche nach Rifton.“, gab ihr Marcus zur Antwort
„Ich werde es in Erwägung ziehen, wenn meine Magie bis Dämmerstern noch nicht zurückgekommen ist“, sagte Tarja öffnete die Flasche und trank das Gebräu.
Sie schüttelte sich heftig und verzog den Mund „Bäh, ich hatte vergessen wie grässlich das Zeugs schmeckt“
Marcus musste bei dem Anblick lachen, sie boxte ihn auf den Oberarm, aber dann lachte sie auch.
„Schatz, ich weiss das du nicht gern Fleisch isst, aber ich habe das Fleisch nach deinen Wünschen geschnitten, du musst wieder etwas Speck auf die Knochen bekommen, du bist viel zu dünn“
Er reichte ihr einen Teller mit Fleisch, Gemüse und einer grossen Kartoffel und nahm sich auch eine Portion.
Sie trank den Kräutertee von Cienna und Marcus trank einen Met, schweigend nahmen die beiden ihr Abendessen ein und genossen diesen stillen Fleck.